Schwestern weiter vor Ort


Schwester M. Klara Lüers (links) und Schwester M. Veronika Engelmann (rechts) sind als deutsche Ordensschwestern weiterhin bei den Menschen in dem Ort Madisi in Malawi. Archivbild: Franziskanerinnen Salzkotten

Während die freiwilligen Missionarinnen und Missionare auf Zeit aufgrund der COVID-19-Pandemie alle zurückgeholt wurden, bleiben die deutschen und indonesischen Ordensschwestern der Franziskanerinnen Salzkotten in Malawi (Ostafrika) bei den Menschen vor Ort. Alle Schwestern sind aktuell gesund und berichten in E-Mails an das Mutterhaus von der Lage.

„Uns ist klar, dass wir in dieser Situation für die Menschen hier da sein müssen und das auch von Herzen gerne möchten“, schreibt Schwester M. Veronika Engelmann aus Madisi. Aktuell ist Malawi noch vergleichsweise schwach von der Pandemie betroffen. Die Behörden verordneten aber Maßnahmen gegen eine Ausbreitung der Infektionen und haben die sofortige Schließung aller Schulen, Kindergärten, Universitäten sowie aller Ausbildungsstätten angeordnet. Davon betroffen sind auch der Kindergarten und die Schule für Aidswaisen der Franziskanerinnen. Versammlungen mit mehr als 100 Personen sind aktuell verboten. In den Gemeinden werden Gottesdienste, Prozessionen,  Pfarrveranstaltungen und Chorproben bald abgesagt. „Lebensmittel haben wir in der vergangenen Woche genug eingekauft und wir werden in Ruhe, aber mit aller Vorsicht die Entwicklung im Land beobachten“, berichtet Schwester M. Veronika, die dort mit Schwester M. Klara Lüers und den indonesischen Schwestern M. Raynelda und Schwester M. Flaviana in einer Kommunität lebt.

Zur deutschen Ordensprovinz gehört auch die Kommunität in Rumänien. Dort gilt aufgrund von COVID-19 inzwischen eine weitgehende Ausgangssperre, die durch eine Militärverordnung geregelt ist. Schulen und Kindergärten, darunter auch der Kindergarten der Franziskanerinnen, sind schon seit zwei Wochen geschlossen. Eine Schwester, die bei der Caritas arbeitet, lebt inzwischen aufgrund erhöhter Infektionsgefahr innerhalb des Hauses getrennt von der Gemeinschaft.

Ein großer Mangel herrscht an Desinfektionsmitteln und Handschuhen. Das erschwert die Arbeit der Sozialstation, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter alte und kranke Menschen versorgen. Öffentliche Gottesdienste sind in Rumänien derzeit ebenfalls verboten und abgesagt. Aktuell leben dort sechs rumänische Schwestern, davon zwei in Temeswar.

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