Konflikt im Nahen Osten



Die Interfranziskanische Arbeitsgemeinschaft (INFAG), ein Zusammenschluss der deutschsprachigen franziskanischen Ordensgemeinschaften in Deutschland, Luxemburg und Belgien, fordert in einem Statement ein Ende der Gewalt im Nahen Osten und wendet sich gegen den zunehmenden Antisemitismus in Deutschland.

Ihrem Leitspruch „pax et bonum - Frieden und Gutes“ verpflichtet, sind die Mitglieder der Franziskanischen (Ordens)Gemeinschaften erschüttert über die militärischen Auseinandersetzungen. Insbesondere darüber, dass den palästinensischen und israelischen Angriffen immer mehr Zivilisten, darunter auch viele Kinder, zum Opfer fallen.

"Wir fordern beide Konfliktparteien auf, die Waffen schweigen zu lassen, die Gewalt zu beenden und die Menschenrechte zu achten. Ein dauerhafter Friede beruht auf einer Gerechtigkeit, welche die berechtigten Interessen von Autonomie und Sicherheit beider Seiten berücksichtigt", heiß es in dem Statement der INFAG. Eine Deeskalation der Gewalt beziehe daher die komplexe Geschichte des Konfliktes und ihre Wirkmächtigkeit mit ein. Einseitige Polarisierungen, Diffamierungen und Schuldzuschreibungen würden die Gräben vertiefen und nicht zu einer Lösung beitragen.

Mit großer Sorge betrachten die franziskanischen (Ordens)Gemeinschaften in ihrer Stellungnahme die antijüdischen Aktionen hier in Deutschland: "Eine berechtigte Kritik am Handeln des Staates Israel rechtfertigt in keiner Weise ein gewaltsames Vorgehen gegen unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger und ihre Einrichtungen. Wir verurteilen die Angriffe auf Synagogen und den zunehmenden Antisemitismus auf das Schärfste."

Als Franziskanerinnen teilen wir diese Sorge. Wir verbinden das mit dem klaren Bekenntnis, solidarisch mit den jüdischen Gemeinden jedem Antisemitismus entgegenzutreten. Wir werden für den Frieden im Nahen Osten und das friedliche Miteinander in unserer Gesellschaft beten.

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