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Endlich wieder Seminar! – MaZ-Rückkehrer-Seminar 07.-12.09.2020


Rückkehrer 2019

Nachdem wir Freiwilligen aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie unseren Freiwilligendienst bereits im März abbrechen mussten, kamen wir fünf Monate zu früh zurück nach Deutschland. Hier erwarteten uns dann Kontakt-und Versammlungsverbote, sodass an ein vorgezogenes Rückkehrer- Seminar mit Präsenz nicht zu denken war…

Schnell war zwar ein Online-Auffangseminar für uns auf die Beine gestellt worden, doch uns alle jetzt wieder live zu sehen, war doch tausendmal besser als nur auf Zoom. Da die Corona-Pandemie aber längst noch nicht vorüber ist, gestaltete sich dieses Seminar doch etwas neu und anders, als wir es sonst aus Salzkotten gewohnt waren.

Statt Tischdienst, gab es nun Hygiene-Dienste, die für das Desinfizieren der Räume und Gegenstände und das regelmäßige Lüften verantwortlich waren. Natürlich herrschte auch bei uns Maskenpflicht und die 1,5m-Abstandsregel in geschlossenen Räumen, aber dank des guten Wetters konnten wir auch viele Aktionen maskenfrei nach draußen verlegen. Trotz der in Salzkotten sonst ungewohnten Regeln, wurde das Seminar für uns alle richtig toll. Obwohl wir ja nun nicht ein Jahr, sondern „nur“ sieben Monate in unseren Einsatzländern Indonesien, Osttimor, Indien, Rumänien und Malawi gewesen waren, hatten wir auch in den fünf Monaten hier in Deutschland ganz neue und unterschiedliche Erfahrungen gemacht und viel erlebt, von dem wir uns gegenseitig berichten konnten.

Außer durch die Corona-Hygiene-Vorschriften unterschied sich dieses Seminar aber auch noch in einem anderen Punkt von den bisherigen Vorbereitungsseminaren. Diesmal war nicht alles schon im Vorhinein geplant, sondern wir durften nun aktiv an der Planung der Themen für die Woche teilnehmen und diese zusammen mit den Teamerinnen im sog. „offenen Team“ vorbereiten. Somit bekamen wir die Möglichkeit vor allem die Themen intensiv zu behandeln, die für die Mehrheit wichtig waren und auch zu schauen, wie wir an die Einheiten herangehen wollten.

So beschäftigten wir uns in dieser Woche mit der Reflexion unseres Einsatzes im vergangenen Jahr, mit den Themen Entwicklungszusammenarbeit, Rassismus und Freundschaft und dem „richtigen“ Berichten über den Einsatz. aber auch mit den Fragen „Wie kann ich Erinnerungen an meinen Einsatz wachhalten?“ und „Wie kann ich mich jetzt nach meinem Einsatz weiter engagieren?“.

Natürlich blieb auch ganz viel Zeit für gegenseitigen Austausch von Erfahrungen und schönen Momenten aus dem Einsatz mit den anderen Freiwilligen und das abendliche Werwolfspiel-Ritual. Höhepunkt des Seminars war der gemeinsame Kulturabend, bei dem wir gemeinsam Essen aus Malawi, Indien, Indonesien und Osttimor kochten, beziehungsweise hauptsächlich frittierten, da das in all unseren Einsatzländern eine sehr beliebte Methode ist, Essen zuzubereiten.

Rückkehrer 2019 2

Außerdem konnten wir alle unsere landestypische Kleidung tragen und schauten uns gemeinsam Bilder aus den verschiedenen Projekten an, erzählten uns gegenseitig die lustigsten Geschichten aus dem Einsatz und genossen unseren letzten Abend in unserer Gemeinschaft.

Viel zu schnell war es dann auch wieder Samstag und wir mussten uns für unbestimmte Zeit verabschieden, denn jetzt ist diese wunderbare MaZ-Zeit in diesem Rahmen erstmal für uns vorbei… Aber die meisten von uns werden Salzkotten und MaZ wahrscheinlich nicht so schnell ganz hinter sich lassen und spätestens beim nächsten Sommerfest wieder hier sein.

Danke für die wunderbare Zeit!

MaZ-Rückkehrerin Annabelle Durani

Dieses Jahr ist alles anders


MaZ Seminar August 2020

Nachdem sich die Lage rund um Corona etwas beruhigt hatte, durften wir uns endlich wieder zu einem Präsenzseminar in Salzkotten einfinden. Da wir im Onlineseminar die Info erhalten hatten, dass eine Ausreise in unsere Projekte nicht möglich sein wird, war unsere Gruppe deutlich geschrumpft. So sind wir aktuell nur noch fünf Freiwillige, von denen, aufgrund eines Krankheitsfalles, nur vier vor Ort sein konnten. Als Folge hätten wir locker eine eins zu eins Betreuung durchsetzen können, da unsere Gruppe aus vier Freiwilligen und vier Teamerinnen bestand.

Aber nicht nur die Gruppenzusammensetzung, sondern auch das Miteinander im Seminar hatte sich stark verändert, da es an die bestehenden Corona-Verordnungen angepasst wurde. Sobald der Mindestabstand nicht eingehalten werden konnte, trugen wir unsere Mund- und Nasenmasken. Hinzu kamen Desinfektions- und Lüftungsdienste, die wir zu Beginn unter uns verteilten.

Der guten Stimmung jedoch tat dies keinen Abbruch und es entstand bald eine vertraute und familiäre Atmosphäre, wie wir sie bereits aus dem Januarseminar in Erinnerung hatten.
Auch dieses Mal war das Seminar vollgepackt mit spannenden und ernsthaften Themen. So beschäftigten wir uns am Dienstag mit dem Leben in einer Gemeinschaft. Dieses Thema hatte für uns alle daher große Bedeutung, weil wir das nächste Jahr zu dritt, bzw. zu zweit zusammen leben werden, wenn wir in Salzkotten und Rumänien unseren neuen, alternativen Tätigkeiten als Freiwillige nachgehen werden. Für die Lösung von Konflikten, die vielleicht auch in unseren Gruppen auftreten werden, aber natürlich auch im Allgemeinen, lernten wir die Grundsätze der gewaltfreien Kommunikation und versuchten uns direkt in einem Fallbeispiel daran, diese umzusetzen.

Den gesamten Mittwochvormittag hatten wir Zeit, kreativ zu werden und unsere persönliche Geschichte als Biographiearbeit aufs Blatt zu bringen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen setzten wir uns dann zusammen und besprachen unsere Werke. Durch die intime Runde und freundliche Stimmung fiel es keinem von uns schwer, sich zu öffnen und wir hatten genug Zeit, uns gegenseitig noch etwas besser kennen zu lernen. Immerhin trafen wir uns in dieser Woche erst zum zweiten Mal. Zwar hatten wir uns durch diverse Onlinetreffen immer wieder gesehen, doch fällt bei solchen das persönliche Gespräch doch eher schwer.

Der intensivste und thematisch am meisten herausfordernde Tag war der Donnerstag dar. Da ging es um Gewalt und sexualisierte Gewalt. Zu Beginn klärten wir, welche Formen von Gewalt es gibt, und auf welcher Ebene diese stattfinden können. Beim Betrachten von Fallbeispielen stellten wir fest, wie unterschiedlich Wahrnehmung sein kann und, dass es sehr wichtig ist, auf potentiell gewalttätige Situationen sensibel zu reagieren und das eigene Handeln zu hinterfragen. Nachmittags stand dann sexualisierte Gewalt im Fokus. Auch hier hatten wir zwei Beispiele, an denen wir uns überlegen sollten, wie wir handeln können, sollten wir in unseren Einsätzen eine solche Situation beobachten.

Mit dem Freitag war bereits der letzte Tag des Seminars gekommen. An diesem lernten wir, wie man Berichte verfasst und dabei kritisch mit der eigenen Intention hinter Erzählungen umgeht und auf Formulierungen und Sprache achten kann.
Nach einem letzten gemeinsamen Mittagessen hieß es aufräumen und Koffer packen. Jedoch nicht für alle. Für uns Freiwillige, die wir Einsätze in Salzkotten und Umgebung haben, bestand die Möglichkeit, direkt vor Ort zu bleiben, da unsere Einsätze in der nächsten Woche starten sollten. Für die Rumänien-MaZ heißt es, noch ein wenig zu warten, bis auch sie endlich in ihre Stellen starten können.
Auch dieses Mal war das Seminar eine bereichernde und wunderschöne Zeit.

MaZ`lerinnen Hanna, Vivian, Maren & Judith

Digitales Pfingstseminar vom 24.06.2020 bis zum 28.06.2020

MaZ Online-Seminar

Als wir im März zu unseren jeweiligen Länderseminaren in Salzkotten eintrafen, hätte keiner von uns gedacht, dass wir uns alle erst einige Monate später und dann auch nur über Bildschirme wiedersehen würden. Am Mittwoch, dem 24.06.2020 versammelten wir uns alle vor unseren Laptops, um uns in Form eines Online-Seminars sowohl mit Themen von ‚Franziskanischer Spiritualität‘ bis hin zu ‚Entwicklungszusammenarbeit‘ zu beschäftigen. Zudem hatten wir viele Fragen, wie es mit unserem MaZ-Jahr weitergehen würde und waren gespannt, wie sich ein fünftägiges Seminar digital gestalten würde. Passend zu unserer jeweiligen Stimmung haben wir uns zunächst einen Gegenstand ausgesucht, der diese widerspiegelt und sind so in unseren ersten Impuls gestartet. Dazu entzündeten wir jeder eine Kerze, die uns zusammen mit einer „Let Diversity speaks“ Weltkarte erreicht hatte und schufen dadurch eine sehr schöne Seminaratmosphäre.

Im Anschluss daran mussten wir uns leider von zwei MaZ verabschieden, die sich aufgrund der ungewissen Situation, wie es mit unserem MaZ-Jahr zur Zeiten der Corona-Pandemie weitergeht, für einen anderen Weg entschieden haben. Nach dieser Nachricht war die Stimmung erstmal sehr bedrückt, da wir bereits im Januarseminar als Gruppe eng zusammengewachsen waren. Leider folgte danach für uns eine weitere schlechte Nachricht: Aufgrund der ungewissen Situation auch in den Einsatzländern würde unser MaZ-Jahr dieses Jahr nicht wie gewohnt stattfinden können. Auch wenn viele von uns mit dieser Nachricht gerechnet hatten, waren wir alle darüber sehr traurig. So hatten wir nun schon 6 Monate auf unseren Einsatz hin gefiebert und wussten nun auf einmal nicht mehr, wie es für uns das kommende Jahr weitergehen würde. Wir bekamen die Möglichkeit, uns in kleinen Gruppen auszutauschen und im Anschluss an diese Gesprächsrunden ging es uns auch schon um einiges besser. Am Ende des Tages machten wir ein Online-Stimmungsbild. Dazu haben wir unsere Namen auf einem Foto mit einer Berglandschaft und einem See platziert. Wir wussten, dass wir nun, da unser Einsatz zunächst nicht wie geplant stattfinden würde, einen Weg zu gehen haben, um herauszufinden, wie es nun für uns weitergeht und ein Ziel dieses Seminars sollte es sein, dem ein Stückchen näher zu kommen.

Als wir uns Donnerstagmorgen um kurz vor neun zum Morgenimpuls trafen, war unsere Stimmung schon deutlich besser und wir waren uns einig nun, das Beste aus der Situation machen zu wollen und so starteten wir in den Tag, an dem es um das Missionsverständnis und den Bezug zu MaZ und unserem eigenen Leben gehen sollte. Dazu setzten wir uns zunächst in Form eines Schreibgespräches mit den Begriffen Mission, Missionar*in und missionieren auseinander. In dem Schreibgespräch kam u.a. die Frage auf, inwieweit missionieren heute noch gegenwärtig ist. Zudem hielten wir fest, dass viele Menschen bei diesen Begriffen vor allem negative Assoziationen haben. Mit diesen beiden Aspekten wollten wir uns im Laufe des Tages weiter auseinandersetzen. So vertieften wir uns in die Missionsgeschichte, angefangen mit der Sendung der zwölf Apostel ca. 30 n. Chr. bis hin zur heutigen Zeit und unserer Mission als MaZ. Dazu beschäftigten wir uns in Partnerarbeit mit jeweils einem Kapitel der Missionsgeschichte und trugen dies anschließend im Plenum zusammen. Dabei wurde deutlich, dass u.a. die Zeit der Kreuzzüge und die Kolonialzeit dunkle Seiten der Missionsgeschichte waren, in der sich die Europäer*innen als überlegen ansahen und ihre Macht mit Hilfe von Gewalt auszuweiten versuchten. Allerdings kamen wir zu dem Schluss, dass sich unser Missionsverständnis bis heute deutlich verändert hat. Am Ende dieses zweiten Seminartages hatten wir so das Gefühl, die negativen Assoziationen in Bezug auf die Missionsgeschichte besser einordnen zu können und genug Hintergrundwissen zu haben, wenn wir nach unserer Tätigkeit als Missionar*in gefragt werden.

Online seminar
Im Gespräch mit den Schwestern über den Laptop.

Am Freitag beschäftigten wir uns mit der franziskanischen Spiritualität. Schwester Alexa hatte dazu für uns eine sehr spannende Einheit gestaltet und uns mithilfe von kleinen Videos einen Einblick in das Leben des Heiligen Franziskus von Assisi gegeben. Dabei haben hangelten wir uns an den wichtigsten Schlüsselbegriffen in dem Leben des heiligen Franziskus entlang. So haben wir überlegt, was ‚gehorsam sein‘, ‚arm sein‘, ‚gewaltlos sein‘  und ‚Bruder und Schwester sein‘ überhaupt bedeutet. Das Auseinandersetzen mit diesen Begriffen hat uns gezeigt, wie viel in einem Begriff steckt. In der Vormittagseinheit hatten wir zudem eine Kladdenzeit und wir konnten für uns selbst überlegen, welche Rolle Gott in unserem Leben spielt und in welchen Situationen er uns begleitet. Nach der Mittagspause fand der digitale Schwesternnachmittag statt, auf den wir uns schon sehr gefreut haben. In kleinen Gruppen durften wir den Schwestern Fragen stellen. So haben wir u.a. Antworten darauf bekommen, was das Schönste am Leben im Kloster ist und was die Beweggründe für sie waren, in ein Kloster zu gehen. Am Anfang waren wir etwas zurückhaltend, aber die Schwestern waren sehr offen und so fand schon bald ein reger Austausch statt, in dem wir auch über unser eigenes Leben berichtet haben.  Auch wenn wir uns gewünscht hätten uns in Salzkotten treffen zu können, hat der Nachmittag uns allen viel Spaß bereitet.

Am nächsten Tag folgte ein ganz besonderer Seminartag. So hatten wir uns auf einen Mottotag geeinigt und dafür das Motto „Beach“ festgelegt. So versammelten wir uns alle mit Sonnenbrille und Cocktailglas vor unseren Bildschirmen. In dem morgendlichen Impuls wurde uns eine Geschichte von einem Taxifahrer vorgelesen, der eine schwer kranke Frau ins Hospiz fährt und sie auf ihren Wunsch hin die ganze Nacht in der Stadt herumfährt, um mit ihr noch einmal die Stationen ihres Lebens anzugucken. Die Geschichte hat uns alle sehr berührt und uns in das Thema dieses Tages eingeführt. So haben wir uns mit dem Thema „Helfen“ auseinandergesetzt. In einer Kladdezeit haben wir für uns überlegt, in welchen Situationen wir schon einmal geholfen haben und uns darüber in Gruppen ausgetauscht. Dabei sind wir auch zu dem Schluss gekommen, dass wir aus verschiedenen Beweggründen heraus helfen. Im Anschluss daran haben wir einen Input zu den Begriffen ‚Egoismus‘ und ‚Altruismus‘ bekommen. Zudem haben wir uns ein Video zu einem Experiment angeschaut, bei dem herausgekommen ist, dass die Hilfsbereitschaft von Menschen auch von dem Hilfeempfänger abhängt. So wurde einer gut gekleideten Frau sehr schnell geholfen, als diese stürzte, während einer obdachlosen Frau in der gleichen Situation nicht geholfen wurde. In einer weiteren Gruppenarbeit haben wir uns damit beschäftigt, was wir mit Helfern verbinden und welche Reaktionen wir von Hilfeempfängern erwarten und welche uns irritieren würden. Dabei haben wir festgestellt, dass die zu erwartenden Reaktionen sehr situationsabhängig sind und auch von dem Helfenden und seinen persönlichen Erfahrungen abhängig sein kann. Aus der Einheit haben wir vor allem mitgenommen, dass der Begriff „Helfen“ sehr vielschichtig ist, dass Helfen meistens eine Mischung aus Altruismus und Egoismus ist und dass wir uns beim Helfen manchmal von unseren Vorurteilen distanzieren müssen. Den Nachmittag ließen wir mit einem Spiel ausklingen.

Unseren letzten Seminartag starteten wir mit einem gemeinsamen digitalen Frühstück. Mit der Einheit knüpften wir an die Einheit von Samstag an. So setzten wir uns mit dem Begriff des Helfens in Bezug auf Entwicklungszusammenarbeit und Rassismus auseinander. Den Impuls starteten wir damit, dass wir jeder ein Privileg vorlasen, das wir als weiße Menschen in Deutschland haben. Nach einem Input zu den Themen Rassismus und globalem Lernen haben wir uns in einer Gruppenarbeit mit verschieden Formen von Rassismus beschäftigt: Mit Rassismus als Ideologie, als politisch institutionelle Herrschaftsstruktur und als Feindbildkonstruktion und alltägliche Diskriminierung. Zu letzterem haben wir weiter Bezug genommen, indem wir uns mit Alltagsrassismus in Form von Werbung beschäftigt haben. Es war sehr erschreckend zu sehen, wie offen Rassismus heute noch in Werbung verwendet wird.  Zudem haben wir uns in dieser Einheit mit dem White Savior Complex beschäftigt und uns in diesem Zusammenhang überlegt, welche Nachteile ein Freiwilligendienst mit sich bringen kann.

Mit dem Abschluss dieser Einheit endete unser Online-Seminar. Zum Abschluss gab es ein Stimmungsbild, indem wir uns erneut mit unserem Namen in der Berglandschaft platzierten. Es wurde deutlich, dass uns die gemeinsamen Tage geholfen haben, mit der Enttäuschung darüber, dass unser MaZ-Jahr zunächst nicht stattfinden kann, umzugehen. Während des Seminars wurden uns einige Möglichkeiten aufgezeigt, wie es nun für uns weitergehen kann und darüber werden wir uns in den nächsten Wochen weiter Gedanken machen. Am Ende dieses Seminars waren wir uns sicher, dass jede*r ihren*seinen Weg gehen wird und wir sind sehr dankbar für die Unterstützung, die wir dabei bekommen. Die Seminartage haben uns zudem gezeigt, dass zusammen beten, singen, sich mit wichtigen Themen beschäftigen und vor allem zusammen Spaß haben auch digital, v.a. dank der Mühe des gesamten MaZ-Teams, möglich ist. Trotzdem hoffen wir natürlich, dass die weiteren Seminare wieder als Präsenzseminare stattfinden und wir uns so alle wiedersehen können.

Malawi-Kulturwochenende

Malawi Kneip

Am Tretbecken schauten alle erst einmal skeptisch auf das kalte Wasser, aber dann wagten wir doch gemeinsam den Schritt ins kühle Nass und drehten unsere Runden.

Noch vor den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie trafen sich die MaZ in Vorbereitung Anfang März zum Malawi-Kulturwochenende in Salzkotten.

„Muli bwanji?“ - Das war für uns das Stichwort, mit dem wir in ein sehr spannendes und harmonisches Wochenende gestartet sind. Nachdem wir uns alle erst einmal bei einem gemeinsamen Abendbrot gestärkt hatten, wurde der Freitagabend natürlich noch genutzt, um die ersten Dinge rund um die Geschichte Malawis zu erfahren und um mit den für uns allerersten Sprachkenntnissen konfrontiert zu werden. Tatsächlich konnten wir schon bereits nach diesem Abend eine Antwort auf die Frage vom Anfang geben, die sich für uns alle erst einmal ziemlich fremd und unbekannt anhörte. „Muli bwanji?“ heißt nämlich - wie wir lernen durften – so viel wie „Wie geht es dir?“. Mit lauter neuen Informationen und Anregungen fielen wir dann aber doch am späten Abend sehr müde in unsere Betten und der ein oder andere träumte vielleicht schon davon, wie er später in Malawi sein erstes Gespräch führen wird.

Am Samstag starten wir gemeinsam mit sehr viel neuer Energie und vielen Fragen in einen sehr ereignisreichen Tag. Nach einem sehr schönen Morgenimpuls vertieften wir unsere Sprachkenntnisse und lernten, zusätzlich zu dem Grundbaukasten der Grammatik, auch einen längeren Smalltalk zu führen und uns auf einem Markt zurechtzufinden. Damit wir in Malawi später natürlich nicht verhungern und auf die wichtigsten Situationen vorbereitet sind. Nachdem uns dann das richtige Tragen der Chitenje gezeigt wurde und wir alle für den Anfang noch recht unbeholfen mit diesen langen buntbedruckten Tüchern durch die Gegend stolperten, ergab sich, als wir es uns alle in einem Sitzkreis auf dem Boden gemütlich gemacht hatten, eine sehr offene und lebendige Gesprächsrunde.

Malawi Seminar 2
Noch vor den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie trafen sich die MaZ in Vorbereitung Anfang März zum Malawi-Kulturwochenende in Salzkotten.

Alle Fragen, die sich so über die Zeit in unseren Köpfen angesammelt hatten, fanden nun Worte und wir durften viel über Verhaltensweisen, „Fettnäpfchen“ und die Menschen in Malawi lernen. Ich glaube, wir alle waren sehr froh darüber, dass wir einfach mal die Gelegenheit hatten, all das nachzufragen, was uns so auf der Seele brannte. Am Nachmittag zogen wir dann zusammen zu einem Spaziergang durch Salzkotten los und machten am Tretbecken halt. Alle schauten erst einmal skeptisch auf das kalte Wasser, aber dann wagten wir doch gemeinsam den Schritt ins kühle Nass und drehten unsere Runden durchs Tretbecken. Und genauso ist es auch mit dem Erlernen einer neuen Sprache und dem Einfinden in eine neue Kultur. Zuerst wirkt alles erst einmal unangenehm und unüberwindbar, aber wenn man die richtigen Menschen an seiner Seite hat und den ersten Schritt wagt, wird man merken, dass es vielleicht manchmal unangenehm werden kann, aber das nichts unüberwindbar ist. Ich denke, genau das ist auch der Punkt, den wir alle auf jeden Fall aus diesem Seminar mitgenommen haben.

Unser gemeinsamer Spaziergang endete schließlich am Supermarkt, wo wir alle wichtigen Lebensmittel einkauften, die wir benötigten, um am Abend ein typisches Gericht aus Malawi zu kochen. Nach dem Motto „Viele Hände, schnelles Ende“ bereiteten wir schließlich auch gemeinsam bei afrikanischer Musik das etwas außergewöhnliche Essen zu. Maisbrei mit Tomaten, Bohnen und frittierten Soja Shrimps stand als Endprodukt vor uns auf dem Tisch. Und wir alle schauten uns auch sehr verwundert an, dass - wie in Malawi normalerweise üblich - kein Besteck neben unseren Tellern lag. Das ist nämlich auch so eine Sache, die es in der malawischen Kultur selten gibt. Also aßen wir mit den Händen und ließen es uns auf diese andere Art und Weise schmecken. Nach dem Essen gab es noch einen abschließenden Abendimpuls, mit welchem der Tag aber ausnahmsweise noch nicht enden sollte. Wir saßen noch lange zusammen, spielten Werwolf und hatten die Gelegenheit, uns noch viel näher kennenzulernen.

Am Sonntag hieß es dann aber Abschied nehmen, nachdem wir noch etwas zur Kirche in Malawi gelernt hatten und unsere ersten Sprachkenntnisse in Form eines Briefes an uns selber verschriftlicht hatten. Wir alle hätten gerne noch mehr zusammen gelernt und noch mehr gemeinsame Zeit verbracht, aber nach dem Mittagessen traten wir dann - mit dem Gedanken uns hoffentlich bald wiederzusehen - dem Heimweg an.

Zum Schluss noch einmal vielen Dank an Pia und Pia, die dieses tolle Programm gestaltet haben und mit uns zusammen für ein Wochenende in die Kultur Malawis eingetaucht sind. „Zikomo!“ heißt Danke.

Carla Wiesmann, MaZ in Vorbereitung

 

Osttimor-Kulturwochenende


Osttimor WE 2020


Ende Februar haben wir uns wieder im Antoniushaus eingefunden. Dieses Wochenende haben wir mit Vorfreude erwartet: endlich mehr über diese uns noch unbekannte Kultur, von einem kaum bekannten Land, zu lernen. Beim gemeinsamen Abendbrot am Freitag konnten wir die zwei sehr sympathischen, ehemaligen MaZ`lerinnen kennenlernen und schon einige Fragen loswerden. Am Abend haben wir dann erst einmal die Fragen, Wünsche und Ziele festgehalten, die wir bei diesem Seminar thematisieren wollten. Als eine Art Einstimmung auf das, was kommt, haben uns die beiden ehemaligen Missionarinnen auf Zeit einige Eindrücke und Aufnahmen von ihrem Auslandsjahr gezeigt. Wir haben alle viel gelacht. Aber wer dachte, dass der erste Abend damit schon zu Ende ging, der irrte. Es ging ans Zahlen lernen, auf Tetum und auf Indonesisch.


Osttimor WE 2020

Am Samstag stand dann die Sprache im Fokus. Für uns beide war Tetum absolutes Neuland, aber nach ein paar Liedern und dem Erlernen der Sprachbasics, haben wir am Ende des Wochenendes auch schon einen kleinen Brief an unsere jeweilige Einsatzstelle geschrieben. Die ehemaligen MaZ`lerinnen haben uns besonders bei der Aussprache geholfen, die man so gut wie nirgendwo selbst lernen kann, da selbst das Internet dazu schweigt. Die Tetum-Kinderlieder waren amüsant, eines war z.B. ein Lied, dass nur aus Fruchtnamen bestand und zur Bruder-Jakob-Melodie gesungen wurde.


Osttimor WE 2020


Unser Abendbrot haben wir an diesem Tag selbst zubereitet und zwar ganz nach timoresischer Kultur. Und da wir ja nicht eh schon übermäßig viel zu essen bekommen haben, fiel auch dieses Abendbrot sehr üppig aus. Der Großteil der Sachen wurde frittiert und mit einer Reis-Gemüse-Basis serviert. Gegessen wurde ohne Besteck sitzend auf dem Boden, den wir mit den farbenfrohen timoresischen Stoffen (Tais) ausgelegt hatten.

Dieser sehr lustige Abend klang mit kulturellen Tänzen aus. Am Sonntag haben wir die übrigen Fragen geklärt und noch weiter Tetum gelernt, bis es dann wieder Zeit war, Abschied zu nehmen. Und obwohl wir leider nicht alle zum Seminar erscheinen konnten, war es doch unfassbar lustig und aufschlussreich. Einen herzlichen Dank an Hanna, Benita und Kathrin für dieses gelungene Wochenende.

Henrik Prahl, MaZ`ler in Vorbereitung


Erstes Seminar der MaZ 2020

maz 2020
Im Januar trafen sich die neuen MaZ im Mutterhaus und ordneten sich den Projekten zu.



Endlich war es so weit und wir fanden uns alle in Salzkotten für unser erstes Vorbereitungsseminar ein.

Zwar hatten sich ein paar von uns bereits im Dezember am Projekttag getroffen, doch insgesamt waren wir uns alle noch fremd. Um das zu ändern, starteten wir mit einigen Kennenlernspielen, in denen es nicht nur darum ging, unsere Namen zu lernen, sondern auch ein bisschen etwas über uns zu erfahren. Nachdem alle Namen weitestgehend bekannt waren, konnte die Vorbereitung so richtig losgehen. Noch am gleichen Tag stellten wir uns daher die Frage, was MaZ-Sein denn eigentlich im Allgemeinen und im Besonderen für jeden einzelnen von uns bedeutet.

Am Freitag schlossen wir mit unseren Vorstellungen für das kommende Jahr direkt an das Programm vom Vortag an. Hierbei behandelten wir sehr intensiv unsere Ängste und Sorgen. Es war beruhigend festzustellen, dass keiner von uns mit seinen Befürchtungen alleine war. Auch nahmen sich die Teamerinnen viel Zeit, ihre persönlichen Erfahrungen mit uns zu teilen und so die eine oder andere Sorge zu tilgen. Zusätzlich stand bereits die erste Orga-Einheit an, sodass an diesem zweiten Abend die Vorstellung, tatsächlich ein Jahr lang als MaZ ins Ausland zu reisen, nicht mehr so fern erschien wie noch zu Beginn des Seminars.


MaZ Seminar Januar 2
Bewegung und auch Meditation gehören beim MaZ Seminar dazu.

Nach den vielen Informationen, die wir erhalten hatten, ging der Samstag entspannt weiter. Den ganzen Vormittag über hatten wir Zeit, das Mutterhaus und den Orden der Franziskanerinnen in einer Ralley besser kennenzulernen. Besonders schön war es dabei, nicht nur das Gebäude zu erkunden, sondern auch mit den Schwestern ins Gespräch zu kommen. Wie sich später zeigte, bestand die Freude daran auf beiden Seiten. Am Nachmittag stand unsere Gruppendynamik im Vordergrund, welche wir durch das gemeinsame Lösen verschiedener Aufgaben stärkten.

Waren die vergangenen Tage schon sehr aufregend gewesen, so bildete der Sonntag doch den Höhepunkt, denn endlich stand die Projektfindung an. Obwohl es zu Beginn des Tages noch unvorstellbar erschien, dass wir am Abend alle ein Projekt gefunden haben sollten, konnten wir ihn doch, zufrieden mit unserer Entscheidung, entspannt im Meditationsraum ausklingen lassen.

Nachdem wir nun alle wussten, wohin es für uns im August gehen wird, thematisierten wir am Montag sowohl die Gesundheitsvorsorge, als auch die ersten Ideen zum Thema Fundraising.

Viel zu schnell ging auch dieser Tag vorbei, und schon bald hieß es, voneinander Abschied nehmen. Mit einer ersten To-Do-Liste im Gepäck machten wir uns alle auf die Heimreise, mit dem Wissen und der Freude, dass wir uns schon im April alle wieder treffen werden.
Judith Janz

Teamseminar 2019: Es geht wieder los

MaZ Teamerseminar 2019
Die Teamerinnen für den Vorbereitungsjahrgang 2020/21 mit Schwester Raynelda aus Malawi (Mitte) und Schwester M. Angela (rechts).

Kaum sind die „alten“ Freiwilligen heile, glücklich und mit vielen Erinnerungen beschenkt, vom Rückkehr-Seminar im September abgereist, schon trudeln die ersten Bewerbungen für MaZ 2020 in das MaZ-Büro – ein neuer Vorbereitungsjahrgang startet. Wo neue Freiwillige kommen, braucht es auch ein neues Team, darum haben sich vom 15.-17. November die Teamerinnen für den Vorbereitungsjahrgang 2020/21 getroffen. Im Vordergrund stand dabei das Neu-Kennenlernen im Team und das Ausbalancieren von Erfahrung und neuen Ideen, haben wir doch nicht nur viele alte Hasen, sondern auch ebenso viele neue, frisch-motivierte zurückgekehrte Freiwillige, die die Neuen im kommenden Jahr auf ihren Einsatz vorbereiten wollen.

Gestartet wurde am Freitagabend mit klassischen Kennlernspielen. Auch wenn alle Teamerinnen ihren eigenen Freiwilligendienst bei den Franziskanerinnen Salzkotten gemacht haben und sich daher mindestens dem Namen nach kennen, stand hier besonders der Aufbau von persönlichen Beziehungen im Vordergrund. Am Samstag wurde es dann vor allem für unsere neuen Teamerinnen spannend: Was bedeutet es, nicht mehr als Freiwillige, sondern als Autoritätsperson und Ansprechpartnerin für die neuen MaZ nach Salzkotten zu kommen? Wie gehe ich mit der Frage nach Nähe und Distanz um? Welche Aufgaben gehen mit dem Teamerin-sein einher?  Neben diesen durchaus ernsten Fragen wurde aber auch viel gelacht, mit Begeisterung diskutiert und aktiv beraten, wie der nächste Jahrgang optimal vorbereitet werden kann. Selbst den Abend haben wir produktiv verbracht und mögliches Seminarmaterial mit einer kleinen MaZtratzen-Party unter die Lupe genommen.

Das abendliche MaZtratzen-Lager
Der Sonntag stand dann wieder ganz im Zeichen des Teambuildings. Unterstützt durch Materialien des Dekanats Büren-Delbrück haben wir gemeinsam im Escape-Game den Verräter gefunden -  und das mitten im Antoniushaus! Höhepunkt war sicher auch der Besuch unserer Partnerschwestern, die zum Partnerworkshop aus Malawi nach Deutschland gekommen waren und es sich nicht nehmen ließen, sich mit dem neuen MaZ-Team zu treffen.




MaZ Rückkehrer*innen Seminar 9.9.-14.9.19

Rückkehrer2019
Wir rückgekehrten MaZ in landestypischer Fotopose.

Das Rückkehrer*innen Seminar stand an, vor etwas mehr als einem Jahr noch so weit entfernt – doch unser MaZ-Jahr im Ausland war leider schon vorbei und so trafen wir uns ein letztes Mal in unserer vertrauten Gruppe in Salzkotten. So schwer uns auch der Abschied von unseren Projekten und neu gefundenen Freund*innen fiel, so groß war auch die Wiedersehensfreude, als wir uns alle wieder in Salzkotten einfanden.

Die Freude, alle wieder zu treffen war groß. Manche hatte sich beim Zwischenseminar getroffen, viele jedoch ein ganzes Jahr nicht. Gespannt auf die Erzählungen der anderen, konnten wir wie im Zwischenseminar die Themen selber bestimmen. So von uns mitgestaltet war viel Zeit, sich über Erfahrungen und Erinnerungen des Auslandsjahres auszutauschen, aber auch verschiedene Einheiten in der ganzen Gruppe zu besprechen.

Themen waren unter anderem: Die persönliche Reflexion des Auslandsjahres, Was hilft mir loszulassen? , Wie kann ich anderen von meinem MaZ-Jahr berichten und wie kann es in Sachen MaZ bzw. weiteres Engagement für mich nun weitergehen? Außerdem diskutierten wir mögliche Reaktionen auf seltsame Fragen oder Vorurteile, mit denen der ein oder andere bereits konfrontiert worden war. Es war schön, sich in einer Gruppe wiederzufinden, in der meist ähnliche Erfahrungen gemacht worden waren und so fühlten wir uns gut verstanden und konnten Geschichten von anderen Freiwilligen mitfühlen.

Das Seminar war gefüllt von Erfahrungsaustausch und Geschichtenerzählen, für all das war ein guter Rahmen da. Ein weiteres Highlight war, dass wir einen Abend mit einer rumänischen Schwester, die gerade zu Besuch war und rumänische Tänze gelernt haben. Das hat wirklich großen Spaß gemacht!

Außerdem konnten wir uns bei einem Schwesternabend mit unseren Patenschwestern und den anderen Schwestern unterhalten. All unsere gesammelten Geschichten und Erinnerungen teilten wir nicht nur untereinander, sondern auch mit den Schwestern – und besonders unseren Patenschwestern. Einige hatten in dem Jahr Brief- oder E-Mail-Kontakt zu ihrer Patenschwester und so haben wir uns gefreut, auch diese wiederzutreffen. Wir hatten die Möglichkeit, Bilder zu zeigen und zu erzählen „Wie es denn nun eigentlich war“.

Essen maz
Für viele von uns inzwischen völlig normal, mit der Hand essen.

An unserem letzten Abend hatten wir einen Kulturabend vorbereitet. Dieser letzte gemeinsame Abend versetzte uns alle zurück in unsere Einsatzländer und besonders hier konnten wir in Erinnerungen schwelgen. Sehr schön war es aber auch, noch viel mehr aus anderen Einsatzländern zu hören und nicht wenige packte ein leichtes Reisefieber.

Außerdem hatte jedes Land etwas gekocht. Es entstand ein großes internationales Buffet. Die Möglichkeit rumänisches, indisches, malawisches, indonesisches / timoresisches und deutsches Essen an einem Abend zu verspeisen, kommt so schnell wahrscheinlich auch nicht wieder. Außerdem hatten alle noch einmal ihre typische Kleidung aus den Einsatzländern angezogen. Nach dem Essen haben wir dann noch traditionelle Tänze aus den Ländern getanzt und - wie schon die Zeit vorher - mit Quatschen verbracht.

Mit vielen neuen Eindrücken, Rezepten und Tanzschritten im Gepäck hieß es viel zu früh, schon wieder Abschied zu nehmen. Das Seminar ging, wie immer, wieder viel zu schnell vorbei. Es bleibt die Hoffnung, mit dem*der ein oder anderen Kontakt zu halten, die über ganz Deutschland hinweg verstreuten zurückgekehrten Freiwilligen und neu gewonnenen Freund*innen einmal zu besuchen oder sich zumindest beim jährlichen Sommerfest über den Weg zu laufen. Denn die MaZ-Familie in Salzkotten ist etwas Besonderes und von dem Gefühl und der Gemeinschaft nehmen wir garantiert alle etwas mit.

Zum Schluss steht ein großes DANKE von uns allen an alle, die unseren Freiwilligendienst mit all seinen wunderschönen Erlebnissen möglich gemacht haben. Auch wenn unser Einsatz nun offiziell vorbei ist, werden wir nie ganz damit abschließen.

Laura Reermann & Hannah Janz, MaZ Rückkehrerinnen

4. Vorbereitungs-Seminar im Juli 2019

Aussendungsgottedsdienst

Plötzlich war es da - unser allerletztes Vorbereitungs-Seminar, an dessen Ende ein emotionaler Abschied und ein tolles Sommerfest standen.

Ausgepowert durch schwierige Themen, wie (sexualisierte) Gewalt, Konflikt- und Krisenmanagement, Trauer und Abschied, HIV und der Frage nach der Sinnhaftigkeit von Freiwilligendiensten haben wir einen Großteil unserer Freizeit darauf verwendet, uns mit den vielen Dingen, die wir unbedingt noch planen und erledigen mussten, zu beschäftigen. Denn unsere Abschlusswoche war nicht nur geprägt von viel neuem und wichtigem Input, sondern auch von einer immer länger werdenden To-Do-Liste.

Am Ende der Woche sollten nämlich das alljährliche Sommerfest und unser Aussendungsgottesdienst möglichst schön und reibungslos über die Bühne gehen. So wurden Blumentöpfe bemalt, Sketche geschrieben und T-Shirts gebatikt. Zum Glück hat das vor allem Spaß gemacht und neben einem Besuch des Schützenfestes, gemeinsamen Gesprächsrunden und sportlicher Betätigung im Medi-Raum oder der Sälzer Lagune für den nötigen Ausgleich gesorgt. Sehr schön war auch der (Überraschungs-)Ausflug zum Vauß-Hof, ein Biobauernhof geführt von ehemaligen MaZlern. Dort haben wir nicht nur Wildkräuter gejätet und Erde auf einem Feld und auf uns verteilt, sondern sind auch Schubkarrenrennen gefahren. Da wir zuvor sehr viel Zeit in den Seminarräumen verbracht haben, tat die Arbeit an der frischen Luft trotz der Hitze wirklich gut. Eine weitere tolle Überraschung war der zweite Schwesternabend. Es sind wieder schöne Gespräche entstanden und am Ende bekamen wir alle eine oder mehrere Patenschwestern für eine Gebetspatenschaft.

Viel zu schnell stand schon der letzte Abend vor der Tür und da beim Sommerfest immer viel los ist, haben wir uns schon mal voneinander verabschiedet und schöne Worte ausgetauscht. Dann fand die finale (und einzige) Probe für den Ablauf des Gottesdienstes und der Sketche statt, die uns nicht zwangsläufig besonders positiv gestimmt hat. Dafür wurden wir dann aber von einem tollen Feuerwerk aufgeheitert, das beim Schützenfest abgefeuert wurde und für pyrotechnische Diskussionen gesorgt hat.

Am nächsten Tag wurde das Sommerfest für uns und hoffentlich auch für alle Besucher zum vollen Erfolg. Ein krönender Abschluss für die schöne Zeit der Vorbereitung! Wir haben die ganze Zeit darauf hingearbeitet, endlich ausreisen zu können und ganz bald es schon so weit.

Lena

3. Vorbereitungs-Seminar Juni 2019

3. Seminar MaZ 2019 draußen


Am 07 Juni startete für uns das dritte Vorbereitungsseminar. Die Vorfreude auf neue interessante Themen, eine schöne und entspannte Zeit – vor allem ohne viel Lernstress – und das große Wiedersehen war riesig. So stand der erste Abend überwiegend unter dem Thema Ankunft und Austausch.

Der Freitagabend war ruhig - umso aktiver begannen wir den Samstagmorgen. Egal ob mit Schwimmen in der Sälzer Lagune, Joggen oder einer Runde Yoga - wir alle starteten gut gelaunt in den Tag und waren bereit für die erste Einheit zu dem Thema Kommunikation und interkultureller Kommunikation. Unsere Teamer hatten sich wie immer viel Mühe gemacht, um uns die Themen anschaulich näher zu bringen. So ist uns allen bewusst geworden, dass es sich beim Kennenlernen neuer Menschen und Kulturen kaum verhindern lässt, die eigenen Vorurteile abzustellen. Aber durch Offenheit und vielfältige Kommunikation lassen sich die meisten Probleme und Missverständnisse gut lösen.

Am Sonntag standen dann die Themen Globales Lernen und Entwicklungsarbeit im Vordergrund. Das Wetter hatte es an diesem Tag sehr gut mit uns gemeint und so konnten wir uns draußen in Kleingruppen beispielsweise durch Rollenspiele mit den globalen Auswirkungen der Blumenindustrie auseinandersetzen. So mussten wir einen Perspektivwechsel vornehmen und wurden zum Nachdenken angeregt, wodurch wir später umso eifriger Ideen zu der Fragenstellung „Was kann ich zum Thema Nachhaltigkeit tun?“ sammelten. Nach einem schönen und lehrreichen Tag durfte abends natürlich auch die ein oder andere Runde „Werwolf“ nicht fehlen.

So brach nach dem gelungenen Abend schließlich der letzte Tag an. Durch berührende und nachdenkliche Geschichten und Videos wurde uns die Einheit Rassismus und Rassismuskritik nähergebracht. Wir alle haben dabei viel gelernt und wollen versuchen unsere Privilegien wertzuschätzen und mit gutem Beispiel voranzugehen. Nach dem letzten Orga-Block hieß es dann schon wieder Tschüss zu sagen. Uns allen ist bewusst geworden, wie schnell das Sommerfest am 20. Juli – zu dem wir alle Interessierten herzlich einladen – und damit auch unsere Ausreise näher rückt.

Lisa Grebe

72 Stunden-Aktion in Caransebes und Michelstadt

72 Stunden Partnerprojekt Caransebes

Gemeinsames Mittagessen mit den Jugendlichen in Caransebes.

Unter dem Motto „Uns schickt der Himmel“ hatten sich bei der „72-Stunden-Aktion“ viele junge Menschen vom 23. bis 26. Mai einer sozialen Aufgabe gestellt, die sie innerhalb von drei Tagen realisierten. Dazu aufgerufen hatte der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).
Seit vielen Jahren gibt es zwischen den Franziskanerinnen in Caransebes und der Pfarrei St. Sebastian in Michelstadt im Odenwaldkreis rege Beziehungen. Jugendliche aus Michelstadt besuchten schon das Kloster in Caransebes.


Zur 72-Stunden-Aktion hatten sich beide Seiten ein besonderes Projekt ausgedacht: "An zwei Orten - Michelstadt und Caransebes - Gleiches tun!" war der Titel ihrer Aktion. Dabei ging es um die folgenden Aufgaben: Fertigen von 50 Outdoor Chill Chairs, Kochen landestypischer Suppen, Einstieg in die Sprache und Videokonferenzen via Internet als Überwindung der Entfernung. Unter diesem Motto haben die Kinder-Hilfe in Caransebes und die Messdiener in Michelstadt teilgenommen. In Caransebes dabei war auch die MaZ.


Davon beichten Michelle Neuschulte (MaZ in Rumänien):
Pünktlich um 18:06 Uhr am Donnerstagabend begann „unser“ 72-h Projekt mit einer kurzen Einführung. Unser Angebot richtete sich an Kinder, die in einem der ärmeren Viertel Caransebes' wohnen. So waren die Kinder und Jugendlichen, die die Kinderhilfe/Hausaufgabenhilfe besuchen mit dabei. Zunächst holte ich die Gitarre heraus und wir sangen alle gemeinsam das erste Mal „unsere“ Hymne, die Schwester Mariana erst in der Nacht zuvor für uns geschrieben hatte. Da die Melodie sehr einprägsam war, konnten schnell alle laut mitsingen. Dann war es bereits Zeit für die erste Videokonferenz mit unserer Partnergruppe in Michelstadt, die von zwei Jugendlichen von der Kinderhilfe sowie Schwester M. Lydia unterstützt wurde. Zu unserer Freude konnten wir auf der anderen Seite des Computers neben den erwarteten Menschen auch zwei Überraschungsgäste ausmachen: Den Bürgermeister der Stadt sowie eine „Abgesandte“ des BDKJ. Alle begrüßten einander herzlich und wir wünschten uns gegenseitig viel Erfolg, schließlich sollte es am nächsten Tag mit der Arbeit losgehen.


Aber dieser Abend war noch nicht zu Ende: Zuerst stand noch das gemeinsame Abendessen bei und mit den Schwestern auf dem Plan, anschließend sollten Johanna und ich noch ein wenig Deutschunterricht erteilen. Wir beide hatten bereits zwei Wochen zuvor angefangen, unsere insgesamt drei Unterrichtsstunden vorzubereiten, aber trotzdem war ich ein wenig aufgeregt, schließlich sollten wir vor gar nicht mal so wenig Leuten Rumänisch sprechen! Da aber nach dem leckeren Abendessen alle sehr zufrieden und geduldig waren, begannen wir unseren ersten Deutschunterricht frohen Mutes und konnten den vierzehn Teilnehmern mit viel Spiel und Spaß ihre ersten deutschen Wörter entlocken. Besonders schwer tat sich die Gruppe wie erwartet mit den Lauten „ö“, „ü“ („iu?“) und „ch“. Trotzdem hatten am Ende des Abends alle „Guten Morgen“, „Guten Tag“, „Gute Nacht“ und noch einiges mehr gelernt. Zum Abschluss spielten wir Menschenmemory. Das hat der Gruppe einen solchen Spaß gemacht, dass sie auch Donnerstagabends um viertel vor zehn nach noch einer Runde verlangten.

72 Stunden Aktion in Caransebes

Lackiert werden sollten Holzteile für 50 Outdoor-Chill-Chairs.


Der zweite Tag begann dann um drei Uhr nachmittags mit dem Singen unserer Hymne. Dann begannen wir mit dem eigentlichen Projekt: Lackiert werden sollten Holzteile für 50 Outdoor-Chill-Chairs, Stühle für die Erholung draußen. Die 50 Stoffbezüge wurden währenddessen in Michelstadt zusammengenäht. Kaum wollten meine Mit-MaZ`lerin Johanna und ich uns auch jeder ein Paar Handschuhe schnappen, da wurden wir schon aufgehalten: „Nur die Jungs!“ Ach so läuft der Hase hier, Geschlechterrollen werden eingehalten. Die Männer arbeiten, was machen also die Frauen? Nein, nicht kochen. Das kommt doch erst morgen. Richtig, wir singen und spielen Ball! Ich habe es tatsächlich geschafft, mir nicht alle Finger zu brechen, das muss erwähnt werden. Gegen Abend brachen wir dann wieder gen Kindergarten auf, wo die nächste Videokonferenz stattfinden sollte. Heute hatten wir uns schon mehr zu erzählen, schließlich hatten wir den ganzen Nachmittag „geschuftet“ - vor allem die Mädchen! Auch die andere Seite erzählte von ihren Ergebnissen. Anschließend präsentierten wir noch unser einstudiertes Musikstück und ernteten tosenden Applaus - jetzt aber ehrlich!


Dann war es auch schon wieder Zeit für Sprachunterricht: nach der Wiederholung lernten wir heute die Zahlen. Dafür gingen wir zuerst die Zahlen von 1 bis 25 durch, danach spielten wir ein paar Runden Bingo. Zum Schluss erklärten wir noch kurz, wie man sagt, wie alt man ist und ließen dann jeden sein Alter verraten. Von 10 bis 19 Jahren war in unserer Gruppe alles vorhanden.


Nach dem Abendessen zeigten wir beiden MaZ`lerinnen eine Präsentation über Deutschland, die Geschichte, Kultur, Essen und Natur beinhaltete. Zurückblickend habe ich selbst dabei auch einige interessante Fakten gelernt. Die größte Herausforderung des ganzen Projektes stand uns hiermit bevor, aber mit der Hilfe von Schwester Mariana gelang es uns, einen ganz passablen Vortrag über Deutschland auf Rumänisch zu halten.

72 Stunden Aktion Stockbrot

Die Kinder und Jugendlichen in Caransebes lernten Stockbrot kennen.


Der nächste Tag begann mit dem Mittagessen. Hierzu hatten wir zuvor eine Suppe bestellt, die - wie schon befürchtet - ein wenig zu spät kam. Danach teilten wir unsere verbliebene Arbeit auf: ein paar Jungs lackierten die restlichen Holzteile, während Johanna, noch einige andere und ich mit Schwester Mariana und einem der Lehrer zum Einkaufen fuhren. Anschließend hatte ich die Ehre, Milchreis für 50 Personen zu kochen. Im Klartext hieß das also: 2 Stunden in einem Riesentopf rühren. Als ich nicht mehr konnte, weil mein Arm abzufallen drohte, bat ich einen der anderen Teilnehmer, für mich weiter zu rühren. In dieser Zeit schnippelten die anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer fleißig Gemüse, denn am nächsten Tag, dem Sonntag, sollte allen Teilnehmern und ihren Familien Linsensuppe aufgetischt werden.
Pünktlich zur Videokonferenz wurden wir fertig. Auch dieses Mal hatten wir uns viel zu erzählen und konnten stolz behaupten, alles geschafft zu haben. Auch die Michelstädter waren fertig geworden. Sie überraschten uns damit, dass sie den Text der „Hymne“ auf Deutsch übersetzt hatten und so sangen auch sie uns das Lied. Anschließend gaben wir nochmal unser Bestes, um ein wenig Deutsch zu lernen. Während ich mittags den Milchreis für den nächsten Tag zubereitet hatte, war Johanna damit beschäftigt gewesen, Stockbrotteig zu machen. So konnten wir, als es dämmerte, ein Feuerchen entfachen und den Jugendlichen zeigen, wie man Stockbrot macht. Das hatten sie in ihrem Leben noch nie gemacht. Leider ging auch dieser Abend viel zu schnell zu Ende und so blieb uns nur noch der Sonntag.


Diesen begannen wir erst relativ spät mit dem Mittagessen, zu dem wir eingeladen hatten. Leider kam von den Familien der Teilnehmer niemand, sodass wir noch eine Menge Suppe hatten, die wir in dem Viertel, aus dem die Kinder kommen, verteilen konnten. Auch von dem Milchreis blieb einiges übrig, das die Kinder mit nach Hause nahmen. Bis zur abschließenden Videokonferenz, die  auch der Bürgermeister von Caransebes besuchte, spielten wir noch einige letzte Runden, bevor wir das Projekt endgültig beendeten.


MaZ`lerin Michelle Neuschulte



2. Vorbereitungs-Seminar im April 2019


2. Seminar 2019
Begegnung beim Schwesternabend im Mutterhaus in Salzkotten.

Im März hatten bereits einige von uns angehenden MaZlern an einem Wochenende beim Kulturseminar einen ersten Einblick in die Sprache und das Essen von Malawi bzw. Indonesien/ Ost-Timor erhalten. Am 13. April kamen wir dann in Salzkotten im Schnee zum zweiten Mal wieder alle zusammen, um unserem MaZ-Einsatz 2019/20 einen Schritt näher zu kommen. Dieses Mal waren wir zum ersten Mal in voller Gruppenstärke versammelt, da Lisa unsere Truppe nun vervollständigt. Bei strahlendem Sonnenschein verstreuten wir uns am 18. April wieder in alle Himmelsrichtungen, müde, satt und sehr glücklich.

So aufregend wie das Aprilwetter war auch unsere Zeit im Kloster. Im Fokus des Seminars stand unser Glaube. Was bedeutet "Missionar auf Zeit" eigentlich? Was ist die franziskanische Spiritualität? Wie definieren wir unseren Glauben? Was bedeutet Gemeinschaft? Diesen und anderen Fragen konnten wir uns während des Seminars mit der notwendigen Ruhe widmen. Dazu hatten unsere Teamer erneut keine Mühen gescheut, uns auf spielerische, kreative und unerwartete Weise an die Themen heranzuführen. So wurde Gemeinschaft erlebbar beim Musikabend und dem Fingerfarbenmalen in der Gruppen, aber auch in Gesprächen mit den Schwestern während des Schwesternabends und beim Besuch im Altersheim St. Clara. Auch die gemeinsamen Mahlzeiten (inklusive Überraschungsgast Schwester Veronika aus Malawi!) waren schöne Gemeinschaftsmomente.

2. Seminar Bild 2
Agape-Feier auf der Anbetungsempore.

Mit einem von Schwester Alexa liebevoll gestalteten Lebensweg lernten wir, wie Franziskus zum Glauben fand und diskutierten anschließend angeregt darüber, was "arm sein" oder "gehorsam sein" bedeutet. 

Auch unseren eigenen Glauben nahmen wir genauer unter die Lupe. So beschrieben wir in einem Brief an Gott unsere persönliche Glaubensbiographie, tauschten uns in Gruppen über Definitionen von Gott aus, und kamen mit Hilfe von verschiedenen Gebetsstationen Gott näher.

Besonders gespannt sahen wir der Biographiearbeit entgegen. Einen ganzen Tag lang drehte sich dabei alles um unsere individuellen Lebensgeschichten: Was hat uns zu dem Menschen gemacht, der wir heute sind? Wir hatten den ganzen Vormittag Zeit, diese Frage künstlerisch auf einem Bogen Papier zu beantworten. Es wurde gemalt, gebastelt und sogar ein Schiff konstruiert. Am Nachmittag fanden wir uns in Kleingruppen zusammen, um über unsere Kunstwerke zu sprechen. Die Gespräche waren zum Teil zwar emotional aufwühlend, aber sehr bereichernd.

Neben ernsten Themen und lustigen Spielen blieb im Laufe unseres Seminars trotzdem genügend Zeit für Abi-Vorbereitungen, lange Gespräche und die ein oder andere Runde Werwolf.

Das Highlight am letzten Tag waren (abgesehen vom sensationellen Wetter) die heißersehnten Flugtickets, die an uns ausgeteilt wurden. Nun steht unser Ausreisetermin fest, und die Vorfreude steigt noch mehr!

Nina Herms, MaZ in Vorbereitung


Zwischenseminar in Indonesien 2019


indonesien

Vom 11.02. – 17.02.2019 fand das Zwischenseminar für Freiwillige aus dem südostasiatischen Raum in Pematangsiantar, Sumatra, Indonesien statt. Im Mutterhaus der Franziskanerinnen, FCJM Indonesien, fanden die insgesamt 13 Freiwilligen verschiedener Entsendeorganisationen und 2 Teamer des MAZ Projekts  genug Platz für eine Woche Erfahrungsaustausch.

Während unsrer Zeit in Pematangsiantar besprachen wir Herausforderungen, denen wir uns in unseren Projekten gegenüber finden und wie wir sie trotz sprachlicher und kultureller Hürden lösen können. So wurden viele verschiedene Themen an- und besprochen, um Lösungsansätze auszuarbeiten und die anderen Teilnehmer auf ähnliche Situationen vorzubereiten. Bei all der Arbeit gab es jedoch immer noch genug Zeit, sich auf persönlicher Ebene bei einem der leckeren Snacks der Schwestern auszutauschen – davon gab es wirklich reichlich! Gebratene Bananen, leckere Säfte und noch so mancherlei stellten uns die Schwestern rund um die Uhr bereit.  Es war köstlich!

Zeit zum Austausch untereinander gab es auch bei unserem Ausflug zum Lake Toba (Danau Toba), dem größten See Indonesiens und dem größten Kratersee der Welt. Auf der kleinen Insel im See, Samosir, aßen wir gemeinsam, schwammen zusammen und konnten einen Tag Auszeit genießen. Wir lernten einander besser kennen und es entstanden neue Freundschaften.

Durch die unterschiedlichen Einsatzländer (Indonesien, Thailand & Timor Leste) kam es auch zu einem kulturellen Austausch, der in Form eines bunten Kulturabends mit den Schwestern zu einer feierlichen Angelegenheit wurde. Jeder präsentierte etwas aus seinem Einsatzland, sei es Tanz, Gesang oder ein kleiner Sprachkurs. Selbst die Novizinnen der Franziskanerinnen bereicherten den Abend mit einem spontanen Tanz, bei dem wir Freiwilligen schnell einsteigen und mittanzen konnten. Alles in allem war das Seminar eine lehrreiche und spaßige Woche!

MaZ`lerin Hanna Madloch



Zwischenseminar in Malawi 2019


Malawi

Nachdem wir in unserer Einladung für das anstehende Zwischenseminar explizit dazu aufgefordert worden waren, uns nach deutscher Pünktlichkeit pünktlich am Seminarort einzufinden, waren wir alle (viel) zu früh da.

Gleich auf den ersten Blick verzauberte der Karmel, ein Gebetsort der besonderen Art, an dem unser Seminar stattfand, uns mit seiner Ruhe und Schönheit. Je nach Kondition gelangte man innerhalb weniger Minuten auf den Gipfel eines angrenzenden Berges, von dem wir auch während den Seminar-Einheiten die schöne, weite Aussicht oder Sonnenauf – und -untergänge bewundern konnten.

Zu unserer altbekannten Gruppe aus Salzkotten stießen lediglich eine andere Freiwillige aus Lilongwe sowie zwei Teamerinnen aus Deutschland dazu. Alles in allem ergab das eine tolle Truppe.

Nachdem wir alle gut angekommen waren, stellten wir einander zunächst unsere Projekte und uns selber vor. Im Laufe der Woche erarbeiteten wir immer mehr Themen, die wir selber aussuchen und mitgestalten konnten. So sprachen wir über Herausforderungen, Ansprüche, Klischees, das Leben alleine/ zu zweit/ zu dritt und vieles mehr. Bei einem Besuch von einer Mitarbeiterin der deutschen Botschaft in Malawi konnten wir außerdem mehr über die nun kommenden Wahlen in Malawi erfahren und werden diese nun natürlich mit größtem Interesse verfolgen. Im Themenblock „Endspurt“ konnte jede*r noch einmal Ideen und Motivation für das nun kommende (letzte) halbe Jahr sammeln. Auch über den kommenden Abschied wurde gesprochen, denn auch wenn wir gerade erst bei der Halbzeit angekommen sind, wird uns allen langsam, aber sicher bewusst, dass die Zeit nur so rast. So sind unsere „To–do“-Listen nun reichlich gefüllt mit Dingen, die unbedingt noch erledigt werden wollen.

Neben all den Seminareinheiten kamen auch gemeinsames Spielen, Lachen, Kraulen und natürlich Essen nicht zu kurz.  Ein kleiner Höhepunkt der Woche war unter anderem, als wir alle zusammen an den See fuhren. In Nkhotakhota verbrachten wir einen wunderschönen Tag am Strand. Nicht einmal die lange Busfahrt konnte unsere gute Laune trüben. Gemeinsam spielten wir Gesellschaftsspiele, sangen Lieder oder tauschten Geschichten aus. Ein kleines Highlight war, als wir sogar einen Elefanten (zugegeben: nur von hinten) sahen.

Am Ende der gemeinsamen Zeit trennten wir uns schweren Herzens mit den Versprechen, uns in Zukunft viel öfter zu treffen. Voll neuer Motivation und Freude sind wir jetzt wieder zurück in unseren Projekten, in denen wir herzlichst empfangen wurden. So können wir alle gespannt sein, welche Überraschungen die nächsten Monate noch für uns bereit halten.

Hannah Janz



1. Seminar 2019

1. Seminar


Als hätten sie wie die 3 Weisen aus dem Morgenland einen Stern aufgehen sehen, der sie in unbekannte Länder und damit ins Abenteuer führt: So groß war die Freude bei den MaZ`lerInnen, als sie endlich wussten, wohin sie denn die Reise im August für 1 Jahr führen wird.

Aufgeschlossen und voll froher Erwartung erlebten wir die 12 Frauen und  die 2 Männer, die sich im Sommer auf den Weg nach Malawi, Indien, Osttimor und Rumänien machen werden. Nun kann es an die konkreten Vorbereitungen gehen: Sprache lernen, Reisepass beantragen, impfen lassen. – Wir freuen uns aufs Wiedersehen im April!

Am Nachmittag erschienen ca. 40 Sternsinger mit ihren Begleitern aus der Gemeinde St. Johannes, die uns singend und betend den Segen Gottes und viel Freude ins Haus brachten.  Zunächst ging es an die Mutterhauskrippe, dann über die Stationen im Altenheim St. Clara und dann wurden die Plätzchenteller geplündert! Danke für Euer tolles Engagement!


Seminarbericht, 1. Seminar


Unser erstes Seminar fand vom 02. Januar bis zum 06. Januar statt und gab uns die Möglichkeit, einander, die Franziskanerinnen und die Projekte besser kennenzulernen. Zunächst betrachteten wir die Zielsetzung des MaZ- Programms näher und beschäftigten uns mit unseren konkreten Vorstellungen für das Jahr, wie es wohl aussehen könnte und in welchen Stimmungslagen wir uns befinden könnten. Spannende Visualisierungen von Gruppenarbeiten stellten unsere für das kommende Jahr im Einsatz so wichtige Kreativität unter Beweis.

Damit wir nicht nur das Programm, sondern auch unsere Entsendeorganisation besser kennenlernen konnten, hatten die Teamer für uns eine Klosterrallye, ein „KlostErlebnis“, geplant, bei der es sowohl um den hl. Franziskus als auch um Mutter Clara ging. Am Leben der Kongregation konnten wir auch in der Laudes oder Vesper teilnehmen. Um die Konzentration aufrecht zu erhalten, wurde während des gesamten Seminars das ein oder andere „Anschuggerle“ gespielt. Jeden Morgen und jeden Abend hatten die Teamer für uns Impulse vorbereitet und Lieder ausgesucht, die teilweise von ihnen und uns mit Instrumenten begleitet wurden.

Die Auseinandersetzung mit den Projekten war mit das Herzstück des Seminars: durch Plakate und Berichte vorheriger Generationen, aber vor Allem durch die intensiven Gespräche mit den Teamern konnten wir uns erneut mit den unterschiedlichen Orten, Aufgaben und Herausforderungen vertraut machen. Wir hinterfragten kritisch unsere Motivation, sprachen über unsere Erwartungen und teilten Ängste und Sorgen.

Am vorletzten Tag war es dann soweit: der gesamte Samstag war der Projektfindung gewidmet. Zunächst wurden die Projekte mit ihren Aufgaben „anonym“ vorgestellt, dann ging es an die Zuordnung. Die Identifikation mit dem Projekt und auch mit den jeweiligen Mitfreiwilligen verlangte sowohl Teamern als auch Teilnehmern eine Menge ab. Während der Gruppenarbeiten, den gemeinsamen Mahlzeiten und den in lockerer Runde verbrachten Abenden hatten wir uns bemüht, alle Mitfreiwilligen einigermaßen gut kennenzulernen, um ein ehrliches Urteil fällen zu können. Am Ende des Tages hatten wir alle ein Projekt gefunden, mit dem wir zufrieden waren und eine Konstellation von Mitfreiwilligen, mit denen wir uns den Dienst vorstellen könnten.

Unser vorerst letzter gemeinsamer Tag begann mit einer feierlichen heiligen Messe, bei der einige von uns als Messdiener oder Lektor mitwirkten. Nach dem Frühstück, das wir wie jede Mahlzeit zusammen mit Teamern und Schwestern in immer wieder neuen Tischgruppen bei interessanten und angeregten Gesprächen einnahmen, ging es weiter mit Organisatorischem. Da wir nun alle unsere Projekte bzw. Einsatzländer gefunden hatten, konnten wir uns konkreter mit der Gesundheitsvorsorge auseinandersetzten. Eine Schwester, die auch Ärztin ist, stellte uns die notwenigen Impfungen vor und machte uns mit diversen Verhaltensregeln vertraut. Danach sprachen wir noch über die Möglichkeiten, Spenden für den Freundeskreis zu sammeln und über unseren Einsatz zu informieren. Nachdem wir Unterschriften verteilt und To-Do-Listen bekommen hatten, aßen wir ein letztes Mal gemeinsam, räumten auf und verabschiedeten uns dann in freudiger Erwartung auf das nächste anstrengende, aber sehr schöne Seminar.


Geschrieben von Xenia Neisemeier, MaZ in Vorbereitung



Maz-Rückkehrer-Seminar 07.-13.09.2018


rueckkehrer 2018


„Wie war´s denn?“ – das ist eine Frage, die sicherlich jedem von uns, den zurückgekehrten MaZlern, schon mindestens einmal gestellt wurde. Tja, wie war´s denn, wie waren die letzten 12 Monate, die so anders waren als alles Vorherige in unseren Leben!? Wie lassen sich all diese Erlebnisse, Erfahrungen und Dinge, die wir über uns selbst gelernt haben, nur in eine möglichst knappe und für das Gegenüber zufriedenstellende Antwort (ver-)packen?

Seit rund 2 Monaten sind wir, die MaZler des Jahrgangs 2017/18, nun wieder zurück in Deutschland. Bereits in dieser Zeit ist schon viel passiert bzw. haben uns viele Themen beschäftigt, doch als wir uns Mitte September nach einem Jahr alle wieder in Salzkotten trafen, ging es neben Anekdoten und Gedanken rund um das Ankommen vor allem natürlich auch um all die Erfahrungen, die jeder von uns im Einsatz gemacht hat.

Wie schon bei den Zwischenseminaren, lag es an uns Freiwilligen, die Themen des Seminars zu bestimmen und einen Wochenplan zu erstellen. Wenig überraschend war es dann auch sehr schnell ein großer Haufen an Themen, mit denen sich mehr oder weniger jeder von uns vor allem in der letzten Zeit sehr stark beschäftigt/auseinandergesetzt hat.

„Wie kann ich mich weiterhin engagieren?“, „Wie prägt das Jahr meinen Alltag hier in Deutschland?“, „Wie berichte ich eigentlich am besten von meinem Jahr?“, „Was nehme ich für mich ganz persönlich aus der vergangenen Zeit mit?“ – diese und noch viele weitere Themen standen neben dem „allgemeinen“ und ständigen Austausch im Mittelpunkt unseres Seminares.


rückkerer 2


Besonders schön für alle Beteiligten war sicherlich wieder der Begegnungsabend mit den Schwestern. Nicht selten wurden wir MaZler von unseren Patenschwestern mit einem Lächeln und den Worten „Ich habe alle Ihre Berichte gelesen. Toll, was Sie da so erlebt haben.“ begrüßt und beim gemütlichen Beisammensitzen wurde an diesem Abend noch manche Geschichte erzählt und Fotos gezeigt.

Am letzten Abend machten wir uns dann alle noch einmal auf die große Reise. Es ging nach Indien, Indonesien und Malawi – allerdings „nur“ kulinarisch und durch verschiedenste Fotos und Videos, die wir uns gegenseitig zeigten. Bei Chai (indischer Tee), bakwan (indonesisches, frittierte Teigfladen mit Gemüse) und Mandasi (malawische Donuts/frittierte süße Teigbällchen) machten wir es uns gemütlich, stellten uns gegenseitig unsere Projekte vor und erzählten einige Dinge, die wir im vergangenen Jahr so erlebt hatten. Auch dieser Austausch war sehr schön und sicherlich auch sehr interessant für alle Beteiligten.

Am nächsten Tag hieß es dann, schon wieder Abschied nehmen. Nach einigen Tagen mit „Gleichgesinnten“, die die ein oder andere Reaktion/Einstellung noch einmal besser verstehen und nachvollziehen können als Freunde und Familie zuhause, ging es für jeden von uns wieder in Richtung Heimat.

Doch mit Sicherheit werden wir uns noch einmal bei der einen oder anderen Gelegenheit in Salzkotten wiedersehen und auch dann wieder viel zu erzählen haben.

Miriam Günther, MaZ-Rückkehrerin


MaZ-Aussendung 2018

aussendung

Aussendungsgottesdienst in der Mutterhauskirche.




Nach 2 Monaten, in denen nun alle ihre Abiturprüfungen bestanden hatten, trafen wir uns, mehr oder weniger pünktlich, zu unserem letzten Seminar vor unserer Ausreise in Salzkotten wieder. Nachdem wir uns als Gruppe endlich wieder gesammelt hatten, starteten wir hoch motiviert in die ersten Einheiten. Diese befassten sich mit den Themen der globalen Entwicklung und forderten uns MazlerInnen heraus, einen Perspektivwechsel zu starten, welcher uns durch die Petersprojektion der Weltkarte noch einmal zum Denken anregte.

Weiter ging es mit zwei sehr schwierigen Themen, HIV/Aids und sexualisierter Gewalt, die uns von den Teamern sehr behutsam durch kleine Spielchen und Übungen nahegelegt wurden, sodass wir nun für diese Themen sensibilisiert sind. Eine weitere Einheit drehte sich um ein wesentliches Element unseres Einsatzes: das Berichteschreiben. In den nächsten Tagen erwarteten uns viele Inhalte zur Stressbewältigung und zum Umgang mit Gefahrensituationen im Einsatzland. Worauf wir in unserem MaZ-Jahr aber auch achten müssen, ist der Kontakt zwischen uns, der Entsendeorganisation (also den Franziskanerinnen Salzkotten) und den Partnern vor Ort.




Während der gesamten Woche hatten wir sehr gutes Wetter und konnten viele Einheiten auch in den schönen Garten des Mutterhauses verlegen und somit kräftig Sonne tanken. Auch für den mysteriösen Ausflug am Mittwoch war das Wetter perfekt. Dieser ging nicht wie erwartet in den Kletterwald oder zum Wasserskifahren, sondern zu dem nahegelegenen Vauß-Hof. Dieser Bio-Bauernhof wird von ehemaligen MazlerInnen geleitet und achtet auf eine nachhaltige Lebensweise, wie z.B. möglichst effiziente Energiegewinnung/-verwertung und die Wiederverwertung von altem Baumaterial. Bei einer riesigen LKW-Ladung an Altholz durften wir sogar selber Hand anlegen, was uns Schweiß, aber auch viel Freude einbrachte und uns als Gruppe noch mehr stärkte. Total beeindruckt von dem Leben auf dem Hof brachen wir am Abend wieder auf in das schöne Salzkotten. Leider erwarteten uns dort noch die gefürchteten Sprachtests, die sich im Endeffekt als gar nicht so schwer erwiesen und die jeder direkt bestand.



Das Thema, das wir Freiwilligen schon die ganze Woche im Kopf hatten, war der Abschied sowohl untereinander als auch von unseren Familien und Freunden und wurde am Ende der Woche thematisiert. Gerade aber der Abschied unter uns MazlerInnen, Teamern und Schwestern fiel nicht leicht, da wir uns in der gesamten Vorbereitungszeit sehr ans Herz gewachsen sind und uns zu einer starken Gruppe entwickelt haben. Am Samstag wäre keine Zeit geblieben, deshalb verlegten wir diesen Abschied schon auf den Freitag, sodass wir in Ruhe jeder und jedem intensiv „Auf Wiedersehen“ sagen konnten.

Und nun war es soweit: das lang ersehnte Sommerfest und unsere Aussendungsfeier, auf welches wir schon lange hin fieberten und uns intensiv vorbereiteten, stand vor der Tür. Nachdem bereits am Freitag jede Ecke des Mutterhauses glänzte, durch harte Arbeit jedes Mazlers und jeder Schwester, startete der Aussendungsgottesdienst am Samstag um 10 Uhr in der Mutterhauskirche. Das Kloster war voll mit unseren Familien, Freunden, Zurückgekehrten und Schwestern. Es war sehr emotional und schön. Zwischen dem vielen Essen gab es immer wieder die Gelegenheit, in den Austausch mit anderen MaZ-Eltern zu kommen und noch die letzten Fragen mit Zurückgekehrten zu klären. Ein rundes Ende bildete unser Programmabschluss, in dem wir unseren Familien und Freunden unseren Vorbereitungsweg näherlegten. Abschließend verabschiedeten wir uns von den letzten Schwestern und Teamern und machten uns auf den Weg nach Hause. Dort warten nur noch wenige Wochen auf uns, bevor unser großes Abenteuer im Ausland starten kann.

Zum Schluss gilt besonders unseren Teamern und Schwestern, die uns seit einem halben Jahr bei der Vorbereitung begleiten, ein riesiges Dankeschön. Durch Menschen wie euch kann das Projekt immer weiterleben.

von Paula Kruse und Henrik Joost



„Zeugnisse gelebten Christseins“

Erzbischof Becker beim Treffen der Missionare aus dem Erzbistum und der „Missionare auf Zeit“


maz Gruppe

Die Missionarinnen und Missionare aus dem Erzbistum Paderborn sowie die Missionare auf Zeit mit Erzbischof Hans-Josef Becker, Generalvikar Alfons Hardt und Weihbischof Matthias König. (Foto: pdp/ Ronald Pfaff)

Paderborn. Am Libori-Mittwoch, dem Tag der Orden und Missionare, ist es eine bewährte Tradition, dass sich Erzbischof Hans-Josef Becker und Generalvikar Alfons Hardt mit den aus dem Erzbistum Paderborn stammenden Missionarinnen und Missionaren treffen. Dabei tauschen sie sich aus über die Situation der Kirche in den fernen Ländern, in denen die Frauen und Männer wirken. Beim Gespräch sind auch „Missionare auf Zeit“ mit dabei.

Die Missionarinnen und Missionare gäben einen Geschmack von der Botschaft Jesu, freute sich Erzbischof Hans-Josef Becker, denn auch unter widrigen Bedingungen lebe die Hoffnung, gespeist durch die Botschaft des Evangeliums. Auch die „Missionare auf Zeit“ ließen sich von diesem Geschmack anstecken. Beeindruckt zeigte sich der Erzbischof von den Berichten der Missionare und hob hervor, dass es für ihn in der Liboriwoche ganz besonders wichtig sei, aus den unterschiedlichen Ländern Zeugnisse gelebten Christseins zu hören. Weihbischof Matthias König, Bischofsvikar für Aufgaben der Weltkirche und Weltmission im Erzbistum Paderborn, und Ulrich Klauke, Leiter des Referates Weltmission-Entwicklung-Frieden im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn, begrüßten die Gäste beim Treffen im Seniorenzentrum „Westphalenhof“.

Der in Arnsberg geborene Pater Ulrich Schlecht (Steyer Missionare) berichtete über die angespannte Situation auf den Philippinen. Er, der auf den Philippinen selbst geweiht wurde und daher ein Kenner des Landes ist, sieht die Entwicklung mit nachdenklichem Blick. Schwester Winfried Fockele, die aus Paderborn stammt und seit 1957 in Südafrika lebt, erläuterte die Arbeit vom Guest House Mariannhill. Eine schwierige Lage erlebt auch Pater Ha.-Jo. Lohre in Mali mit Blick auf Terrororganisationen, die wie Krebszellen viele kleine Einheiten gebildet hätten: „Hier haben viele Angst, ihren Glauben zu zeigen.“ Ein Prozent der Gesamtbevölkerung sind in Mali katholisch. Pater Ferdinand Tillmann, gebürtig aus Finnentrop-Bamenohl, leitete das Priesterseminar in Uganda. Er sei sehr dankbar und zufrieden mit dieser Aufgabe seit vielen Jahrzehnten. Rund 1.500 Geistliche gäbe es im Land und die Lernenden seien sehr wissbegierig. Die Sorge im Land sei die Armut: „Es gibt Geschäfte im Land, die alles haben, aber den Leuten fehlt das Geld zum Kauf.“

Es waren vertreten: Sr. Winfried Fockele CPS (Südafrika), Elke Rischmüller (Mexiko), Pater Ulrich Schlecht (Philippinen), Maria Lourdes Mariano (Philippinen), Pater Ha.-Jo. Lohre (Mali), Pater Ferdinand Tillmann (Uganda), Pater Meinolf Kraft (Tansania), Sr. Johanna Hoffmann (Brasilien), Sr. Beata Senski (Brasilien), Sr. Myrian Pereira (Angola), Sr. Maria Luzia Bett (Angola), Sr. Rosemary Keisler OP (Sambia), Markus Woettki (früher Uganda), Pater Johannes Tappeser (Uganda).

Missionare auf Zeit (Einsatzorte): Christian Dierkes (Argentinien), David Wennemaring (Sambia), Andreas Riedl (Ägypten), Milena Landschütz (Namibia), Maike Mewes (Malawi), Sonja Schwiddessen (Bolivien), Lena Kamp (Indonesien), Pia Bünger (Malawi), Dominik Müller (Senegal),Fabian Weber (Chile), Christof Graf (Bolivien), Darja Wolfmeier (Madagaskar).


MaZ Bericht vom 4. Seminar

MaZ 4. Seminar


Rund 5 Monate nach dem letzten gemeinsamen Seminar war es soweit: Alle Mazler kamen wieder freudig nach Salzkotten, neugierig darauf, was sie wohl erwarten wird.

Uns erwartete der heilige Franziskus. Wir lernten viel über sein Leben und seine Ansichten, wobei klar wurde, dass die Grundsätze, denen er sich stellte, uns helfen können, mit unseren Mitmenschen und unserer Umwelt umzugehen.
Spielerisch und doch ernst kamen wir auf die Themen Kommunikation und kulturelle Vorurteile zu sprechen, aber auch dass die Spiritualität Hilfe und Stütze sein kann. Wir erkannten, dass jeder Dinge anders auffasst, nicht nur im Gespräch, sondern auch seinen Glauben. Sehr eindrucksvoll war besonders der Freitagnachmittag, den wir in der Klosterkirche verbrachten; jeder für sich in Stille bei Gott.

Letzten Endes wurde jedem von uns bewusst, wie nah wir unserem Einsatz sind, als wir die letzten formalen Vorbereitungen mit den Teamern angingen. Die Freude auf die Projekte ist nun bei jedem größer als zuvor und auch die Freude auf unser letztes Seminar im Sommer mit unserem Sommerfest am 21.07.2018, zu dem wir jeden Interessierten herzlich einladen!  

vierte Seminar 2
Begegnung mit den älteren Ordensschwestern.


Besuch der MaZ-Teamer in Rumänien 23.-29.03.2018

Basar Rumänien
Spontan organisierten die MaZ-Teamer (rechts) einen Basar am Haus der Schwestern in Caransebes.


Schw. M. Hiltrud hatte es an unserem letzten Abend in Rumänien in einer kleinen Rede auf den Punkt gebracht: Sie dankte den 7 mitgefahrenen MaZ-Teamern für ihr Engagement in unserer Kongregation, indem sie die MaZ-Seminare vorbereiten, die neuen MaZ`ler in ihrem Einsatz begleiten und dafür viel Zeit investieren und z.T. lange Anreisen nach Salzkotten auf sich nehmen. Sie dankte auch für das aufmerksame Interesse an Rumänien, das den MaZ`lern oft nur als Randprojekt neben den anderen exotischeren Einsatzländern erscheint. So sollte diese Fahrt mit den MaZ-Teamer, unseren beiden MaZ-Reverse-Schwestern und mir „ein kleines Dankeschön“ für die z.T. jahrelange Unterstützung unserer Gemeinschaft sein. Zudem sollte die Reise den Teamern eine Sensibilität für die Armut mitten in Europa geben und ein verstärktes Augenmerk auf diesen MaZ-Einsatzort werfen. Eine zweite Gruppe wird dann Ende Oktober 2018 mit Schw. M. Alexa unterwegs sein.

Den vollständigen Bericht von Schwester M. Alexandra gibt es hier zum Download:

Bericht aus Rumänien


MaZ Forever Wochenende - 15 Jahre MaZ in Salzkotten

MaZ Forever
19 zurückgekehrte MaZlerInnen aus den verschiedenen Jahrgängen trafen sich in Salzkotten.


Vom 06.04. bis 08.04.2018 fanden sich 19 zurückgekehrte MaZlerInnen aus den verschiedenen Jahrgängen in Salzkotten ein. Gemeinsam sollte das Wochenende unter dem Motto „Fremde, der, die, das – wer es wagt, hat Spaß“ gestaltet werden. Neben inhaltlichen Anregungen und Austausch zu den Themen „faszinierendes Fremdes“, „Befremdliches“ und „Fremdenfeindlichkeit“ blieben auch Spiel und Spaß nicht auf der Strecke. So gab es z.B. beim Handycap-Fußball großes Gelächter.

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Das diesjährige Jubiläum „15 Jahre MaZ in Salzkotten“ wurde außerdem am Samstagabend mit Köstlichkeiten und Geschichten aus den Einsatzländern gefeiert. Wieder einmal wurde deutlich, wie die MaZ'lerInnen noch heute – ein paar Jahre nach dem MaZ-Einsatz – mit den Schwestern, dem Kloster und untereinander verbunden sind. Nun freuen wir uns auf ein Wiedersehen beim Katholikentag in Münster und beim diesjährigen Sommerfest mit Aussendung der neuen MaZ`lerInnen am 21. Juli.

die zurückgekehrten MaZ`lerinnen Ruth Lammers & Laura Küstermeier

 

MaZ 2017 / 2018: Zwischenseminar in Malawi

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Gruppenfoto der Freiwilligen und Teamer mit dem Franziskanerpater Sebastian

„Das können doch unmöglich schon sechs Monate gewesen sein!?“ – bereits kurz nach der Ankunft im Carmel (unserer Unterkunft für die Woche vom 19. – 26. März; nahe Kasungu, Malawi) war klar, dass nicht nur wir MaZ-ler aus Salzkotten, sondern auch die Freiwilligen anderer Organisatio-nen (insgesamt waren wir 20 weltwärts-Freiwillige), die mit uns gemeinsam beim Zwischenseminar waren, uns diese Frage momentan sehr häufig und voller Verwunderung stellen. Ja, es ist wirklich schon ein halbes Jahr, das wir hier in Malawi (bzw. Mosambik) in den verschie-densten Projekten und an völlig unterschiedlichen Orten mit-leben, -beten und –arbeiten. Ein hal-bes Jahr, das an keinem von uns spurlos vorbeigegangen ist, ein halbes Jahr in dem wir viel gelernt haben (vor allem über uns selbst), in dem sich so Vieles verändert hat, ein halbes Jahr mit Höhen und Tiefen, ein halbes Jahr, für dessen Erfahrungen wir einfach nur dankbar sein können…

Und, wie sicherlich nachvollziehbar ist, ist es für uns Freiwilligen unheimlich wichtig all das einmal zu reflektieren und sich dabei über manche Dinge noch einmal ganz anders klar/bewusst zu werden. Genau aus diesem Grund ist das Zwischenseminar zur „Halbzeit“ unserer Zeit im Ausland auch ein so fester Bestandteil des weltwärts-Dienstes.

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Die drei Teamerinnen Julia B., Sophia D., Anna B., Sr. Agatha, Sr. Constanzia in Ludzi auf dem Weg zur Farm.


Ein Hauptteil unserer gemeinsamen (Seminar-) Zeit nahm der Austausch ein. Uns allen tat es gut einmal mit anderen Freiwilligen über die gemachten Erfahrungen zu sprechen und verschiedenste Ansichten zu vergleichen. Anders als noch in den Vorbereitungsseminaren war die Themenfindung dieses Mal ganz uns Frei-willigen überlassen. „Das Team“ (bestehend aus Schw. M. Alexa und den Rückkehrerinnen Anne, Julia und Sophia) unterstütze uns zwar und leitete die einzelnen Einheiten, doch die Entscheidung was besprochen und wie sehr es thematisiert werden sollte, lag ganz bei uns. So ging es während der Seminarwoche nicht nur um „allgemeine“ Themen wie Entwicklungszu-sammenarbeit oder die Projektvorstellungen, sondern es wurde schnell auch sehr persönlich bzw. auf einzelne Ansichten/Meinungen/Erfahrungen und Gefühle bezogen: „Wie ist unser Zusammen-leben im Projekt?“, „Bin ich zufrieden mit dem Verlauf des ersten halben Jahres?“, „Wie gehe ich mit Momenten eines Kulturshocks um bzw. hatte/habe ich überhaupt einen?“, „Wie geht es mir, wenn ich über den Abschied (sowohl von Freun-den und Familie in Deutschland, als auch den neu gewonnenen Bekannten hier in Malawi/Mosambik) nachdenke – wovor habe ich eventuell Angst?“ – um nur einige Beispiele für Fragen zu nennen, die uns während des Seminars beschäftigten.

Doch natürlich ging es nicht nur darum, uns in den Einheiten auszutauschen. Auch während der ge-meinsamen Mahlzeiten und unserer freien Zeit begleiteten uns Erzählungen und Berichte anderer Freiwilliger. Es tat gut, sich einmal über verschiedenste Dinge austauschen zu können und dabei vielleicht auch noch einmal mit ganz neuen Sicht- und Denkweisen angeregt zu werden. Uns alle verbinden bis zu einem gewissen Punkt die gleichen Erlebnisse und das schweißt eine Gruppe, auch wenn wir alle (sowohl in Deutschland als auch hier im Einsatz) aus völlig unterschiedlichen Regio-nen und (sozialen/kulturellen/familiären) Hintergründen kommen, natürlich ungemein zusammen.

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Besuch im Dzaleka Flüchtligscamp.

Ein gemeinsames Erlebnis, das uns alle auch jetzt im Nachhinein noch sehr beschäftigt, ist der „Ausflug“ ins Geflüchtetencamp „Dzaleka“ (= in etwa „(dort wo) alles stoppt“). Obwohl wir nun alle seit sechs Monaten in Malawi leben und in gewisser Weise mit der hier (vor-)herrschenden Kultur heimisch geworden sind, war es doch noch einmal etwas ganz Anderes Menschen zu begegnen, die aus anderen Ländern hierhin kommen (und dabei Hilfe und Schutz in einem der ärmsten Länder der Welt suchen!).

Und was bleibt nun nach einer gemeinsamen Woche voller Austausch und Reflexion? Ich denke ich kann da für alle Freiwilligen aus unserer Gruppe sprechen, dass uns die gemeinsame Zeit wieder neue Kraft und Energie für unsere Arbeit gegeben hat. Gestärkt mit noch mehr Motivation und dem Wissen, dass wir mit unseren Problemen/Schwierigkeiten und Fragen nicht alleine sind, sind wir nun mittlerweile alle wieder in unsere Projekte und den dortigen Alltag zurückgekehrt und bereit für weitere fünf Monate voller (neuer) Erfahrungen und Erlebnisse.

Miriam Günther; MaZ-lerin in Guilleme, Malawi



2. Vorbereitungsseminar vom 02. - 06.01.2018 in Salzkotten


MaZ 2. Seminar
Teambildung am Franziskusbrunnen.


06.01.2018, Bahnhof Salzkotten, zwei MaZler blicken vor ihrem Abschied noch einmal zurück auf das vergangene Vorbereitungsseminar: „War ich vielleicht aufgeregt, als ich vor vier Tagen hier am Bahnhof angekommen bin! Zum einen euch anderen MaZler wieder zu sehen und dann natürlich wegen der Projektfindung! Aber die Teamer haben uns noch ganze schön lange zittern lassen. Was haben wir in den Tagen davor eigentlich alles gemacht?“

„Wir waren auf jeden Fall pünktlich zum Kaffetrinken da und durften direkt in den Genuss von herrlichem Klosteressen kommen. Ein Wunder, dass wir jetzt nicht zurück kugeln. Danach haben wir doch über dem Begriff „Missionar“ gesprochen.“

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Begegnung mit den Schwestern im Franziskushaus.

„Ja stimmt, das ist ja auch echt wichtig, weil wir als Missionare auf Zeit ausreisen werden. Das war dann am Abend auch noch mal am Rande Thema, als wir uns mit einigen Schwestern der Gemeinschaft ausgetauscht haben und sie alles fragen durften, was uns schon immer zum Thema „Kloster“ interessiert hat.“

„Schon lustig, ich hatte den Eindruck, dass die Schwestern wegen der Projektfindung teilweise sogar noch aufgeregter waren als wir: andauernd wurden wir gefragt, wo wir nun hingehehen, beziehungsweise hinwollen.“

„Stimmt, und die Schwestern haben sich so gefreut, uns kennenzulernen. Das war echt schön! Wie auch der restliche Abend, den wir als Gruppe genossen haben. Wir kennen uns nun ja schon recht gut und hatten uns viel zu erzählen: von Weihnachten und Silvester, und was uns eben noch so alles einfiel. Der Gesprächsstoff ist uns jedenfalls nicht ausgegangen über die Tage. Und 'Werwolf' Spielen ist schon zu einer Tradition geworden bei uns.“

„Oh, und dann am Mittwoch stand „Gruppenfindung“ auf dem Programm. Weißt du noch, wie kalt, stürmisch und regnerisch es da war? Und wir waren draußen! In einigen kleinen Spielen mussten wir als Gruppe zusammenarbeiten und vor allem zusammenhalten.“

„Ja, das war am Mittwoch, aber erst mal haben wir eine Einheit über 'Reflexion' gemacht und verschiedene Arten der Reflexion kennengelernt. Denk dran, es ist wichtig, sich dafür Zeit zu nehmen, nicht nur während unseres Einsatzes! Und das mit der Gruppenfindung haben wir doch echt gut gemacht! Trotz des kalten Windes und diverser Erfrierungen schafften wir es auch beim gefühlt 100sten Versuch, noch optimistisch zu bleiben, die anderen anzufeuern und selbst unser Bestes zu geben. Schlussendlich hatten wir viel Spaß und jeder einzelne kann stolz auf seine Leistung sein!“

„Ja, du hast Recht. Später hatten wir noch eine Einheit zum Thema 'Fundrasing', bei dem wir uns mit dem Thema Spenden und wie wir welche sammeln können beschäftigt haben. Aber für welches Projekt, wussten wir immer noch nicht. Um das herauszufinden, mussten wir uns am nächsten Tag auch erst mal mit uns selbst auseinandersetzen.“

„Am Donnerstag hieß es nämlich: 'Biografiearbeit'. Und so musste sich jeder die Frage stellen: 'Wer bin ich?' Den gesamten Vormittag hatten wir Zeit, alles, was uns ausmacht, auf einem Plakat darzustellen, zum Beispiel mit Hilfe der Metapher eines Baumes.“

„Da sind einige wirklich kreativ geworden. Was ich da alles gesehen habe: Respekt! Nach dem Mittagessen haben wir uns dann in Kleingruppen von je vier Leuten und einigen Teamern zusammengesetzt und uns jeweils vorgestellt. Dabei bekam jeder einzelne viel Verständnis und Vertrauen entgegengebracht und konnte sich der Gruppe ganz öffnen, obwohl wir uns alle ja eigentlich noch kaum kannten. So kamen auch Dinge zu Tage, mit denen man überhaupt nicht gerechnet hat.“

„Ja, und zum Schluss bekam jeder von uns von jeder Person in seiner Gruppe einen Wunsch auf einen kleinen Zettel geschrieben. Das fand ich echt wunderschön, da jeder Wunsch gut zu einem selbst passt und damit direkt ins Herz ging.“

„Und dann...dann endlich war es soweit: Der heiß ersehnte Freitag! Teils sehr nervös, teils tiefenentspannt traten wir ihm entgegen, gespannt, wo wir am Ende landen würden.“

„Es war spannend! Zunächst bekamen wir eine länderneutrale Projektvorstellung, nach der wir uns unsere favorisierten Projekte heraussuchten. Erst dann wurden die Länder zu den Projekten aufgedeckt. Wir bekamen Zeit, noch einmal andere Projekte anzusehen und ganz auf unseren Bauch und unser Herz zu hören.“

Und danach haben uns die Teamer in stundenlanger Arbeit mit viel Fingerspitzengefühl „umhergeschoben“, bis jeder bei einem Projekt saß, in dem er sich wohlfühlte.“

„Dieser Prozess kostete nicht nur viel Geduld und Nerven, sondern auch Zeit, sodass der Tag danach schon vorbei war. Wir waren nach so viel Aufregung total ausgelaugt, aber auch unendlich glücklich.“

„Da wir nun endlich wussten, wohin die Reise gehen wird, haben wir uns schon mal mit Hilfe kleiner Theaterszenen mit allen möglichen Krankheiten und deren Prophylaxe beschäftigt, damit wir auch alle gesund und munter wieder zurückkommen.“

„Und schon hieß es wieder Koffer packen, aufräumen und abfahren. Ich bin schon ein bisschen traurig, dass wir uns als gesamte Gruppe erst wieder im Mai sehen werden.“

„Ja, das kann ich verstehen, aber andererseits war diese Woche wirklich intensiv und ich freue mich auf Zuhause! Ich kann alles noch gar nicht ganz glauben.“

„Das stimmt, aber in der kommenden Zeit wird sich alles langsam setzen – und vielleicht realisieren wir ja dann, dass es wirklich soweit ist und wir in 'unsere' Projekte gehen.“
Hannah J. / Anna B.



Neue MaZ 2018 / 2019


neue MaZ 2018

Salzkotten.
Mit einem ersten gemeinsamen Wochenende im Mutterhaus in Salzkotten begann für die neuen Missionarinnen und Missionare auf Zeit (MaZ) die Vorbereitungszeit. Nach mehreren Vorbereitungseinheiten werden sie dann im Sommer 2018 zu ihren Einsatzorten reisen. Bis dahin steht ihnen eine intensive Vorbereitungszeit bevor. Beim ersten Wochenende standen unter anderem das gegenseitige Kennenlernen und organisatorische Fragen im Vordergrund. Mehr zum MaZ-Projekt der Franziskanerinnen Salzkotten: www.maz.fcjm.de



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