„Ein großartiges Lebenswerk“


Verabschiedung von Schwester M. Stefanie in Herten (v.l.): Schwester M. Angela Benoit, Weihbischof em. Dieter Geerlings, Schwester M. Stefanie und Schwester M. Hildegarde Voß.

Nach 32 Jahren in Herten nahm am Mittwoch, 3. September, Schwester M. Stefanie Müllenborn Abschied von ihrer langjährigen Wirkungsstätte. Sie wird im September in das Mutterhaus nach Salzkotten umziehen. Aus diesem Anlass hatte der Caritasverband Herten zu einer Verabschiedungsfeier eingeladen, bei der Weihbischof em. Dieter Geerlings aus Münster den Gottesdienst in der St. Josef Kirche leitete.

Bekannt ist Schwester M. Stefanie vor allem durch ihren unermüdlichen und engagierten Einsatz für Asylsuchende und Flüchtlinge. Neben individuellen Hilfen in der Flüchtlingsberatung des Caritasverbandes und im „Haus der Kulturen“ setzte sie sich immer wieder gegenüber Politikern und Verwaltungsmitarbeitern für die Not der Flüchtlinge ein und prangerte ungerechte Entscheidungen und Gesetzgebungen an.  Ihr weiteres Engagement gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution führte sogar zu einer Einladung, vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf zu sprechen.

„Wir sind dankbar für Ihr Wirken und Ihren Dienst für Menschen auf der Flucht“, sagte Weihbischof Geerlings in seiner Predigt. Dass Schwester M. Stefanie streiten könne, hob er positiv hervor und verwies auf ein Zitat der Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach: „Nicht jene, die streiten, sind zu fürchten, sondern jene, die ausweichen.“

Im Anschluss an den Gottesdienst würdigten Matthias Müller von der Geschäftsführung des Caritasverbandes und Schwester M. Angela Benoit, Provinzoberin der Franziskanerinnen Salzkotten, Schwester M. Stefanies Wirken in Herten. Was sie an Hilfen und Diensten mit aufgebaut habe, sei „ein großartiges Lebenswerk“, meinte Schwester M. Angela. Matthias Müller betonte die Absicht des Caritasverbandes, der caritativen Arbeit eine besondere spirituelle und franziskanische Ausrichtung zu geben. Beide erinnerten an die Anfänge, dem Wunsch der Schwestern, noch näher an der Seite der Armen zu stehen und die Absicht des Caritasverbandes, Ordensschwestern nach Herten zu bitten.

Im September 1988 gingen daraufhin Schwester M. Hiltraud, Schwester M. Daniela und Schwester M. Stefanie in die Ruhrgebietsstadt. Weiterhin dort ist Schwester M. Daniela, die derzeit in der Caritas-Kontaktstelle Turmstraße ein Beratungsangebot für Menschen in Not anbietet.

03-09-2020

Nachrichten

Weiter

Weiter