Schwestern in Marialinden verabschiedet


Der Schwesternkonvent der Franziskanerinnen Salzkotten wurde am Mittwoch in einer kleinen Feierstunde im Altenheim Marialinden offiziell verabschiedet (v.l.): Roland Niles (Geschäftsführer der Malteser Wohnen & Pflegen gGmbH), Schwester M. Angela Benoit (Provinzoberin), Schwester M. Giselind, Schwester M. Susanne, Annette Mortsiefer (Pflegedienstleitung) und Jochen Schrey (Bereichsleiter für den Geschäftsbereich Wohnen und Pflegen der Malteser Rhein-Ruhr gGmbH). Nicht im Bild ist Schwester M. Robertis. Foto: presse-fcjm / Michael Bodin

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Schwester M. Susanne Schrammel verlässt Marialinden und übernimmt neue Aufgaben in Malawi / Ostafrika. Foto: presse-fcjm / Michael Bodin

Am Anfang, im Jahr 1866, kamen drei Franziskanerinnen nach Marialinden, jetzt gingen erneut drei Schwestern. Damit endet eine Ära im Altenheim und in Marialinden. Mit dem offiziellen Abschied von Schwester M. Susanne Schrammel am Mittwoch, 9. Juni, verließ die letzte Schwester der Franziskanerinnen Salzkotten die Gemeinde.

Vor 155 Jahren hatten Franziskanerinnen aus Salzkotten in Marialinden erst in der Krankenpflege und später in der Altenpflege gewirkt. Nachdem das Krankenhaus 1972 abgerissen wurde, entstand weiter südlich das heutige Altenheim Marialinden an der Franziskanerstraße. 2018 übernahm dann die Malteser Rhein-Ruhr gGmbH die Trägerschaft des Hauses. Der Schwesternkonvent aber blieb zunächst weiter in Marialinden und Schwester M. Susanne war weiterhin als Einrichtungsleiterin tätig. Inzwischen wechselten bereits im November 2020 die älteren Schwestern, Schwester M. Giselind und Schwester M. Robertis ins Mutterhaus nach Salzkotten. Jetzt wurde auch Schwester M. Susanne offiziell verabschiedet, bedingt durch die Bedingungen der Coronavirus-Pandemie nur im kleinen Kreis.

Prälat Joseph Herweg feierte die heilige Messe in der Kapelle des Altenheims und im Anschluss erinnerten Roland Niles, Geschäftsführer der Malteser Wohnen & Pflegen gGmbH, Christoph Freiherr von Lüninck vom Malteserorden, Bürgermeister Christoph Nicodemus und Schwester M. Angela Benoit, Provinzoberin der Franziskanerinnen Salzkotten an das Wirken der Franziskanerinnen in Marialinden. Nur wenige Jahre nach der Gründung der Ordensgemeinschaft im Jahr 1860 zählte Marialinden zu den ersten Niederlassungen überhaupt. „Das so früh, ja noch in den Anfangszeiten begonnene Werk unserer Gründerin, Mutter M. Clara Pfänder, und seine fortgeschriebene Geschichte über 155 Jahre, dieses Werk wächst weiter, und es wächst sehr gut weiter“, erklärte Schwester M. Angela Benoit. Damit meinte sie sowohl die Weiterführung des Altenheims im christlichen Geist durch die Malteser als auch die neuen Aufgaben, denen sich Schwester M. Susanne in Malawi in Ostafrika nun stellen wird. „Wir gründen dort eine neue Kommunität in der Stadt Dowa“, kündigte Schwester M. Angela an. Bereits seit 1984 sind in dem Ort Madisi in Malawi Schwestern der Franziskanerinnen Salzkotten aus Deutschland und Indonesien tätig und unterhalten dort unter anderem eine Schule für Aidswaisen und einen Kindergarten. In Dowa werden sie künftig zusammen mit Franziskanern soziale Arbeit und Gemeindearbeit leisten und später auch die Aufnahme afrikanischer Frauen in den Orden ermöglichen. Schwester M. Susanne wird zunächst zu Mitschwestern in die USA reisen, um ihr Englisch aufzufrischen und dann voraussichtlich im Oktober nach Malawi fliegen.

„So verabschieden wir uns heute mit einem weinenden und auch einem lachenden Auge von diesem heiligen Berg, der nicht nur weit sichtbar ist, sondern auch eine solche Ausstrahlung hat“, sagte die Provinzoberin bei der Abschiedsfeier in Marialinden. Es sei den Schwestern aufgegeben, im Laufe der Geschichte immer wieder Aufgaben und Orte zu hinterfragen, aufzugeben und Neues zu beginnen.

Die Nachfolgerin von Schwester M. Susanne als Einrichtungsleiterin im Altenheim Marialinden ist dort bereits bestens bekannt. Diese Aufgabe wird die bisherige Pflegedienstleiterin Annette Mortsiefer übernehmen. Sie wurde dazu von Geschäftsführer Roland Niles bereits herzlich begrüßt.

10-06-2021

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