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Wir beteiligen uns am Angebot eines "Freiwilligen Ordensjahres", das von der Deutschen Ordensobernkonferenz (DOK) organisiert wird und ermöglichen interessierten Frauen für eine Zeitspanne von drei Monaten bis zu einem Jahr mit uns zu leben, zu beten und zu arbeiten. Mehr...

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3. Vorbereitungs-Seminar Juni 2019

3. Seminar MaZ 2019 draußen


Am 07 Juni startete für uns das dritte Vorbereitungsseminar. Die Vorfreude auf neue interessante Themen, eine schöne und entspannte Zeit – vor allem ohne viel Lernstress – und das große Wiedersehen war riesig. So stand der erste Abend überwiegend unter dem Thema Ankunft und Austausch.

Der Freitagabend war ruhig - umso aktiver begannen wir den Samstagmorgen. Egal ob mit Schwimmen in der Sälzer Lagune, Joggen oder einer Runde Yoga - wir alle starteten gut gelaunt in den Tag und waren bereit für die erste Einheit zu dem Thema Kommunikation und interkultureller Kommunikation. Unsere Teamer hatten sich wie immer viel Mühe gemacht, um uns die Themen anschaulich näher zu bringen. So ist uns allen bewusst geworden, dass es sich beim Kennenlernen neuer Menschen und Kulturen kaum verhindern lässt, die eigenen Vorurteile abzustellen. Aber durch Offenheit und vielfältige Kommunikation lassen sich die meisten Probleme und Missverständnisse gut lösen.

Am Sonntag standen dann die Themen Globales Lernen und Entwicklungsarbeit im Vordergrund. Das Wetter hatte es an diesem Tag sehr gut mit uns gemeint und so konnten wir uns draußen in Kleingruppen beispielsweise durch Rollenspiele mit den globalen Auswirkungen der Blumenindustrie auseinandersetzen. So mussten wir einen Perspektivwechsel vornehmen und wurden zum Nachdenken angeregt, wodurch wir später umso eifriger Ideen zu der Fragenstellung „Was kann ich zum Thema Nachhaltigkeit tun?“ sammelten. Nach einem schönen und lehrreichen Tag durfte abends natürlich auch die ein oder andere Runde „Werwolf“ nicht fehlen.

So brach nach dem gelungenen Abend schließlich der letzte Tag an. Durch berührende und nachdenkliche Geschichten und Videos wurde uns die Einheit Rassismus und Rassismuskritik nähergebracht. Wir alle haben dabei viel gelernt und wollen versuchen unsere Privilegien wertzuschätzen und mit gutem Beispiel voranzugehen. Nach dem letzten Orga-Block hieß es dann schon wieder Tschüss zu sagen. Uns allen ist bewusst geworden, wie schnell das Sommerfest am 20. Juli – zu dem wir alle Interessierten herzlich einladen – und damit auch unsere Ausreise näher rückt.

Lisa Grebe

72 Stunden-Aktion in Caransebes und Michelstadt

72 Stunden Partnerprojekt Caransebes

Gemeinsames Mittagessen mit den Jugendlichen in Caransebes.

Unter dem Motto „Uns schickt der Himmel“ hatten sich bei der „72-Stunden-Aktion“ viele junge Menschen vom 23. bis 26. Mai einer sozialen Aufgabe gestellt, die sie innerhalb von drei Tagen realisierten. Dazu aufgerufen hatte der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).
Seit vielen Jahren gibt es zwischen den Franziskanerinnen in Caransebes und der Pfarrei St. Sebastian in Michelstadt im Odenwaldkreis rege Beziehungen. Jugendliche aus Michelstadt besuchten schon das Kloster in Caransebes.


Zur 72-Stunden-Aktion hatten sich beide Seiten ein besonderes Projekt ausgedacht: "An zwei Orten - Michelstadt und Caransebes - Gleiches tun!" war der Titel ihrer Aktion. Dabei ging es um die folgenden Aufgaben: Fertigen von 50 Outdoor Chill Chairs, Kochen landestypischer Suppen, Einstieg in die Sprache und Videokonferenzen via Internet als Überwindung der Entfernung. Unter diesem Motto haben die Kinder-Hilfe in Caransebes und die Messdiener in Michelstadt teilgenommen. In Caransebes dabei war auch die MaZ.


Davon beichten Michelle Neuschulte (MaZ in Rumänien):
Pünktlich um 18:06 Uhr am Donnerstagabend begann „unser“ 72-h Projekt mit einer kurzen Einführung. Unser Angebot richtete sich an Kinder, die in einem der ärmeren Viertel Caransebes' wohnen. So waren die Kinder und Jugendlichen, die die Kinderhilfe/Hausaufgabenhilfe besuchen mit dabei. Zunächst holte ich die Gitarre heraus und wir sangen alle gemeinsam das erste Mal „unsere“ Hymne, die Schwester Mariana erst in der Nacht zuvor für uns geschrieben hatte. Da die Melodie sehr einprägsam war, konnten schnell alle laut mitsingen. Dann war es bereits Zeit für die erste Videokonferenz mit unserer Partnergruppe in Michelstadt, die von zwei Jugendlichen von der Kinderhilfe sowie Schwester M. Lydia unterstützt wurde. Zu unserer Freude konnten wir auf der anderen Seite des Computers neben den erwarteten Menschen auch zwei Überraschungsgäste ausmachen: Den Bürgermeister der Stadt sowie eine „Abgesandte“ des BDKJ. Alle begrüßten einander herzlich und wir wünschten uns gegenseitig viel Erfolg, schließlich sollte es am nächsten Tag mit der Arbeit losgehen.


Aber dieser Abend war noch nicht zu Ende: Zuerst stand noch das gemeinsame Abendessen bei und mit den Schwestern auf dem Plan, anschließend sollten Johanna und ich noch ein wenig Deutschunterricht erteilen. Wir beide hatten bereits zwei Wochen zuvor angefangen, unsere insgesamt drei Unterrichtsstunden vorzubereiten, aber trotzdem war ich ein wenig aufgeregt, schließlich sollten wir vor gar nicht mal so wenig Leuten Rumänisch sprechen! Da aber nach dem leckeren Abendessen alle sehr zufrieden und geduldig waren, begannen wir unseren ersten Deutschunterricht frohen Mutes und konnten den vierzehn Teilnehmern mit viel Spiel und Spaß ihre ersten deutschen Wörter entlocken. Besonders schwer tat sich die Gruppe wie erwartet mit den Lauten „ö“, „ü“ („iu?“) und „ch“. Trotzdem hatten am Ende des Abends alle „Guten Morgen“, „Guten Tag“, „Gute Nacht“ und noch einiges mehr gelernt. Zum Abschluss spielten wir Menschenmemory. Das hat der Gruppe einen solchen Spaß gemacht, dass sie auch Donnerstagabends um viertel vor zehn nach noch einer Runde verlangten.

72 Stunden Aktion in Caransebes

Lackiert werden sollten Holzteile für 50 Outdoor-Chill-Chairs.


Der zweite Tag begann dann um drei Uhr nachmittags mit dem Singen unserer Hymne. Dann begannen wir mit dem eigentlichen Projekt: Lackiert werden sollten Holzteile für 50 Outdoor-Chill-Chairs, Stühle für die Erholung draußen. Die 50 Stoffbezüge wurden währenddessen in Michelstadt zusammengenäht. Kaum wollten meine Mit-MaZ`lerin Johanna und ich uns auch jeder ein Paar Handschuhe schnappen, da wurden wir schon aufgehalten: „Nur die Jungs!“ Ach so läuft der Hase hier, Geschlechterrollen werden eingehalten. Die Männer arbeiten, was machen also die Frauen? Nein, nicht kochen. Das kommt doch erst morgen. Richtig, wir singen und spielen Ball! Ich habe es tatsächlich geschafft, mir nicht alle Finger zu brechen, das muss erwähnt werden. Gegen Abend brachen wir dann wieder gen Kindergarten auf, wo die nächste Videokonferenz stattfinden sollte. Heute hatten wir uns schon mehr zu erzählen, schließlich hatten wir den ganzen Nachmittag „geschuftet“ - vor allem die Mädchen! Auch die andere Seite erzählte von ihren Ergebnissen. Anschließend präsentierten wir noch unser einstudiertes Musikstück und ernteten tosenden Applaus - jetzt aber ehrlich!


Dann war es auch schon wieder Zeit für Sprachunterricht: nach der Wiederholung lernten wir heute die Zahlen. Dafür gingen wir zuerst die Zahlen von 1 bis 25 durch, danach spielten wir ein paar Runden Bingo. Zum Schluss erklärten wir noch kurz, wie man sagt, wie alt man ist und ließen dann jeden sein Alter verraten. Von 10 bis 19 Jahren war in unserer Gruppe alles vorhanden.


Nach dem Abendessen zeigten wir beiden MaZ`lerinnen eine Präsentation über Deutschland, die Geschichte, Kultur, Essen und Natur beinhaltete. Zurückblickend habe ich selbst dabei auch einige interessante Fakten gelernt. Die größte Herausforderung des ganzen Projektes stand uns hiermit bevor, aber mit der Hilfe von Schwester Mariana gelang es uns, einen ganz passablen Vortrag über Deutschland auf Rumänisch zu halten.

72 Stunden Aktion Stockbrot

Die Kinder und Jugendlichen in Caransebes lernten Stockbrot kennen.


Der nächste Tag begann mit dem Mittagessen. Hierzu hatten wir zuvor eine Suppe bestellt, die - wie schon befürchtet - ein wenig zu spät kam. Danach teilten wir unsere verbliebene Arbeit auf: ein paar Jungs lackierten die restlichen Holzteile, während Johanna, noch einige andere und ich mit Schwester Mariana und einem der Lehrer zum Einkaufen fuhren. Anschließend hatte ich die Ehre, Milchreis für 50 Personen zu kochen. Im Klartext hieß das also: 2 Stunden in einem Riesentopf rühren. Als ich nicht mehr konnte, weil mein Arm abzufallen drohte, bat ich einen der anderen Teilnehmer, für mich weiter zu rühren. In dieser Zeit schnippelten die anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer fleißig Gemüse, denn am nächsten Tag, dem Sonntag, sollte allen Teilnehmern und ihren Familien Linsensuppe aufgetischt werden.
Pünktlich zur Videokonferenz wurden wir fertig. Auch dieses Mal hatten wir uns viel zu erzählen und konnten stolz behaupten, alles geschafft zu haben. Auch die Michelstädter waren fertig geworden. Sie überraschten uns damit, dass sie den Text der „Hymne“ auf Deutsch übersetzt hatten und so sangen auch sie uns das Lied. Anschließend gaben wir nochmal unser Bestes, um ein wenig Deutsch zu lernen. Während ich mittags den Milchreis für den nächsten Tag zubereitet hatte, war Johanna damit beschäftigt gewesen, Stockbrotteig zu machen. So konnten wir, als es dämmerte, ein Feuerchen entfachen und den Jugendlichen zeigen, wie man Stockbrot macht. Das hatten sie in ihrem Leben noch nie gemacht. Leider ging auch dieser Abend viel zu schnell zu Ende und so blieb uns nur noch der Sonntag.


Diesen begannen wir erst relativ spät mit dem Mittagessen, zu dem wir eingeladen hatten. Leider kam von den Familien der Teilnehmer niemand, sodass wir noch eine Menge Suppe hatten, die wir in dem Viertel, aus dem die Kinder kommen, verteilen konnten. Auch von dem Milchreis blieb einiges übrig, das die Kinder mit nach Hause nahmen. Bis zur abschließenden Videokonferenz, die  auch der Bürgermeister von Caransebes besuchte, spielten wir noch einige letzte Runden, bevor wir das Projekt endgültig beendeten.


MaZ`lerin Michelle Neuschulte



2. Vorbereitungs-Seminar im April 2019


2. Seminar 2019
Begegnung beim Schwesternabend im Mutterhaus in Salzkotten.

Im März hatten bereits einige von uns angehenden MaZlern an einem Wochenende beim Kulturseminar einen ersten Einblick in die Sprache und das Essen von Malawi bzw. Indonesien/ Ost-Timor erhalten. Am 13. April kamen wir dann in Salzkotten im Schnee zum zweiten Mal wieder alle zusammen, um unserem MaZ-Einsatz 2019/20 einen Schritt näher zu kommen. Dieses Mal waren wir zum ersten Mal in voller Gruppenstärke versammelt, da Lisa unsere Truppe nun vervollständigt. Bei strahlendem Sonnenschein verstreuten wir uns am 18. April wieder in alle Himmelsrichtungen, müde, satt und sehr glücklich.

So aufregend wie das Aprilwetter war auch unsere Zeit im Kloster. Im Fokus des Seminars stand unser Glaube. Was bedeutet "Missionar auf Zeit" eigentlich? Was ist die franziskanische Spiritualität? Wie definieren wir unseren Glauben? Was bedeutet Gemeinschaft? Diesen und anderen Fragen konnten wir uns während des Seminars mit der notwendigen Ruhe widmen. Dazu hatten unsere Teamer erneut keine Mühen gescheut, uns auf spielerische, kreative und unerwartete Weise an die Themen heranzuführen. So wurde Gemeinschaft erlebbar beim Musikabend und dem Fingerfarbenmalen in der Gruppen, aber auch in Gesprächen mit den Schwestern während des Schwesternabends und beim Besuch im Altersheim St. Clara. Auch die gemeinsamen Mahlzeiten (inklusive Überraschungsgast Schwester Veronika aus Malawi!) waren schöne Gemeinschaftsmomente.

2. Seminar Bild 2
Agape-Feier auf der Anbetungsempore.

Mit einem von Schwester Alexa liebevoll gestalteten Lebensweg lernten wir, wie Franziskus zum Glauben fand und diskutierten anschließend angeregt darüber, was "arm sein" oder "gehorsam sein" bedeutet. 

Auch unseren eigenen Glauben nahmen wir genauer unter die Lupe. So beschrieben wir in einem Brief an Gott unsere persönliche Glaubensbiographie, tauschten uns in Gruppen über Definitionen von Gott aus, und kamen mit Hilfe von verschiedenen Gebetsstationen Gott näher.

Besonders gespannt sahen wir der Biographiearbeit entgegen. Einen ganzen Tag lang drehte sich dabei alles um unsere individuellen Lebensgeschichten: Was hat uns zu dem Menschen gemacht, der wir heute sind? Wir hatten den ganzen Vormittag Zeit, diese Frage künstlerisch auf einem Bogen Papier zu beantworten. Es wurde gemalt, gebastelt und sogar ein Schiff konstruiert. Am Nachmittag fanden wir uns in Kleingruppen zusammen, um über unsere Kunstwerke zu sprechen. Die Gespräche waren zum Teil zwar emotional aufwühlend, aber sehr bereichernd.

Neben ernsten Themen und lustigen Spielen blieb im Laufe unseres Seminars trotzdem genügend Zeit für Abi-Vorbereitungen, lange Gespräche und die ein oder andere Runde Werwolf.

Das Highlight am letzten Tag waren (abgesehen vom sensationellen Wetter) die heißersehnten Flugtickets, die an uns ausgeteilt wurden. Nun steht unser Ausreisetermin fest, und die Vorfreude steigt noch mehr!

Nina Herms, MaZ in Vorbereitung


Zwischenseminar in Indonesien 2019


indonesien

Vom 11.02. – 17.02.2019 fand das Zwischenseminar für Freiwillige aus dem südostasiatischen Raum in Pematangsiantar, Sumatra, Indonesien statt. Im Mutterhaus der Franziskanerinnen, FCJM Indonesien, fanden die insgesamt 13 Freiwilligen verschiedener Entsendeorganisationen und 2 Teamer des MAZ Projekts  genug Platz für eine Woche Erfahrungsaustausch.

Während unsrer Zeit in Pematangsiantar besprachen wir Herausforderungen, denen wir uns in unseren Projekten gegenüber finden und wie wir sie trotz sprachlicher und kultureller Hürden lösen können. So wurden viele verschiedene Themen an- und besprochen, um Lösungsansätze auszuarbeiten und die anderen Teilnehmer auf ähnliche Situationen vorzubereiten. Bei all der Arbeit gab es jedoch immer noch genug Zeit, sich auf persönlicher Ebene bei einem der leckeren Snacks der Schwestern auszutauschen – davon gab es wirklich reichlich! Gebratene Bananen, leckere Säfte und noch so mancherlei stellten uns die Schwestern rund um die Uhr bereit.  Es war köstlich!

Zeit zum Austausch untereinander gab es auch bei unserem Ausflug zum Lake Toba (Danau Toba), dem größten See Indonesiens und dem größten Kratersee der Welt. Auf der kleinen Insel im See, Samosir, aßen wir gemeinsam, schwammen zusammen und konnten einen Tag Auszeit genießen. Wir lernten einander besser kennen und es entstanden neue Freundschaften.

Durch die unterschiedlichen Einsatzländer (Indonesien, Thailand & Timor Leste) kam es auch zu einem kulturellen Austausch, der in Form eines bunten Kulturabends mit den Schwestern zu einer feierlichen Angelegenheit wurde. Jeder präsentierte etwas aus seinem Einsatzland, sei es Tanz, Gesang oder ein kleiner Sprachkurs. Selbst die Novizinnen der Franziskanerinnen bereicherten den Abend mit einem spontanen Tanz, bei dem wir Freiwilligen schnell einsteigen und mittanzen konnten. Alles in allem war das Seminar eine lehrreiche und spaßige Woche!

MaZ`lerin Hanna Madloch



Zwischenseminar in Malawi 2019


Malawi

Nachdem wir in unserer Einladung für das anstehende Zwischenseminar explizit dazu aufgefordert worden waren, uns nach deutscher Pünktlichkeit pünktlich am Seminarort einzufinden, waren wir alle (viel) zu früh da.

Gleich auf den ersten Blick verzauberte der Karmel, ein Gebetsort der besonderen Art, an dem unser Seminar stattfand, uns mit seiner Ruhe und Schönheit. Je nach Kondition gelangte man innerhalb weniger Minuten auf den Gipfel eines angrenzenden Berges, von dem wir auch während den Seminar-Einheiten die schöne, weite Aussicht oder Sonnenauf – und -untergänge bewundern konnten.

Zu unserer altbekannten Gruppe aus Salzkotten stießen lediglich eine andere Freiwillige aus Lilongwe sowie zwei Teamerinnen aus Deutschland dazu. Alles in allem ergab das eine tolle Truppe.

Nachdem wir alle gut angekommen waren, stellten wir einander zunächst unsere Projekte und uns selber vor. Im Laufe der Woche erarbeiteten wir immer mehr Themen, die wir selber aussuchen und mitgestalten konnten. So sprachen wir über Herausforderungen, Ansprüche, Klischees, das Leben alleine/ zu zweit/ zu dritt und vieles mehr. Bei einem Besuch von einer Mitarbeiterin der deutschen Botschaft in Malawi konnten wir außerdem mehr über die nun kommenden Wahlen in Malawi erfahren und werden diese nun natürlich mit größtem Interesse verfolgen. Im Themenblock „Endspurt“ konnte jede*r noch einmal Ideen und Motivation für das nun kommende (letzte) halbe Jahr sammeln. Auch über den kommenden Abschied wurde gesprochen, denn auch wenn wir gerade erst bei der Halbzeit angekommen sind, wird uns allen langsam, aber sicher bewusst, dass die Zeit nur so rast. So sind unsere „To–do“-Listen nun reichlich gefüllt mit Dingen, die unbedingt noch erledigt werden wollen.

Neben all den Seminareinheiten kamen auch gemeinsames Spielen, Lachen, Kraulen und natürlich Essen nicht zu kurz.  Ein kleiner Höhepunkt der Woche war unter anderem, als wir alle zusammen an den See fuhren. In Nkhotakhota verbrachten wir einen wunderschönen Tag am Strand. Nicht einmal die lange Busfahrt konnte unsere gute Laune trüben. Gemeinsam spielten wir Gesellschaftsspiele, sangen Lieder oder tauschten Geschichten aus. Ein kleines Highlight war, als wir sogar einen Elefanten (zugegeben: nur von hinten) sahen.

Am Ende der gemeinsamen Zeit trennten wir uns schweren Herzens mit den Versprechen, uns in Zukunft viel öfter zu treffen. Voll neuer Motivation und Freude sind wir jetzt wieder zurück in unseren Projekten, in denen wir herzlichst empfangen wurden. So können wir alle gespannt sein, welche Überraschungen die nächsten Monate noch für uns bereit halten.

Hannah Janz



1. Seminar 2019

1. Seminar


Als hätten sie wie die 3 Weisen aus dem Morgenland einen Stern aufgehen sehen, der sie in unbekannte Länder und damit ins Abenteuer führt: So groß war die Freude bei den MaZ`lerInnen, als sie endlich wussten, wohin sie denn die Reise im August für 1 Jahr führen wird.

Aufgeschlossen und voll froher Erwartung erlebten wir die 12 Frauen und  die 2 Männer, die sich im Sommer auf den Weg nach Malawi, Indien, Osttimor und Rumänien machen werden. Nun kann es an die konkreten Vorbereitungen gehen: Sprache lernen, Reisepass beantragen, impfen lassen. – Wir freuen uns aufs Wiedersehen im April!

Am Nachmittag erschienen ca. 40 Sternsinger mit ihren Begleitern aus der Gemeinde St. Johannes, die uns singend und betend den Segen Gottes und viel Freude ins Haus brachten.  Zunächst ging es an die Mutterhauskrippe, dann über die Stationen im Altenheim St. Clara und dann wurden die Plätzchenteller geplündert! Danke für Euer tolles Engagement!


Seminarbericht, 1. Seminar


Unser erstes Seminar fand vom 02. Januar bis zum 06. Januar statt und gab uns die Möglichkeit, einander, die Franziskanerinnen und die Projekte besser kennenzulernen. Zunächst betrachteten wir die Zielsetzung des MaZ- Programms näher und beschäftigten uns mit unseren konkreten Vorstellungen für das Jahr, wie es wohl aussehen könnte und in welchen Stimmungslagen wir uns befinden könnten. Spannende Visualisierungen von Gruppenarbeiten stellten unsere für das kommende Jahr im Einsatz so wichtige Kreativität unter Beweis.

Damit wir nicht nur das Programm, sondern auch unsere Entsendeorganisation besser kennenlernen konnten, hatten die Teamer für uns eine Klosterrallye, ein „KlostErlebnis“, geplant, bei der es sowohl um den hl. Franziskus als auch um Mutter Clara ging. Am Leben der Kongregation konnten wir auch in der Laudes oder Vesper teilnehmen. Um die Konzentration aufrecht zu erhalten, wurde während des gesamten Seminars das ein oder andere „Anschuggerle“ gespielt. Jeden Morgen und jeden Abend hatten die Teamer für uns Impulse vorbereitet und Lieder ausgesucht, die teilweise von ihnen und uns mit Instrumenten begleitet wurden.

Die Auseinandersetzung mit den Projekten war mit das Herzstück des Seminars: durch Plakate und Berichte vorheriger Generationen, aber vor Allem durch die intensiven Gespräche mit den Teamern konnten wir uns erneut mit den unterschiedlichen Orten, Aufgaben und Herausforderungen vertraut machen. Wir hinterfragten kritisch unsere Motivation, sprachen über unsere Erwartungen und teilten Ängste und Sorgen.

Am vorletzten Tag war es dann soweit: der gesamte Samstag war der Projektfindung gewidmet. Zunächst wurden die Projekte mit ihren Aufgaben „anonym“ vorgestellt, dann ging es an die Zuordnung. Die Identifikation mit dem Projekt und auch mit den jeweiligen Mitfreiwilligen verlangte sowohl Teamern als auch Teilnehmern eine Menge ab. Während der Gruppenarbeiten, den gemeinsamen Mahlzeiten und den in lockerer Runde verbrachten Abenden hatten wir uns bemüht, alle Mitfreiwilligen einigermaßen gut kennenzulernen, um ein ehrliches Urteil fällen zu können. Am Ende des Tages hatten wir alle ein Projekt gefunden, mit dem wir zufrieden waren und eine Konstellation von Mitfreiwilligen, mit denen wir uns den Dienst vorstellen könnten.

Unser vorerst letzter gemeinsamer Tag begann mit einer feierlichen heiligen Messe, bei der einige von uns als Messdiener oder Lektor mitwirkten. Nach dem Frühstück, das wir wie jede Mahlzeit zusammen mit Teamern und Schwestern in immer wieder neuen Tischgruppen bei interessanten und angeregten Gesprächen einnahmen, ging es weiter mit Organisatorischem. Da wir nun alle unsere Projekte bzw. Einsatzländer gefunden hatten, konnten wir uns konkreter mit der Gesundheitsvorsorge auseinandersetzten. Eine Schwester, die auch Ärztin ist, stellte uns die notwenigen Impfungen vor und machte uns mit diversen Verhaltensregeln vertraut. Danach sprachen wir noch über die Möglichkeiten, Spenden für den Freundeskreis zu sammeln und über unseren Einsatz zu informieren. Nachdem wir Unterschriften verteilt und To-Do-Listen bekommen hatten, aßen wir ein letztes Mal gemeinsam, räumten auf und verabschiedeten uns dann in freudiger Erwartung auf das nächste anstrengende, aber sehr schöne Seminar.


Geschrieben von Xenia Neisemeier, MaZ in Vorbereitung



Maz-Rückkehrer-Seminar 07.-13.09.2018


rueckkehrer 2018


„Wie war´s denn?“ – das ist eine Frage, die sicherlich jedem von uns, den zurückgekehrten MaZlern, schon mindestens einmal gestellt wurde. Tja, wie war´s denn, wie waren die letzten 12 Monate, die so anders waren als alles Vorherige in unseren Leben!? Wie lassen sich all diese Erlebnisse, Erfahrungen und Dinge, die wir über uns selbst gelernt haben, nur in eine möglichst knappe und für das Gegenüber zufriedenstellende Antwort (ver-)packen?

Seit rund 2 Monaten sind wir, die MaZler des Jahrgangs 2017/18, nun wieder zurück in Deutschland. Bereits in dieser Zeit ist schon viel passiert bzw. haben uns viele Themen beschäftigt, doch als wir uns Mitte September nach einem Jahr alle wieder in Salzkotten trafen, ging es neben Anekdoten und Gedanken rund um das Ankommen vor allem natürlich auch um all die Erfahrungen, die jeder von uns im Einsatz gemacht hat.

Wie schon bei den Zwischenseminaren, lag es an uns Freiwilligen, die Themen des Seminars zu bestimmen und einen Wochenplan zu erstellen. Wenig überraschend war es dann auch sehr schnell ein großer Haufen an Themen, mit denen sich mehr oder weniger jeder von uns vor allem in der letzten Zeit sehr stark beschäftigt/auseinandergesetzt hat.

„Wie kann ich mich weiterhin engagieren?“, „Wie prägt das Jahr meinen Alltag hier in Deutschland?“, „Wie berichte ich eigentlich am besten von meinem Jahr?“, „Was nehme ich für mich ganz persönlich aus der vergangenen Zeit mit?“ – diese und noch viele weitere Themen standen neben dem „allgemeinen“ und ständigen Austausch im Mittelpunkt unseres Seminares.


rückkerer 2


Besonders schön für alle Beteiligten war sicherlich wieder der Begegnungsabend mit den Schwestern. Nicht selten wurden wir MaZler von unseren Patenschwestern mit einem Lächeln und den Worten „Ich habe alle Ihre Berichte gelesen. Toll, was Sie da so erlebt haben.“ begrüßt und beim gemütlichen Beisammensitzen wurde an diesem Abend noch manche Geschichte erzählt und Fotos gezeigt.

Am letzten Abend machten wir uns dann alle noch einmal auf die große Reise. Es ging nach Indien, Indonesien und Malawi – allerdings „nur“ kulinarisch und durch verschiedenste Fotos und Videos, die wir uns gegenseitig zeigten. Bei Chai (indischer Tee), bakwan (indonesisches, frittierte Teigfladen mit Gemüse) und Mandasi (malawische Donuts/frittierte süße Teigbällchen) machten wir es uns gemütlich, stellten uns gegenseitig unsere Projekte vor und erzählten einige Dinge, die wir im vergangenen Jahr so erlebt hatten. Auch dieser Austausch war sehr schön und sicherlich auch sehr interessant für alle Beteiligten.

Am nächsten Tag hieß es dann, schon wieder Abschied nehmen. Nach einigen Tagen mit „Gleichgesinnten“, die die ein oder andere Reaktion/Einstellung noch einmal besser verstehen und nachvollziehen können als Freunde und Familie zuhause, ging es für jeden von uns wieder in Richtung Heimat.

Doch mit Sicherheit werden wir uns noch einmal bei der einen oder anderen Gelegenheit in Salzkotten wiedersehen und auch dann wieder viel zu erzählen haben.

Miriam Günther, MaZ-Rückkehrerin


MaZ-Aussendung 2018

aussendung

Aussendungsgottesdienst in der Mutterhauskirche.




Nach 2 Monaten, in denen nun alle ihre Abiturprüfungen bestanden hatten, trafen wir uns, mehr oder weniger pünktlich, zu unserem letzten Seminar vor unserer Ausreise in Salzkotten wieder. Nachdem wir uns als Gruppe endlich wieder gesammelt hatten, starteten wir hoch motiviert in die ersten Einheiten. Diese befassten sich mit den Themen der globalen Entwicklung und forderten uns MazlerInnen heraus, einen Perspektivwechsel zu starten, welcher uns durch die Petersprojektion der Weltkarte noch einmal zum Denken anregte.

Weiter ging es mit zwei sehr schwierigen Themen, HIV/Aids und sexualisierter Gewalt, die uns von den Teamern sehr behutsam durch kleine Spielchen und Übungen nahegelegt wurden, sodass wir nun für diese Themen sensibilisiert sind. Eine weitere Einheit drehte sich um ein wesentliches Element unseres Einsatzes: das Berichteschreiben. In den nächsten Tagen erwarteten uns viele Inhalte zur Stressbewältigung und zum Umgang mit Gefahrensituationen im Einsatzland. Worauf wir in unserem MaZ-Jahr aber auch achten müssen, ist der Kontakt zwischen uns, der Entsendeorganisation (also den Franziskanerinnen Salzkotten) und den Partnern vor Ort.




Während der gesamten Woche hatten wir sehr gutes Wetter und konnten viele Einheiten auch in den schönen Garten des Mutterhauses verlegen und somit kräftig Sonne tanken. Auch für den mysteriösen Ausflug am Mittwoch war das Wetter perfekt. Dieser ging nicht wie erwartet in den Kletterwald oder zum Wasserskifahren, sondern zu dem nahegelegenen Vauß-Hof. Dieser Bio-Bauernhof wird von ehemaligen MazlerInnen geleitet und achtet auf eine nachhaltige Lebensweise, wie z.B. möglichst effiziente Energiegewinnung/-verwertung und die Wiederverwertung von altem Baumaterial. Bei einer riesigen LKW-Ladung an Altholz durften wir sogar selber Hand anlegen, was uns Schweiß, aber auch viel Freude einbrachte und uns als Gruppe noch mehr stärkte. Total beeindruckt von dem Leben auf dem Hof brachen wir am Abend wieder auf in das schöne Salzkotten. Leider erwarteten uns dort noch die gefürchteten Sprachtests, die sich im Endeffekt als gar nicht so schwer erwiesen und die jeder direkt bestand.



Das Thema, das wir Freiwilligen schon die ganze Woche im Kopf hatten, war der Abschied sowohl untereinander als auch von unseren Familien und Freunden und wurde am Ende der Woche thematisiert. Gerade aber der Abschied unter uns MazlerInnen, Teamern und Schwestern fiel nicht leicht, da wir uns in der gesamten Vorbereitungszeit sehr ans Herz gewachsen sind und uns zu einer starken Gruppe entwickelt haben. Am Samstag wäre keine Zeit geblieben, deshalb verlegten wir diesen Abschied schon auf den Freitag, sodass wir in Ruhe jeder und jedem intensiv „Auf Wiedersehen“ sagen konnten.

Und nun war es soweit: das lang ersehnte Sommerfest und unsere Aussendungsfeier, auf welches wir schon lange hin fieberten und uns intensiv vorbereiteten, stand vor der Tür. Nachdem bereits am Freitag jede Ecke des Mutterhauses glänzte, durch harte Arbeit jedes Mazlers und jeder Schwester, startete der Aussendungsgottesdienst am Samstag um 10 Uhr in der Mutterhauskirche. Das Kloster war voll mit unseren Familien, Freunden, Zurückgekehrten und Schwestern. Es war sehr emotional und schön. Zwischen dem vielen Essen gab es immer wieder die Gelegenheit, in den Austausch mit anderen MaZ-Eltern zu kommen und noch die letzten Fragen mit Zurückgekehrten zu klären. Ein rundes Ende bildete unser Programmabschluss, in dem wir unseren Familien und Freunden unseren Vorbereitungsweg näherlegten. Abschließend verabschiedeten wir uns von den letzten Schwestern und Teamern und machten uns auf den Weg nach Hause. Dort warten nur noch wenige Wochen auf uns, bevor unser großes Abenteuer im Ausland starten kann.

Zum Schluss gilt besonders unseren Teamern und Schwestern, die uns seit einem halben Jahr bei der Vorbereitung begleiten, ein riesiges Dankeschön. Durch Menschen wie euch kann das Projekt immer weiterleben.

von Paula Kruse und Henrik Joost



„Zeugnisse gelebten Christseins“

Erzbischof Becker beim Treffen der Missionare aus dem Erzbistum und der „Missionare auf Zeit“


maz Gruppe

Die Missionarinnen und Missionare aus dem Erzbistum Paderborn sowie die Missionare auf Zeit mit Erzbischof Hans-Josef Becker, Generalvikar Alfons Hardt und Weihbischof Matthias König. (Foto: pdp/ Ronald Pfaff)

Paderborn. Am Libori-Mittwoch, dem Tag der Orden und Missionare, ist es eine bewährte Tradition, dass sich Erzbischof Hans-Josef Becker und Generalvikar Alfons Hardt mit den aus dem Erzbistum Paderborn stammenden Missionarinnen und Missionaren treffen. Dabei tauschen sie sich aus über die Situation der Kirche in den fernen Ländern, in denen die Frauen und Männer wirken. Beim Gespräch sind auch „Missionare auf Zeit“ mit dabei.

Die Missionarinnen und Missionare gäben einen Geschmack von der Botschaft Jesu, freute sich Erzbischof Hans-Josef Becker, denn auch unter widrigen Bedingungen lebe die Hoffnung, gespeist durch die Botschaft des Evangeliums. Auch die „Missionare auf Zeit“ ließen sich von diesem Geschmack anstecken. Beeindruckt zeigte sich der Erzbischof von den Berichten der Missionare und hob hervor, dass es für ihn in der Liboriwoche ganz besonders wichtig sei, aus den unterschiedlichen Ländern Zeugnisse gelebten Christseins zu hören. Weihbischof Matthias König, Bischofsvikar für Aufgaben der Weltkirche und Weltmission im Erzbistum Paderborn, und Ulrich Klauke, Leiter des Referates Weltmission-Entwicklung-Frieden im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn, begrüßten die Gäste beim Treffen im Seniorenzentrum „Westphalenhof“.

Der in Arnsberg geborene Pater Ulrich Schlecht (Steyer Missionare) berichtete über die angespannte Situation auf den Philippinen. Er, der auf den Philippinen selbst geweiht wurde und daher ein Kenner des Landes ist, sieht die Entwicklung mit nachdenklichem Blick. Schwester Winfried Fockele, die aus Paderborn stammt und seit 1957 in Südafrika lebt, erläuterte die Arbeit vom Guest House Mariannhill. Eine schwierige Lage erlebt auch Pater Ha.-Jo. Lohre in Mali mit Blick auf Terrororganisationen, die wie Krebszellen viele kleine Einheiten gebildet hätten: „Hier haben viele Angst, ihren Glauben zu zeigen.“ Ein Prozent der Gesamtbevölkerung sind in Mali katholisch. Pater Ferdinand Tillmann, gebürtig aus Finnentrop-Bamenohl, leitete das Priesterseminar in Uganda. Er sei sehr dankbar und zufrieden mit dieser Aufgabe seit vielen Jahrzehnten. Rund 1.500 Geistliche gäbe es im Land und die Lernenden seien sehr wissbegierig. Die Sorge im Land sei die Armut: „Es gibt Geschäfte im Land, die alles haben, aber den Leuten fehlt das Geld zum Kauf.“

Es waren vertreten: Sr. Winfried Fockele CPS (Südafrika), Elke Rischmüller (Mexiko), Pater Ulrich Schlecht (Philippinen), Maria Lourdes Mariano (Philippinen), Pater Ha.-Jo. Lohre (Mali), Pater Ferdinand Tillmann (Uganda), Pater Meinolf Kraft (Tansania), Sr. Johanna Hoffmann (Brasilien), Sr. Beata Senski (Brasilien), Sr. Myrian Pereira (Angola), Sr. Maria Luzia Bett (Angola), Sr. Rosemary Keisler OP (Sambia), Markus Woettki (früher Uganda), Pater Johannes Tappeser (Uganda).

Missionare auf Zeit (Einsatzorte): Christian Dierkes (Argentinien), David Wennemaring (Sambia), Andreas Riedl (Ägypten), Milena Landschütz (Namibia), Maike Mewes (Malawi), Sonja Schwiddessen (Bolivien), Lena Kamp (Indonesien), Pia Bünger (Malawi), Dominik Müller (Senegal),Fabian Weber (Chile), Christof Graf (Bolivien), Darja Wolfmeier (Madagaskar).


MaZ Bericht vom 4. Seminar

MaZ 4. Seminar


Rund 5 Monate nach dem letzten gemeinsamen Seminar war es soweit: Alle Mazler kamen wieder freudig nach Salzkotten, neugierig darauf, was sie wohl erwarten wird.

Uns erwartete der heilige Franziskus. Wir lernten viel über sein Leben und seine Ansichten, wobei klar wurde, dass die Grundsätze, denen er sich stellte, uns helfen können, mit unseren Mitmenschen und unserer Umwelt umzugehen.
Spielerisch und doch ernst kamen wir auf die Themen Kommunikation und kulturelle Vorurteile zu sprechen, aber auch dass die Spiritualität Hilfe und Stütze sein kann. Wir erkannten, dass jeder Dinge anders auffasst, nicht nur im Gespräch, sondern auch seinen Glauben. Sehr eindrucksvoll war besonders der Freitagnachmittag, den wir in der Klosterkirche verbrachten; jeder für sich in Stille bei Gott.

Letzten Endes wurde jedem von uns bewusst, wie nah wir unserem Einsatz sind, als wir die letzten formalen Vorbereitungen mit den Teamern angingen. Die Freude auf die Projekte ist nun bei jedem größer als zuvor und auch die Freude auf unser letztes Seminar im Sommer mit unserem Sommerfest am 21.07.2018, zu dem wir jeden Interessierten herzlich einladen!  

vierte Seminar 2
Begegnung mit den älteren Ordensschwestern.


Besuch der MaZ-Teamer in Rumänien 23.-29.03.2018

Basar Rumänien
Spontan organisierten die MaZ-Teamer (rechts) einen Basar am Haus der Schwestern in Caransebes.


Schw. M. Hiltrud hatte es an unserem letzten Abend in Rumänien in einer kleinen Rede auf den Punkt gebracht: Sie dankte den 7 mitgefahrenen MaZ-Teamern für ihr Engagement in unserer Kongregation, indem sie die MaZ-Seminare vorbereiten, die neuen MaZ`ler in ihrem Einsatz begleiten und dafür viel Zeit investieren und z.T. lange Anreisen nach Salzkotten auf sich nehmen. Sie dankte auch für das aufmerksame Interesse an Rumänien, das den MaZ`lern oft nur als Randprojekt neben den anderen exotischeren Einsatzländern erscheint. So sollte diese Fahrt mit den MaZ-Teamer, unseren beiden MaZ-Reverse-Schwestern und mir „ein kleines Dankeschön“ für die z.T. jahrelange Unterstützung unserer Gemeinschaft sein. Zudem sollte die Reise den Teamern eine Sensibilität für die Armut mitten in Europa geben und ein verstärktes Augenmerk auf diesen MaZ-Einsatzort werfen. Eine zweite Gruppe wird dann Ende Oktober 2018 mit Schw. M. Alexa unterwegs sein.

Den vollständigen Bericht von Schwester M. Alexandra gibt es hier zum Download:

Bericht aus Rumänien


MaZ Forever Wochenende - 15 Jahre MaZ in Salzkotten

MaZ Forever
19 zurückgekehrte MaZlerInnen aus den verschiedenen Jahrgängen trafen sich in Salzkotten.


Vom 06.04. bis 08.04.2018 fanden sich 19 zurückgekehrte MaZlerInnen aus den verschiedenen Jahrgängen in Salzkotten ein. Gemeinsam sollte das Wochenende unter dem Motto „Fremde, der, die, das – wer es wagt, hat Spaß“ gestaltet werden. Neben inhaltlichen Anregungen und Austausch zu den Themen „faszinierendes Fremdes“, „Befremdliches“ und „Fremdenfeindlichkeit“ blieben auch Spiel und Spaß nicht auf der Strecke. So gab es z.B. beim Handycap-Fußball großes Gelächter.

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Das diesjährige Jubiläum „15 Jahre MaZ in Salzkotten“ wurde außerdem am Samstagabend mit Köstlichkeiten und Geschichten aus den Einsatzländern gefeiert. Wieder einmal wurde deutlich, wie die MaZ'lerInnen noch heute – ein paar Jahre nach dem MaZ-Einsatz – mit den Schwestern, dem Kloster und untereinander verbunden sind. Nun freuen wir uns auf ein Wiedersehen beim Katholikentag in Münster und beim diesjährigen Sommerfest mit Aussendung der neuen MaZ`lerInnen am 21. Juli.

die zurückgekehrten MaZ`lerinnen Ruth Lammers & Laura Küstermeier

 

MaZ 2017 / 2018: Zwischenseminar in Malawi

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Gruppenfoto der Freiwilligen und Teamer mit dem Franziskanerpater Sebastian

„Das können doch unmöglich schon sechs Monate gewesen sein!?“ – bereits kurz nach der Ankunft im Carmel (unserer Unterkunft für die Woche vom 19. – 26. März; nahe Kasungu, Malawi) war klar, dass nicht nur wir MaZ-ler aus Salzkotten, sondern auch die Freiwilligen anderer Organisatio-nen (insgesamt waren wir 20 weltwärts-Freiwillige), die mit uns gemeinsam beim Zwischenseminar waren, uns diese Frage momentan sehr häufig und voller Verwunderung stellen. Ja, es ist wirklich schon ein halbes Jahr, das wir hier in Malawi (bzw. Mosambik) in den verschie-densten Projekten und an völlig unterschiedlichen Orten mit-leben, -beten und –arbeiten. Ein hal-bes Jahr, das an keinem von uns spurlos vorbeigegangen ist, ein halbes Jahr in dem wir viel gelernt haben (vor allem über uns selbst), in dem sich so Vieles verändert hat, ein halbes Jahr mit Höhen und Tiefen, ein halbes Jahr, für dessen Erfahrungen wir einfach nur dankbar sein können…

Und, wie sicherlich nachvollziehbar ist, ist es für uns Freiwilligen unheimlich wichtig all das einmal zu reflektieren und sich dabei über manche Dinge noch einmal ganz anders klar/bewusst zu werden. Genau aus diesem Grund ist das Zwischenseminar zur „Halbzeit“ unserer Zeit im Ausland auch ein so fester Bestandteil des weltwärts-Dienstes.

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Die drei Teamerinnen Julia B., Sophia D., Anna B., Sr. Agatha, Sr. Constanzia in Ludzi auf dem Weg zur Farm.


Ein Hauptteil unserer gemeinsamen (Seminar-) Zeit nahm der Austausch ein. Uns allen tat es gut einmal mit anderen Freiwilligen über die gemachten Erfahrungen zu sprechen und verschiedenste Ansichten zu vergleichen. Anders als noch in den Vorbereitungsseminaren war die Themenfindung dieses Mal ganz uns Frei-willigen überlassen. „Das Team“ (bestehend aus Schw. M. Alexa und den Rückkehrerinnen Anne, Julia und Sophia) unterstütze uns zwar und leitete die einzelnen Einheiten, doch die Entscheidung was besprochen und wie sehr es thematisiert werden sollte, lag ganz bei uns. So ging es während der Seminarwoche nicht nur um „allgemeine“ Themen wie Entwicklungszu-sammenarbeit oder die Projektvorstellungen, sondern es wurde schnell auch sehr persönlich bzw. auf einzelne Ansichten/Meinungen/Erfahrungen und Gefühle bezogen: „Wie ist unser Zusammen-leben im Projekt?“, „Bin ich zufrieden mit dem Verlauf des ersten halben Jahres?“, „Wie gehe ich mit Momenten eines Kulturshocks um bzw. hatte/habe ich überhaupt einen?“, „Wie geht es mir, wenn ich über den Abschied (sowohl von Freun-den und Familie in Deutschland, als auch den neu gewonnenen Bekannten hier in Malawi/Mosambik) nachdenke – wovor habe ich eventuell Angst?“ – um nur einige Beispiele für Fragen zu nennen, die uns während des Seminars beschäftigten.

Doch natürlich ging es nicht nur darum, uns in den Einheiten auszutauschen. Auch während der ge-meinsamen Mahlzeiten und unserer freien Zeit begleiteten uns Erzählungen und Berichte anderer Freiwilliger. Es tat gut, sich einmal über verschiedenste Dinge austauschen zu können und dabei vielleicht auch noch einmal mit ganz neuen Sicht- und Denkweisen angeregt zu werden. Uns alle verbinden bis zu einem gewissen Punkt die gleichen Erlebnisse und das schweißt eine Gruppe, auch wenn wir alle (sowohl in Deutschland als auch hier im Einsatz) aus völlig unterschiedlichen Regio-nen und (sozialen/kulturellen/familiären) Hintergründen kommen, natürlich ungemein zusammen.

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Besuch im Dzaleka Flüchtligscamp.

Ein gemeinsames Erlebnis, das uns alle auch jetzt im Nachhinein noch sehr beschäftigt, ist der „Ausflug“ ins Geflüchtetencamp „Dzaleka“ (= in etwa „(dort wo) alles stoppt“). Obwohl wir nun alle seit sechs Monaten in Malawi leben und in gewisser Weise mit der hier (vor-)herrschenden Kultur heimisch geworden sind, war es doch noch einmal etwas ganz Anderes Menschen zu begegnen, die aus anderen Ländern hierhin kommen (und dabei Hilfe und Schutz in einem der ärmsten Länder der Welt suchen!).

Und was bleibt nun nach einer gemeinsamen Woche voller Austausch und Reflexion? Ich denke ich kann da für alle Freiwilligen aus unserer Gruppe sprechen, dass uns die gemeinsame Zeit wieder neue Kraft und Energie für unsere Arbeit gegeben hat. Gestärkt mit noch mehr Motivation und dem Wissen, dass wir mit unseren Problemen/Schwierigkeiten und Fragen nicht alleine sind, sind wir nun mittlerweile alle wieder in unsere Projekte und den dortigen Alltag zurückgekehrt und bereit für weitere fünf Monate voller (neuer) Erfahrungen und Erlebnisse.

Miriam Günther; MaZ-lerin in Guilleme, Malawi



2. Vorbereitungsseminar vom 02. - 06.01.2018 in Salzkotten


MaZ 2. Seminar
Teambildung am Franziskusbrunnen.


06.01.2018, Bahnhof Salzkotten, zwei MaZler blicken vor ihrem Abschied noch einmal zurück auf das vergangene Vorbereitungsseminar: „War ich vielleicht aufgeregt, als ich vor vier Tagen hier am Bahnhof angekommen bin! Zum einen euch anderen MaZler wieder zu sehen und dann natürlich wegen der Projektfindung! Aber die Teamer haben uns noch ganze schön lange zittern lassen. Was haben wir in den Tagen davor eigentlich alles gemacht?“

„Wir waren auf jeden Fall pünktlich zum Kaffetrinken da und durften direkt in den Genuss von herrlichem Klosteressen kommen. Ein Wunder, dass wir jetzt nicht zurück kugeln. Danach haben wir doch über dem Begriff „Missionar“ gesprochen.“

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Begegnung mit den Schwestern im Franziskushaus.

„Ja stimmt, das ist ja auch echt wichtig, weil wir als Missionare auf Zeit ausreisen werden. Das war dann am Abend auch noch mal am Rande Thema, als wir uns mit einigen Schwestern der Gemeinschaft ausgetauscht haben und sie alles fragen durften, was uns schon immer zum Thema „Kloster“ interessiert hat.“

„Schon lustig, ich hatte den Eindruck, dass die Schwestern wegen der Projektfindung teilweise sogar noch aufgeregter waren als wir: andauernd wurden wir gefragt, wo wir nun hingehehen, beziehungsweise hinwollen.“

„Stimmt, und die Schwestern haben sich so gefreut, uns kennenzulernen. Das war echt schön! Wie auch der restliche Abend, den wir als Gruppe genossen haben. Wir kennen uns nun ja schon recht gut und hatten uns viel zu erzählen: von Weihnachten und Silvester, und was uns eben noch so alles einfiel. Der Gesprächsstoff ist uns jedenfalls nicht ausgegangen über die Tage. Und 'Werwolf' Spielen ist schon zu einer Tradition geworden bei uns.“

„Oh, und dann am Mittwoch stand „Gruppenfindung“ auf dem Programm. Weißt du noch, wie kalt, stürmisch und regnerisch es da war? Und wir waren draußen! In einigen kleinen Spielen mussten wir als Gruppe zusammenarbeiten und vor allem zusammenhalten.“

„Ja, das war am Mittwoch, aber erst mal haben wir eine Einheit über 'Reflexion' gemacht und verschiedene Arten der Reflexion kennengelernt. Denk dran, es ist wichtig, sich dafür Zeit zu nehmen, nicht nur während unseres Einsatzes! Und das mit der Gruppenfindung haben wir doch echt gut gemacht! Trotz des kalten Windes und diverser Erfrierungen schafften wir es auch beim gefühlt 100sten Versuch, noch optimistisch zu bleiben, die anderen anzufeuern und selbst unser Bestes zu geben. Schlussendlich hatten wir viel Spaß und jeder einzelne kann stolz auf seine Leistung sein!“

„Ja, du hast Recht. Später hatten wir noch eine Einheit zum Thema 'Fundrasing', bei dem wir uns mit dem Thema Spenden und wie wir welche sammeln können beschäftigt haben. Aber für welches Projekt, wussten wir immer noch nicht. Um das herauszufinden, mussten wir uns am nächsten Tag auch erst mal mit uns selbst auseinandersetzen.“

„Am Donnerstag hieß es nämlich: 'Biografiearbeit'. Und so musste sich jeder die Frage stellen: 'Wer bin ich?' Den gesamten Vormittag hatten wir Zeit, alles, was uns ausmacht, auf einem Plakat darzustellen, zum Beispiel mit Hilfe der Metapher eines Baumes.“

„Da sind einige wirklich kreativ geworden. Was ich da alles gesehen habe: Respekt! Nach dem Mittagessen haben wir uns dann in Kleingruppen von je vier Leuten und einigen Teamern zusammengesetzt und uns jeweils vorgestellt. Dabei bekam jeder einzelne viel Verständnis und Vertrauen entgegengebracht und konnte sich der Gruppe ganz öffnen, obwohl wir uns alle ja eigentlich noch kaum kannten. So kamen auch Dinge zu Tage, mit denen man überhaupt nicht gerechnet hat.“

„Ja, und zum Schluss bekam jeder von uns von jeder Person in seiner Gruppe einen Wunsch auf einen kleinen Zettel geschrieben. Das fand ich echt wunderschön, da jeder Wunsch gut zu einem selbst passt und damit direkt ins Herz ging.“

„Und dann...dann endlich war es soweit: Der heiß ersehnte Freitag! Teils sehr nervös, teils tiefenentspannt traten wir ihm entgegen, gespannt, wo wir am Ende landen würden.“

„Es war spannend! Zunächst bekamen wir eine länderneutrale Projektvorstellung, nach der wir uns unsere favorisierten Projekte heraussuchten. Erst dann wurden die Länder zu den Projekten aufgedeckt. Wir bekamen Zeit, noch einmal andere Projekte anzusehen und ganz auf unseren Bauch und unser Herz zu hören.“

Und danach haben uns die Teamer in stundenlanger Arbeit mit viel Fingerspitzengefühl „umhergeschoben“, bis jeder bei einem Projekt saß, in dem er sich wohlfühlte.“

„Dieser Prozess kostete nicht nur viel Geduld und Nerven, sondern auch Zeit, sodass der Tag danach schon vorbei war. Wir waren nach so viel Aufregung total ausgelaugt, aber auch unendlich glücklich.“

„Da wir nun endlich wussten, wohin die Reise gehen wird, haben wir uns schon mal mit Hilfe kleiner Theaterszenen mit allen möglichen Krankheiten und deren Prophylaxe beschäftigt, damit wir auch alle gesund und munter wieder zurückkommen.“

„Und schon hieß es wieder Koffer packen, aufräumen und abfahren. Ich bin schon ein bisschen traurig, dass wir uns als gesamte Gruppe erst wieder im Mai sehen werden.“

„Ja, das kann ich verstehen, aber andererseits war diese Woche wirklich intensiv und ich freue mich auf Zuhause! Ich kann alles noch gar nicht ganz glauben.“

„Das stimmt, aber in der kommenden Zeit wird sich alles langsam setzen – und vielleicht realisieren wir ja dann, dass es wirklich soweit ist und wir in 'unsere' Projekte gehen.“
Hannah J. / Anna B.



Neue MaZ 2018 / 2019


neue MaZ 2018

Salzkotten.
Mit einem ersten gemeinsamen Wochenende im Mutterhaus in Salzkotten begann für die neuen Missionarinnen und Missionare auf Zeit (MaZ) die Vorbereitungszeit. Nach mehreren Vorbereitungseinheiten werden sie dann im Sommer 2018 zu ihren Einsatzorten reisen. Bis dahin steht ihnen eine intensive Vorbereitungszeit bevor. Beim ersten Wochenende standen unter anderem das gegenseitige Kennenlernen und organisatorische Fragen im Vordergrund. Mehr zum MaZ-Projekt der Franziskanerinnen Salzkotten: www.maz.fcjm.de



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Wir beteiligen uns am Angebot eines "Freiwilligen Ordensjahres", das von der Deutschen Ordensobernkonferenz (DOK) organisiert wird und ermöglichen interessierten Frauen für eine Zeitspanne von drei Monaten bis zu einem Jahr mit uns zu leben, zu beten und zu arbeiten. Mehr...

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