Maz-Rückkehrer-Seminar 07.-13.09.2018


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„Wie war´s denn?“ – das ist eine Frage, die sicherlich jedem von uns, den zurückgekehrten MaZlern, schon mindestens einmal gestellt wurde. Tja, wie war´s denn, wie waren die letzten 12 Monate, die so anders waren als alles Vorherige in unseren Leben!? Wie lassen sich all diese Erlebnisse, Erfahrungen und Dinge, die wir über uns selbst gelernt haben, nur in eine möglichst knappe und für das Gegenüber zufriedenstellende Antwort (ver-)packen?

Seit rund 2 Monaten sind wir, die MaZler des Jahrgangs 2017/18, nun wieder zurück in Deutschland. Bereits in dieser Zeit ist schon viel passiert bzw. haben uns viele Themen beschäftigt, doch als wir uns Mitte September nach einem Jahr alle wieder in Salzkotten trafen, ging es neben Anekdoten und Gedanken rund um das Ankommen vor allem natürlich auch um all die Erfahrungen, die jeder von uns im Einsatz gemacht hat.

Wie schon bei den Zwischenseminaren, lag es an uns Freiwilligen, die Themen des Seminars zu bestimmen und einen Wochenplan zu erstellen. Wenig überraschend war es dann auch sehr schnell ein großer Haufen an Themen, mit denen sich mehr oder weniger jeder von uns vor allem in der letzten Zeit sehr stark beschäftigt/auseinandergesetzt hat.

„Wie kann ich mich weiterhin engagieren?“, „Wie prägt das Jahr meinen Alltag hier in Deutschland?“, „Wie berichte ich eigentlich am besten von meinem Jahr?“, „Was nehme ich für mich ganz persönlich aus der vergangenen Zeit mit?“ – diese und noch viele weitere Themen standen neben dem „allgemeinen“ und ständigen Austausch im Mittelpunkt unseres Seminares.


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Besonders schön für alle Beteiligten war sicherlich wieder der Begegnungsabend mit den Schwestern. Nicht selten wurden wir MaZler von unseren Patenschwestern mit einem Lächeln und den Worten „Ich habe alle Ihre Berichte gelesen. Toll, was Sie da so erlebt haben.“ begrüßt und beim gemütlichen Beisammensitzen wurde an diesem Abend noch manche Geschichte erzählt und Fotos gezeigt.

Am letzten Abend machten wir uns dann alle noch einmal auf die große Reise. Es ging nach Indien, Indonesien und Malawi – allerdings „nur“ kulinarisch und durch verschiedenste Fotos und Videos, die wir uns gegenseitig zeigten. Bei Chai (indischer Tee), bakwan (indonesisches, frittierte Teigfladen mit Gemüse) und Mandasi (malawische Donuts/frittierte süße Teigbällchen) machten wir es uns gemütlich, stellten uns gegenseitig unsere Projekte vor und erzählten einige Dinge, die wir im vergangenen Jahr so erlebt hatten. Auch dieser Austausch war sehr schön und sicherlich auch sehr interessant für alle Beteiligten.

Am nächsten Tag hieß es dann, schon wieder Abschied nehmen. Nach einigen Tagen mit „Gleichgesinnten“, die die ein oder andere Reaktion/Einstellung noch einmal besser verstehen und nachvollziehen können als Freunde und Familie zuhause, ging es für jeden von uns wieder in Richtung Heimat.

Doch mit Sicherheit werden wir uns noch einmal bei der einen oder anderen Gelegenheit in Salzkotten wiedersehen und auch dann wieder viel zu erzählen haben.

Miriam Günther, MaZ-Rückkehrerin


MaZ-Aussendung 2018

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Aussendungsgottesdienst in der Mutterhauskirche.




Nach 2 Monaten, in denen nun alle ihre Abiturprüfungen bestanden hatten, trafen wir uns, mehr oder weniger pünktlich, zu unserem letzten Seminar vor unserer Ausreise in Salzkotten wieder. Nachdem wir uns als Gruppe endlich wieder gesammelt hatten, starteten wir hoch motiviert in die ersten Einheiten. Diese befassten sich mit den Themen der globalen Entwicklung und forderten uns MazlerInnen heraus, einen Perspektivwechsel zu starten, welcher uns durch die Petersprojektion der Weltkarte noch einmal zum Denken anregte.

Weiter ging es mit zwei sehr schwierigen Themen, HIV/Aids und sexualisierter Gewalt, die uns von den Teamern sehr behutsam durch kleine Spielchen und Übungen nahegelegt wurden, sodass wir nun für diese Themen sensibilisiert sind. Eine weitere Einheit drehte sich um ein wesentliches Element unseres Einsatzes: das Berichteschreiben. In den nächsten Tagen erwarteten uns viele Inhalte zur Stressbewältigung und zum Umgang mit Gefahrensituationen im Einsatzland. Worauf wir in unserem MaZ-Jahr aber auch achten müssen, ist der Kontakt zwischen uns, der Entsendeorganisation (also den Franziskanerinnen Salzkotten) und den Partnern vor Ort.




Während der gesamten Woche hatten wir sehr gutes Wetter und konnten viele Einheiten auch in den schönen Garten des Mutterhauses verlegen und somit kräftig Sonne tanken. Auch für den mysteriösen Ausflug am Mittwoch war das Wetter perfekt. Dieser ging nicht wie erwartet in den Kletterwald oder zum Wasserskifahren, sondern zu dem nahegelegenen Vauß-Hof. Dieser Bio-Bauernhof wird von ehemaligen MazlerInnen geleitet und achtet auf eine nachhaltige Lebensweise, wie z.B. möglichst effiziente Energiegewinnung/-verwertung und die Wiederverwertung von altem Baumaterial. Bei einer riesigen LKW-Ladung an Altholz durften wir sogar selber Hand anlegen, was uns Schweiß, aber auch viel Freude einbrachte und uns als Gruppe noch mehr stärkte. Total beeindruckt von dem Leben auf dem Hof brachen wir am Abend wieder auf in das schöne Salzkotten. Leider erwarteten uns dort noch die gefürchteten Sprachtests, die sich im Endeffekt als gar nicht so schwer erwiesen und die jeder direkt bestand.



Das Thema, das wir Freiwilligen schon die ganze Woche im Kopf hatten, war der Abschied sowohl untereinander als auch von unseren Familien und Freunden und wurde am Ende der Woche thematisiert. Gerade aber der Abschied unter uns MazlerInnen, Teamern und Schwestern fiel nicht leicht, da wir uns in der gesamten Vorbereitungszeit sehr ans Herz gewachsen sind und uns zu einer starken Gruppe entwickelt haben. Am Samstag wäre keine Zeit geblieben, deshalb verlegten wir diesen Abschied schon auf den Freitag, sodass wir in Ruhe jeder und jedem intensiv „Auf Wiedersehen“ sagen konnten.

Und nun war es soweit: das lang ersehnte Sommerfest und unsere Aussendungsfeier, auf welches wir schon lange hin fieberten und uns intensiv vorbereiteten, stand vor der Tür. Nachdem bereits am Freitag jede Ecke des Mutterhauses glänzte, durch harte Arbeit jedes Mazlers und jeder Schwester, startete der Aussendungsgottesdienst am Samstag um 10 Uhr in der Mutterhauskirche. Das Kloster war voll mit unseren Familien, Freunden, Zurückgekehrten und Schwestern. Es war sehr emotional und schön. Zwischen dem vielen Essen gab es immer wieder die Gelegenheit, in den Austausch mit anderen MaZ-Eltern zu kommen und noch die letzten Fragen mit Zurückgekehrten zu klären. Ein rundes Ende bildete unser Programmabschluss, in dem wir unseren Familien und Freunden unseren Vorbereitungsweg näherlegten. Abschließend verabschiedeten wir uns von den letzten Schwestern und Teamern und machten uns auf den Weg nach Hause. Dort warten nur noch wenige Wochen auf uns, bevor unser großes Abenteuer im Ausland starten kann.

Zum Schluss gilt besonders unseren Teamern und Schwestern, die uns seit einem halben Jahr bei der Vorbereitung begleiten, ein riesiges Dankeschön. Durch Menschen wie euch kann das Projekt immer weiterleben.

von Paula Kruse und Henrik Joost



„Zeugnisse gelebten Christseins“

Erzbischof Becker beim Treffen der Missionare aus dem Erzbistum und der „Missionare auf Zeit“


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Die Missionarinnen und Missionare aus dem Erzbistum Paderborn sowie die Missionare auf Zeit mit Erzbischof Hans-Josef Becker, Generalvikar Alfons Hardt und Weihbischof Matthias König. (Foto: pdp/ Ronald Pfaff)

Paderborn. Am Libori-Mittwoch, dem Tag der Orden und Missionare, ist es eine bewährte Tradition, dass sich Erzbischof Hans-Josef Becker und Generalvikar Alfons Hardt mit den aus dem Erzbistum Paderborn stammenden Missionarinnen und Missionaren treffen. Dabei tauschen sie sich aus über die Situation der Kirche in den fernen Ländern, in denen die Frauen und Männer wirken. Beim Gespräch sind auch „Missionare auf Zeit“ mit dabei.

Die Missionarinnen und Missionare gäben einen Geschmack von der Botschaft Jesu, freute sich Erzbischof Hans-Josef Becker, denn auch unter widrigen Bedingungen lebe die Hoffnung, gespeist durch die Botschaft des Evangeliums. Auch die „Missionare auf Zeit“ ließen sich von diesem Geschmack anstecken. Beeindruckt zeigte sich der Erzbischof von den Berichten der Missionare und hob hervor, dass es für ihn in der Liboriwoche ganz besonders wichtig sei, aus den unterschiedlichen Ländern Zeugnisse gelebten Christseins zu hören. Weihbischof Matthias König, Bischofsvikar für Aufgaben der Weltkirche und Weltmission im Erzbistum Paderborn, und Ulrich Klauke, Leiter des Referates Weltmission-Entwicklung-Frieden im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn, begrüßten die Gäste beim Treffen im Seniorenzentrum „Westphalenhof“.

Der in Arnsberg geborene Pater Ulrich Schlecht (Steyer Missionare) berichtete über die angespannte Situation auf den Philippinen. Er, der auf den Philippinen selbst geweiht wurde und daher ein Kenner des Landes ist, sieht die Entwicklung mit nachdenklichem Blick. Schwester Winfried Fockele, die aus Paderborn stammt und seit 1957 in Südafrika lebt, erläuterte die Arbeit vom Guest House Mariannhill. Eine schwierige Lage erlebt auch Pater Ha.-Jo. Lohre in Mali mit Blick auf Terrororganisationen, die wie Krebszellen viele kleine Einheiten gebildet hätten: „Hier haben viele Angst, ihren Glauben zu zeigen.“ Ein Prozent der Gesamtbevölkerung sind in Mali katholisch. Pater Ferdinand Tillmann, gebürtig aus Finnentrop-Bamenohl, leitete das Priesterseminar in Uganda. Er sei sehr dankbar und zufrieden mit dieser Aufgabe seit vielen Jahrzehnten. Rund 1.500 Geistliche gäbe es im Land und die Lernenden seien sehr wissbegierig. Die Sorge im Land sei die Armut: „Es gibt Geschäfte im Land, die alles haben, aber den Leuten fehlt das Geld zum Kauf.“

Es waren vertreten: Sr. Winfried Fockele CPS (Südafrika), Elke Rischmüller (Mexiko), Pater Ulrich Schlecht (Philippinen), Maria Lourdes Mariano (Philippinen), Pater Ha.-Jo. Lohre (Mali), Pater Ferdinand Tillmann (Uganda), Pater Meinolf Kraft (Tansania), Sr. Johanna Hoffmann (Brasilien), Sr. Beata Senski (Brasilien), Sr. Myrian Pereira (Angola), Sr. Maria Luzia Bett (Angola), Sr. Rosemary Keisler OP (Sambia), Markus Woettki (früher Uganda), Pater Johannes Tappeser (Uganda).

Missionare auf Zeit (Einsatzorte): Christian Dierkes (Argentinien), David Wennemaring (Sambia), Andreas Riedl (Ägypten), Milena Landschütz (Namibia), Maike Mewes (Malawi), Sonja Schwiddessen (Bolivien), Lena Kamp (Indonesien), Pia Bünger (Malawi), Dominik Müller (Senegal),Fabian Weber (Chile), Christof Graf (Bolivien), Darja Wolfmeier (Madagaskar).


MaZ Bericht vom 4. Seminar

MaZ 4. Seminar


Rund 5 Monate nach dem letzten gemeinsamen Seminar war es soweit: Alle Mazler kamen wieder freudig nach Salzkotten, neugierig darauf, was sie wohl erwarten wird.

Uns erwartete der heilige Franziskus. Wir lernten viel über sein Leben und seine Ansichten, wobei klar wurde, dass die Grundsätze, denen er sich stellte, uns helfen können, mit unseren Mitmenschen und unserer Umwelt umzugehen.
Spielerisch und doch ernst kamen wir auf die Themen Kommunikation und kulturelle Vorurteile zu sprechen, aber auch dass die Spiritualität Hilfe und Stütze sein kann. Wir erkannten, dass jeder Dinge anders auffasst, nicht nur im Gespräch, sondern auch seinen Glauben. Sehr eindrucksvoll war besonders der Freitagnachmittag, den wir in der Klosterkirche verbrachten; jeder für sich in Stille bei Gott.

Letzten Endes wurde jedem von uns bewusst, wie nah wir unserem Einsatz sind, als wir die letzten formalen Vorbereitungen mit den Teamern angingen. Die Freude auf die Projekte ist nun bei jedem größer als zuvor und auch die Freude auf unser letztes Seminar im Sommer mit unserem Sommerfest am 21.07.2018, zu dem wir jeden Interessierten herzlich einladen!  

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Begegnung mit den älteren Ordensschwestern.


Besuch der MaZ-Teamer in Rumänien 23.-29.03.2018

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Spontan organisierten die MaZ-Teamer (rechts) einen Basar am Haus der Schwestern in Caransebes.


Schw. M. Hiltrud hatte es an unserem letzten Abend in Rumänien in einer kleinen Rede auf den Punkt gebracht: Sie dankte den 7 mitgefahrenen MaZ-Teamern für ihr Engagement in unserer Kongregation, indem sie die MaZ-Seminare vorbereiten, die neuen MaZ`ler in ihrem Einsatz begleiten und dafür viel Zeit investieren und z.T. lange Anreisen nach Salzkotten auf sich nehmen. Sie dankte auch für das aufmerksame Interesse an Rumänien, das den MaZ`lern oft nur als Randprojekt neben den anderen exotischeren Einsatzländern erscheint. So sollte diese Fahrt mit den MaZ-Teamer, unseren beiden MaZ-Reverse-Schwestern und mir „ein kleines Dankeschön“ für die z.T. jahrelange Unterstützung unserer Gemeinschaft sein. Zudem sollte die Reise den Teamern eine Sensibilität für die Armut mitten in Europa geben und ein verstärktes Augenmerk auf diesen MaZ-Einsatzort werfen. Eine zweite Gruppe wird dann Ende Oktober 2018 mit Schw. M. Alexa unterwegs sein.

Den vollständigen Bericht von Schwester M. Alexandra gibt es hier zum Download:

Bericht aus Rumänien


MaZ Forever Wochenende - 15 Jahre MaZ in Salzkotten

MaZ Forever
19 zurückgekehrte MaZlerInnen aus den verschiedenen Jahrgängen trafen sich in Salzkotten.


Vom 06.04. bis 08.04.2018 fanden sich 19 zurückgekehrte MaZlerInnen aus den verschiedenen Jahrgängen in Salzkotten ein. Gemeinsam sollte das Wochenende unter dem Motto „Fremde, der, die, das – wer es wagt, hat Spaß“ gestaltet werden. Neben inhaltlichen Anregungen und Austausch zu den Themen „faszinierendes Fremdes“, „Befremdliches“ und „Fremdenfeindlichkeit“ blieben auch Spiel und Spaß nicht auf der Strecke. So gab es z.B. beim Handycap-Fußball großes Gelächter.

MaZ_foreever

Das diesjährige Jubiläum „15 Jahre MaZ in Salzkotten“ wurde außerdem am Samstagabend mit Köstlichkeiten und Geschichten aus den Einsatzländern gefeiert. Wieder einmal wurde deutlich, wie die MaZ'lerInnen noch heute – ein paar Jahre nach dem MaZ-Einsatz – mit den Schwestern, dem Kloster und untereinander verbunden sind. Nun freuen wir uns auf ein Wiedersehen beim Katholikentag in Münster und beim diesjährigen Sommerfest mit Aussendung der neuen MaZ`lerInnen am 21. Juli.

die zurückgekehrten MaZ`lerinnen Ruth Lammers & Laura Küstermeier

 

MaZ 2017 / 2018: Zwischenseminar in Malawi

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Gruppenfoto der Freiwilligen und Teamer mit dem Franziskanerpater Sebastian

„Das können doch unmöglich schon sechs Monate gewesen sein!?“ – bereits kurz nach der Ankunft im Carmel (unserer Unterkunft für die Woche vom 19. – 26. März; nahe Kasungu, Malawi) war klar, dass nicht nur wir MaZ-ler aus Salzkotten, sondern auch die Freiwilligen anderer Organisatio-nen (insgesamt waren wir 20 weltwärts-Freiwillige), die mit uns gemeinsam beim Zwischenseminar waren, uns diese Frage momentan sehr häufig und voller Verwunderung stellen. Ja, es ist wirklich schon ein halbes Jahr, das wir hier in Malawi (bzw. Mosambik) in den verschie-densten Projekten und an völlig unterschiedlichen Orten mit-leben, -beten und –arbeiten. Ein hal-bes Jahr, das an keinem von uns spurlos vorbeigegangen ist, ein halbes Jahr in dem wir viel gelernt haben (vor allem über uns selbst), in dem sich so Vieles verändert hat, ein halbes Jahr mit Höhen und Tiefen, ein halbes Jahr, für dessen Erfahrungen wir einfach nur dankbar sein können…

Und, wie sicherlich nachvollziehbar ist, ist es für uns Freiwilligen unheimlich wichtig all das einmal zu reflektieren und sich dabei über manche Dinge noch einmal ganz anders klar/bewusst zu werden. Genau aus diesem Grund ist das Zwischenseminar zur „Halbzeit“ unserer Zeit im Ausland auch ein so fester Bestandteil des weltwärts-Dienstes.

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Die drei Teamerinnen Julia B., Sophia D., Anna B., Sr. Agatha, Sr. Constanzia in Ludzi auf dem Weg zur Farm.


Ein Hauptteil unserer gemeinsamen (Seminar-) Zeit nahm der Austausch ein. Uns allen tat es gut einmal mit anderen Freiwilligen über die gemachten Erfahrungen zu sprechen und verschiedenste Ansichten zu vergleichen. Anders als noch in den Vorbereitungsseminaren war die Themenfindung dieses Mal ganz uns Frei-willigen überlassen. „Das Team“ (bestehend aus Schw. M. Alexa und den Rückkehrerinnen Anne, Julia und Sophia) unterstütze uns zwar und leitete die einzelnen Einheiten, doch die Entscheidung was besprochen und wie sehr es thematisiert werden sollte, lag ganz bei uns. So ging es während der Seminarwoche nicht nur um „allgemeine“ Themen wie Entwicklungszu-sammenarbeit oder die Projektvorstellungen, sondern es wurde schnell auch sehr persönlich bzw. auf einzelne Ansichten/Meinungen/Erfahrungen und Gefühle bezogen: „Wie ist unser Zusammen-leben im Projekt?“, „Bin ich zufrieden mit dem Verlauf des ersten halben Jahres?“, „Wie gehe ich mit Momenten eines Kulturshocks um bzw. hatte/habe ich überhaupt einen?“, „Wie geht es mir, wenn ich über den Abschied (sowohl von Freun-den und Familie in Deutschland, als auch den neu gewonnenen Bekannten hier in Malawi/Mosambik) nachdenke – wovor habe ich eventuell Angst?“ – um nur einige Beispiele für Fragen zu nennen, die uns während des Seminars beschäftigten.

Doch natürlich ging es nicht nur darum, uns in den Einheiten auszutauschen. Auch während der ge-meinsamen Mahlzeiten und unserer freien Zeit begleiteten uns Erzählungen und Berichte anderer Freiwilliger. Es tat gut, sich einmal über verschiedenste Dinge austauschen zu können und dabei vielleicht auch noch einmal mit ganz neuen Sicht- und Denkweisen angeregt zu werden. Uns alle verbinden bis zu einem gewissen Punkt die gleichen Erlebnisse und das schweißt eine Gruppe, auch wenn wir alle (sowohl in Deutschland als auch hier im Einsatz) aus völlig unterschiedlichen Regio-nen und (sozialen/kulturellen/familiären) Hintergründen kommen, natürlich ungemein zusammen.

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Besuch im Dzaleka Flüchtligscamp.

Ein gemeinsames Erlebnis, das uns alle auch jetzt im Nachhinein noch sehr beschäftigt, ist der „Ausflug“ ins Geflüchtetencamp „Dzaleka“ (= in etwa „(dort wo) alles stoppt“). Obwohl wir nun alle seit sechs Monaten in Malawi leben und in gewisser Weise mit der hier (vor-)herrschenden Kultur heimisch geworden sind, war es doch noch einmal etwas ganz Anderes Menschen zu begegnen, die aus anderen Ländern hierhin kommen (und dabei Hilfe und Schutz in einem der ärmsten Länder der Welt suchen!).

Und was bleibt nun nach einer gemeinsamen Woche voller Austausch und Reflexion? Ich denke ich kann da für alle Freiwilligen aus unserer Gruppe sprechen, dass uns die gemeinsame Zeit wieder neue Kraft und Energie für unsere Arbeit gegeben hat. Gestärkt mit noch mehr Motivation und dem Wissen, dass wir mit unseren Problemen/Schwierigkeiten und Fragen nicht alleine sind, sind wir nun mittlerweile alle wieder in unsere Projekte und den dortigen Alltag zurückgekehrt und bereit für weitere fünf Monate voller (neuer) Erfahrungen und Erlebnisse.

Miriam Günther; MaZ-lerin in Guilleme, Malawi



2. Vorbereitungsseminar vom 02. - 06.01.2018 in Salzkotten


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Teambildung am Franziskusbrunnen.


06.01.2018, Bahnhof Salzkotten, zwei MaZler blicken vor ihrem Abschied noch einmal zurück auf das vergangene Vorbereitungsseminar: „War ich vielleicht aufgeregt, als ich vor vier Tagen hier am Bahnhof angekommen bin! Zum einen euch anderen MaZler wieder zu sehen und dann natürlich wegen der Projektfindung! Aber die Teamer haben uns noch ganze schön lange zittern lassen. Was haben wir in den Tagen davor eigentlich alles gemacht?“

„Wir waren auf jeden Fall pünktlich zum Kaffetrinken da und durften direkt in den Genuss von herrlichem Klosteressen kommen. Ein Wunder, dass wir jetzt nicht zurück kugeln. Danach haben wir doch über dem Begriff „Missionar“ gesprochen.“

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Begegnung mit den Schwestern im Franziskushaus.

„Ja stimmt, das ist ja auch echt wichtig, weil wir als Missionare auf Zeit ausreisen werden. Das war dann am Abend auch noch mal am Rande Thema, als wir uns mit einigen Schwestern der Gemeinschaft ausgetauscht haben und sie alles fragen durften, was uns schon immer zum Thema „Kloster“ interessiert hat.“

„Schon lustig, ich hatte den Eindruck, dass die Schwestern wegen der Projektfindung teilweise sogar noch aufgeregter waren als wir: andauernd wurden wir gefragt, wo wir nun hingehehen, beziehungsweise hinwollen.“

„Stimmt, und die Schwestern haben sich so gefreut, uns kennenzulernen. Das war echt schön! Wie auch der restliche Abend, den wir als Gruppe genossen haben. Wir kennen uns nun ja schon recht gut und hatten uns viel zu erzählen: von Weihnachten und Silvester, und was uns eben noch so alles einfiel. Der Gesprächsstoff ist uns jedenfalls nicht ausgegangen über die Tage. Und 'Werwolf' Spielen ist schon zu einer Tradition geworden bei uns.“

„Oh, und dann am Mittwoch stand „Gruppenfindung“ auf dem Programm. Weißt du noch, wie kalt, stürmisch und regnerisch es da war? Und wir waren draußen! In einigen kleinen Spielen mussten wir als Gruppe zusammenarbeiten und vor allem zusammenhalten.“

„Ja, das war am Mittwoch, aber erst mal haben wir eine Einheit über 'Reflexion' gemacht und verschiedene Arten der Reflexion kennengelernt. Denk dran, es ist wichtig, sich dafür Zeit zu nehmen, nicht nur während unseres Einsatzes! Und das mit der Gruppenfindung haben wir doch echt gut gemacht! Trotz des kalten Windes und diverser Erfrierungen schafften wir es auch beim gefühlt 100sten Versuch, noch optimistisch zu bleiben, die anderen anzufeuern und selbst unser Bestes zu geben. Schlussendlich hatten wir viel Spaß und jeder einzelne kann stolz auf seine Leistung sein!“

„Ja, du hast Recht. Später hatten wir noch eine Einheit zum Thema 'Fundrasing', bei dem wir uns mit dem Thema Spenden und wie wir welche sammeln können beschäftigt haben. Aber für welches Projekt, wussten wir immer noch nicht. Um das herauszufinden, mussten wir uns am nächsten Tag auch erst mal mit uns selbst auseinandersetzen.“

„Am Donnerstag hieß es nämlich: 'Biografiearbeit'. Und so musste sich jeder die Frage stellen: 'Wer bin ich?' Den gesamten Vormittag hatten wir Zeit, alles, was uns ausmacht, auf einem Plakat darzustellen, zum Beispiel mit Hilfe der Metapher eines Baumes.“

„Da sind einige wirklich kreativ geworden. Was ich da alles gesehen habe: Respekt! Nach dem Mittagessen haben wir uns dann in Kleingruppen von je vier Leuten und einigen Teamern zusammengesetzt und uns jeweils vorgestellt. Dabei bekam jeder einzelne viel Verständnis und Vertrauen entgegengebracht und konnte sich der Gruppe ganz öffnen, obwohl wir uns alle ja eigentlich noch kaum kannten. So kamen auch Dinge zu Tage, mit denen man überhaupt nicht gerechnet hat.“

„Ja, und zum Schluss bekam jeder von uns von jeder Person in seiner Gruppe einen Wunsch auf einen kleinen Zettel geschrieben. Das fand ich echt wunderschön, da jeder Wunsch gut zu einem selbst passt und damit direkt ins Herz ging.“

„Und dann...dann endlich war es soweit: Der heiß ersehnte Freitag! Teils sehr nervös, teils tiefenentspannt traten wir ihm entgegen, gespannt, wo wir am Ende landen würden.“

„Es war spannend! Zunächst bekamen wir eine länderneutrale Projektvorstellung, nach der wir uns unsere favorisierten Projekte heraussuchten. Erst dann wurden die Länder zu den Projekten aufgedeckt. Wir bekamen Zeit, noch einmal andere Projekte anzusehen und ganz auf unseren Bauch und unser Herz zu hören.“

Und danach haben uns die Teamer in stundenlanger Arbeit mit viel Fingerspitzengefühl „umhergeschoben“, bis jeder bei einem Projekt saß, in dem er sich wohlfühlte.“

„Dieser Prozess kostete nicht nur viel Geduld und Nerven, sondern auch Zeit, sodass der Tag danach schon vorbei war. Wir waren nach so viel Aufregung total ausgelaugt, aber auch unendlich glücklich.“

„Da wir nun endlich wussten, wohin die Reise gehen wird, haben wir uns schon mal mit Hilfe kleiner Theaterszenen mit allen möglichen Krankheiten und deren Prophylaxe beschäftigt, damit wir auch alle gesund und munter wieder zurückkommen.“

„Und schon hieß es wieder Koffer packen, aufräumen und abfahren. Ich bin schon ein bisschen traurig, dass wir uns als gesamte Gruppe erst wieder im Mai sehen werden.“

„Ja, das kann ich verstehen, aber andererseits war diese Woche wirklich intensiv und ich freue mich auf Zuhause! Ich kann alles noch gar nicht ganz glauben.“

„Das stimmt, aber in der kommenden Zeit wird sich alles langsam setzen – und vielleicht realisieren wir ja dann, dass es wirklich soweit ist und wir in 'unsere' Projekte gehen.“
Hannah J. / Anna B.



Neue MaZ 2018 / 2019


neue MaZ 2018

Salzkotten.
Mit einem ersten gemeinsamen Wochenende im Mutterhaus in Salzkotten begann für die neuen Missionarinnen und Missionare auf Zeit (MaZ) die Vorbereitungszeit. Nach mehreren Vorbereitungseinheiten werden sie dann im Sommer 2018 zu ihren Einsatzorten reisen. Bis dahin steht ihnen eine intensive Vorbereitungszeit bevor. Beim ersten Wochenende standen unter anderem das gegenseitige Kennenlernen und organisatorische Fragen im Vordergrund. Mehr zum MaZ-Projekt der Franziskanerinnen Salzkotten: www.maz.fcjm.de



MaZ-Partner-Workshop mit den Mentoren aus den Einsatzländern


Partnerworkshop 2017
Austausch beim MaZ-Partnerworkshop.

Ende Oktober / Anfang November fand der MaZ-Partnerworkshop statt, an dem 29 Partner - Priester, Brüder, Ordensfrauen - aus 9 Ländern teilnahmen, ebenso viele Teilnehmer aus den deutschen Entsendeorganisationen. Die Organisation des Workshops hatte der BDKJ Rottenburg-Stuttgart übernommen. Dieser Workshop wurde über ein Jahr lang organisiert. In Länder- und Sprach- oder Entsende-/ Partnerorganisationsgruppen sowie im Plenum tauschten wir uns über den gesamten Freiwilligendienst aus, einschließlich über die Rolle eines Mentors, das Auswahlverfahren von Freiwilligen sowie die Vorbereitungs- und Nachbereitungszeit der MaZ`ler. Vollständiger Bericht als PDF.


MaZ-Team steht in den Startlöchern

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Der Spaß kam beim MaZ-Teamer-Wochenende in Salzkotten nicht zur kurz.


Teamer-Wochenende 2017 in Salzkotten

Wer sind wir und was machen wir hier eigentlich? Das waren die beiden Ausgangsfragen beim Teamer-Wochenende 2017 mit erfahrenen und neuen Teamern, zurückgekehrten MaZ und Schwestern. Dabei ging es im Oktober darum, das nächste Jahr der MaZ-Begleitung in Salzkotten vorzubereiten.

Zunächst sollten sich die Mitglieder unseres großen und über weite Teile Deutschlands verstreuten Teams genauer kennen lernen. Wer kommt woher und aus welcher Lebenssituation? Welche Geschichte, welche Fähigkeiten, welche Herausforderungen bringt ein/e jede/r mit? Und warum brennt jede/r einzeln/e für MaZ, auf der Welt und in Salzkotten?

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Das MaZ-Team 2017 / 2018 mit Schwester M. Alexandra Völzke (5.v.l.) und Schwester M. Alexa Furmaniak (4.v.r.).


Zwar kennen wir uns im Team bereits aus unterschiedlichen Konstellationen der letzten Seminare. Allerdings stehen auf den Seminaren die neuen oder frisch zurückgekehrten MaZ im Vordergrund, sodass für den persönlichen Kontakt zwischen den Teamern wenig Platz ist. Bewusst haben wir uns daher die Zeit genommen, über Jahrgänge und bereits vorhandene Beziehungen hinweg ein neues Gruppengefühl aufzubauen, das auch die neuen Teamer miteinbezieht. In verschiedenen Spielen zum Kennenlernen und zur Zusammenarbeit in der Gruppe, im Austausch miteinander und durch eine von Schwester Alexa und Schwester Alexandra liebevoll vorbereitete Einheit zur eigenen Biographie konnte ein gutes Fundament gelegt werden. Darauf kann die gemeinsame Seminararbeit und Begleitung der Freiwilligen im nächsten Jahr aufbauen. Schöne Augenblicke ergaben sich auch im „MaZ-Zuhause Salzkotten“, während der gemeinsamen Mahlzeiten mit den Schwestern des Noviziats, durch verschiedene neue „Anschuggerle“ und gemeinsame Impulse.

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Bei schönem Wetter fanden die gemeinsamen Impulse auch im Garten statt.

Den Rest des Wochenendes nutzten wir, um einen Blick darauf zu werfen, was das Ziel unserer MaZ-Arbeit sein soll: Was sollen unsere Freiwilligen aus ihrer Vorbereitung, ihrem MaZ-Einsatz und aus der Begleitung durch das Team mitnehmen? Wir erstellten eine Übersicht, die von Gemeinschaft-Erleben und der Entwicklung zur Reflexionsfähigkeit über interkulturelle Sensibilität und Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben bis hin zu Spaß und Vertrauen untereinander reichte. Es war es für uns eine wertvolle Erfahrung, unsere Hauptanliegen zu konkretisieren und festzuhalten. Anschließend tauschten wir uns darüber aus, was wir als Team dafür tun können, unsere Ziele zu erreichen, wie die Arbeit im Team und mit den Freiwilligen funktionieren soll und welche Rahmenbedingungen wir für eine gelingende Vorbereitung brauchen. Damit auch an diesem Tag der Spaß nicht zu kurz kam, verbrachten wir den Abend damit, gemeinsam aus zufällig ausgewählten, mitgebrachten Zutaten ein Überraschungsessen zu kochen - was zum Erstaunen einiger auch tatsächlich sehr gut schmeckte!

Bevor wir wieder nach Hause fuhren, fand noch ein Blick auf die Seminartermine und Einheiten statt. Nach allen inhaltlichen Überlegungen war zum Abschluss des Seminars klar, dass wir uns jetzt noch besser kennen und wissen, was wir uns für unsere neuen und für die zurückgekehrten MaZ wünschen und wie wir dies gemeinsam erreichen können. Jetzt fehlen uns nur noch unsere neuen MaZ! Das Team steht in den Startlöchern und freut sich auf die bald dazukommenden neuen Mitglieder in „unserer MaZ-in-Salzkotten-Familie“.

MaZ-Teamerin Kathrin Oel


MaZ 2016 / 2017 beim Rückkehrerseminar


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Spaß und Wiedersehensfreude beim Rückkehrerseminar für die MaZ 2016 / 2017.


Wenn man ein Jahr in einem anderen Land, mit einer anderen Kultur und einer anderen Sprache lebt, dann gibt es natürlich sehr viel zu erzählen und auszutauschen. Und mit wem könnte man sich besser austauschen, als Gleichgesinnten, die ähnliches erlebt und ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Das war einer der Gründe, warum wir 16 frisch zurückgekehrten MaZ'lerinnen uns vier Wochen nach unserer Rückkehr aus Indien, Malawi, Osttimor und Indonesien im Mutterhaus trafen. Eine Woche hatten wir Zeit um uns über Themen auszutauschen, die uns während unseres Einsatzes aber besonders jetzt unmittelbar nach unserer Rückkehr beschäftigten.

Wie auch beim Zwischenseminar in unseren jeweiligen Einsatzländern, standen auch bei diesem Seminar unsere Bedürfnisse im Vordergrund und so erstellten wir mit Hilfe der Teamer und Schwester Alexa einen Wochenplan mit den Themen, die uns am meisten auf der Seele brannten. Jeden Abend konnten jeder der wollte zur Teamerrunde dazu stoßen, um den nächsten Tag methodisch mit vorzubereiten und seine Wünsche mit einzubringen.


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Viel zu berichten hatten die zurückgekehrten Missionarinnen und Missionare auf Zeit im Mutterhaus.


Wie kann ich richtig los lassen und ankommen ohne zu vergessen?Was hat mich besonders geprägt? Inwieweit habe ich mich verändert? Welche Werte sind mir wichtig geworden? Und wie kann ich mich weiter sozial engagieren? Das waren die Schwerpunkte mit denen wir uns beschäftigten. Damit der Austausch nicht zu kurz kam, machten wir zwischen den Einheiten Spaziergänge und verbrachten die Pausen und Abende zusammen.

An einem Tag beschäftigten wir uns damit, wie wir am besten von unserem Jahr erzählen können ohne zum Beispiel die Frage “Wie war es?“mit einem “Ja, war super“ stehen zu lassen. Und um diese Methoden gleich anzuwenden, trafen wir uns einen Abend mit unseren Patenschwestern, mit denen wir während unseres Einsatzes Briefkontakt hielten und von denen wir in ihre Gebete mit eingeschlossen wurden. Es war für alle ein gelungener Abend und ein sehr schöner Austausch.

Am letzten Abend durften wir uns nochmal in unser Einsatzland versetzen und etwas für den Kulturabend vorbereiten. Am Ende standen Masala chai ( Tee) und Puri (eine Art Fladenbrot) aus Indien, Mandasi (eine Art Donut) aus Malawi sowie Fisch und gebratene Nudeln aus Indonesien auf dem Tisch. Spätestens bei den traditionellen Liedern und Tänzen der einzelnen Länder war jede von uns für einen kurzen Moment wieder in ihr Land zurück versetzt.

Am nächsten Tag nach dem Mittagessen hieß es dann aber auch schon wieder Abschied nehmen. Aber auch bei diesem mal wird es kein Abschied für immer, denn wir werden uns sicher auf dem ein oder anderen MaZ – Event wiedersehen.

Lena Kamp





MaZ Aussendung: Abschied und Aufbruch


Aussendung 2017



„Hand in Hand - zusammen in die Welt“, hieß am Samstag das Motto für 14 junge Frauen und drei junge Männer, die als Missionarinnen und Missionare auf Zeit (MaZ) der Franziskanerinnen Salzkotten ausgesendet wurden. Ab August 2017 starten sie für ein Jahr zu ihren Einsätzen in Malawi in Südostafrika, Indien, Indonesien und Osttimor...mehr


MaZ-Abschlusswoche 2017

Abschlusswoche 2017 Foto 1
Beim Besuch auf dem Bio-Bauernhof hieß es auch mit anzupacken.

Unter dem Motto „Hand in Hand- Zusammen in die Welt“ starteten wir, vom Abi-/Prüfungs- oder Umzugsstress befreit, am Dienstag unsere Abschlusswoche. Natürlich wusste keiner so recht, was uns in den nächsten 11 Tagen so erwartet. Wir begannen erst mal mit einem ausführlichen Essen und da dachte ich mir schon, dass wir wieder wunderbare Tage im Kloster verbringen würden. Diese Vermutung bestätigte sich dann auch schnell. Denn während wir Themenfelder wie Konflikte, Stress, richtiges Berichteschreiben oder globales Lernen behandelten, entstand eine tolle Gruppengemeinschaft sowohl unter den MaZ´lerInnen als auch mit den Teamern und Schwestern zusammen. Und selbst wenn wir über schwierige und dennoch sehr wichtige Themen wie AIDS oder Abschied, Tod und Trauer redeten, war keine MaZ´lerIn mit seinen / ihren Gedanken alleine, denn in Kleingruppen haben wir uns oft ausgetauscht.

Gruppe Maz 2017
Gruppenfoto der MaZ 2017 in der Abschlusswoche.

Natürlich kam auch der Spaß nicht zu kurz, da wir uns durch anschauliche, lustige und aktive Spiele die Themen oft selbst erarbeiteten und uns die vielen Informationen so besser im Gedächtnis blieben. In inhaltlich passenden Morgen- und Abendimpulsen konnten wir die vergangenen Stunden immer sehr gut Revue passieren lassen, denn das war bei so lehrreichen Tagen sehr hilfreich. Manchmal hat aber auch schon ein Eis zwischendurch gereicht ;). Aufregend war natürlich auch der Moment, als wir zwischen all dem organisatorischen Kram, der natürlich auch anfiel, unsere Flugdaten in die Hand gedrückt bekommen haben. In solchen Augenblicken stieg die Vorfreude auf den bevorstehenden Einsatz umso mehr.

Ab und zu verließen wir auch das Kloster und seine Umgebung für ein paar Stunden. So besuchten wir zusammen mit jungen und alten Schwestern die Landesgartenschau in Bad Lippspringe oder wir als MaZ´ler den Vauß-Hof in Scharmede. Diesen Biobauernhof betreiben zwei ehemalige MaZ´ler mit voller Überzeugung und sie achten dabei sehr auf die Nachhaltigkeit. Wir haben dort eine Führung über den erstaunlich großen Hof genossen und haben viele gemeinnützige Projekte, die von den Besitzern unterstützt werden, kennen gelernt. Zum Schluss „durften“ wir sogar mithelfen, indem wir alle gemeinsam Unkraut im strömenden Regen gepflückt haben. Einige von uns sahen es als eine gute Vorbereitung auf unser MaZ-Jahr.

Begegnung mit den Schwestern
Begegnung mit den Schwestern im Mutterhaus.

Die Abende haben wir meist zusammen verbracht, indem wir ein Lied für das Abschlussfest einübten, uns im Wassertretbecken abkühlten oder indem wir einfach nur zusammen saßen, erzählt und gelacht haben. Einmal haben wir uns auch mit einigen Schwestern getroffen und am Ende des Abends hatte jeder eine nette Schwester gefunden, welche die Patenschaft für das MaZ-Jahr übernimmt. Unsere gemeinsame Abschlusswoche beendeten wir dann mit einem wunderschönen Abschlussfest am Samstag. Alles in allem waren es sehr schöne und eindrucksvolle Tage, die wir im Kloster verbrachten und uns wurde deutlich, was wir als MaZ´lerInnen bewirken können und wie und wen wir durch unser Handeln verändern bzw. beeinflussen können.

Verena Hölter, MaZ`lerin 2017/18



 

Freundeskreis-Brief Nr. 11, Juli 2017

Der neue Freundeskreisbrief ist da: Download


Indienseminar 2017


Maz in Indien
MaZ in Indien (Archivbild).

Unser Indienseminar fand vom 16. - 18.6. in der Nähe von Bonn statt und richtete sich an alle, die im nächsten Jahr im Rahmen des Missionar-auf-Zeit-Programms nach Indien oder Thailand reisen. Insgesamt 23 Teilnehmer und Teilnehmerinnen fanden sich trotz Bahnverspätungen mehr oder weniger pünktlich im Priesterseminargebäude der Steyler Missionare ein. Positiv anmerken kann man auch, dass von den 23 Teilnehmern acht Jungen dabei waren, eine relativ gute „Männer-Quote“. Nach der Ankunft wurden wir herzlich von Pater Xavier begrüßt, der selbst indische Wurzeln hat und sich daher gut mit den Unterschieden zwischen der deutschen und der indischen Kultur auskennt. Wir begannen mit einem indischen Abendessen, das zum Glück nicht unerträglich scharf war. Auch wurde uns gestattet mit Besteck zu essen, während es in Indien durchaus üblich ist, mit den Fingern zu essen. Dafür durften wir das Essen mit den Fingern am nächsten Nachmittag erproben, und einige legten auch beim nächsten indischen Abendessen das Besteck zur Seite und aßen den Reis nach allen Regeln der Kunst mit den Fingern. Wer ein Jahr in Indien leben möchte, muss schließlich üben!

Außerdem lernten wir etwas über die verschiedenen Religionen in Indien und feierten am Samstagmorgen eine Messe mit indischen Elementen. Am Samstagvormittag stellten wir uns auch gegenseitig verschiedene Themen zu Indien vor, die wir zuvor in Referaten erarbeitet hatten. So konnten wir etwas über die indische Geschichte lernen, über Sitten und Bräuche oder auch etwas über eine hinduistische Hochzeit erfahren. Auch war eine MaZlerin dabei, die im August aus Indien wiedergekommen war, und von ihren Erfahrungen berichtete. Am Nachmittag wurden wir in kleine Gruppen aufgeteilt und besuchten Familien oder Ordensleute aus Indien. Dort lernten wir dann z. B. die indische Nationalhymne oder auch unseren Namen zu schreiben, denn in Indien haben die verschiedenen Sprachen auch ihre eigenen Schriften. Und natürlich durfte das Essen mit den Fingern auch nicht zu kurz kommen. Nach dem Besuch fand ein Kulturabend statt, wo wir uns gegenseitig präsentierten, was wir gelernt hatten, es wurden indische Lieder, Tänze, Schriften und Sätze in den verschiedenen Sprachen vorgestellt. Sonntags erzählte uns Pater Xavier etwas über die kulturellen Unterschiede zwischen den eher direkten, nüchternen Deutschen und den eher indirekten, höflichen und emotionalen Indern. So hätten die Inder ein ähnliches Temperament wie die Italiener. Auch kann ein „Nein“ in Indien schon mal „Ja“ bedeuten, was für uns Deutsche auf den ersten Blick widersprüchlich erscheinen mag.

Insgesamt kann man sagen, dass das Seminar uns sehr gut weitergeholfen hat und wir jetzt ein Stück mehr über unser Einsatzland erfahren haben sowie Kontakte zu anderen Indien-MaZlern knüpfen konnten. So freuen uns jetzt schon auf das Zwischenseminar, wo wir die anderen alle wiedersehen werden.

Simon Jonas

Seminarwochenende im April

Gruppe im Garten
Übung im Garten des Mutterhauses in Salzkotten.

Salzkotten, April 2017. Unser viertes Seminarwochenende begann nachmittags mit einer Blitzlichtrunde, viele von uns stehen kurz vor den wichtigen Abiturprüfungen, daher waren wir alle ein bisschen aufgeregt. Die Ruhe und die Herzlichkeit, die uns jedes Mal aufs Neue hier bei den Franziskanerinnen in Salzkotten empfängt, hat uns alle sehr beeindruckt und willkommen geheißen.

Durch dieses Seminar wurden wir mit Hilfe verschiedener Themenblöcke begleitet. Am Nachmittag des ersten Tages stand die Franziskanische Spiritualität im Vordergrund. Hier wurden wir durch eine Geschichte, die uns Schwester Alexa und Kathrin, eine Teamerin, vorgetragen haben, langsam an das Thema heran geführt. Anschließend hat jeder MaZ´ler eine kleine Walnuss mit einem roten Faden erhalten, darauf standen die Leitgedanken des hl. Franziskus'. Vielen von uns waren die Leitgedanken noch fremd, daher haben wir uns damit intensiv in Kleingruppen auseinandergesetzt. In den anschließenden Präsentationen unserer Ausarbeitungen, könnten wir lebhaft über die Aktualität dieser Gedanken diskutieren. So haben wir festgestellt, dass diese Leitgedanken, auch noch heute sehr aktuell sind. Der Abend des ersten Tages endete in einem sehr ruhigen Abendimpuls, begleitet vom Klavier.

Der zweite Tag begann mit der feierlichen Segnung der Palmzweige und der Eucharistiefeier des Palmsonntages, in der wir uns auf die bevorstehende Karwoche einstimmten. Am Vormittag stand dann das Thema Kommunikation im Vordergrund, hierfür fand ein kleiner theoretischer Block statt, der durch praktische Übungen immer wieder unterbrochen wurde, sodass das Gelernte sich gut eingeprägt hat. Nachmittags haben wir draußen im Garten weitere Übungen zum Thema Kommunikation und Leben in der Gemeinschaft gemacht. Hierzu haben wir in den Ländergruppen jeweils ein gemeinsames Bild mit Fingerfarbe gemalt ohne miteinander zu reden. Die nonverbale Kommunikation stand hier im Vordergrund, wir haben viel über die Bedeutung von Mimik und Gestik gelernt. Genau dies wird uns in den ersten Tagen in unserem Projekt auch immer wieder begegnen. Es sind viele bunte und sehr kreative Bilder entstanden. Am Abend haben wir uns mit dem Thema alleine oder zu zweit in einem Projekt intensiv auseinander gesetzt, hierzu wurden wir im Abend-Impuls darauf eingestimmt und hatten anschließend den ganzen Abend Zeit, uns mit dem Projekt-Partner intensiv auszutauschen. Diejenigen, die alleine in ein Projekt gehen, haben sich mit denen ausgetauscht, die ebenfalls alleine in einem Projekt sind. Wir haben sehr schnell festgestellt, dass wir viele Ängste miteinander teilen und es sehr schön war, sich darüber austauschen zu können.

Das Seminar ging am Montagmorgen mit einem Organisationsblock und dem anschließenden Mittagessen zu Ende.

Fabia Casti