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Noch freie Plätze im MaZ-Projekt 2019 bis 2020: Bewerbungsschluss ist am 30. November 2018. Mehr...

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Auf Wiedersehen! Die Missionarinnen und Missionare auf Zeit verabschiedeten sich in ihre Einsätze.


Hallo, Ihr lieben Freunde Gottes,

lange haben wir schon nichts mehr voneinander gehört. Ich hoffe, es geht Euch gut und Ihr habt den Sommer genossen. Auch wenn es sehr heiß war und mir die Mäusehaare trieften, war diese Zeit für mich echt spannend.
Zunächst waren die jungen Freiwilligen bei uns, die „Missionare auf Zeit“, die für 1 Jahr in unsere Projekte nach Rumänien, Malawi in Südost-Afrika, Indien, Indonesien und Ost-Timor gehen, um mit den Menschen dort zu leben, die Kultur kennenzulernen und sich vor Ort einzubringen. Sie haben sich über Monate auf diesen Einsatz vorbereitet. So haben sie in der Abschlusswoche nochmal wichtige Themen wie „Voneinander-lernen“ und „Abschied-nehmen“ besprochen. Das war eine lebendige Woche mit ganz viel Spaß, an deren Ende ein Aussendungsgottesdienst stand und ein wunderbares Sommerfest mit vielen Gästen.

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Ein sehr schöner musikalischer Abschied.

Ein paar Tage später durfte ich erneut ein Stück Weltkirche erleben. Ich war nämlich – wie Hunderttausend andere auch – beim Libori-Fest in Paderborn. Das ist toll, wenn man dort Bischöfe von allen Kontinenten und Priester und Ordensleute aus aller Herren Länder begegnen kann. So vielfältig ist die Gemeinschaft der Kirche!

Natürlich habe ich auch den 950 Jahre alten Dom besucht, der ja nun doch ein wenig größer ist als unsere Mutterhauskirche. Schöne Ecken zum Verstecken gibt es da. In der Libori-Woche gab es dort viele Feierlichkeiten und immer waren Beter und Beterinnen im Dom. Mein liebes Mäusenäschen kam – was den Weihrauch anbetraf – ganz auf seine Kosten. Mit besonderer Freude und Stolz erfüllte mich die neue Bronzeskulptur und die Gedenktafel für unsere Ordensgründerin Mutter M. Clara Pfänder in der Engelkapelle. So hat sie einen guten Platz neben ihren Zeitgenossen, den damaligen Bischof und zwei anderen befreundeten Ordensschwestern gefunden.

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Die Skulptur der Ordensgründerin Mutter M. Clara gibt es im Hohen Dom zu Paderborn und bei uns im Mutterhaus.

Eine andere – sehr witzige – Entdeckung habe ich auch gemacht: Ganz nahe des Bischofsstuhles nämlich gibt es eine – auf den Stein gemalte – Maus! Eine richtige Dom-Maus! Bestimmt ist sie heiliggesprochen, wenn sie gerade hier verewigt wurde. Das spornt mich natürlich an, auch ein gutes Leben zu führen.

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Schaut mal: Ganz nahe am Bischofsstuhl ist im Dom das Bild von einer Maus auf den Stein gemalt, eine richtige Dom-Maus. (Foto: Dirk Lankowski / YOUPAX)

Nach so vielen internationalen und weltkirchlichen Erfahrungen bemerkte ich, als zu Hause wieder der Klosterlalltag kam, eine tiefe Sehnsucht in mir. Irgendwie meldete sich das Fernweh in meinem Mäuseherzen. Und so beschloss ich, mich wie die jungen Freiwilligen auch auf Mission zu begeben. Daher huschte ich – wieder in altbewährter Weise – in einen Koffer, diesmal in den Koffer einer MaZ`lerin und flog mit ihr bis ans andere Ende der Welt, und zwar nach Indonesien.  Ich hatte ja von diesem Land schon viel gehört durch die beiden indonesischen Schwestern, die hier jeweils für 1 Jahr bei uns im Mutterhaus leben.

Indonesien ist ein riesiges Land mit über 17 500 Inseln und mehr als 250 Millionen Einwohnern. Die meisten davon sind Muslime, haben also eine andere Religion. Aber in der indonesischen Sprache heißt „Allah“ ins Deutsche übersetzt „Gott“ – für die Muslime, aber auch für die Christen. Also, wird es wohl derselbe Gott sein, den beide Gruppen verehren. Besonders auf der großen Insel Sumatra gibt es auch viele Christen. Zudem war ich natürlich auf die Berge, Vulkane, den großen Toba-See und den Dschungel mit seinen vielen Tierarten gespannt. An das viele Schwitzen hatte ich mich ja in diesem Sommer gewöhnt.

Ich musste einfach los, mal raus aus den eigenen vier Wänden und etwas Neues erleben. Das Reisefieber hatte mich gepackt!
Vielleicht hört Ihr ja mal wieder von mir, auch wenn es sehr weit weg von Salzkotten ist. Oder Ihr besucht einfach die indonesischen Schwestern hier im Mutterhaus in Salzkotten oder die zurückgekehrten Freiwilligen, die Euch bestimmt noch ganz viel von diesem herrlichen Land erzählen können.

Ich wünsche Euch jedenfalls alles Gute. Der liebe Gott behüte und segne Euch und Eure Familien.

So sage ich „Tschüssi“,
Eure Sissi

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