Seit 50 Jahren ein Fenster zur Welt


Im Maternushaus in Köln verfolgten Schwester M. Hildegarde Voß und Schwester M. Arnoldis Straßfeld (3.v.r. und 4.v.r.) von den Franziskanerinnen Salzkotten die Feier zum 50-jährigen Bestehen der Zeitschrift „kontinente“ zusammen mit vielen Festgästen. Foto: © Fritz Stark

Köln / Salzkotten (fcjm). Welche Zukunft hat die Ordens- und Missionspresse? Selbstkritisch stellte die Zeitschrift „kontinente“ zu ihrem 50-jährigen Bestehen diese Frage. Sie zog sich nach einem feierlichen Gottesdienst wie ein Leitfaden durch den Festakt am 20. Januar im Kölner Maternushaus. Zu dem Programm konnte WDR-Moderatorin Gisela Steinhauer so prominente Podiumsgäste wie den päpstlichen Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Nikola Eterović, Erzbischof Charles Palmer-Buckle aus Ghana und den Diakon in der Bütt, den Karnevalisten Willibert Pauels, begrüßen.

Bereits seit 1993 gehören die Franziskanerinnen Salzkotten zur Herausgebergemeinschaft. In dem vierseitigen Eigenteil der sechsmal im Jahr erscheinenden Zeitschrift wird vor allem über die Missionsprojekte der Franziskanerinnen in Malawi und Rumänien berichtet. So nahmen auch die Provinzoberin Schwester M. Hildegarde Voß und die Provinzökonomin Schwester M. Arnoldis Straßfeld an der Feier in Köln teil.

Tortenanschnitt

Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident von missio in Aachen und der päpstliche Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Nikola Eterović (v.l.), schnitten die Geburtstagstorte zum 50-jährigen Bestehen der Missionszeitschrift „kontinente“ an. Foto: © Fritz Stark

„Papst Franziskus sagt, alle Christen sollen Missionare der Frohen Botschaft für Menschen in aller Welt sein. Das ist eine Herausforderung. Ich wünsche ‚kontinente‘, dass es diese kirchlich-missionarische Dimension vermittelt “, sagte der Nuntius, der den rund 130 Gästen auch die Grüße des Heiligen Vaters überbrachte. Erzbischof Palmer-Buckle spannte den Bogen vom Jahr der Barmherzigkeit zum kontinente-Jubiläum. „In 50 Jahren hat die Zeitschrift sehr viel Gutes in der Mission und Missionsarbeit geleistet. Aber 50 Jahre heißt nicht nur feiern. Es bedeutet auch Impulse für die Neuevangelisierung zu finden, um die Barmherzigkeit Gottes zu verkünden.“ Palmer-Buckle wünschte sich, dass aus Afrika „nicht nur über Aids, Armut und Kriege berichtet wird, sondern auch Positives“– ein Ansatz, den „kontinente“ von Anfang an verfolgt.

Eine sich wandelnde Medienwelt und Nutzer, die Informationen zunehmend online beziehen, bedeuten für die gedruckte Zeitschrift eine wachsende Herausforderung. Darin waren sich die Podiumsteilnehmer einig. Die „kontinente“-Vertreter setzen auf das, was ihre Zeitschrift vom Internet unterscheidet: Reportagen, Hintergründe, Informationen über Gott und die Welt, die sich sonst nirgendwo finden. Stoff dazu bieten die in allen Erdteilen tätigen 27 Herausgebergemeinschaften genug.

Damit folgen sie dem Gründungsgedanken der 13 Missionsorden, die 1966 – angeregt durch das Zweite Vatikanische Konzil mit seinem neuen Missionsverständnis und der Forderung nach der Zusammenarbeit kirchlicher Gemeinschaften – die Zeitschrift „kontinente“ ins Leben riefen. Vor zehn Jahren schloss sich das Internationale Katholische Missionswerk missio in Aachen mit seinem Magazin „missio aktuell“ der Herausgebergemeinschaft an, 2007 kam Missio Niederlande hinzu. „kontinente“ erscheint zweimonatlich in deutscher und niederländischer Sprache in einer Auflage von 200 000 Exemplaren und zählt zu den auflagenstärksten konfessionellen Zeitschriften.

Weitere Informationen: www.kontinente.org

Nachrichten

Weiter

Weiter