Ausstellung „Grenzerfahrungen“ eröffnet


Bürgermeister Ulrich Berger und Waltraud Teigeler vom Eine Welt Kreis Salzkotten begrüßten die Gäste zur Eröffnung der Ausstellung „Grenzerfahrungen – Wie Europa gegen Schutzsuchende aufrüstet“.  Foto: Michael Bodin / fcjm-presse

 Die Ausstellung „Grenzerfahrungen – Wie Europa gegen Schutzsuchende aufrüstet“, wurde am Mittwoch durch Bürgermeister Ulrich Berger, Waltraud Teigeler vom Eine Welt Kreis Salzkotten und Schwester M. Stefanie Müllenborn, im Pavillon des Mutterhausgartens der Franziskanerinnen eröffnet. Die Plakate der vom Förderverein PRO ASYL e.V. und christlichen Initiativen entwickelten Präsentation bieten 70 Jahre nach der Verabschiedung der Genfer Flüchtlingskonvention umfassende Informationen über Flucht, Fluchtursachen sowie die Abschottung Europas gegenüber Schutzsuchenden.

Ausstellung "Grenzerfahrungen"

Im Mutterhausgarten der Franziskanerinnen Salzkotten verfolgten zahlreiche Interessierte die Eröffnung der Ausstellung „Grenzerfahrungen – Wie Europa gegen Schutzsuchende aufrüstet“. Foto: Michael Bodin / fcjm-presse

Bürgermeister Ulrich Berger dankte den Initiatorinnen für ihr Engagement und hob besonders auch die Verdienste des Eine Welt Kreises bei der Integration von Flüchtlingen in Salzkotten, unter anderem durch das Angebot von Sprachkursen, hervor. Waltraud Teigeler erläuterte den Gästen der Eröffnung anschließend die Themen der einzelnen Plakate. Sie wies darauf hin, dass Europa in dem Umgang mit Flüchtlingen an den Außengrenzen der Europäischen Union seine eigenen Werte der Humanität verrate. Mit europäischen Geldern werde die Abwehr von Flüchtlingen in der Türkei, Libyen und weiteren afrikanischen Staaten finanziert. Menschenrechte und das Völkerrecht würden dabei häufig verletzt. „Die Ausstellung führt zu der Frage, in welcher Gesellschaft wollen wir leben - in einer die ausgrenzt und sich abschottet oder in einer weltoffenen, integrativen und humanen Gesellschaft“, erläuterte Waltraud Teigeler.

Bis zum 27. Oktober bietet sie zusammen Angelika Tölle vom Eine Welt Kreis und Schwester M. Stefanie Müllenborn Führungen mit ergänzenden Informationen durch die Ausstellung an. Interessierte Gruppen können sich unter der Telefonnummer (05258) 931144 sowie der E-Mail reitei@gmx.de bei ihr oder bei Schwester M. Stefanie (Tel. 05258 988947 / E-Mail: stefanie@fcjm.de) melden. Öffentliche Führungen ohne Anmeldung gibt es am Mittwoch, 20. Oktober und am 27. Oktober, jeweils um 16 Uhr.