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Im vierten und letzten Vortrag in der Reihe "Nahe Fremde" fragt am Donnerstag, 23. November, Eva-Maria Leifeld "Was glauben Muslime?". Der Vortrag der Diözesanbeauftragten für den Katholisch-Islamischen Dialog beginnt um 19.30 Uhr im Franziskussaal des Mutterhauses, Paderborner Str. 7. Mehr...

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Maus Klosterhof

Im Hof des Mutterhauses.


Liebe Gotteskinder,

ich darf mich Euch kurz vorstellen: Ich bin Sissi, die Klostermaus, und lebe bei den Franziskanerinnen Salzkotten. Noch nicht lange. Ich bin quasi eine „Novizin“, was übersetzt „die Neue“ heißt. Ich bin im Stall hinter der Klostermauer geboren und hörte oft das Lachen der Schwestern im Garten. Staubgrau mit rosa Pfötchen, wachen Ohren und einem lebhaften Ringelschwanz. Mit meinem vorwitzigen, aber feinem Näschen konnte ich mich meiner Neugierde nicht erwehren und zwängte ich mich durch ein winziges Loch in den überraschend riesigen Klausurgarten. Die Glocken läuteten gerade und so trippelte ich schnurgerade in die Klosterkirche.

Kirchenmaus
Ich schau 'mal in die Kirche.

Ganz fasziniert vom schönen und von der Orgel begleiteten Gesang der Schwestern, gelangte ich immer weiter in das Kloster. Die Schwestern waren fröhlich und gastfreundlich, doch vor einer Maus hätten sie sich bestimmt erschrocken. So huschte ich dann lieber klammheimlich zu den Bibelabenden und zu den Vorträgen über die Ordensgründerin Mutter M. Clara Pfänder.

Maus Mutter Clara
Das ist die Ordensgründerin Mutter M. Clara Pfänder.


Beides Mal war ich sehr berührt und mein kleines Mäuseherz pochte wie wild gegen die Brust. Als ich aber hörte, dass der hl. Franziskus alle Tiere so sehr liebte, dass er sogar mit ihnen sprach, machte ich kurzerhand einen Salto und fühlte mich hier pudelwohl. Doch dann traf es mich wie ein Schlag, als ich vernahm, dass Franziskus aus Assisi kam. Oder: Ah, Sissi?! Egal, ich dachte mir: Der Name ist Programm! Hier gehöre ich hin!

Franziskus
Franziskus liebte die Tiere.

Nun lerne ich als Novizin auch ohne weißen Schleier, was eine Ordensschwester den ganzen lieben langen Tag so macht. Ich finde das so aufregend, dass ich es Euch unbedingt mitteilen muss! So versuche ich, jeden Tag ein bisschen mehr, wie die Schwestern mit ihren Gelübden zu leben. Armut, Keuschheit und Gehorsam haben ihren ganz eigenen Anspruch! „Die arme Kirchenmaus“ ist ja sprichwörtlich und ich habe ja wirklich nicht viel. Zudem bin ich klein und völlig unbedeutend – und weiß mich doch von Gott in den Blick genommen, denn Er liebt ja vor allem die Kleinen und Schwachen. Gehorsam soll vom Hören kommen – und dass kann ich mit meinen spitzen Ohren wirklich gut. Mein feines Näschen unterstützt mich noch dabei, das Richtige zu erspüren. Nur muss mein Herz dann auch bereit sein, das Gute anzunehmen. Tja, und mit der Keuschheit? Ich versuche wirklich, aus meiner Perspektive den Schwestern nicht unter das Kleid zu schauen, sondern mich streng auf ihre Schuhe zu konzentrieren. Das klappt sogar so gut, dass ich inzwischen schon jede Schwester an ihren Schuhen und ihrem Gang erkenne. Ist das spannend, in Gemeinschaft zu leben!

Maus Garten
Im Mutterhausgarten.

Beim nächsten Mal berichte ich, wie unser Tag morgens in der Kirche beginnt. Mit Franziskus wünsche ich Euch allen „Frieden und Gutes!“

Tschüssi,

Eure Sissi

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Im vierten und letzten Vortrag in der Reihe "Nahe Fremde" fragt am Donnerstag, 23. November, Eva-Maria Leifeld "Was glauben Muslime?". Der Vortrag der Diözesanbeauftragten für den Katholisch-Islamischen Dialog beginnt um 19.30 Uhr im Franziskussaal des Mutterhauses, Paderborner Str. 7. Mehr...

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