Besondere Würdigung von Mutter M. Clara


Erzbischof Hans-Josef Becker segnete am Sonntag in der Engelkapelle des Paderborner Domes eine Bronzeplastik und eine Erinnerungstafel (im Hintergrund) für die Gründerin der Franziskanerinnen Salzkotten, Mutter M. Clara Pfänder (v.l.): Schwester M. Carola Thomann, Schwester M. Magdalena Schmitz, Schwester M. Angela Benoit und Erzbischof Hans-Josef Becker.

Salzkotten (fcjm). Den „tiefempfundenen Dank für die kirchliche Wiederherstellung des guten Rufes unserer Gründerin Mutter M. Clara Pfänder“ sprach Generaloberin Schwester M. Magdalena Schmitz am 1. Fastensonntag gegenüber Erzbischof Hans-Josef Becker aus. Dieser hatte kurz zuvor in der Engelkapelle des Paderborner Domes eine von dem Künstler Karl-Heinz Oswald gestaltete Bronzeplastik und eine Erinnerungstafel für Mutter M. Clara gesegnet.

Schwesternschola

Schwestern der internationalen Kongregation der Franziskanerinnen Salzkotten feierten am Sonntag im Paderborner Dom die Erinnerung an ihre Gründerin Mutter M. Clara Pfänder. Eine Schola mit Schwestern aus Indonesien, den USA und Deutschland sang in der Bischofsmesse.


„Damit finden wir Mutter Clara Pfänder mitten unter denen, die ihr auch zu Lebzeiten treue Weggefährten waren: Bischof Konrad Martin, die selige Mutter Pauline von Mallinckrodt und die selige Maria Theresia Bonzel“, sagte Erzbischof Hans-Josef Becker zu Beginn der Bischofsmesse. Es sei beeindruckend, mit welchem Gottvertrauen Mutter Clara in ihrer Zeit in die Zukunft geblickt habe, führte der Paderborner Erzbischof aus. Den von zahlreichen Schwestern und Gästen besuchten Gottesdienst feierte er in Konzelebration mit Generalvikar Alfons Hardt, Pater Klaus Scheppe ofm und Pfarrer Martin Beisler (Salzkotten).

Das Gottvertrauen Mutter M. Claras drückt sich auch in ihren Worten aus, die auf der Erinnerungstafel stehen: „Unsere Wege sind Geheimnisse der Göttlichen Vorsehung, die uns nach ihrem Willen führt, auch wenn wir es nicht verstehen.“

skulptur

Die vom Künstler Karl-Heinz Oswald gestaltete Bronzeplastik von Mutter M. Clara gibt es zweimal, einmal in der Engelkapelle des Paderborner Domes und einmal im Foyer des Mutterhauses der Franziskanerinnen in Salzkotten.


Die besondere Würdigung der Gründerin war ein großer Tag für die Franziskanerinnen Salzkotten. Die Generaloberin Schwester M. Magdalena Schmitz aus Rom, Provinzoberin Schwester M. Angela Benoit und viele weitere Schwestern aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Rumänien, den USA und Indonesien waren eigens nach Paderborn gekommen. Im Hohen Dom erinnerte Erzbischof Becker an das Leben und Wirken von Mutter M. Clara Pfänder. Dabei betonte er, dass ihr während der Zeit des Kulturkampfes in Preußen großes Unrecht widerfahren sei.

Nach dem Tod von Bischof Konrad Martin im Sommer 1879 kam es zum Zerwürfnis mit den Verantwortlichen der bischöflichen Behörde in Paderborn. Man warf Mutter Clara vor, sich bischöfliche Rechte anzumaßen, weil sie aufgrund der ihr vom verstorbenen Bischof erteilten geheimen Vollmachten Schwestern einkleidete und Gelübde entgegennahm. „Die gegen sie erhobenen Vorwürfe entsprechen nachweislich nicht den Tatsachen“, stellte Erzbischof Hans-Josef Becker klar. Forschungen der letzten Jahrzehnte hätten ergeben, dass Mutter Clara nicht unrecht und unlauter gehandelt habe. In diesem Zusammenhang dankte Erzbischof Becker der früheren Generaloberin der Franziskanerinnen Salzkotten, Schwester M. Carola Thomann, für ihre „unermüdliche Forschungsarbeit“. Ihre Recherchen in vielen Archiven hätten „Licht in diese Finsternis“ gebracht und seien nun aktuell auch als Buch erschienen. „Die Kirche von Paderborn hat der Kongregation der Franziskanerinnen von Salzkotten viel für ihr segensreiches Wirken zu danken“, sagte Erzbischof Hans-Josef Becker. Die Kirche habe aber auch in Bezug auf Mutter M. Clara Pfänder etwas wiedergutzumachen indem ihr guter Ruf wiederhergestellt werde.

prof Althaus

Domkapitular Professor Dr. Rüdiger Althaus segnete eine weitere Anfertigung der Bronzeplastik und der Erinnerungstafel an der Pforte des Mutterhauses im Beisein von Generaloberin Schwester M. Magdalena Schmitz (Mitte) sowie weiterer Schwestern und Gäste.


Im Anschluss an die Bischofsmesse im Dom segnete Domkapitular Professor Dr. Rüdiger Althaus eine weitere Anfertigung der Bronzeplastik und der Erinnerungstafel an der Pforte des Mutterhauses der Franziskanerinnen in Salzkotten. Professor Althaus hatte die Forschungen zum Lebensweg Mutter M. Claras und den Vorgängen in der Zeit des Kulturkampfes maßgeblich unterstützt.

Franziskushaus

Im Franziskushaus begrüßte Schwester M. Angela zahlreiche Gäste, die den besonderen Tag mit den Schwestern feierten. .


Im Franziskushaus begrüßte Schwester M. Angela anschließend zahlreiche Gäste, die diesen besonderen Tag mit den Schwestern feierten.

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