Wallfahrt mit Ausflug ins Bibeldorf


Rast vor dem Bibeldorf.

Der Wallfahrtstag der Schwestern war in diesem Jahr zweigeteilt: Am Vormittag feierten wir eine schön gestaltete Eucharistiefeier und nahmen das Mittagessen etwas früher ein. Um 12.30 Uhr ging es dann mit vielen Schwestern und ehrenamtlichen Helfern im Bus, Rollstuhl-Taxi, Bulli und Auto, mit Essen, Getränken sowie Rollatoren und Rollstühlen im Kofferraum Richtung Rietberg. In der frühen Nachmittagssonne picknickten wir eine Weile auf den Bänken vor dem Bibeldorf, bis wir um 14 Uhr Einlass erhielten.

Die Leitung des Bibeldorfes, der evangelische Pfarrer Fricke und seine Frau, hatten uns Schwestern schon lange als größere Gruppen eingeladen, nachdem immer mal wieder Schwestern in kleinerer Anzahl dort waren. Das Ehepaar ließ es sich nicht nehmen, uns persönlich in zwei Gruppen zu führen. So saßen wir in dem Beduinenzelt aus Ziegenhaar und hörten vom Leben der Nomaden, den biblischen Gestalten Abraham und Sara, Jakob, Lea und Rahel und vieles mehr. Wir lernten sehr viel und anschaulich an einem großen Modell über das Land Israel, besuchten die Ausgrabungsstätte und – passend zur Osterzeit – das Felsengrab mit dem Rollstein. Auch von vielen Sprichwörtern biblischen bzw. jüdischen Ursprungs erfuhren wir. Dann ging es durch ein Dorf mit vielen Häusern der verschiedenen Handwerker, bevor wir in die Synagoge einkehrten.

Bibeldorf
Biblische Geschichten wurden lebendig.

Unsere beiden Führer erzählten so begeistert, dass die Texte der Bibel aus ihrer Zeit heraus lebendig und die jüdischen Wurzeln des Christentums überdeutlich wurden. Auch der aktuelle Bezug zu unserer heutigen Lebenswelt wurde für uns ebenso, wie für die vielen Schulgruppen, die im Jahr das Bibeldorf Rietberg besuchen, immer wieder hergestellt. Nach Verköstigung mit Kaffee und leckeren Kuchen in der Karawanserei, verabschiedete sich das Ehepaar und es war Zeit, uns für die große, schon recht orientalische Gastfreundschaft zu bedanken. Die Leidenschaft für ihre Arbeit in dem Projekt war beiden durchweg anzumerken, aber auch die Wertschätzung unseres missionarischen Dienstes.

Zum Schluss dankten wir dem Herrgott für diesen schönen Tag und beteten in der Synagoge eine besondere Vesper mit christlichen und jüdischen Texten und Liedern. Nach glücklicher Heimfahrt bedankten wir uns bei den vielen Ehrenamtlichen, die sich so viel Zeit für uns genommen und doch so viel Freude beim Helfen hatten. „Und wo fahren wir das nächste Mal hin?“, hieß es aus ihrem Munde.

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