„Eine Welt in unseren Händen“ heißt ein Angebot der Missionarinnen und Missionare auf Zeit (MaZ) der Franziskanerinnen Salzkotten für Gruppen und Schulklassen. Mehr...

Nachrichten

Weiter

Weiter

Besuch von Schwester Beatrice Hernandez aus den USA


Besuch in Herten (v.l.): Schwester M. Stefanie Müllenborn, Schwester M. Carola Thomann, Schwester Beatrice Hernandez, Schwester M. Daniela Ließke und Doris Wetzel.

Auf ihrer Europareise landete Schwester Beatrice, unsere neue internationale Koordinatorin für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung (englische Abkürzung: JPIC), zunächst in Deutschland, bevor sie auch unsere Schwestern in Frankreich, Rumänien und den Niederlanden besuchte.

Schw. M. Angela, Schw. M. Alexa und Schw. M. Birgit berichteten Schwester Bea über das in den vergangenen Jahren stets wachsende MaZ-Programm (Missionare auf Zeit). Neben der Arbeit mit den Maz`lerInnen, die vor, in und nach ihren Auslandseinsätzen intensiv begleitet werden, freut uns vor allem das vielfältige Engagement der zurückgekehrten MaZ`ler. Auch das MaZ-Reverse-Programm, bei dem Menschen aus den Einsatzländern der MaZ für ein Jahr nach Deutschland kommen, führt uns im Zusammenleben mit unseren indonesischen Mitschwestern die Eine Welt in ihren verschiedenen Facetten täglich vor Augen.

In der Begegnung mit dem Provinzrat und am Abend mit allen Schwestern konnte Schwester Bea dann erfahren, wie vieles inzwischen sehr selbstverständlich im Rahmen von JPIC bei uns geschieht. Nur einige Beispiele sollen genannt werden: Wohnraum für Flüchtlinge, Kirchenasyl, Lebensmittel für Bedürftige hierzulande und Sachspenden für Malawi und Rumänien, lokale Produkte wie Honig, Wasser, Fleisch sowie fair gehandelter Kaffee und Kartoffeln aus einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung, Impulse zum Sonnengesang und anderen franziskanischen Themen. Zudem hörte sie, wie hocheffizient unser Blockheizkraftwerk  sowie Küche und Wäscherei für viele Menschen arbeiten. Sicher haben wir in puncto Energiesparen sehr viel dem hervorragenden Wirken von Herrn Heiermeier zu verdanken.

Am nächsten Tag ging es mit Schwester M. Carola  nach Herten. Schwester M. Stefanie berichtet dazu:

Wir besichtigten mit Schw. M. Daniela und Doris Wetzel, Koordinatorin im Caritas-Laden Kinderland, nach dem Mittag den Caritas-Laden. Zu dieser Zeit wurde noch Ware gebracht, die sortiert werden musste, damit dann der Verkauf stattfinden konnte. Da war richtig was los! Den vielen ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen sei Dank!

Am weiteren Nachmittag besuchten wir das Haus der Kulturen, in dem ich viele Jahre mit Kolleginnen und Kollegen der Diakonie und AWO zusammengearbeitet habe. Dort besteht für Asylsuchende und Flüchtlinge ein reiches Angebot von Beratung und Aktivitäten. Ansonsten gibt es immer sehr bewegende Schicksale unter den Flüchtlingen. Zudem erzählte ich Schwester Bea über meine eigene Arbeit, z.B. „Focusing“ mit traumatisierten Frauen. „Focusing“ ist des Körpers eigene Psychotherapie (nach E.T. Gendlin), wobei der Focus der Aufmerksamkeit nach innen, in den Atemraum gerichtet wird. „Focusing“ wurde im Rahmen der klientenzentrierten Psychotherapie entwickelt. Es ist somit ein natürlicher Prozess, der dann abläuft, wenn man sich in ganz spezifischer Weise seinem Erleben zuwendet, worin ich die Klientinnen begleite.

Zudem biete ich seit zweieinhalb Jahren Tanzen für Frauen aus aller Welt an. Dabei bringen sich die Frauen gegenseitig ihre landesüblichen Tänze bei. Dabei haben alle immer sehr viel Freude und können ihre Sorgen vergessen. Die Proben des Menschenrechte-Chores,  die wöchentlich stattfinden, erleben Flüchtlinge wie eine Therapie. Sie äußern, dass das Singen ihnen gut tut. Zu vielen Auftritten wurde der Chor schon eingeladen. In 2018 sollen weltweit an einem Tag in großen Städten die Menschenrechte gesungen werden – das Projekt ist in Arbeit. Unter www.sing-human-rights.org findet man Texte und Noten zu den Menschenrechten.



im eine Welt laden

Besuch im Eine-Welt-Laden bei Frau Dr. Teigeler (links).

Am letzten Tag hatten wir Frau Dr. Teigeler eingeladen, die über die seit dem Jahr 2000 bestehende Eine-Welt-Gruppe in Salzkotten berichtete. Diese Gruppe führt nicht nur den hiesigen Laden, sondern unterstützt auch zahlreiche Projekte durch den Verkauf von fairen Produkten. Außerdem gibt sie begleitende Informationen, z.B. über Projekte in Peru, Indien und auf den Philippinen.  Frau Dr. Teigeler war selbst als Ärztin mit ihrem Mann in mehreren Ländern, u.a. in Malawi tätig. Mit dieser internationalen Erfahrung schien sie die ideale Person zu sein, um ein Netz zur Unterstützung der vielen Flüchtlinge aufzubauen. Nachdem sie die evangelische Kirchengemeinde angesprochen und Räume zur Verfügung gestellt hatte, legte sie los und gewann eine beträchtliche Anzahl an freiwilligen Helfern. Zurzeit hat sie für die über 400 Asylsuchenden in Salzkotten und Umgebung ca. 70 Freiwillige. Auch zwei ihrer Enkelkinder engagieren sich in dem Netzwerk. Nach einem höchst interessanten Austausch besuchten wir den Eine-Welt-Laden und erfuhren, woher all die kostbaren Dinge kamen.



kaukenberg
Auf dem Kaukenberg in Paderborn (v.l.): Schwester M. Cäcilia Voß, Schwester M. Gabriele Lüdenbach und Schwester Beatrice Hernandez.


Am Nachmittag besuchten wir mit Schw. M Gabriele als Übersetzerin den Kaukenberg, wo Schw. M. Cäcilia schon mit Kaffee und Kuchen auf uns wartete. Dabei erzählte sie uns, wie alles auf dem Kaukenberg anfing. Zunächst gab es polnische und russische Zuwanderer mit vielen Kindern, so dass die Schwestern sehr viel Kinder- und Jugendpastoral anboten. Heute kommen viele Asylsuchende aus dem orientalischen und afrikanischen Raum, die eine ganz andere Mentalität mitbringen. Zahlreiche Bedürftige gibt es – und Schw. M. Cäcilia kennt sie alle und weiß um viele Schicksale.

Auf dem Rückweg schauten wir uns noch die „Moses Babyklappe“ an, die wir als Gemeinschaft finanziell unterstützen, sowie das Monument der alten Synagoge, nachdem ich von der bereichernden Beziehung zur jüdischen Gemeinde Paderborn berichtet hatte.

Nach gefüllten Tagen mit vielen neuen Eindrücken verabschiedeten wir Schwester Beatrice, die nach Frankreich weiter reiste. Wir danken ihr für ihr waches Interesse und den spannenden Austausch und fühlen uns durch ihren Besuch in unserem Tun sehr gestärkt.

Schw. M. Alexandra Völzke




„Eine Welt in unseren Händen“ heißt ein Angebot der Missionarinnen und Missionare auf Zeit (MaZ) der Franziskanerinnen Salzkotten für Gruppen und Schulklassen. Mehr...

Nachrichten

Weiter

Weiter