Kommunionkinder erleben Mutterhaus


Kinder, die sich auf ihre Erstkommunion vorbereiten, besuchten das Mutterhaus der Franziskanerinnen Salzkotten. Am Franziskusbrunnen (links) gab es Spiele mit dem Schwungtuch. Bild: Schw. M. Alexa Furmaniak

Salzkotten. 60 Kinder, die sich auf ihre Erstkommunion vorbereiten, besuchten mit ihren Katecheten und Eltern kürzlich das Mutterhaus der Franziskanerinnen in Salzkotten. Gemeindereferentin Annette Breische sowie zwei deutsche und zwei indonesische Ordensschwestern gestalteten den Besuch der Kinder aus den Gemeinden St. Johannes und St. Marien in Salzkotten und St. Petrus in Upsprunge.

Nach einer kurzen Begrüßung und Vorstellung zeigten wir den Kindern den Speiseraum der Schwestern und die Hauptpforte. Über unseren „Taktgeber“ im Kloster, die große, über 100 Jahre alte Uhr mit ihren faszinierenden Zahnrädern staunten die Kinder nicht schlecht. Mit ihrer wunderschön gestalteten Gruppenkerze zogen wir dann in einer kleinen Prozession in die Kirche. In einem von Annette Breische liebevoll gestalteten Weggottesdienst bei unserer Anbetung auf der Empore lernten die Kinder, was eine Monstranz ist und worum es bei der Anbetung geht. In einem mit Text und Musik begleitetem Teil fanden auch die aufgeregtesten Kinder einen Weg in die Stille vor dem ausgesetzten Allerheiligsten. Danach konnten sie die Mutterhauskirche als Ganzes wahrnehmen und in das Innere der zurzeit reparaturbedürftigen Orgel schauen.

Weggottesdienst
Auf der Anbetungs-Empore feierten die Kinder einen Weggottesdienst.



Anschließend ging es an die frische Luft in den Innenhof des Klosters, wo wir am Franziskusbrunnen über wichtige Stationen aus dem Leben des Heiligen erzählten. Ausgelassene Freude kam beim Spielen mit dem Schwungtuch auf, bis es dann zum Trinken und Plätzchenessen ins Noviziat ging. Dabei gab es reichlich Gelegenheit, uns Schwestern nach unserem Leben und Wirken zu fragen. Angenehm überrascht waren wir über das wache Interesse und die große Aufmerksamkeit.

In einem abgedunkelten Raum stellten wir dann eine Szene aus dem Leben des hl. Franziskus nach. In einer verfallenen Kirche in Assisi entdeckte er ein altes Kreuz, das ihn persönlich sehr ansprach. Auch die Kinder konnten – im wahrsten Sinne des Wortes – dieses Kreuz entdecken. Aus herumliegenden Klötzchen bauten sie engagiert und gemeinsam eine Kirchenmauer um das Holzkreuz. So lernten sie, was es heißt, am Aufbau einer Kirche mitzuwirken und eine Gemeinde aus lebendigen Steinen zu sein, in der wir uns gegenseitig in unserer Bedürftigkeit helfen können und müssen.

Kindergruppe
Aus herumliegenden Klötzchen bauten die Kinder engagiert und gemeinsam eine Kirchenmauer.

Im letzten Teil des Tages hatten wir einen Snoozle-Raum mit dekorierten Stationen zu den Elementen des Sonnengesangs aufgebaut. Dieses berühmte Lied enthält die verschiedenen Elemente der Schöpfung, die Franziskus zum Lob Gottes einlud. Unter den Klängen einer Mandoline spielten die Kinder einen Sonnenaufgang, lagen staunend unter einem Sternenzelt, stellten mit Trommeln und anderen Rhythmusinstrumenten einen Sturm dar, während andere Kinder eine Feder immer wieder hochpusten mussten. Nachdem der Wind sich wieder gelegt hatte, luden wir sie ein, auf das Plätschern des Wassers und das Rieseln des Regens zu hören. Zum Abschluss pflanzten sie mit großer Andacht Samen in eine Schale mit Erde.

Reich beschenkt mit den wertvollen Erfahrungen und in Freude an der Begegnung verabschiedeten wir uns gegenseitig mit „Laudato si“ und „Dumdidare“ auf den Lippen. Wir wünschen allen Kindern, Eltern und Katecheten weiterhin einen guten Weg in der Freundschaft mit Jesus.

Sr. M. Alexa Furmaniak / Sr. M. Alexandra Völzke

Nachrichten

Weiter

Weiter