Franziskanerinnen und Caritas Büren planen Seniorenquartier


Stellten am Mittwoch die Planungen für ein neues Seniorenquartier mit einem Altenheimneubau und vielen weiteren Angeboten in Salzkotten vor (v.l.): Ludger Eilhard-Chrobak (Caritasrat), Christian Bambeck vom Caritasverband im Dekanat Büren und Schwester M. Hildegarde Voß, Provinzoberin der Franziskanerinnen Salzkotten. Im früheren Schwesternwohnheim (im Hintergrund) sind unter anderem 21 barrierefreie Wohnungen geplant.

Salzkotten, 03. Februar 2016. In Salzkotten soll ein neues „Seniorenquartier“ mit einem Altenheimneubau, 21 barrierefreien Seniorenwohnungen, Tagespflege, einer Caritas-Sozialstation, sozialen Beratungs- und Betreuungsangeboten sowie einem offenen Mittagstisch entstehen. Dies planen derzeit die Franziskanerinnen Salzkotten in Kooperation mit dem Caritasverband im Dekanat Büren e.V.

Die aktuellen Überlegungen stellten am Mittwoch, 3. Februar,  Christian Bambeck, Vorstand des Caritasverbandes im Dekanat Büren, Ludger Eilhard-Chrobak, Vorsitzender des Caritasrates in Büren und Schwester M. Hildegarde Voß, Provinzoberin der Franziskanerinnen Salzkotten in einem gemeinsamen Pressegespräch vor. Demnach sollen die beiden bestehenden Altenheime der Franziskanerinnen, das Marienheim und das Altenpflegeheim Clara Pfänder durch einen modernen Neubau auf dem Gelände des Klosters ersetzt werden. An den bisherigen Standorten sind Büros und weitere Dienstleistungen für Senioren geplant. „Gemeinsam streben wir eine Partnerschaft an, um die bewährten Angebote der Franziskanerinnen und des Caritasverbandes mit neuen modernen Wohn-, Pflege- und sozialen Dienstleistungsangeboten zu einem für die gesamte Region einmaligen Wohnquartier für alle Generationen in der Salzkottener Innenstadt zu entwickeln“, erläutert Christian Bambeck das Konzept. Das neue Altenheim soll dabei mit 75 Plätzen über die gleiche Anzahl an Altenheimplätzen verfügen wie die beiden jetzigen Häuser zusammen. Das Schwesternaltenheim St. Clara im Mutterhaus, wo sowohl Ordensschwestern wie auch Nicht-Ordensangehörige leben, wird nach dem aktuell laufenden Umbau über weitere 67 Plätze verfügen.

Deutlich ausgebaut werden sollen die Dienstleistungen sowie die Beratungs- und Betreuungsangebote. Für die barrierefreien Wohnungen mit zwei bis drei Zimmern sind Wohnflächen zwischen 55 und 72 Quadratmetern vorgesehen. Diese sollen im früheren Schwesternwohnheim entstehen.

Schwesternwohnheim

So könnte das ehemalige Schwesternwohnheim nach dem Umbau mit barrierefreien Wohnungen aussehen. Visualisierung / Entwurf ©: Architekturbüro Brockmeyer + Rüting

Das Seniorenquartier am Mutterhaus biete nicht nur unterschiedliche Wohnformen und Dienstleistungsangebote in direkter Nachbarschaft, erläutert Christian Bambeck. Die zentrale Lage in Salzkotten ermögliche außerdem kurze Wege, etwa zu Arztpraxen und Einkaufsmöglichkeiten im Stadtzentrum.

Mit der Planung des „Seniorenquartiers“ möchte die Ordensgemeinschaft gemeinsam mit der Caritas ihre Altenhilfeangebote am Standort Salzkotten für die Zukunft sichern. Durch die Zusammenarbeit sei gewährleistet, dass die christlichen Werte, welche die Arbeit in den Einrichtungen bestimmen, auch künftig maßgeblich sein werden, erklärte Schwester M. Hildegarde Voß. Das „einmalige Konzept“ sichere die Zukunft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenso wie das Betreuungsangebot für die älteren Bürger in Salzkotten. Da die Ordensschwestern im aktiven Dienst weniger würden, sei ein starker Partner notwendig, den man mit dem Caritasverband Büren gefunden habe.

Bis zum Sommer sollen weitere Gespräche mit der Stadt, dem Kreis und dem Landschaftsverband über die Realisierung der Vorhaben geführt werden. Unmittelbar am heutigen Tag werden auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter  des Marienheims und des Altenpflegeheims Clara Pfänder über das Konzept informiert. Für sie, wie auch für die Bewohnerinnen und Bewohner der derzeitigen Einrichtungen, wird sich zunächst nichts ändern. Im weiteren Verlauf ist geplant, dass der Caritasverband mit den Franziskanerinnen einen Trägerverbund für die Einrichtungen in Salzkotten bildet. Wenn alles gut läuft, hoffen die Beteiligten, kann Ende des Jahres mit den ersten Bauarbeiten begonnen und das neue Altenheim 2018 fertig gestellt werden.

Sowohl die Caritas im Dekanat Büren als auch die Franziskanerinnen sind in der Region seit langer Zeit als kirchliche Träger in der Altenhilfe engagiert. Bereits seit 1863 befindet sich das Mutterhaus der Franziskanerinnen FCJM in Salzkotten und die Pflege alter und kranker Menschen in Salzkotten und Umgebung ist seitdem mit den Schwestern verbunden. Der Caritasverband im Dekanat Büren feiert im kommenden Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Die derzeit 430 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versorgen mehr als 1.000 Patienten ambulant sowie 105 Bewohnerinnen und Bewohner in zwei Seniorenheimen. An diese Tradition und Erfahrung werden die jetzt geplanten neuen Angebote anknüpfen.

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