Vortrag über das Konzilsdokument „Nostra aetate“ im Mutterhaus


Pastor Dr. Andreas Rohde, Spiritual am Paulus-Kolleg Paderborn, sprach im Mutterhaus über das Konzilsdokument „Nostra aetate" vor rund 60 Besuchern.

Aufruf zum Dialog der Religionen in der Themenreihe „Nahe Fremde“


Zu einem zweiten Vortrag in der Themenreihe „Nahe Fremde“ zu den abrahamitischen Religionen luden wir Franziskanerinnen Salzkotten am 25. Oktober erneut ein. Pastor Dr. Andreas Rohde, Spiritual am Paulus-Kolleg Paderborn, sprach über das Konzilsdokument „Nostra aetate“, in dem das Verhältnis der katholischen Kirche zu den nichtchristlichen Religionen neu bestimmt wurde.

Nachdem Dr. Rohde die – bis auf wenige Ausnahmen – leid- und spannungsvollen Beziehungen zu den einzelnen Weltreligionen bis zum 2. Vatikanischen Konzil aufzeigte, betonte er die Bedeutung eines interreligiösen Dialogs – gerade auch für unsere Zeit, die immer noch durch Krieg und Terror im Namen der Religion geprägt ist. Im Folgenden entfaltete er die höchst interessante Entstehungsgeschichte von „Nostra aetate“ und ermunterte uns zu einer gemeinsamen Lektüre des Dokuments in Auszügen. Vorsichtige, die Gemeinsamkeiten herausstreichende sowie wertschätzende, ja fast liebevolle Aussagen der Konzilsväter über die anderen Religionen fanden sich darin.

In seiner Kritik und Würdigung fasste Dr. Rohde die immense Bedeutung dieses bis zuletzt umstrittenen Konzilsdokumentes zusammen und leitete dann zur weiteren Wirkungsgeschichte von „Nostra aetate“ über. Dabei stellte er seinen 60 sehr interessierten Zuhörern neue Herausforderungen des menschlichen Miteinanders in einer multireligiösen Gesellschaft und in einer globalisierten Welt dar. Zum Schluss führte Dr. Rohde als Praxisbeispiel für den gelebten Dialog das Friedensgebet von Assisi vor Augen. Zu diesem Gebet hatte Papst Johannes Paul II. erstmalig 1986 aufgerufen. Pastor Dr. Rohde ermutigte nochmals, auf diesem – seit dem Konzil eingeschlagenen – Weg des Miteinanders als Kirche weiter zu gehen. Nach dem sehr lebendigen Vortrag beteiligte sich das Publikum rege mit Fragen und Ergänzungen am Austausch, bis alle beeindruckt nach Hause gingen.

Wir Franziskanerinnen danken Dr. Rohde von ganzem Herzen und laden gleichzeitig zu den beiden noch ausstehenden Vorträgen ein. Am 8. November wird Schwester Dr. M. Alexandra Völzke von unserer Kongregation der Franziskanerinnen über die „jüdischen Wurzeln im Christentum“ referieren. Am 23. November fragt dann Eva-Maria Leifeld, Diözesanbeauftragte für den Katholisch-Islamischen Dialog im Erzbistum Paderborn „Was glauben eigentlich Muslime?“. Die Themenabende finden jeweils um 19.30 Uhr im Franziskussaal statt und können unabhängig voneinander besucht werden.

Schwester M. Alexandra Völzke

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