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Kontaktstelle Herten

 

daniela

 

Schwester Daniela (links) bietet in der Caritas-Kontaktstelle Turmstraße ein Beratungsangebot für Menschen in Not an. Bei diesen Hilfen wird sie unterstützt von Doris Wetzel (rechts), Koinonia.

Über ihre Arbeit berichten sie im November 2020:

Immer mehr Menschen kommen zu uns mit ganz unterschiedlichen Anliegen und Nöten. Es zeichnet sich ab, dass die Hilfsbedürftigen sich jetzt wieder ganz persönlich bei uns melden. Doris bekommt sehr häufig Besuch von hilfesuchenden und kranken Menschen. Sie führt Gespräche, gibt ihnen Hilfestellungen und versorgt sie mit Lebensmitteln und warmem Essen.

In der Kontaktstelle hat sich die Zahl der hilfesuchenden Menschen gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Immer mehr alte Menschen sind sehr einsam und allein. Der Bewegungsradius wird geringer, Freunde und Bekannte sterben weg, die "kleinen Kontaktstellen" wie Gemeindestrukturen, Versorgungsstrukturen, Geschäfte, Banken usw. werden weniger. Die Kommunikationen laufen fast nur noch über Kanäle wie Radio, Fernseher, Telefon. Die Menschen werden von der Technisierung und Digitalisierung abgeschnitten. Alle Hilfen wie Essen auf Rädern, Service oder Pflege laufen ohne nähere Beziehungen.

Das alles führt im Laufe der Zeit zu:

-      Alleinsein
-      Einsamkeits- und Verlassenheitsgefühle
-      realer Verlust an zwischenmenschlichen Kontakten
-      innere destruktive Dialoge: "ich kann nicht mehr", " keiner
       besucht mich",...
-      psychische und körperliche Symptome
- körperliche Vernachlässigung, z. B. mangelhafte Ernährung, Verwahrlosungstendenzen, emotionale Unausgeglichenheiten.

Es kommen aber auch jüngere Menschen mit unterschiedlichen Sorgen und Nöten zu uns. Die Verschuldungen nehmen rasant zu bei alleinerziehenden Frauen mit Kindern, bei alleinlebenden Menschen ohne Arbeit, bei Rentnerinnen mit einer geringen Rente oder bei Familien, wo das Gehalt nicht ausreicht, um die ganze Familie zu ernähren. In solchen Fällen können wir auch finanziell helfen auf Grund von Spenden und Hilfen.

Wir besuchen Arme in Krankenhäusern, in Altenheimen und machen auch Hausbesuche. Darüber hinaus stehen öfter Behördengänge mit hilflosen Personen an. Wir begleiten Menschen zum Arzt oder zu Ämtern, Banken oder auch mal auf den Friedhof.

Unser Ziel ist es, für diese Menschen da zu sein, ihnen menschlich zu begegnen, damit die Einsamkeit nicht zu einem ernsten Problem oder zur unerkannten Krankheit wird. Das alles ist eine große Herausforderung, der wir uns stellen.

Doris Wetzel, Koinonia und Schw. M. Daniela Ließke

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