Die Franziskanerinnen Salzkotten laden Interessierte ab 16 Jahren zum Bibelgespräch ein. Die Treffen finden jeweils am 2. Dienstag im Monat um 19.30 Uhr im Mutterhaus der Franziskanerinnen statt. Mehr...

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Ferien ohne Koffer


Gemütliche Runde im Garten des Mutterhauses. Nicht immer jedoch spielte das Wetter bei "Ferien ohne Koffer" mit.

„Ferien ohne Koffer“, das bedeutet Urlaubsstimmung ohne Reisestress. In diesem Jahr haben zwölf Schwestern aus dem Altenheim St. Clara und vier Schwestern aus dem Mutterhaus teilgenommen. Wenige Tage nach dem Sommerfest der Missionare auf Zeit wurde der Ferienort kurzerhand ins Noviziat bzw. zu den Mahlzeiten in das kleine Mutterhausrefektor verlegt. Liebevoll hatten Schwester M. Angela und Schwester M. Alexa alles organisiert und geschmückt, so dass die Ferien mit dem Mittagessen am Mittwoch beginnen konnten. Bunte Chitenje-Tücher aus Malawi auf den umgestellten Tischen und ein einladendes Plakat an der Refektortür begrüßten die Teilnehmerinnen. Auch waren wieder unsere Koinonia-Geschwister angereist, um uns großartig zu unterstützen. Zudem war Elisa, eine junge Frau aus Detmold, dabei, da ihr die „Ferien ohne Koffer“ im letzten Jahr so gut gefallen hatten. (Download weitere Fotos)

Nach einer Mittagsruhe der Schwestern lockten die Sonne und der Waffelduft nach draußen, wo Schwester M. Alexa die Waffeln backte und die Anderen sie verteilten. Bei über 30°C genossen alle diesen leckeren Ferienauftakt im Schatten der Bäume. Munteres Erzählen und fröhliche Lieder lösten sich ab, bevor Regen und Donner uns vertrieben. So beteten wir dann im Noviziat die Vesper und schlossen den Tag mit dem Abendessen ab.



Ferien ohne koffer

Am etwas verregneten Donnerstag konnten sich alle an dem Film „Die lustige Welt der Tiere“ im Oratorium erfreuen, in dem wir bei den Tieren die verheerenden Wirkungen gegorener Früchte beobachten konnten. Äußerst drollig! Der dazu gereichte Obstsalat war da schon ungefährlicher und vitaminreich! Am Nachmittag teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Während die eine Gruppe die 1. Salzkottener Rummikup Meisterschaften austrug, gab es für die andere Gruppe im Noviziatsrefektor allerhand zu tun. Zwiebeln, Kartoffeln und Äpfel wollten geschält werden, damit es am Abend selbstgebackene Reibeplätzchen und frisches Apfelkompott für alle „Feriengäste“ geben konnte. Schnell waren die erfahrenen und geübten Schwestern beim Schälen mit den teilweise selbst mitgebrachten Messern. Und während wir dann die Vesper beteten, machten sich Schwester M. Angela und Schwester M. Alexa daran, die Reibeplätzchen in drei Pfannen parallel zu backen und waren darin einfach unermüdlich! Mmmh, das hat gemundet! Gemeinsam vorbereitet und gemeinsam genossen!

Am Freitagvormittag trafen wir uns wieder im Oratorium, wo es ein Kräuterquiz gab, das noch einmal für alle Schwestern zu Mariä Himmelfahrt angeboten werden soll. Danach folgten noch herrliche Geschichten, die unsere Koinonia-Geschwister Regina Herting und Stephanie Marquardt zum Besten gaben. Nach einer kurzen Mittagspause machten wir uns – teils zu Fuß bzw. im Rollstuhl, teils mit dem Auto – auf zur Erlebnisgärtnerei Beine. Andreas Beine wartete schon gespannt auf uns und erzählte uns sehr interessante Dinge über den Lavendel. 38 Sorten Lavendel hatte er auf einem kleinen Areal angepflanzt. Wussten Sie schon, dass es auch weißblütigen Lavendel gab?

Am nächsten Tag wollte er den nun langsam verblühenden Lavendel ernten und destillieren. Aus seinen 1,5 Tonnen Lavendel auf dem Acker bekommt er gerade einmal 1,5 Liter Lavendelöl und viel Lavendel-Duftwasser. Bei diesen Verhältnissen kann man sich vorstellen, wie kostbar dieses Lavendelöl ist. Wir genossen die Zeit dort alle sehr, da Andreas Beine so interessant erzählte, seinen teilweise sehr skurrilen Garten aus künstlerisch bepflanztem „Schrott“ vorstellte und wir auch Kaffee und Kuchen aus dem Mutterhaus mitgebracht hatten. Mit dem Rollstuhl durch die Felder bzw. mit dem Auto ging es dann wieder voll Freude heimwärts.


Lavendelfeld
In der Erlebnisgärtnerei Beine.


Am Samstag haben wir einen gemütlichen Vormittag mit Ausschlafen, Frühstück, Spielen, Lesen oder Erzählen verbracht, da es am frühen Nachmittag zur hl. Ida nach Herzfeld gehen sollte. Über Lippstadt ging die gemütliche Fahrt über Land. In Herzfeld angekommen, hatten wir eine schöne Kirchenführung in der Wallfahrtskirche, die vor einigen Jahren zur Papstbasilika erhoben wurde. Unterhalb des Altares befindet sich der goldene Schrein der hl. Ida in einer Krypta. Im benachbarten Café schlemmten wir, diesmal mit frischgebackenem Kirsch- und Apfelkuchen. Dann ging es wieder in die Kirche zur Schützenmesse, die der junge Ortspfarrer leitete und einen indischen Ordenspriester in die Gemeinde einführte. Mit Pauken und Trompete zogen die Schützen ein, der junge Schützenkönig mit seiner Königin und dem Hofstaat sowie dem Jungschützenpaar. Die Schützen übernahmen den Messdiener- und Lektorendienst. Nach einer sehr guten Predigt wurde unter Trommeln ein Ehrenkranz beim nahen Kriegerdenkmal niedergelegt. Der feierliche Gottesdienst wurde wunderbar durch den Musikverein unter einer jungen Dirigentin umrahmt. Den anschließenden Zapfenstreich mit Fackeln, Trommeln, Musik und Nationalhymne konnten wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen.


Am letzten Tag, dem Libori-Sonntag, gab es zum Hochfest für alle ein Eis und anschließend Bilder von der Indonesienreise von Schwester M. Alexa, die munter über alles Erlebte erzählte. Nach dem Kaffeetrinken machten wir uns so langsam auf zu Familie Marx, die uns wie jedes Jahr mit etwas Leckerem überraschte. Es gab zweierlei Sorten köstlicher Lasagne, Salat und einen erfrischenden Nachtisch. Danach haben wir noch ihren gemütlichen Garten genossen. Das war wirklich ein würdiger Abschluss! Alle waren dankbar und froh über so wunderschöne Ferien!

Und wie empfinden die Koinonia-Geschwister diese Zeit? Stephanie Marquardt schreibt:
Ferien ohne Koffer, das heißt auch in diesem Jahr 2017 wieder: Urlaub nehmen, Familie organisieren, Tasche packen und ab nach Salzkotten! Das ist auch: Vorfreude, Neugierde, Spannung und ein bisschen Sorge, ob das Wetter mitspielt, alle gut mitmachen können, was geplant ist.

Urlaub ohne Koffer ist in diesem Jahr auch: Der Duft von frisch gebackenen Waffeln und Reibeplätzchen mit selbst gekochtem Apfelmus. Das ist auch: Der Duft und die Farbe von Lavendel, der vom Sommersonne, die Farben von Feld und Wiesen. Urlaub ohne Koffer sind auch glänzende Augen bei Rummikup oder Triomino-Spiel, bei freudigem Singen oder spannenden Geschichten und netten Anekdoten.

Etwas ganz Besonderes und Bleibendes bei Ferien ohne Koffer ist: viel Zeit zu haben für frohe und intensive Gespräche, manchmal zu zweit, manchmal zu mehreren, von früher zu erzählen, füreinander da zu sein, Nähe füreinander zu spüren und einander zu schenken, in Stille einen Spaziergang durch den Garten, zum Friedhof zu machen…

So ließe sich manches noch aufzählen aus diesen Tagen – und noch eins: Es ist und bleibt ein besonderes Erleben, diese gemeinsamen Ferien ohne Koffer für Schwestern und „Koinonias“.

Schwester M. Alexandra Völzke


Die Franziskanerinnen Salzkotten laden Interessierte ab 16 Jahren zum Bibelgespräch ein. Die Treffen finden jeweils am 2. Dienstag im Monat um 19.30 Uhr im Mutterhaus der Franziskanerinnen statt. Mehr...

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