Ikonenausstellung am 3. und 4. November


80 russische und griechische Holzikonen aus dem 17. bis 20. Jahrhundert sind am 3. und 4. November im Mutterhaus der Franziskanerinnen, Paderborner Straße 7 in Salzkotten zu sehen. Foto: Eisenlauer

80 russische und griechische Holzikonen aus dem 17. bis 20. Jahrhundert sind am 3. und 4. November im Mutterhaus der Franziskanerinnen, Paderborner Straße 7 in Salzkotten zu sehen. Eröffnet wird die Ausstellung der Galerie Karl Eisenlauer am Samstag, 3. November mit einem Vortrag der Kunsthistorikerin Dr. Angelika Böttcher um 10 Uhr.

„IKONEN – Fenster zum Himmel“ ist der Vortrag überschrieben. In der westlichen Welt wird die Ikone in erster Linie als Kunstgegenstand betrachtet. Für die orthodoxe Christenheit ist sie jedoch heiligster Gegenstand ihres praktizierten Glaubens. Gott offenbart sich demnach, in ihrer Glaubenswelt, in den Farben und Darstellungen der Ikone. Die Gebete der Gläubigen zu Helfern wirken durch die Ikone auf die Welt zurück.

Die Ausstellung zeigt einen repräsentativen Querschnitt durch das vielfältige Gebiet der Ikonenkunst, der Kultbilder der orthodoxen Kirche. Neben hochwertigen musealen Sammlerstücken sind auch einfache Hausikonen ausgestellt, deren Echtheit, Herkunft, Alter und Originalität durch wissenschaftlich zuverlässige Expertisen garantiert wird.

Die ausgestellten Ikonen, teilweise mit Silber-Okladen, stammen aus den verschiedenen Provinzen und Malschulen und sind von hohem kunst- und kulturgeschichtlichen Rang. Ebenso wie auch die einfachen Hausikonen des russischen Volkes verdeutlichen sie die Tiefe der orthodoxen Bildtheologie.

Als besondere Raritäten dieser Ausstellung sind zu erwähnen: eine Kirchenikone  Hl. Dreifaltigkeit“ (Besuch der drei Engel bei Abraham und Sarah) aus Zentralrussland um 1850, eine Ikone mit dem „Erzengel Michael“ aus Zentralrussland um 1800. Als große Seltenheit gilt außerdem die Ikone „Das Konzil von Nicäa“, Südrussland um 1790.

In erster Linie liegt der Schwerpunkt der Ausstellung auf dem Aspekt der Bekanntschaft und des Verstehens zwischen dem Betrachter und der Ikone, mit dem Ziel, den religiösen Gehalt und die Kunst der Ikonen dem heutigen Menschen näher zu bringen und den ökumenischen Geist zu pflegen.

Die Ausstellung hat am 3. und 4. November jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Zugang zum Mutterhaus ist über den Eingang am Habringhauser Weg möglich. Der Galerist Karl Eisenlauer steht zur kostenlosen, mündlichen Begutachtung von Ikonen der Besucherinnen und Besucher zur Verfügung. Wenn gewünscht, gibt er fachgerechte Restaurationsvorschläge.

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