72-Stunden-Aktion im Mutterhausgarten


Schwestern und MaZ arbeiteten bei der 72-Stunden-Aktion gemeinsam im Mutterhausgarten.

72 Stunden Einsatz für eine gute Sache. Das ist die Idee der 72-Stunden-Aktion vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Unter dem Motto „Uns schickt der Himmel“ engagierten sich dabei in ganz Deutschland Kinder und Jugendliche für ein Projekt. Am Mutterhaus in Salzkotten waren die ehemaligen Missionarinnen und Missionare auf Zeit (MaZler*innen) und eine Gruppe der KLJB (Kath. Landjugendbewegung) Upsprunge aktiv.

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Kurz vor der Eröffnung: Der Schuppen im Mutterhausgarten wurde in eine überdachte Sitzecke verwandelt.

Es waren die zurückgekehrten MaZ`ler*innen selbst, die auf die Idee kamen, bei der 72h-Aktion mitzumachen: „Können wir nicht etwas Kreatives und Nachhaltiges für die älteren Schwestern und Altenheimbewohner machen, am besten draußen im Garten?“ – Gesagt, getan. Es bot sich unser alter Schuppen an, der jetzt in eine überdachte Sitzecke verwandelt werden sollte. Zunächst klang es wie beim Gitarrespielen: „Was wollt ihr? Streichen oder Zupfen?“ – So kümmerte sich – nach Vorarbeiten von Schw. M. Alexa und ihrem Vater – die eine Gruppe um den Anstrich des Schuppendachs und die andere Gruppe um das riesige Rosenbeet, das von Unkraut befreit werden musste. Insgesamt waren es 14 rückgekehrte MaZ`lerinnen verschiedener Jahrgänge, die zu diesem Einsatz und dem sog. „MaZ Forever Wochenende“ zusammenkamen. Zudem erhielten wir Unterstützung von unserem Gärtner und unseren guten Leuten aus der Klosterküche, die uns mit „Kraftfutter“ versorgten.

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Schwester M. Angela Benoit durchschnitt das Band zur Eröffnung der neuen Sitzecke.

Nach einem kurzen Gebet am Morgen und dem Entzünden der 72h-Aktions-Kerze ging es also am Freitag an die schweißtreibende Arbeit unter schönstem Sonnenschein. Wie willkommen waren da die Pausen im Schatten, bei Plätzchen oder Kuchen! Am Abend wurde dann zusammen mit der KLJB (Kath. Landjugendbewegung) Upsprunge – auch zum näheren Kennenlernen – gekocht und gegessen. Die 11 Kinder und ihre zwei Betreuerinnen wollten uns in den nächsten beiden Tagen tatkräftig unterstützen.

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MaZler*innen und die Jugendlichen der KLJB (Kath. Landjugendbewegung) Upsprunge engagierten sich gemeinsam bei der 72-Stunden-Aktion.

Am Samstag ging es dann mit vereinten Kräften sehr kreativ weiter. So entstanden in verschiedenen Kleingruppen ein Insektenhotel, ein Vogelhäuschen, mehrere kleine Mobile und andere dekorative Sachen als Schmuck für unseren neuen „Pavillon“. Zudem wurde davor eine Hecke mit Duftlavendel gepflanzt und eine Kräuterschnecke angelegt. Eine Gruppe von 4 MaZ`lerinnen überzeugte uns als geschickte Näherinnen, da sie in den Nähzimmern des Klosters wunderschöne Sitzkissen schneiderten. Zudem wurden ein Hochbeet und ein großes Klangmobile aus verschiedenen Hölzern gefertigt. Erstaunlich, was man in Gemeinschaft alles schaffen kann! Und wieviel Freude man miteinander und an der Arbeit haben kann! Die gute Stimmung wurde am Nachmittag noch durch ein leckeres Eis gesteigert. Abends ließen wir uns dann – nach getaner Arbeit an so viel frischer Luft hungrig geworden – die Würstchen vom Grill und die Salate aus der Küche schmecken. Mit einem Dankgebet schlossen wir den Tag ab.

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Eine Gruppe von 4 MaZ`lerinnen überzeugte uns als geschickte Näherinnen, da sie in den Nähzimmern des Klosters wunderschöne Sitzkissen schneiderten.

Am Sonntagmorgen gaben wir unserem Projekt nach der Hl. Messe und dem Frühstück noch den letzten Schliff und räumten auf. Denn wie in den Tagen zuvor schon immer wieder Schwestern vorbeischauten und uns beim Werkeln zusahen, so hatten wir nun um die Mittagszeit Schwestern, Altenheimbewohner und die Eltern der Kinder zu einem feierlichen Abschluss eingeladen. Und sie kamen zahlreich und staunten nicht schlecht, was in 72h entstanden war. Nach ein paar Grußworten und der Einweihung mit Segnung des „Pavillons“ durch Pastor Thiele, wurde das Band zur Eröffnung durchgeschnitten und alle stießen auf das gute Werk an. Als kleines Dankeschön für die gute gemeinsame Zeit und die Versorgung mit leckerem Essen führte die KLJB noch ein Märchen auf, bevor alle zum Mittagessen zogen.

Es war wirklich eine tolle Gemeinschaft und eine gute Atmosphäre. Wir danken allen, die so fleißig mitangepackt und trotz Anstrengung durchgehalten haben. Zudem danken wir allen Privatleuten und Unternehmern der Stadt Salzkotten, die uns mit Geld- oder Sachspenden so großzügig unterstützt haben.

Text und Fotos: Sr. M. Alexandra Völzke

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