Spurensucher im Kloster


Seit vier Jahren trifft sich die ehemalige Gruppe aus der Kommunionvorbereitung weiterhin. Jetzt besuchten die sieben Kinder und zwei Erwachsenen das Mutterhaus der Franziskanerinnen und trafen dort auch die hier lebenden Klarissen. Foto: Ursula Zinnecker

Salzkotten, 01. Juli 2017. „Wie lebt man heute in einem Kloster? Wer sind Franz und Klara von Assisi? Und was haben diese beiden Heiligen uns heute zu sagen?“ – Diese und ähnliche Fragen stellte sich eine kleine Gruppe von sieben Kindern und zwei Erwachsenen, die sich selbst den Gruppennamen „Spurensucher“ gegeben haben. Bereits vier Jahre nach der Erstkommunion trifft sich die Gruppe aus der damaligen Kommunionvorbereitung weiterhin einmal im Monat zu einer gemeinsamen Aktion oder zur Entdeckung religiöser Spuren. Diesmal waren wir, Franziskanerinnen und Klarissen, angefragt, aus unserem Ordensleben und unseren Gemeinschaften zu erzählen.


Tau
Beim Besuch konnten die Kinder auch das Tau-Kreuz der Franziskanerinnen aus der Nähe betrachten. Foto: Ursula Zinnecker

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es zunächst in die Klosterbibliothek, wo die Kinder ein franziskanisches Buch ausfindig machen sollten, das ebenfalls „Spurensuche“ heißt. Ruckzuck hatten die aufgeweckten Kinder es gefunden und nutzen es im Folgenden als „Klosterführer“. Denn in diesem Buch wurden Szenen aus dem Leben des hl. Franziskus erzählt, welche sie in den verschiedenen Räumen des Klosters vorlasen. Dabei erzählten wir ihnen, wo und wie wir als Schwestern heute versuchen, franziskanisch zu leben. So konnten die Kinder unsere Gemeinschaftsräume, das Missionsmuseum, das Noviziat und die Kirche entdecken. Dabei tat eine kurze Stille vor dem Allerheiligsten auf der Orgelempore ganz gut, um alle neuen Eindrücke zu „verdauen“.

Zum Kaffeetrinken kamen auch noch weitere Schwestern dazu, zudem eine Klarisse, die aus dem Leben der hl. Klara und ihrer Gemeinschaft hier und  heute erzählte. Nach so vielen Informationen ließen wir es ruhig angehen und sangen im Meditationsraum den Sonnengesang. Zu den einzelnen Elementen gaben wir den Kindern Impulse für den Alltag mit sowie selbsteingepflanzte Sonnenblumenkerne – als Erinnerung an diesen Tag im Kloster. Den Abschluss bildete die mit allen Schwestern in der Kirche gesungene Vesper. So konnte der Dank für diesen schönen gemeinsamen Nachmittag an der richtigen Adresse „landen“.

Schw. M. Alexa Furmaniak und Schw. M. Alexandra Völzke

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