Überschwemmung in Caransebes


Am Kloster in Caransebes reichte das Wasser bis zu den Fenstern und lief durch diese ins Haus.

Aus Caransebes in Rumänien berichten die Schwestern, wie durch starke Regenfälle kürzlich das Kloster unter Wasser stand: In der letzten Zeit hatte es sehr viel bei uns geregnet. Am Donnerstag, 18.06., trat ein kleiner Fluss, der hinter unserem Haus fließt über die Ufer, und das Wasser überflutete unseren Garten, wie schon einmal vor fünf Jahren. Auch aus der überlasteten Kanalisation stieg das Wasser auf. Als wir es kommen sahen, haben wir Schwestern mit den Kindern von der Kinderhilfe, ehrenamtlichen Helfern und Angestellten Säcke gefüllt und vor dem Haus verteilt. Aber der Regen war so stark, dass in dreißig Minuten das Wasser so hoch war, dass es ins Haus kam.

In der ganzen Stadt gab es Überschwemmungen und weder Helfer noch eine Pumpe waren zu bekommen. Inzwischen war das Wasser im Innenhof schon bis zu den Fenstern angestiegen und floss schließlich ins Haus. Vom Cousin des Leiters der Caritas-Sozialstation, Ionut Alexandrescu, erhielten wir dann eine Pumpe. Da es keinen Strom gab, musste diese mit Benzin betrieben werden. Am Nachmittag wurde die Überschwemmung weniger und die Mitarbeiter der Sozialstation halfen uns. Abends hatten wir mit vereinten Kräften das Wasser wieder aus dem Haus.

Fast im ganzen Erdgeschoss wurde das Parkett im Flur deutlich zerstört, so auch im Internat für die Mädchen. Zudem standen bei uns noch viele Pakete mit Kleiderspenden aus dem letzten Transport und wurden nass. So haben wir alles ausgepackt und unsere fleißigen Helfer und Angestellte konnten sich ausgesuchte Kleidung mitnehmen. Sie waren sehr dankbar für dieses Geschenk, obwohl die Sachen nass waren.

Hochwasser Caransebes
Im Hof wurden die nass gewordenen Kleiderspenden getrocknet.

Die anderen Kleider versuchten wir im Hof zu trocknen, aber der Regen wollte noch nicht aufhören. Nach zwei Tagen schien dann endlich wieder die Sonne, sodass wir am Samstag alles draußen trocknen konnten. Bei ständigem Wechsel zwischen Regen und Sonne war das nicht einfach, aber alle packten mit an.

Die Wände sind nun noch nass und es herrscht schwere Luft im Haus, so dass wir viel lüften. Wir hoffen, dass bald die Kanäle von der Stadt erneuert werden, damit das Wasser nicht so schnell wiederkommt, und danken allen fleißigen Helfern für ihren Einsatz.

Sr. Mariana Mutiu

29-06-2020

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