MaZ-Abschlusswoche vom 13. bis 21. Juli 2018


Aussendungsgottesdienst in der Mutterhauskirche

Nach 2 Monaten, in denen nun alle ihre Abiturprüfungen bestanden hatten, trafen wir uns, mehr oder weniger pünktlich, zu unserem letzten Seminar vor unserer Ausreise in Salzkotten wieder. Nachdem wir uns als Gruppe endlich wieder gesammelt hatten, starteten wir hoch motiviert in die ersten Einheiten. Diese befassten sich mit den Themen der globalen Entwicklung und forderten uns MazlerInnen heraus, einen Perspektivwechsel zu starten, welcher uns durch die Petersprojektion der Weltkarte noch einmal zum Denken anregte.

Weiter ging es mit zwei sehr schwierigen Themen, HIV/Aids und sexualisierter Gewalt, die uns von den Teamern sehr behutsam durch kleine Spielchen und Übungen nahegelegt wurden, sodass wir nun für diese Themen sensibilisiert sind. Eine weitere Einheit drehte sich um ein wesentliches Element unseres Einsatzes: das Berichteschreiben. In den nächsten Tagen erwarteten uns viele Inhalte zur Stressbewältigung und zum Umgang mit Gefahrensituationen im Einsatzland. Worauf wir in unserem MaZ-Jahr aber auch achten müssen, ist der Kontakt zwischen uns, der Entsendeorganisation (also den Franziskanerinnen Salzkotten) und den Partnern vor Ort.

Während der gesamten Woche hatten wir sehr gutes Wetter und konnten viele Einheiten auch in den schönen Garten des Mutterhauses verlegen und somit kräftig Sonne tanken. Auch für den mysteriösen Ausflug am Mittwoch war das Wetter perfekt. Dieser ging nicht wie erwartet in den Kletterwald oder zum Wasserskifahren, sondern zu dem nahegelegenen Vauß-Hof. Dieser Bio-Bauernhof wird von ehemaligen MazlerInnen geleitet und achtet auf eine nachhaltige Lebensweise, wie z.B. möglichst effiziente Energiegewinnung/-verwertung und die Wiederverwertung von altem Baumaterial. Bei einer riesigen LKW-Ladung an Altholz durften wir sogar selber Hand anlegen, was uns Schweiß, aber auch viel Freude einbrachte und uns als Gruppe noch mehr stärkte. Total beeindruckt von dem Leben auf dem Hof brachen wir am Abend wieder auf in das schöne Salzkotten. Leider erwarteten uns dort noch die gefürchteten Sprachtests, die sich im Endeffekt als gar nicht so schwer erwiesen und die jeder direkt bestand.

Das Thema, das wir Freiwilligen schon die ganze Woche im Kopf hatten, war der Abschied sowohl untereinander als auch von unseren Familien und Freunden und wurde am Ende der Woche thematisiert. Gerade aber der Abschied unter uns MazlerInnen, Teamern und Schwestern fiel nicht leicht, da wir uns in der gesamten Vorbereitungszeit sehr ans Herz gewachsen sind und uns zu einer starken Gruppe entwickelt haben. Am Samstag wäre keine Zeit geblieben, deshalb verlegten wir diesen Abschied schon auf den Freitag, sodass wir in Ruhe jeder und jedem intensiv „Auf Wiedersehen“ sagen konnten.

Und nun war es soweit: das lang ersehnte Sommerfest und unsere Aussendungsfeier, auf welches wir schon lange hin fieberten und uns intensiv vorbereiteten, stand vor der Tür. Nachdem bereits am Freitag jede Ecke des Mutterhauses glänzte, durch harte Arbeit jedes Mazlers und jeder Schwester, startete der Aussendungsgottesdienst am Samstag um 10 Uhr in der Mutterhauskirche. Das Kloster war voll mit unseren Familien, Freunden, Zurückgekehrten und Schwestern. Es war sehr emotional und schön. Zwischen dem vielen Essen gab es immer wieder die Gelegenheit, in den Austausch mit anderen MaZ-Eltern zu kommen und noch die letzten Fragen mit Zurückgekehrten zu klären. Ein rundes Ende bildete unser Programmabschluss, in dem wir unseren Familien und Freunden unseren Vorbereitungsweg näherlegten. Abschließend verabschiedeten wir uns von den letzten Schwestern und Teamern und machten uns auf den Weg nach Hause. Dort warten nur noch wenige Wochen auf uns, bevor unser großes Abenteuer im Ausland starten kann.

Zum Schluss gilt besonders unseren Teamern und Schwestern, die uns seit einem halben Jahr bei der Vorbereitung begleiten, ein riesiges Dankeschön. Durch Menschen wie euch kann das Projekt immer weiterleben.


von Paula Kruse und Henrik Joost

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