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Ein geistlicher Impuls für jeden Tag: Hier geht es zum Tagesimpuls der Benediktinerabtei Münsterschwarzach.
Herzliche Einladung auch zu unseren Gottesdiensten in der Mutterhauskirche.

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MaZ – MissionarIn auf Zeit
der Franziskanerinnen Salzkotten

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Wir bieten jungen Erwachsenen zwischen 18 und 29 Jahren (in Ausnahmefällen auch darüber hinaus) die Möglichkeit, für ein Jahr in einer religiösen Gemeinschaft im Ausland mitzuleben, den einfachen Lebensstil zu teilen und in einem sozialen Projekt unentgeltlich mitzuarbeiten.

Unsere Einsatzländer sind Malawi (in Südostafrika), Indien, Indonesien und Osttimor sowie Rumänien (EU-Land).

Aktuelle Berichte siehe weiter unten (bitte scrollen!)

Unser Freiwilligendienst steht unter dem Motto von MaZ:

Mitleben – Mitbeten – Mitarbeiten

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Bitte beachten Sie die Untermenüs oben links! Aktuelle Meldungen folgen unten.

Die Entsendeorganisation ist Mitglied im

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und zertifziert durch:


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Nähere Informationen:
Sr. M. Angela Benoit
Paderbornerstr. 7
33154 Salzkotten
Tel: 05258 988-5
Mail: angela@fcjm.de

 


 

MaZ - aktuell

Rückkehrerseminar 2016

Unser Jahr am anderen Ende der Welt ist nun zu Ende und wir sind mittlerweile schon wieder vier Wochen in Deutschland. Von überall her trafen wir vergangene Woche in Salzkotten zusammen. Erinnerungen, Erfahrungen und Eindrücke aus den Ländern Rumänien, Malawi, Indien, Indonesien und Osttimor trafen aufeinander und ein wildes, gesprächiges Wiedersehen begann. Eine Woche hatten wir Zeit mit Schwester Angela und unseren lieben Teamern über vieles, was uns auf dem Herzen brannte, zu reden, zu diskutieren und mit verschiedenen pädagogischen Techniken auszuwerten. Wir sind nicht mehr so, wie wir es vor unserem Einsatz waren, das steht fest. Auch wenn es einigen von uns vor kam, als würden sie genau dort wieder einsetzen, wo sie vor einem Jahr aufgehört haben, so stellten wir während dieser Woche fest, dass ein Jahr jeden Menschen verändert. Im Denken, im Umgang und im Handeln.

Doch wie soll man die Fragen der Zurückgebliebenen in Deutschland richtig und zufriedenstellend für beide Seiten beantworten? „Na wie wars?“ „War krass oder?“ „Ich finde es so toll, dass du den Menschen geholfen hast!“ Wer kann schon verstehen, was wir wirklich erlebt haben, was das Jahr mit uns gemacht hat. Wir stellten schnell fest: In ein paar Sätzen kann man ein ganzes Jahr nicht zusammen fassen.

Außerdem beschäftigte uns die Frage, was wir nach unserer Rückkehr an sozialem Engagement in Deutschland leisten können. Denn Engagement, welches wir nun in großem Umfang gezeigt haben, bricht nun nicht einfach ab, das hoffen wir zumindest. In Kleingruppen stellten wir konkrete Projektideen und Engagementmöglichkeiten zusammen, sprachen über bewussten Umgang mit Konsumverhalten, Recycling, Flüchtlingshilfen und die verschiedenen Bereiche des Fair Trade -Marktes.

Kritisch zu hinterfragen und kleine Taten und Veränderungen wertzuschätzen, um etwas in unserer Gesellschaft zu verändern und in Schwung zu bringen, das ist es was wir vor allem daraus mitgenommen haben.

Auch das Thema Rassismus haben wir an einem Tag bearbeitet. Wir haben unsere Erfahrungen aller Einsatzländer zusammengetragen und sind zu dem Schluss gekommen, dass Rassismus viele Seiten haben kann und dass überall wo verschiedene Kulturen zusammentreffen, sei es in Deutschland oder einem fernen Land dieser Welt, wir voneinander lernen können und jede Begegnung uns an Erfahrungen reicher machen kann.

(Talli, 15.09.16)

Maz 2016 / 2017: Erste Eindrücke


osttimor

Franziska Walcher und Laureén Klosa berichten von einem herzlichen Empfang in ihrem Projekt in Osttimor.


„Wir wurden sehr herzlich von drei Schwestern in Empfang genommen“, schreibt Ricarda Heemann aus Sumatra in Indonesien. Sie verbringt ihr MaZ-Jahr im Rehabilitationszentrum Harapan Jaya für Kinder und Jugendliche. Bereits bei ihrer Ankunft spürt sie eine große Selbstständigkeit: „Ich saß in diesem Bulli, 11.000 Kilometer von zu Hause entfernt, irgendwo auf Sumatra, und hatte richtig das Gefühl, mein eigenes Ding zu machen.“


Auch Franziska Walcher und Laureén Klosa berichten von einem herzlichen Empfang in ihrem Projekt in Osttimor: „Zuerst bekamen wir super leckeren Kuchen, dann ein timoresisches Lied, das uns die Kinder aus dem Haus vorgetragen haben.“ Sie werden dort die Arbeit der Schwestern und Mitarbeiter im Waisenhaus, Kindergarten und in der Schule unterstützen. Die Verständigung in der Landessprache Tetun fällt dabei noch nicht immer leicht. So könnten sie den Lehrerinnen inzwischen schon helfen, würden aber das schnell gesprochene Tetun noch kaum verstehen. Beeindruckt zeigen sich die beiden Freiwilligen von der Landschaft. Von einer Fahrt zur indonesischen Grenze, wo die Generaloberin Schwester M. Magdalena Schmitz zu einem Besuch in Osttimor abgeholt wurde, berichten sie: „Hinter jeder Kurve haben neue unglaubliche Aussichten auf uns gewartet, auf der einen Seite wunderschöne weiße Sandstrände, auf der anderen super schöne Berge! Aber auch fast wüstenartige ausgetrocknete Flussdelta und kleine Dörfer mit traditionellen Palmenhäusern.“


landschaft osttimor

Strand in Osttimor.

Vollständiger Bericht als Download (PDF)

Aussendung 2016

Aussendung 2016

Foto: Steines

Salzkotten, 1. August 2016. Nach gut einem Jahr Vorbereitungszeit machen sich ab August wieder junge Menschen als Missionarinnen auf Zeit (MaZ) der Franziskanerinnen Salzkotten auf den Weg nach Malawi, Rumänien, Indien, Indonesien oder Osttimor. Am Samstag, 9. Juli feierten sie mit Freunden und Verwandten den Aussendungsgottesdienst in der Mutterhauskirche in Salzkotten.

Aussendung 2016_2

Im Anschluss fand im Garten des Mutterhauses der Franziskanerinnen das Sommerfest statt. Es gab ein buntes Programm der Missionarinnen und Missionare auf Zeit mit  Vorstellungen der einzelnen Projekte und vielem mehr. Das Motto der MaZ 2016 / 2017 heißt: "Aufstehen - aufeinander zugehen"

PDF mit weiteren Fotos (Download)

Mitlebewoche II 28.03 – 03.04.2016


Mitlebewoche

Nach dem wir am späten Montagnachmittag vollzählig waren, starteten wir gemeinsam mit der Vesper in unsere Mitlebewoche. Beim anschließenden Abendessen gab es viel zu erzählen und man konnte schon deutlich merken, wie wir uns alle auf die gemeinsame Woche freuten, auch wenn wir noch nicht wussten, was uns genau erwartete.

Dies sollte sich aber ganz schnell in der anschließenden ersten Einheit ändern. Dort wurde uns von den Teamern erklärt, was genau mit „Mitlebewoche“ gemeint ist: Dazu gehörte, dass wir vormittags entweder im Pflegeheim St. Clara einen Einblick in die Bereiche der Alltagsbetreuung und der Pflege bekommen sollten, oder den Vormittag mit den Kindern einer Flüchtlingsfamilie verbrachten. Ein anderer Teil bestand darin, dass wir an den gemeinsamen Gebetszeiten teilnahmen. Jeden Morgen um 6:45 Uhr ging es zur Laudes mit anschließender Eucharistiefeier und am Abend um 18 Uhr gingen wir gemeinsam zur Vesper.

Neben dem Einblick in den Alltag der Schwestern, kam es auch zwischendurch zu vielen schönen Begegnungen mit den Schwestern die wir noch nicht kannten, so dass wir nicht nur deren Alltag kennenlernen durften, sondern auch die Schwestern selber.

In den verschiedenen Einheiten setzten wir uns unter anderem mit unserem Gottesbild und dem Leben des Heiligen Franziskus auseinander. In einer anderen Einheit lernten wir etwas über den Rosenkranz und konnten uns später ein Armband aus den 'Perlen des Glaubens' machen, welches in etwa dem Rosenkranz gleicht.

Ganz besonders beschäftigten wir uns mit dem Thema „Reflexion“. Jeden Abend reflektierte jede für sich ihren Tag anhand von Leitfragen, wie zum Beispiel: „Was habe ich heute für mich gelernt?'' oder „Was waren Schlüsselereignisse für mich?''.

Anhand eines Filmes erfuhren wir wie sich unsere Projektpartner in manchen Situationen fühlen könnten; Und dass es absolut nicht selbstverständlich ist, dass sie uns diesen Einsatz von ihrer Seite aus ermöglichen. Auch bekamen wir durch ein Spiel verdeutlicht, wie wichtig es ist, sich gegenseitig genau zuzuhören, bei Unverständnis nachzufragen, sich selbst einzubringen, aber auf der anderen Seite sich auch zurückhalten zu können und dass gegenseitig Geduld aufzubringen eine ganz große Rolle spielt.

Natürlich kam auch bei den ganzen wichtigen Themen der Spaß nicht zu kurz, sodass wir, draußen auf der Wiese neben dem Mutterhaus, in zwei kleinen Gruppen unserer Kreativität mit Fingerfarbe und einem großen Blatt Papier freien Lauf lassen konnten. Ziel dieses ''Spieles'' war, dass wir selbst für uns guckten, aber auch die anderen Gruppenmitglieder dabei beobachteten, wie wir uns in Gruppen verhalten. Dank des guten Wetters hat diese Einheit uns MaZ'lerinnen und den Teamern besonders viel Spaß gemacht.

Zwischen den Einheiten bekamen die, die gerade ihr Abitur machen viel Zeit zum Lernen. Damit die Abiturienten aber auch ein bisschen Abstand vom Lernstress bekamen und auch wir anderen einmal etwas anderes sahen, machten wir am Samstag einen Ausflug ins Kloster Dahlheim. Dort verbrachten wir den Nachmittag, gingen über das Gelände des Klosters und sahen uns die Ausstellung an.

Schon war es Sonntag und wir mussten uns nach dem Frühstück erst mal bis Anfang Juli voneinander verabschieden. Denn dann werden wir unser letztes gemeinsames Seminar mit anschließendem Sommerfest und unserem Aussendungsgottesdienst haben.

Lena Kamp (MaZlerin in Vorbereitung auf einen Einsatz in Indonesien)


Mitleben-Mitarbeiten-Mitbeten


Mitlebewoche

unter diesem Motto traf sich die Hälfte der MaZler des Einsatzjahrgangs 2016/17 von 19. – 26. März 2016 in Salzkotten um gemeinsam die Mitlebewoche zu erleben und so einen Einblick ins Klosterleben zu bekommen. Die Hälfte heißt Stephie, Franzi, Kim, Josie, Rafaela, Antonia, Pia, Laureén, die noch neu zu unserer Gruppe dazugekommen ist und Ich, Johanna.

Was wir bei der Anreise am 19.3.16 noch nicht wussten, wurde uns noch am Abend anhand des Zeitplans deutlich bewusst. Nämlich, dass uns eine anstrengende, aber nichtsdestotrotz sehr spannende Woche bevorstehen würde. Grob sah der Plan jeden Morgen die Laudes vor, an der wir gemeinsam teilnahmen, genauso wie jeden Abend an der Vesper, danach bis zum Mittag unseren Arbeitseinsatz in verschiedenen Bereichen. Während einige von uns eine Flüchtlingsfamilie unterstützten, indem sie spielerisch die Deutschkenntnisse der Kinder verbesserten, halfen die Anderen in den beiden klostereigenen Altenheimen, dem St. Clara und dem Marienheim mit. Da im Marienheim aber leider viele Bewohner erkrankt waren, kümmerten wir uns um ein wenig Frühlingsflair im und um das Heim herum, durch bunte Blumen und Osterschmuck.

Nach dem Mittagessen hatten wir dann jeden Tag etwas Zeit für uns, was die meisten nutzten um für das kurz bevorstehende Abitur zu lernen, bis es am Nachmittag mit Einheiten weiterging. Diese Einheiten waren jeden Tag interessant und verschafften uns neue Blickwinkel auf normale Dinge. Ebenso nutzen wir sie auch um, angeleitet von den Teamern, kleine Spiele zu machen, deren Erkenntnisse man auf unseren Auslandseinsatz übertragen konnte.

Es ging bei solchen Spielen und Gesprächen viel um die Thematik des Verstehens und des Verstandenwerdens, aber auch, wie wir an uns selber arbeiten müssen, weil beide Seiten für eine gute Kommunikation wichtig sind. Eine besondere Einheit war für uns auch die, in der wir unsere eigenen Gebetsarmbänder kreieren konnten, die uns eine Hilfe sein können, wenn wir mal nicht wissen, was wir in einem Gebet sagen sollen. Sie helfen uns die richtigen Worte oder überhaupt erst mal einen Anfang zu finden, da jede Perle eine andere Bedeutung hat und uns so durch das Gebet leitet und eine Stütze ist.

Gründonnerstag und Karfreitag erwarteten uns gleich zwei große Überraschungen. Der Tagesablauf war an den Tagen ein wenig anders, so feierten wir gründonnerstagabends für uns eine Agapefeier, für die wir extra eine Tafel herrichteten und Brot gebacken haben. Am Karfreitag beteten wir Vormittags gemeinsam den Kreuzweg, der uns alle sehr berührt hat und nachdenklich stimmte. Nachmittags fuhren wir dann alle zusammen in das „ Bibeldorf“ wo wir uns eine wunderbare Vorstellung über die Verurteilung Jesu bis hin zur Auferstehung anschauen durften, oder besser gesagt miterleben durften, da es keine gewöhnliche Aufführung war, sondern mehr ein interaktives Theaterstück und wir mitten unter den Schauspielern waren und so hautnah am Geschehen dran.

Es war eine Woche vollgepackt mit Erlebnissen und Erfahrungen, die uns wohl noch lange im Gedächtnis bleiben werden. Das Motto Mitleben -Mitarbeiten.-Mitbeten ist nicht nur wunderbar umgesetzt worden, sondern hat uns allen nebenbei auch noch riesig viel Spaß und Lust auf die Abschlusswoche gemacht, bei der wir dann auch den Rest der Gruppe wiedersehen werden.

Johanna Heinzelmann (MaZ in Vorbereitung auf einen Einsatz in Indien)


Zwischenseminar in Malawi / Carmel 15.02.2016-20.02.2016

Zwischenseminar Malawi

Mut, Zutrauen, Ausdauer, Balance, Zufriedenheit, Glück – jeder kam mit anderen Gefühlen im Zwischenseminar an, das in der Mitte unseres Jahres in Malawi bzw. Mozambique stattfand. Neben uns 6 MaZ’lerinnen der Franziskanerinnen gehörten vier Mädchen aus dem Süden Malawis unserer Gruppe an. Einen langen Weg nahmen ebenso 3 MaZ’lerinnen aus Mozambique auf sich. In diesen Tagen wurde uns die Zeit gegeben intensiv über unsere vergangenen Monate nachzudenken und zu reflektieren. Dabei war das Zusammenkommen von individuellen Personen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Persönlichkeiten eine Bereicherung, die den Blick auf unsere Arbeit im Projekt erweiterte. „Was mache ich gerade? – Wie geht es mir damit? Wie gehe ich mit Druck im Projekt um?“ Leitfragen, um bewusst unser Leben in einem nicht mehr fremden Land zu betrachten und möglicherweise Schwierigkeiten/Hindernisse zu erkennen. Wir tauschten uns aus und gewannen eine gewisse Leichtigkeit mit verschiedenen Situationen umzugehen. Dass wir nicht alleine mit unseren Bedürfnissen nach Privatsphäre, Akzeptanz dastehen, war uns vielleicht nicht von vornherein klar. Wir stecken in einer anderen Kultur, mit der wir uns eventuell nicht in allen Aspekten identifizieren können. Nicht immer ist Pik Trumpf- manchmal ist es auch Herz, Karo oder Kreuz.

Wir passen uns an. verlieren dabei aber nicht unsere eigene Identität. Die Einheiten gestalteten wir im offenen Team gemeinsam mit unseren zwei Teamerinnen, sodass wir besonders Themen ansprachen, die uns auf dem Herzen lagen.

Die Kultur, ein großes Kapitel. Kommunikation. Leben im Projekt; sei es allein, zu zweit als auch zu dritt. Im Alltag von vielen von uns fand sich bisher nicht die Zeit für ein gründliches Gespräch mit seinem Partner. In Carmel durften wir durchatmen und an einem neutralen Ort mit unseren Partnern über das Zusammenleben reden. Wünsche sowie Bedenken wurden geäußert und so die Vertrauensbasis wieder ein Stück gestärkt. Auch unsere Großgruppe, die sich von Beginn an allen Teilnehmern öffnete, festigte der Tagesauflug in die Kamuzu Akademie (Elite Schule nach dem Vorbild der Cambridge Schulen in der UK) nach Kasungu und zum Malawi See nach Nkhota Nkkotha.

Ehe wir in einer gemütlichen Runde, dass Zwischenseminar 15/16 beendeten, sprachen wir zu guter Letzt ein nicht leichtes aber wichtiges Thema an: Abschied und Zukunft. Auf was für eine Gesellschaft werden wir in Deutschland treffen? Worauf freuen wir uns? Was sind unsere Zukunftspläne und vor allem, wie werden wir in gut fünf Monaten von Malawi, unseren Projekten, neu gefundenen Freundschaften und liebgewonnenen Personen Abschied nehmen. Ein Lebensabschnitt wird vorbei sein, ein Neubeginn steht uns bevor. Motiviert, inspiriert und voller Lebensfreude und Elan fuhren wir Heim. Mit dem Gewissen, dass, egal wie wir die verbleibende Zeit erleben, sie perfekt werden wird.

Timaphunzira chichewa – Wir lernen Chichewa!


Sprachwochenende

Am Freitag, den 19.02., war es endlich so weit: nach und nach trudelten alle zukünftigen sechs Missionarinnen auf Zeit, die für ein Jahr nach Malawi gehen werden, in Salzkotten ein. Nach einem leckeren Abendessen lernten wir mit Anna-Michelle, Pia und Sophia, ehemalige MaZ‘ler aus Malawi und jetzige Teamer, unsere ersten Wörter auf Chichewa, und zwar die Begrüßungsfloskeln mithilfe des Muli-bwanji-Liedes, ein selbstgedichtetes Lied zur Melodie von „The lion sleeps tonight“. Diese Lernmethode war äußerst effizient, da wir das ganze Wochenende noch einen Ohrwurm davon hatten.

Nach einer viel zu kurzen Nacht ging es am Samstag mit vielen interessanten Themen und Lerninhalten weiter. Zuerst übten wir den Smalltalk, der in Malawi von großer Bedeutung ist. Weitere Themenschwerpunkte waren die Bildung von Verben auf Chichewa und wie man sich auf dem Markt verhält und dort beispielsweise kabichi (Kohl) kauft. Zwischen den vielen theoretischen Inhalten kam die malawische Kultur auch nicht zu kurz. So wurde uns auch gezeigt, wie man sich eine Chitenje bindet (ein rechteckiges Stück Stoff, was man z.B. als Rock tragen kann) und wir tanzten mehrmals einen traditionellen malawischen Tanz. Außerdem gab´s ja immer noch das Muli-bwanji-Lied, das sofort die Stimmung auflockerte.

Am Abend, welcher wahrscheinlich als das Highlight des Wochenendes bezeichnet werden kann, kochten wir ein typisches malawisches Essen mit dem Grundnahrungsmittel Nsima (Maisbrei) und verschiedenen Beilagen. Auch die Art zu essen passten wir der malawischen Kultur an und so übten wir uns im Mit-der-Hand-essen. Als Nachtisch gab es Bananenkuchen, der ebenfalls mit Maismehl gebacken wurde. Den Abend ließen wir gemütlich ausklingen mit afrikanischer Musik und Fotos und Geschichten aus Malawi.

Nach der Messe und dem Frühstück am Sonntagmorgen erfuhren wir noch ein paar wichtige Fakten und Vokabeln zur Bedeutung der Kirche in Malawi und redeten über typische deutsche Fettnäpfchen. Als letztes schrieb jeder noch einen kurzen Brief an die Projektpartner in Malawi – auf Chichewa! Zum Glück halfen uns die Teamer bei Fragen weiter…

Es war ein sehr spannendes und lehrreiches Wochenende, das die Vorfreude auf unser Auslandsjahr noch gesteigert hat! Zikomo kwambiri (Vielen Dank)!

Pia Bünger

Zwischenseminar 2016 für die Freiwilligen auf der Insel Timor

30.01. – 05.02.2016

Seminar Dili 2016


Am 30.Januar 2016 war es auch für uns Freiwilligen auf der Insel Timor soweit: Das Zwischenseminar stand an. Das Besondere an diesem Seminar: im Anschluss sollte noch ein Partnerseminar stattfinden. Aber erstmal der Reihe nach: An dem Seminar nahmen fünf Freiwillige der Franziskanerinnen und zwei Freiwillige von Missio teil; außerdem eine indonesische Schwester, die ein Jahr als Freiwillige in Deutschland gelebt und gearbeitet hatte. Das Seminar wurde geleitet von Schwester M. Angela und Jessica, einer ehemaligen MaZ´lerin.

Am ersten Tag stellten wir uns gegenseitig unsere Projekte vor und kamen erstmal in Dili, der Hauptstadt von Osttimor, an. Während des Seminars würden wir in dem Projekt von einer der Freiwilligen wohnen. Wir sammelten Themen, über die wir gerne in den nächsten Tagen sprechen würden. Am nächsten Tag hatten wir viel Zeit, um uns mit dem letzten halben Jahr auseinander zu setzten. Heraus kamen kreative Kunstwerke, auf denen wir erkennen konnten, was wir bis jetzt schon erlebt und erreicht hatten, aber auch, welche Probleme sich aufgetan hatten, die wir lösen wollten. Dazu verwendeten wir u.a. die Methode der "kollegialen Beratung". Jeder und jede von uns erzählte den anderen von einem Problem, dass die anderen dann ohne Beteiligung des - oder derjenigen beraten durften. Dabei kamen gute Lösungsvorschläge heraus, an die wir vorher alleine vielleicht gar nicht gedacht hatten.

Partnerworkshop Dili
Partnerworkshop in Dili / Osttimor.

Weil wir die ersten zwei Tage wirklich sehr intensiv gearbeitet hatten, beschlossen wir für den dritten Tag am Meer zu arbeiten. Alle, die zu zweit im Projekt sind, tauschten sich mit ihrem Projektpartner aus und später sprachen wir in Kleingruppen über das Thema "Armut und Reichtum". Am Nachmittag erzählte uns ein timoresischer Pastor mehr über das Land und die Kultur Osttimors. Oft fanden wir unsere eigenen Erlebnisse in seinem Vortrag wieder.

Am 3.Januar kamen unsere Projektpartner dazu. Zunächst arbeiteten wir getrennt voneinander, um uns auf die anstehenden Gespräche vorzubereiten. Später besprachen dann alle zusammen, was wir Freiwilligen uns von den Projektpartnern wünschen und was sich umgekehrt die Partner von den Freiwilligen wünschen. Dabei kam heraus, dass alle so ziemlich die gleichen Erwartungen hatten und die Vorstellungen gut zueinander passten. Am letzten Seminartag führten alle Freiwilligen mit ihren jeweiligen Projektpartnern Einzelgespräche über alles, was bis jetzt gut gelaufen war, aber auch über Dinge, die sich beide Seiten noch zu verändern wünschten. Alle waren sehr offen in diesen Gesprächen und wir tauschten gemeinsam unsere Vorstellungen über das nächste halbe Jahr aus. Am Abend feierten wir noch einen "kulturellen Abend" zusammen. Die Kinder des Kinderheims und die Mitglieder eines Jugendtreffs tanzten typisch timoresische Tänze und sangen und auch wir gaben allen eine kleine Kostprobe typisch deutscher Lieder.


Insgesamt war das Zwischenseminar wirklich sehr emotional. Wir haben sehr offen über alles geredet, geweint und gelacht, quasi das letzte halbe Jahr noch einmal im Schnelldurchlauf erlebt, in dem es zwar traurige und anstrengende Momente gab, aber auch so viele Schöne, dass man gar nicht weiß wohin mit all den Gefühlen. Jetzt gehen wir in die zweite Hälfte unseres Auslandsjahres mit all dem, was wir in diesem Seminar an Neuem dazu gelernt haben.

Sophia Röhrich (MaZ 2015-16 in Timor-Leste)

Zwischenseminar in Indonesien 16.-22.01.2016

Zwischenseminar Nias



Die wunderschöne Insel Nias ist in diesem Jahr der Ort für unser Zwischenseminar in Indonesien mit den MAZ-Freiwilligen Caroline, Tabea, Laura und Talli und drei weiteren Freiwilligen aus Thailand, Franziska, Melissa und Lydia.

Sechs intensive Tage erlebten wir, mit tiefgründigen Gesprächen und Diskussionen.

Es wurde mit verschiedenen pädagogischen Techniken jedes persönliche und projektbezogene Problem in der Gruppe behandelt, welches sich in dem letzten halben Jahr gesammelt oder angestaut hatte. Zusätzlich zu den super Ideen von Jessica und Schwester M. Angela, die mal wieder ein großartiges Seminar auf die Beine stellten, durften auch wir Freiwilligen viel mitbestimmen bei der Themenwahl und den Bearbeitungsweisen. Die wichtigsten Themen waren Hierarchie im Gastland, Konfliktbewältigung, Rückmeldungskultur und einen ersten Blick auf das kommende halbe Jahr zu wagen, welches uns nun bevorsteht.

Die Gruppenzusammenstellung der Indonesien- und Thailandfreiwilligen war einfach perfekt; wir lernten durch Projektvorstellungen auch ganz andere Einsatzbereiche in riesigen Flüchtlingscamps im thailändischen Regenwald kennen und waren schwer beeindruckt, da wir alle von deren Existenz nie gehört hatten. Auch wir Indonesienfreiwilligen berichteten begeistert von unseren Reha - und Kindereinrichtungen und erzählten von unserem Tagesablauf und den schönsten Momenten im Projekt.

Zwischenseminar Nias 2



Auch wenn wir alle in ganz verschiedenen Kulturen und Projekten eingesetzt sind und leben, so merkten wir schnell, dass ähnliche Herausforderungen und Hürden uns beschäftigten.

Zum Ende des Seminars konnte man merken, wie von jedem die ein oder andere Last abgefallen war und wir als Gruppe noch enger zusammengewachsen sind.

Der Tagesausflug zur Mitte des Seminars, der u.a. einen Besuch in einem Museum beinhaltete, brachte uns die niassische Inselkultur und die hier von den Missionaren vollzogene Interkulturation etwas näher und der anschließende Badespaß am Museums-Steg zeigte uns, wie kreativ der ein oder andere es angeht, sich ohne Badeleiter durch Techniken wie Rollen, Rutschen, Robben, Liegestütz, Einhand-, Zweihand-, Unterarmstütz, tausende Anlaufversuche und Kraft-Schreie auf den sicheren Steg zu retten...

(Talli, MaZ in Fodo/ Nias, 23.01.16)


Sprachwochenende Indonesisch – 05.02 – 07.02.2016

sprachkurs

Beim Sprachkurs Indonesisch wurden auch Kinderlieder mit Bewegungen eingeübt.


Kami belajar bahasa Indonesia, (Wir lernen Indonesisch.) hieß es am Karnevalswochenende im Mutterhaus. Einen schönen Einstieg in das Wochenende, die indonesische Kultur und die Sprache, hatten wir bereits am Freitagabend. Durch viele schöne Bilder von Indonesien und aus den Projekten von unseren Teamerinnen Judith und Kathrin, bekamen wir schon mal einen kleinen Eindruck wie es in Indonesien so aussieht und was uns ab August erwartet. Nach den vielen Bildern und den interessanten Geschichten waren wir jetzt mehr als gespannt auch endlich die ersten Wörter zu lernen. So sind wir mit den Zahlen angefangen und konnten uns schon mit indonesischen Schäfchen in den Schlaf zählen.

Auch hatten wir am Abend noch ein indonesisches Geburtstagslied gelernt, welches wir gleich am nächsten Morgen beim Frühstück zum besten geben konnten, da eine der indonesischen Schwestern, die momentan als Freiwillige in Deutschland leben, Geburtstag hatte. Danach ging es dann los mit der ersten richtigen Einheit. Nach den ersten Grammatikregeln und mithilfe einer Vokabelliste konnten wir auch relativ schnell schon die ersten Sätze bilden, denn die indonesische Grammatik ist lange nicht so kompliziert wie die Deutsche.

Die Spracheinheit nach dem Mittagessen, brachte uns einige male zum Schmunzeln, denn in Indonesien fragt man sich nicht, wie es einem geht, oder wie man das Wetter findet, sondern man wird gefragt, ob man heute schon geduscht hätte. Am Abend stand dann wieder die Indonesische Kultur auf dem Plan. Zusammen mit den Indonesischen Schwestern haben wir typisch indonesisch gekocht. Es gab: nasi goreng (gebratener Reis), pisang goreng (gebratene Banane) und dazu telur mata sapi (Spiegelei). So wie in Indonesien üblich haben wir auch versucht, das Messer und die Gabel weg zu lassen und nur mit einem Löffel zu essen, was sogar ziemlich gut geklappt hat. Nach einem sehr leckeren Essen, ließen wir den Abend mit traditioneller indonesischer Musik und indonesischen Tänzen, gemütlich ausklingen.

Nach der Messe am Sonntag starteten wir in unsere letzte Einheit, bei der wir einige wichtige Dinge lernten, zum Beispiel, wie man sich richtig vorstellt oder wie man nach dem Weg fragt. Am Ende haben wir (natürlich noch mithilfe unserer Vokabelliste), einen kleinen Brief für unsere Partnerorganisation geschrieben. Mit vielen neuen Eindrücken der Indonesischen Kultur und der Sprache, einer noch größeren Vorfreude auf unser MaZ -Jahr und einer großen Portion Motivation zum Lernen, hieß es zum Abschied Sampai bertemu lagi! (Auf Wiedersehen).

Stephanie Bauer & Lena Kamp (MaZ in Vorbereitung auf ihren Einsatz 2016-2017 in Indonesien)

 

2. Vorbereitungsseminar (Januarseminar) – 2. – 6. Januar 2016


Abend mit den Schwestern

Abendimpuls mit den Schwestern.

Mit unserem zweiten Seminar im Januar sind wir, die 14 neuen Missionarinnen auf Zeit, unserem Ziel ein Stückchen näher gekommen. Mit großer Vorfreude und gespannten Erwartungen auf die Woche und die anschließende Länder- und Projektwahl starteten wir am 02.01.2016 unser zweites Vorbereitungsseminar.

Die Wiedersehensfreude war riesig!

Ein besinnlicher Input mit schönen Liedern und kleinen Geschichten ganz zu Anfang half uns richtig anzukommen und uns auf die kommenden Tage vorzubereiten.

Sofort ging es weiter mit actionreichen Spielen in dem klostereigenen Vorhof, welche unseren Gruppenzusammenhalt besonders verstärkten. Dabei konnten uns noch nicht einmal Wind und Regen aufhalten. Nach einiger Zeit schafften wir es sogar gemeinsam (mit etwas Hilfe der Teamer) und mit verbundenen Augen den Weg vom Eingangstor der Kirche bis zum Haupttor des Mutterhauses zu finden. Dabei hatte jede einmal die Möglichkeit sich als vorderster Wegweiser oder auch als Aufpasser und Beobachter im Hintergrund auszuprobieren. Nach dem Abendessen ging das Programm auch schon weiter: Schwester Angela und Jessi informierten uns über alles Organisatorische rund um unser Jahr als Missionare auf Zeit. Im Vordergrund stand dabei unsere Versicherung im Ausland und was zu tun ist, wenn ein Notfall eintrifft. Nach diesen sehr informativen und hilfreichen Stunden hatten wir am Abend noch viel Zeit es uns im Antoniushaus gemütlich zu machen, uns über die Eindrücke des ersten Tages und die Erwartungen an die kommenden Tage auszutauschen.

Ausführlicher Bericht zum Download



Freundeskreisbrief 8, 2015




Mit diesem Brief möchten wir Sie alle über die Neuigkeiten aus den Projekten in Indien, Malawi, Indonesien, Timor Leste und Rumänien informieren und Ihnen einen kurzen  Überblick geben, wie es den aktuellen MaZ im Einsatz geht, aber auch einen Blick auf die Zeit nach dem Einsatz werfen und ein aktuelles Thema ansprechen, das sicherlich vielen von uns begegnet: Flüchtlinge in Deutschland.

Download PDF


MaZ 2016 Gruppe

Die künftigen Missionarinnen auf Zeit trafen sich zum 1. Vorbereitungsseminar in Salzkotten.

1. Seminar der MaZ in Vorbereitung 2016/2017

“Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.” - Hermann Hesse

Dies ist das Zitat, welches uns am Anfang des ersten Seminars gegeben wurde. Als Denkimpuls und passende Einleitung – wir alle, die neuen MaZlerinnen des Jahres 2016/17, blicken einem neuen Anfang entgegen. Einem Anfang von neuen Freundschaften, Erfahrungen und Begegnungen.

Diesmal sind wir 17 junge Mädchen, die sich nächstes Jahr auf den Weg machen wollen, in eins der vielen Projekte, welche von den Franziskanerinnen Salzkotten angeboten werden. Wir trafen uns mit den Teamern und Schwestern, mehr oder weniger, um halb sechs im Antoniushaus nach, teilweise, einigen Stunden anstrengender Zug-/Bus- oder Autoanreise. Nachdem wir uns alle etwas gestärkt hatten, begann die 1. Einheit, welche hauptsächlich darin bestand, die Anderen kennenzulernen und sich in der Gruppe einzufinden mithilfe von Spielen und Liedern.

Nach einem bereits vollgepackten Plan für den nächsten Tag schliefen wir die erste Nacht nicht allzu lang; das Frühstück begann um 7.45 Uhr und damit begann ein neuer aufregender Tag.

Uns erwartete eine Kloster-Rally, in der wir in kleinen Gruppen unseren Weg durchs Kloster suchten, um Aufgaben zu meistern und Informationen über die Franziskanerinnen und Franziskus herauszufinden. Natürlich gab es dann, nach einem Kopf-an-Kopf Rennen, eine Stärkung beim Mittagessen. Danach hatten wir kurz eine Verschnaufspause, die die meisten von uns trotzdem zusammen verbrachten, um zu musizieren oder sich auszutauschen.

MaZ-Vorbereitung 2015

Ängste und Erwartungen waren unter anderem Thema beim Vorbereitungsseminar.

Daraufhin waren noch zwei Einheiten vor uns, in denen wir unzählige, aber unglaublich interessante Informationen bekommen sollten. Nachmittags redeten wir über unsere Hoffnungen, Ängste und Erwartungen an das kommende Jahr, aber auch über den Verlauf der Vorbereitungszeit und des MaZ-Jahres. Wir tauschten uns zuerst in Kleingruppen aus, um unsere Ergebnisse dann im Plenum vorstellen zu können. Durch die Rollenspiele der Teamer wurde die Stimmung aufgeheitert und weitergehend gelockert. Damit auch die Selbstreflexion nicht zu kurz kam, wurden wir mit Denk-Impulsen in den Tag oder in die Nacht geschickt.

In der dritten Einheit am Samstag erwarteten wir ehemalige MaZler, die uns von ihren Erfahrungen in den unterschiedlichen Ländern berichteten.

Zuerst wurden mithilfe von PowerPoint Präsentationen mit Musik und Bildern die fünf unterschiedlichen Länder vorgestellt, und nach einer kurzen Pause durch Vesper und Abendessen, ging es mit der Vorstellung der einzelnen Projekte weiter. Es fand ein angeregter Austausch zwischen den Ehemaligen und uns „Neuen“ statt. Wir waren begeistert von den Projekten und wären am liebsten schon sofort aufgebrochen.

Der letzte Morgen wurde mit der Eucharistiefeier eröffnet, wo wir uns zusammen auf den ersten Advent und die Weihnachtszeit einstimmten. Nach einem ausgiebigen Frühstück begann auch schon unsere letzte Einheit für das erste Wochenende, welche hauptsächlich aus „ödem“ Papierkram bestand. Dieser ist jedoch enorm wichtig und nicht zu vermeiden. Also standen wir auch diese etwas trockene Einheit zusammen durch und waren noch immer von ganzem Herzen begeistert.

Unser erstes Seminar ging viel zu schnell vorbei. Wir aber hatten das Gefühl, als ob wir durch dieses Wochenende schon eng zusammengewachsen sind und einander gut kennengelernt haben. Nach dem Mittagessen trennten sich unsere Wege dann vorerst, aber wir freuen uns schon riesig auf das nächste Aufeinandertreffen im Januar.

Und somit erfuhren wir an diesem ersten Wochenende den Anfang einer großen Reise... den Zauber.

Franziska Struwe (MaZ in Vorbereitung)

Bericht vom Teamerwochenende 13.-15.11.2015

Teamer Maz

MaZ-Teamer 


Viele ehemalige Missionarinnen und Missionare auf Zeit engagieren sich als Teamer/in für die Vorbereitung der nachfolgenden MaZ. Hier ein Bericht vom Teamerwochenende.

Am Wochenende vom 13. bis 15.11.2015 traf sich unser Team zum Teamerwochenende in Salzkotten. Unsere Gruppe besteht aus ehemaligen MaZ’lerinnen und Schwestern. Dieses Wochenende war der Start in eine neue Vorbereitung von MaZ für einen Einsatz im Ausland 2016-2017. Im Fokus stand bei uns vor allem die Teamfindung. Themen waren unter anderem unsere Schwächen, Stärken und Fähigkeiten. Durch gruppenbildende Aufgaben konnten wir uns besser kennenlernen und unsere Ziele als Team finden. Daneben war aber auch die konkrete Planung der Vorbereitung ein wichtiges Thema, mit dem wir uns beschäftigten. Besonderes Highlight war unser Ausflug in das Bibeldorf in Rietberg. Dort bekamen wir eine Führung von der Mitbegründerin. Sie stellte für uns dar, wie man die Bibel in heutiger Zeit lesen und verstehen kann und wie die Geschichten konkreten Bezug zu unserem Leben haben können. Mit diesem Ziel wurde das Bibeldorf 2003 gegründet. Besonders spannend waren die verschiedenen Erläuterungen von biblischen Geschichten vor dem Hintergrund der damaligen Zeit. Angesteckt von der Begeisterung und vielen neuen Ideen waren wir alle inspiriert von dem Projekt und seiner Initiatorin. Alles in allem war es ein Wochenende voller Spaß und auch sehr ergebnisreich. Wir haben einen guten Start in eine neue Vorbereitung geschafft und sind voller Vorfreude auf die nächsten Seminare.

Karoline Anneken (Teamerin im MaZ-Team)

Rückkehrerseminar in Salzkotten

Rückkehrerseminar 14 15

Wiedersehensfreude beim Rückkehrerseminar.

Ein lang ersehnter Moment war am Abend des 6. Septembers endlich gekommen. Nach einem Jahr in unseren Einsatzländern Rumänien, Timor-Leste, Malawi, Indien und Indonesien sahen wir 18 Freiwilligen uns endlich im Mutterhaus der Franziskanerinnen in Salzkotten wieder. Die Freude und Aufregung war jedem von uns deutlich anzumerken, weswegen wir auch erst mit einiger Verspätung in das Programm starteten, da jeder so viel zu erzählen und zu zeigen hatte. Doch da durch die Teamer und Sr. Angela mal wieder einiges an gutem Programm vorbereitet worden war, stand einer Woche voller Spaß, Begegnung und Aktion nichts mehr im Wege. Zu Beginn der Woche lag der Fokus auf der Reflexion unseres Einsatzjahres, Zeitstrahlen wurden erstellt und in Einzel- oder Gruppengesprächen wurden verschiedene Themen, die für jeden eine andere Bedeutung hatten, besprochen. Da dieses Seminar für uns war, konnten wir außer einigen organisatorischen Dingen alle Themen selber bestimmen und im offenen Team, welches sich jeden Abend zur Organisation des nächsten Tages traf, mitplanen. Deswegen stand neben Forumtheater, Schaubildern und den bis weit in die Mittagspause hineingehenden Gesprächen auch ein Spaziergang durch das schöne Salzkotten sowie ein gemeinsames Eisessen mit unseren Patenschwestern an. Bei diesem haben wir den Schwestern in Salzkotten, mit denen wir das Jahr über Kontakt hatten, noch mal ganz in Ruhe von unserem Einsatz erzählen können.

spaziergang

Spaziergang durch Salzkotten

Durch die Erfahrungen, die ein jeder in seinem Jahr gemacht hatte und aufgrund der momentanen Lage in Deutschland, herrschte bei allen sehr großes Interesse daran, mehr über die Flüchtlingssituation in Deutschland zu erfahren. Aus diesem Grund hatte Sr. Angela eine Referentin eingeladen, welche die lokale Flüchtlingsarbeit in Salzkotten mitorganisiert und durch das Programm „German Doctors“ schon selber Auslandserfahrungen, u.a. in Indien, gesammelt hatte. Einen Nachmittag lang hatte sie sich Zeit genommen, um zu erzählen und damit wir sie mit unseren Fragen löchern konnten. Solche Möglichkeiten und Begegnungen, neben vielen anderen Dingen und der netten und freundlichen Art mit der man immer in Salzkotten aufgenommen wird, machten jedes Seminar zu einer Zeit auf die man sich schon im Vorhinein freute und an die man auch jetzt noch gerne zurückdenkt. Eine super Gruppe, gut vorbereitete Teamer, immer viel leckeres Essen und über allem der gute Geist von Sr. Angela machten dieses für uns letzte Seminar zu einem ganz besonderen Erlebnis, bei dem am Ende bei allen doch zumindest etwas Wehmut über das Ende dieser gemeinsamen Zeit aufkam. Aber da das Viele, das uns in Salzkotten durch die Teamer und Sr. Angela und alle Helfer und Interessierten gegeben wurde, unmöglich aufzuwiegen ist, bleibt uns am Ende nur noch mal von ganzen Herzen Danke zu sagen, für die Ermöglichung und Mithilfe bei einem Jahr, das ein jeder von uns niemals vergessen wird.

Danke, terimakasih, zikomo, obrigardo, thank you¸ vă mulţumesc !!!

(Hanna Welslau und Bernd Möllmann, MaZ 2014-15)

Back to the roots - Ehemaligen-Wochenende 2015

MaZ Ehemaligen Wochenende

Ehemaligen-Wochenende 2015

Gedicht vom Ehemaligenwochenende

Macht, unter der Politik zusammen kracht.
Herrschen tun Technologie und Finanzen,
unter denen wir wie Marionetten tanzen.
Wir brauchen Kraft, um uns zu wehren,
um neue Ideen zu gebären.

Wichtig sind allen nur nationale und private Ziele und Interessen.
Nein- so wird unsere Erde Stück für Stück aufgefressen
vom Egoismus, vom ewigen Streben nach Macht und Geld,
doch so wird keiner glücklich auf dieser Welt.

Wir alle müssen zusammenhalten,
Menschen, Länder und Kulturen,
um eine bessere Gemeinschaft zu gestalten
und zu hinterlassen nachhaltige Spuren.


Alina Risse und Sophia Dykmann, MaZlerinnen 2013-14

Ehemaligen-Wochenende 2015

Zurück zu den Wurzeln – für viele der MazlerInnen, die sich zum Ehemaligen-Wochenende wiedergetroffen haben, liegt der Beginn ihrer (lebens)langen Zeit als MaZ im Mutterhaus der Franziskanerinnen in Salzkotten. Schon am ersten Abend zeigte sich in einer kurzen Kennlern- bzw. Austauschrunde, dass das Engagement der jungen Menschen über das Einsatzjahr in Malawi, Indien, Indonesien, Osttimor oder Rumänien hinaus in Deutschland weiterlebt, viele der Ehemaligen berichten über ihre Hilfe in Flüchtlingsunterkünften oder Mitarbeit in Jugendorganisationen. Auch der Einstieg ins Thema „Klimawandel – globale Gerechtigkeit“ fand in Form mehrerer Spiele und einer Kleidertauschbörse statt, bei der so manches aussortiertes Kleidungsstück einen neuen Besitzer fand.

Am Samstag konnten zunächst alle in ihren Erinnerungen an die Zeit im Einsatz schwelgen und ihre schönsten Geschichten und Momente mit den anderen teilen, Fotos herumgeben. Auch die begleitenden Schwestern erzählten von ihren persönlichen Schätzen aus der letzten MaZ-Zeit. Der Nachmittag stand ganz im Zeichen der Erde. Eindrucksvolle Bilder aus dem Film „Die Erde von oben“ zeigten, wie weit die Zerstörung der Natur schon fortgeschritten ist. Papst Franziskus gibt in seiner Schrift „Laudato si“ mögliche Erklärungen, warum der Umgang der Menschen mit der Erde so ist, wie er ist und spirituelle Anregungen dazu, wie er sein sollte. Genau damit setzte die Gruppe sich im Anschluss an den Film auseinander.

Unterschiedliche Impulse, wie „lebt dankbar, achtsam und genügsam“ oder „seht, was die Natur, Gottes Schöpfung, euch täglich schenkt“, dienten dabei als Anstoß, das Gesehene und Gehörte kreativ umzusetzen. Bei einem anschließenden Spaziergang durch die Salzkottener Felder wurde immer wieder inne gehalten, ein spontanes Gedicht und ein Gebet vorgetragen, ein Apfel geteilt und die Samen eingepflanzt, auf Natur- und Menschengeräusche gelauscht – kurz gesagt, die Natur auf viele verschiedene Arten bewusst wahrgenommen und gewürdigt. Nach dem Abendessen, das übrigens wie alle Mahlzeiten vegetarisch war, stand der Film „Blickwechsel“ auf dem Programm, in dem mal nicht die Freiwilligen, sondern die Partner in den Einsatzländern zu Wort kommen und ihre Ansichten und Erfahrungen mit den jungen Deutschen darlegen. Der Umgang mit der Kultur, der tatsächliche Nutzen für die Menschen vor Ort und Probleme, die sich durch die Freiwilligendienste ergeben, all das regte zum Nachdenken an, weckte vielleicht die ein oder andere Erinnerung an kritische Situationen; außerdem konnten viele der Freiwilligen auch die außergewöhnlich gute Vorbereitung erneut wertschätzen, die das MaZ-Programm in Salzkotten bietet, sodass mögliche „No-Go“s von vornherein vermieden werden.


Ehemaligen WE 2015

Der Nachmittag stand ganz im Zeichen der Erde.

Abschließend ging es dann am Sonntag um MaZ in Salzkotten. Die geplante Assisi-Fahrt, Verbesserungen an der Vorbereitung der neuen MaZ, ein neuer Name für das Ehemaligenwochenende, das Sommerfest und Aktionen wie einen MaZ-Adventskalender (der im Dezember hier auf der Homepage zu finden ist) und MaZ-Wichteln, all das wurde neu bedacht und mit vielen Ideen bereichert. So kann das neue MaZ-Jahr gut starten und wer weiß, spätestens beim nächsten Ehemaligen-Wochenende geht es zurück ins Kloster.

Kathrin Oel (MaZ 2013-14)

Einführungsseminar Indonesien 2015

MaZ 2015 Indonesien

Die MaZ 2015 / 2016 sind in Indonesien angekommen.




Wir steigen aus dem Flugzeug aus und es steht für uns alle fest: Hier riecht es nach Indonesien. Tropisch-feucht-warme Luft und uns anlächelnde Menschen sind unsere ersten Eindrücke. Schwester Gregorya, ein uns bekanntes Gesicht aus Salzkotten, holte uns ab und brachte uns mit dem Taxi von Medan nach Pematang Siantar. Dort im Mutterhaus wurden wir so herzlich und offen begrüßt und aufgenommen, dass wir uns sofort wohl fühlten...trotz leichtem Schlafentzug der langen Reise. So viele junge Schwestern sind auch dabei, teilweise nicht älter als wir.

Die Maz'ler der letzten Jahre hatten uns darauf vorbereitet: Morgens, Mittags, Abends Fisch mit Reis zum Essen zu bekommen, und doch waren wir zuerst leicht überrascht als wir uns morgens nach der Messe um 6:30 Uhr „Ikan dan Nasi“ (Fisch und Reis) auf die Teller schaufelten. Eigentlich aber echt ganz lecker und gibt definitiv mehr Energie als Brot mit Schokoladenaufstrich. Dass die Indonesier immer Reis essen, ließ Lisa beim lernen des „Vater Unser“ auf Indonesisch feststellen, dass der Text eigentlich nicht sehr zutreffend ist, denn „unser täglich Brot“ hätte doch irgendwie besser „unser täglich Reis“ heißen müssen.

Mit dem Indonesisch-Sprachkurs bei Schwester Gregorya und Schwester Gisela gelingt es uns immer besser auch mit den nicht englisch-sprechenden Schwestern Kontakt aufzunehmen. Manchmal gibt es ein großes Sprachchaos aus Englisch-Deutsch-Tetum-Indonesisch-Vokabeln, was nicht selten zu Verwirrung und Gelächter führt.


Indonesien Ankunft 2015

Auch wenn das Seminarprogramm nicht so straff und vollgepackt ist wie auf den Vorbereitungsseminaren in Salzkotten, so ist es doch unglaublich lehrreich und auch so fallen wir abends todmüde in unsere Pandabären-Bambus-Moskitonetz-Betten.

Ich denke, es ist für uns alle ein großer Vorteil und macht uns den Anfang einfacher, dass wir uns schon durch die letzten Seminare so gut kennen. Wir können in der Gruppe über alle Probleme und Erlebnisse offen sprechen und verstehen uns unglaublich gut. Wir haben in diesen 10 Tagen hier in Indonesien gemerkt, wie wichtig es ist, ein solches Jahr gemeinsam zu beginnen, und hoffen, dass wir uns in einem halben Jahr zum Zwischenseminar wiedertreffen werden. Denn mit wem könnte man sich besser über das Erlebte und Gelernte austauschen als in der Gruppe, mit der man all das angefangen hat.

(Talli, Freiwillige auf Nias 2015-16, 10.09.2015)

Einführungsseminar Malawi 2015


Malawi Einführungsseminar
Sechs Missionare auf Zeit (MaZ) sind 2015 / 2016 in Malawi.

Nach langem Warten und einer guten Vorbereitungszeit in Salzkotten ging es für uns sechs MaZ'lerinnen am 15.08.2015 endlich nach Malawi. Bevor wir in unsere Projekte kommen würden, hatten wir ein zweiwöchiges Einführungsseminar in Ludzi. Dort wurden wir intensiv auf unser kommendes Jahr vorbereitet und dank großer Mühen, Freundlichkeit und Verständnis der Schwestern und Lehrer/innen wurde uns das Ankommen in das für uns noch fremde Land erleichtert.

Neben dem täglichen Chichewa-Unterricht fanden sich Einheiten wie "Interaction", "Cooking & Cleaning" und "Dressing&Washing" im Stundenplan wieder. Vor allem die Interaction-Stunden am Donnerstagnachmittag haben uns große Freude bereitet und ganz nebenbei verbesserte sich dabei bereits unser Chichewa. Auf langen Spaziergängen durch kleine, nahe gelegene Dörfer und zu einem großen Staudamm haben wir immer wieder Menschen und Kinder getroffen, die uns überall herzlich und offen begrüßten. Aufgrund dessen waren die "Ausflüge" zum örtlichen Markt um einiges länger als unsere Einkäufe in Deutschland. An jeder Ecke unterhält man sich mit jemand anderem und überall bekommt man neue Eindrücke. Auch die Kirche in Malawi unterscheidet sich sehr von der in Deutschland. So gibt es beispielsweise vier große Flügel mit Sitzreihen, die alle auf dem Altar ausgerichtet sind. Die gesamte Messe ist mit Gesang ausgeschmückt und jeder bewegt sich im Takt dazu. Für uns ist es atemberaubend, für die Einheimischen normal. Getanzt und gesungen wird in Malawi überall.

Zum Abschluss unseres Seminars in Ludzi haben uns die Schwestern zur konventeigenen Farm eingeladen. Neben Tomaten und Kohl fanden wir auf den Feldern Bananen, Mangos, Orangen, Zuckerrohr, Papayas und Mais. Beim gemeinsamen Kochen von Nsima, dem traditionellen Gericht, hatten wir jede Menge Spaß.

Gut ausgerüstet nahmen wir dann am Dienstag (01.09.2015) voneinander Abschied und machten uns mit gutem Gewissen auf in unsere Projekte. Die zwei Wochen zu sechst taten uns unglaublich gut.

Lynn & Eva (MaZlerinnen 2015-16 in Guilleme, Malawi)


Aussendung 2015



Aussendung 2015

Salzkotten, 13. Juli 2015. Bald starten sie ihren Freiwilligendienst in Malawi, Rumänien, Indien, Indonesien oder Osttimor: 21 junge Menschen, die als Missionarinnen und Missionare auf Zeit (MaZ) der Franziskanerinnen Salzkotten für ein Jahr ins Ausland gehen. Am Samstag, 11. Juli, feierten sie den Aussendungsgottesdienst in der Mutterhauskirche in Salzkotten. mehr 


Qualität im Freiwilligendienst

Logo


Köln / Salzkotten, 1. Juli 2015. Das Projekt „Missionar/in auf Zeit“ (MaZ) der Franziskanerinnen Salzkotten erhielt kürzlich das RAL Gütezeichen. Die seit Mai 2014 bestehende RAL Gütegemeinschaft Internationaler Freiwilligendienst e.V. prüft die Qualität in internationalen Freiwilligendiensten. mehr

Freundeskreisbrief 7, 2015

Cover Freundeskreisbrief




Abschlusswoche und "Mitlebewoche"

Abschlusswoche 2015

Vorbereitungen für die Aussendungsfeier mit dem Thema „Wagt euch zu den Ufern!“

Das Abschlussseminar und die "Mitlebewoche" im Kloster stehen am Ende der einjährigen Vorbereitung auf das Jahr als Missionarin auf Zeit.

In den folgenden Beiträgen berichten MaZ von ihren Erfahrungen bei der Vorbereitung für den Einsatz 2015 / 2016:

Bericht vom Abschlussseminar 2015 (Download)

Bericht von der Mitlebewoche 2015 (Download)

Abschlusswoche 2015 2

Kreatives Arbeiten beim Abschlussseminar der Vorbereitung 2015.

Malawi-Wochenende

TN Malawiwochenende 2015

Teilnehmerinnen des Malawi-Wochenendes 2015


Sprachen Lernen muss nicht langweilig sein - zumindest nicht, wenn man dabei singt und tanzt. Genau so haben wir nämlich damit begonnen, die Landessprache Malawis zu entdecken. Wir waren denkbar stolz, als wir schon nach kurzer Zeit auf Chichewa sagen konnten, dass es uns gut geht und wir uns freuen, unser Gegenüber zu sehen. Dieses Vokabular wird uns wohl immer wieder einfallen, wenn wir das bekannte Lied „The lion sleeps tonight“ hören. Auf schonende Art und Weise wurden uns auch die Grundlagen der Grammatik nähergebracht: Sobald unsere Köpfe nicht mehr aufnahmefähig waren, wurde schnell eine malawische Tanzeinlage in den Lernprozess eingebunden. Wie praktisch, dass man so gleich in den Pausen ein bisschen die andere Kultur kennen lernen konnte! Wir stellten dabei allerdings fest, dass unsere Hüftbeweglichkeit zum Tanzen noch etwas Training bedarf.

Apropos Training – auch das Anziehen eines Chitenje (Wickelrock bestehend aus einem rechteckigen Stück Stoff) verlangt einiges an Übung. Schnell hat man sie nämlich zu eng gewickelt und erfreut sich dann einer Fortbewegungsweise mit erhöhter Stolpergefahr. Spätestens dann, wenn man auch noch Lebensmittel aus dem Salzkottener Supermarkt auf dem Kopf zurück ins Kloster transportieren soll, empfiehlt sich ein gut sitzendes Kleidungsstück.

Am Samstagabend dachten wir, die größten Anstrengungen seien nun langsam überwunden. Wie sollte auch das bisschen Kochen, das noch auf dem Programm stand, anstrengender sein als Vokabeln und Grammatik Lernen oder Einkaufen und Spazierengehen in Wickelrock? Weit gefehlt! Denn das für Malawi typische Maismehl, das gekocht werden sollte, entpuppte sich gemischt mit Wasser als eine äußerst zähflüssige Masse. Hätte einer von uns alleine die ganze Zeit durch den Topf rühren müssen, wäre der Muskelkater im Arm vermutlich nicht ausgeblieben. Durch mehrmaliges Ablösen konnten wir uns aber unbeschwert an den Tisch setzen und versuchen, mit den Händen Maismehl und Beilage zu verspeisen. Das war zwar nicht so einfach, aber lustig anzusehen war es auf jeden Fall!

Am Sonntag traten wir dann wieder den Heimweg an – angefüllt mit Vokabeln, Maismehl und einer groben Vorstellung davon, was uns in Malawi erwartet.

Sprach-und Kulturwochenende Indonesien

 


Sprachwochenende

Beim Sprachwochenende wurde auch indonesisch gekocht und gegessen.



9.1.2015 – 11.1.2015

Am Freitagabend hieß es in Salzkotten: Selamat datang zum Sprach-und Kulturwochenende für alle Missionar/innen auf Zeit, die im Sommer nach Indonesien oder Osttimor reisen werden.
Los ging es mit dem Abendessen, für das die zwei indonesischen Austauschschwestern, Gregorya und Gisela nach typisch indonesischer Art Fisch für uns zubereiteten. Anschließend ließen wir den Abend entspannt mit Bildern aus Indonesien und den jeweiligen Projekten, die die Teamer Judith und Tobi für uns ausgesucht hatten, ausklingen. Außerdem sollte jeder einen Gegenstand, den er persönlich mit Indonesien verbindet, mitbringen und als wir uns in der Runde austauschten, kam so einiges zusammen: Sprachführer, traditionelle Tücher, Karten, Reiseführer, Chiliflocken und Reis.

Der nächste Morgen startete mit der ersten Spracheinheit, bei der uns auch die indonesischen Schwestern kräftig unterstützten. Wir lernten die Aussprache und die Grammatik und konnten erstaunlich schnell die ersten indonesischen Sätze sprechen und schreiben, natürlich mit Hilfe unserer Vokabelliste. Die indonesische Grammatik ist relativ einfach. Noch fehlen uns viele Wörter, doch bis zur Ausreise haben wir noch etwas Zeit zum Lernen. Auch nachmittags folgte eine Spracheinheit, bei der wir viel zu lachen hatten. Die Indonesier unterhalten sich beispielsweise nicht über das Wetter, denn das ist meistens gleich, sondern fragen zum Beispiel: Hast du heute schon geduscht?
Am Abend stand ein selbstgekochtes indonesisches Essen auf dem Plan: nasi goreng, also gebratener Reis. Dazu musste Fleisch und Gemüse von uns kleingeschnitten werden. Die Schwestern kochten im Wok dann das Gemüse mit dem Reis. Dazu gab es kerupuk, eine Art Chips. Zum Nachtisch gab es gebratene, überbackene Bananen und Ananas. Sehr lecker. Wir haben natürlich nicht „normal“ gegessen, sondern saßen im Kreis auf dem Boden und aßen mit den Fingern. Anschließend lehrten uns die indonesischen Schwestern traditionelle indonesische Tänze und im Gegenzug tanzten wir mit ihnen zu unserer Musik. Das machte nicht nur uns sondern auch den Schwestern richtig Spaß. Der Abend klang dann mit gemütlichem Beisammensitzen und Austausch aus. Sehr interessant und aufschlussreich war es, sich über die Unterschiede unserer Kulturen auszutauschen.

Am Sonntag wartete das nächste Highlight in der Messe auf uns. Judith und Schwester Gregorya sangen ein sehr schönes indonesisches Lied. Wir bekamen noch eine weitere Spracheinheit mit ein paar nützlichen Floskeln: Siapa namamu? (Wie heißt du?) oder Apa kabar? (Wie geht es dir?). Somit konnten wir uns auch schon auf Indonesisch vorstellen und ein wenig unterhalten. Wir schrieben sogar eine erste Fassung von einem Vorstellungsbrief für die Partnerorganisationen, natürlich auf Indonesisch. Zum Abschluss besprachen wir noch eine grobe Packliste. An diesem Wochenende kam auch das indonesische Beten nicht zu kurz; zu den Mahlzeiten wurde einfach auf Indonesisch gebetet.
Durch die verschiedenen Einblicke in die Kultur und Sprache Indonesiens wurde die Vorfreude auf unser MaZ-Jahr noch größer!

Laura Meister


2. Vorbereitungsseminar vom 27.-31.12.2014

MaZ 2015

Teilnehmer/innen des zweiten Vorbereitungsseminares im Dezember 2014 in Salzkotten.

Große Erwartungen, viel Spannung und Freude zeichneten das Treffen vom 27.12 bis zum 31.12 aus. Der Grund für dieses Bündel von Emotionen war die bevorstehende Projektwahl. Endlich wussten wir am Ende, auf welches Land und welches Projekt wir uns freuen durften. Doch vor dieser großen Entscheidung stand unser Seminar, welches so begann:

Mit Weihnachtsstimmung im Gepäck trafen alle MaZ´lerinnen und unsere zwei MaZ´ler im Kloster der Franziskanerinnen ein. Direkt nach dem Kaffee ging es auch schon los. Schwester Alexandra, die als Ärztin arbeitet, klärte uns auf über den Inhalt unserer Reiseapotheke und die vorgeschriebenen Impfungen, mit den dazugehörigen - hoffentlich nicht eintretenden - Krankheiten für die einzelnen Länder. Nach diesem kleinen Medizin - „briefing“ wurde in verschiedenen Spielen mit der ganzen Gruppe, Vertrauen gewonnen und jeder konnte sich `mal in einer ganz anderen Position wieder finden, als Anführer oder im Hintergrund. Jeder hatte die Chance, sich auszuprobieren.

Nach gemütlichem Zusammensitzen am Abend und einer gewohnt kurzen Nacht, fanden sich alle MaZ´ler vorbildlich im Gottesdienst am nächsten Morgen wieder. Nach dem Frühstück stand zunächst Fundraising auf dem Programm. Die vielen Möglichkeiten, Spenden zu sammeln, animierten uns, selber Aktionen zu organisieren. Jeder hatte schon eine Idee.

Ebenfalls wichtig an diesem Nachmittag waren die Einzelheiten zu der fid-Gruppenversicherung. Welcher Tarif, welche Haftpflicht Versicherung und wie sieht das mit dem Notfall-Management aus? Diese und weitere Fragen standen notiert in unseren Kladden. Alle Fragen wurden verständlich und geduldig erklärt und wir konnten entspannt zum Mittagessen gehen, als Schwester Angela uns versicherte, dass auch sie ständig über Handy zu erreichen sei.

Ein wichtiger Punkt war noch nicht auf unserem großen Flipchart abgehakt: „Das Missionsverständnis“. „Was denken die Leute, wenn ihr sagt ihr geht als Missionar ins Ausland?“, war die zentrale Frage. Was haben Missionare früher gemacht, wie ist der

2. VB-Seminar

Übung  beim 2. Vorbereitungsseminar im Dez. 2014.

Missionsgedanke entstanden, und wie hat er sich entwickelt? In Kleingruppen haben wir einen Zeitstrahl des „Missionierens“ entwickelt und sind uns über unser eigenes Missionsverständnis klar geworden.

Neben diesen vielen theoretischen und organisatorischen Themen, bekamen wir die Möglichkeit, eine „Plauderstunde“ der besonderen Art zu erleben. In Kleingruppen mit ca. vier MaZ´lern haben wir drei bis vier Schwestern zugeteilt bekommen und durften sie eine Stunde lang ausfragen. „Wieso sind Sie ins Kloster gegangen? Was stört Sie an der Kirche? Und warum grade die Franziskanerinnen Salzkotten?“ Ehrlich und offen wurde uns jede Frage beantwortet und wir legten uns mit neuen Erkenntnissen, Anregungen und vielen tollen Eindrücken ins Bett.

Am nächsten Tag stand unser eigener Lebensweg im Vordergrund. „Biografiearbeit“ war auf dem Flipchart Tagesplan zu lesen. Wir bekamen Wachsmalstifte, Wasserfarben und Buntstifte in die Hände gedrückt und machten uns an diese kreative Arbeit. In unterschiedlichen Bilder, wie Bäumen, Kochtöpfen oder sogar Torten, malten und beschrieben wir unser Leben. Jede auf ihre Art. Wichtige Grundbausteine, die unser Leben stützen, Ängste die unser Leben vielleicht zum Einsturz brachten, was unserer Leben versalzte, wurde gemalt. In Kleingruppen wurde dann über unser Leben gesprochen. Alle Teilnehmer waren begeistert über diese Einheit und wir konnten uns in der Gruppe nochmal ganz persönlich kennenlernen.

Der letzte und gleichzeitig aufregendste Tag stand uns nun bevor. Die Projektwahl stand an. Vormittags und nachmittags, ein ganzer Tag für die Projektwahl. Freude, Ungewissheit und Aufregung machte sich breit, konnte man in der ganzen Gruppe spüren. Aufgrund einer erneuten Präsentation aller Projektplätze, in der nur die Aufgaben, nicht das Projekt selbst und das Land benannt waren, konnten wir uns nochmal Gedanken machen. „Wo bin ich am besten aufgehoben und was macht mir am meisten Spaß?“ ging uns allen durch den Kopf. Letztlich mussten wir uns für drei Favoriten entscheiden und konnten schon einmal schauen, wer will auch in das Projekt, mit wem möchte ich gerne gehen und welche Projekte bleiben unbesetzt. Nach dem Mittagessen wurde es ernst. Letzte Gespräche wurden geführt und manche schienen sich bereits ganz sicher. Doch das letzte Wort war noch nicht gesprochen. Der Nachmittag verlief mindestens genauso spannend. Jeder wurde gefragt: „Warum willst du genau in das Projekt? Warum wählst du diese Schule oder jene Reha Klinik?“ Auch Fragen wie „Hier sucht noch jemand eine Partnerin...könnte sich das jemand vorstellen, …?“ wurden gestellt. Es wurde viel hin und her getauscht, verschiedene Kombinationen wurden durchgespielt, bis sich jede, jeder gut fühlte. Jeder durfte, musste seine persönliche Entscheidung finden, treffen. Das war nicht einfach und forderte von uns allen große Geduld. Dennoch haben nun alle genau das richtige Projekt gefunden und fühlen sich wohl. Das konnten wir den Teamern am Anfang nicht wirklich glauben. Daher geht an dieser Stelle ein ganz herzlicher Dank an die Teamer, die uns nicht nur an diesem spannenden Nachmittag zur Seite standen, um uns viele Infos zu den Projekten zu geben.

Nun freuen sich alle auf das Sprachwochenende, welches für jedes Land einzeln durchgeführt wird. Besonders die „Indonesier“ sind schon sehr gespannt, denn die „Bahasa Indonesia“ fängt schon in ein paar Tagen an.

Caroline Krätzig

Erstes Vorbereitungsseminar für den Einsatz 2015/16

 

Gruppe Erstes Vorbereitungsseminar

Die "neuen" MaZ'ler bei Kennenlern-Spielen des Ersten Vorbereitungsseminars 2014/2015  Foto: MaZ

Neue MAZ 2014/2015 machen sich auf ihren Vorbereitungsweg

21 neue Missionarinnen auf Zeit (MaZ), darunter 19 junge Frauen und 2 junge Männer haben an diesem Wochenende ihren Vorbereitungsweg gestartet. Wir erleben von Anfang an eine sehr offene und dynamische Gruppe mit einem tollen Umgang untereinander. Jeder wird so angenommen wie er ist. Der erste Abend war gefüllt mit lustigen Kennenlern – Spielen und regem Austausch.

Bei einer Kloster-Ralley am Samstag durften die jungen Freiwilligen einen Blick auf das Alltagsleben der Schwestern werfen. Eifrig erfüllten sie ihre Aufgaben und erkundeten auf eigene Faust das Kloster. Dabei waren die Jugendlichen vor allem von dem Kontakt mit den Schwestern begeistert. „Die Schwestern sind viel lockerer als ich dachte“ sagte eine Teilnehmerin mit strahlendem Gesicht.

In einer Motivationsklärung konnten die neuen MAZ ihre Erwartungen, Wünsche und Befürchtungen äußern und dabei entdecken, dass sie mit vielen ihrer Gedanken nicht alleine sind. Der Austausch in der Gruppe ist für die neuen MAZler/innen sehr wertvoll.

 

Kleingruppenarbeit

 

Einige der Teamer stellten gegen Mittag die Länder vor, in welche die Freiwilligen im nächsten Sommer ausreisen werden: Malawi, Indien, Indonesien und Rumänien. Die Impressionen und Bilder helfen bei der Entscheidung in welchem Land die MAZler ein Jahr verbringen wollen. Danach fand eine Projektbörse mit vielen Plakaten und Informationen zu den einzelnen Projekten statt. Viele Fragen wurden gestellt und eine große Aufregung und Vorfreude lag in der Luft.

Samstagabend nahmen die MAZ an der Vesper teil, wie sie es auch in vielen Projekten im Einsatz tun werden und Sonntag gingen Alle gemeinsam in die Eucharistiefeier zum ersten Advent. Nach dem Mittagessen gab es dann noch einige Information zum Organisatorischen und einen gemeinsamen Abschluss, sowie eine Reflexion des ersten Seminares.

Einige der Jugendlichen schilderten, dass sie sich „verwirrt“ fühlen. Man kann dabei aber von einer positiven Verwirrtheit, einem Sich - öffnen für andere Länder und Projekte sprechen. Dieser Prozess, den die Teilnehmer an diesem Wochenende durchlaufen haben ist wichtig, um alle Möglichkeiten in die Entscheidung miteinzubeziehen.

Der Abschied war voller Vorfreude auf das nächste Treffen in Salzkotten.

 

Hannah Heine, Teamerin

1.12.2014

 

Planungswochenende zur Vorbereitung der Seminare 2014-15

Planungswochenende

Teilnehmer/innen des MaZ-Planungswochenendes

 

Auch in diesem Jahr hat sich ein Team von zurückgekehrten MaZ wieder in Salzkotten eingefunden, um die Vorbereitung des nächsten Jahrgangs zu planen. Neben den „alten Hasen“ aus dem Kernteam waren auch wieder neue Teammitglieder dabei, die dieses Jahr zum ersten Mal mit vorbereiten. Von Freitagabend bis Sonntagmittag wurde an dem Programm für die nächsten Seminare gefeilt und Erfahrungen aus den letzten Jahren diskutiert. Natürlich waren auch die MaZ im Einsatz ein Thema, die gerade ihre Erfahrungen in ihren Projekten machen und von uns stets gedanklich begleitet werden.

 

Planungswochende_2

Für Essen und Spaß war auch gesorgt.  Fotos (2): MaZ

 

Ebenso durfte der Spaß in der Zeit nicht zu kurz kommen, genauso wie die Begegnung und der Austausch im Team. So gab es neben dem Planen auch einen langen Spaziergang durch Salzkotten und zwei schöne gemeinsame Abende mit Spiel und Spaß, bei denen auch die Schwestern aus dem Noviziat dabei waren. Insgesamt war es ein sehr schönes und auch produktives Treffen und der Start in die neue Vorbereitung für den Jahrgang 2015/16. Das gesamte Team freut sich auf die „Neuen“, auf den gemeinsamen Vorbereitungsweg, der ja schon in zwei Wochen mit dem ersten Seminarwochenende zum Kennenlernen beginnt.

Anna Michelle Brunder

 

Rückkehrerseminar und Ehemaligen-Wochenende 2014

Gruppe Rückkehrer und Ehemalige 2014

19 Missionar/innen auf Zeit (MaZ) trafen sich nach ihrem Auslandsjahr zusammen mit Ehemaligen zum Rückkehrerseminar in Salzkotten. Foto: MaZ

 

Salzkotten. Zum einwöchigen Rückkehrerseminar trafen sich all 19 Missionar/innen auf Zeit (MaZ) im Antoniushaus der Franziskanerinnen Salzkotten wieder. Für die Teilnehmerinnen war es eine große Freude, alle wiederzusehen. So stand bei dem Treffen auch der gegenseitige Austausch im Vordergrund. Bereits in den ersten Tagen zeigte sich, dass viele noch in Gedanken in der Ferne, in ihren Projekten und bei den malawischen, indonesischen, indischen oder rumänischen Freunden waren. Im Laufe der Woche rückte aber das Leben in Deutschland wieder mehr in den Blickpunkt. Durch viel persönliche Reflektion sowie Gespräche in Klein- und Großgruppen, im Freien und im Haus war für jede/n Einzelne/n viel Raum da, um das Jahr noch einmal nachwirken zu lassen. Dabei ging es unter anderem um Themen, wie „Negative Erfahrungen“, „Abschließen und Ereignisse für sich stehen lassen“, „Glaube und Religion“ oder „Wiederankommen in Deutschland“.  Die Themen wurden dabei von den Freiwilligen selbst eingebracht. Das Rückkehrerseminar ist Teil der umfangreichen Vor- und Nachbereitung des Auslandjahres als MaZ.

Bericht von MaZ Kathrin Oel

 

Kleingruppenarbeit

Kleingruppenarbeit beim Rückkehrerseminar 2014   Foto: MaZ

 

Bericht Ehemaligenwochenende 2014

 

Abschlussseminar 3.-12.07.2014

Aussendung/Sommerfest am 12.07.14

 

Abschlussseminar 2014

Runde beim Abschlussseminar 2014

 

Salzkotten, August 2014. Im August reisen 19 junge Menschen für ein Jahr als Missionarinnen und Missionare auf Zeit (MaZ) zu den Projekten der Franziskanerinnen und ihrer Partnerorganisationen in Afrika, Indonesien, Osttimor, Indien und Rumänien. Vom Abschluss der einjährigen intensiven Vorbereitungszeit berichtet Mirjam Klauke vom MaZ-Leitungsteam auf der „MaZ“-Seite. 

„Die Zeit schritt voran. Schon war es Juli, Zeit für die Abschlusswoche in Salzkotten. Zum letzten Mal vor ihrem Einsatz trafen die MaZ vom 3. bis 12. Juli in Salzkotten zusammen. Die Abiturprüfungen waren überstanden, für alle spürbar waren die MaZ froh und glücklich, diesen Lebensabschnitt gemeistert zu haben und ließen sich nun mit viel Vorfreude, Kreativität und hoher Intensität auf die letzten Seminartage vor ihrer Abreise ein.
Besprochen wurden unter anderem Themen wie Krisenmanagement, Gefahren, Erwartungshaltung, Eigeninitiative, aber auch globales Lernen und die Rollen der Partner-, sowie der Entsendeorganisation sowie auch die eigene Rolle im Land. Der Umgang mit Leistungsdruck und Methoden der Stressbewältigung hatten ebenfalls ihren Raum.
Mit hoher Sensibilität wurde das Thema Abschied behandelt. Die Freiwilligen stehen nun kurz davor, ihren Verwandten, Freunden und Bekannten für ein Jahr auf Wiedersehen zu sagen. Jeder muss für sich selber einen Weg finden, wie er/sie mit einem guten Gefühl die Liebsten ein Jahr lassen kann. Es war wirklich schön zu sehen, wie die Gruppe sich mit diesem schweren Thema auseinandersetzte und sich gegenseitig stützte.

 

Waffelbakaktion

MaZ gestalten eine Nachmittag für die älteren Schwestern im Mutterhaus.

 

Aber nicht nur harte inhaltliche Arbeit war in dieser Woche wichtig. Es gab auch Zeit für Begegnung. So fand eine Waffelback-Aktion mit den Schwestern, Patienten und Mitarbeitern aus dem Altenheim St. Clara statt, sowie ein Begegnungsabend mit den Schwestern im Mutterhaus. Beide Treffen waren geprägt von viel Offenheit, Spaß und gegenseitiger Wertschätzung und Verbundenheit. Es erfüllte einen mit Freude, mit welcher Selbstverständlichkeit sich die jungen MaZ um andere kümmerten, ein Programm auf die Beine stellten und immer da waren, wenn sie gebraucht wurden. So kann im Einsatz nichts mehr schief gehen.
Neben all diesen Dingen musste jedoch noch etwas anderes durch die MaZ in Vorbereitung geleistet werden. Die Aussendungsfeier verbunden mit dem Sommerfest stand an und bedurfte noch einiger Vorbereitung. Mit hoher Disziplin und Strukturiertheit widmeten sich die MaZ sogar in ihren Pausen beispielsweise der Gottesdienstvorbereitung oder dem Bühnenprogramm.
So konnten die Familien und viele Gäste ein sehr schönes Sommerfest erleben mit vielen Begegnungen und gutem Management der MaZ und natürlich aller Beteiligten in Salzkotten.
Nun bleibt mir nur eines: Den MaZ in Vorbereitung und auch den anderen Teamern und den Schwestern DANKE zu sagen, für so viele schöne Seminartage, hohe Einsatzbereitschaft und Offenheit und immer wieder tolle Gespräche.
Ich wünsche euch ein supertolles Jahr in eurem Einsatz, viele schöne Begegnungen, aber auch einige schwere, denn diese lassen einen besonders wachsen - und außerdem viele neue spannende Sichtweisen."

Mirjam Klauke, Leitungsteam

 

Dank von Schwester M. Angela Benoit

Am Ende dieses Vorbereitungsweges ist es mir ein Anliegen, vor allem unseren MaZ´lerinnen und MaZ´ler im Leitungsteam einen großen DANK auszusprechen. Mit hohem Engagement und Zeitaufwand waren und sind sie unermüdlich zur Stelle, wo sie gebraucht werden, haben sie diese Monate der Vorbereitung mit uns gestaltet. Allen ist es ein großes Anliegen, diese Vorbereitung, Begleitung im Einsatz der jungen Menschen qualitativ mit jedem Jahrgang weiter zu verbessern. Mit all ihren Fähigkeiten, Wissen und Können setzen sie sich ehrenamtlich ein und ermöglichen uns, diesen Dienst als Gemeinschaft weiterhin anbieten zu können. Es ist ein wertvolles Geben und Nehmen zwischen Schwestern, Teamern und MaZ´lern in Vorbereitung, Einsatz und Rückkehr.

DANKE, Schw. M. Angela Benoit

 

 

4. Vorbereitungsseminar 2014: Wiedersehen in Salzkotten

 

4. Seminar 2014

 

Vom 11.4.-15.4. hat sich unsere Gruppe bestehend aus 19 hochmotivierten MaZlerInnen wieder, zu unserem 4ten Seminar bereits, im Antoniushaus in Salzkotten versammelt. Ein großer Teil der Gruppe reiste allerdings erst am Samstagmorgen an, da für viele Freitag der letzte Schultag war. Als dann alle versammelt waren, ging es direkt mit dem straffen und spannenden Programm los. Wir hörten Referate zu den Themen Rassismus, Sinn und Unsinn von Freiwilligendiensten und Fundraising. Außerdem begannen wir damit unser Sommerfest, welches am 12. Juli als Aussendungsfest für unser Jahr im Ausland stattfinden wird, zu planen.

 

4. Seminar 2014

 

Dank der gründlichen und guten Vorbereitung der Teamer standen natürlich im Vordergrund Einheiten zu Themen wie interkulturelle Kommunikation, der Umgang mit Konfliktsituationen und unserer Rolle als MaZ im Projekt an, ein Kinderspiel, da wir diese durch Rollenspiele und Forumstheater erarbeiteten. Am Samstagabend haben wir uns wieder in Ländergruppen zusammengesetzt und mit den bereits vom Auslandsjahr zurückgekehrten Teamern weitere Fragen über Land, Kultur und Leute klären können. Die Gespräche, Musik und vielen Bilder zeigten uns nochmals viele Aspekte unserer Einsatzländer und steigerten die Vorfreude bei jedem, genauso wie das Bewusstsein, dass es bis zu unserer Aussendung nicht mehr lange hin ist.

 

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Neuer Freundeskreisbrief

 

cover Freundeskreisbrief

Malawi-Wochenende  21. – 23. Februar 2014

Malawi-Wochenende

So ging es auch zum Einkauf in die Stadt.

 

Muli bwanji? Ndili bwino! – Wie geht es Dir? Mir geht es gut!

Uns ging es tatsächlich richtig gut beim Chichewa-Sprachwochenende, das für  uns sechs Mädchen und  einen  Jungen mit einer Einführung in die malawische Begrüßung und Verabschiedung begann. Liebevoll hatten die ehemaligen MaZ`lerinnen Julia, Larissa und Anna Michelle den Gruppenraum und alles andere  vorbereitet. Um den Ablauf der Begrüßungsformeln besser verinnerlichen zu können, haben wir ein Lied mit einem selbst gedichteten Liedtext zu der Melodie von „The lion sleeps tonight“ gesungen, was uns sehr viel Spaß gemacht hat - obwohl vielleicht nicht alle so gut singen konnten.

Samstagmorgen hatten wir eine Grammatikeinheit, die durch verschiedene Tänze wie einen malawischen Fruchtbarkeitstanz und dem Singspiel „I do what I do“ aufgelockert wurde.

Gegen Mittag sind wir einkaufen gegangen... und zwar mit Chitenjen, bunt gemusterte afrikanische Wickelröcke  - auch das Geburtstagskind Bernd wurde nicht davon verschont. Wir waren der Hingucker für die Leute. Nach dem Einkauf, welcher - ganz im afrikanischen Stil - eingewickelt in eine Chitenje auf dem Kopf getragen wurde, haben wir unser Abendessen vorbereitet.

Es gab Maisbrei original aus Malawi mit zwei Beilagen: Kohl mit Tomate und Rührei mit Tomate. Als Nachtisch gab es einen nicht ganz aufgegangenen Bananenkuchen, den wir unserem Geburtstagskind tanzend übergeben haben. Auch die zwei Firmlinge, die MaZ als soziales Projekt in ihrer Vorbereitung vorstellen, haben ordentlich mitgetanzt und mitgesungen.

Am Sonntag waren wir dann schon so weit, dass wir kurze Briefe in Chichewa an unsere Projektpartner schreiben und mit der Vokabelschlange unser Wissen auf die Probe stellen konnten. Die Sprache ist im Grunde einfach zu durchblicken, man muss halt nur lernen, lernen, lernen...

Lara Wenzel

Neue MaZ 2014 bereiten sich vor

 

Maz_2014

19 Missionarinnen und Missionare auf Zeit bereiten sich 2014 auf ihren Einsatz vor. Foto: MaZ

 

19 neue Missionarinnen auf Zeit (MaZ), darunter 17 junge Frauen und zwei Männer, bereiten sich zurzeit auf ihren Auslandsaufenthalt vor. Voll Neugier und mit vielen Fragen nahmen sie Ende letzten Jahres am ersten Wochenend-Seminar teil. In einem zweiten Seminar ging es unter anderem um das Missionsverständnis und das Kennenlernen der Franziskanerinnen Salzkotten sowie der franziskanischen Spiritualität.

Die Teame Maria Neher, Jessica Peters, Clara Braungart, Julia Böckmann und Judith Peters, selbst früher als Missionarinnen auf Zeit im Einsatz, gestalteten die Vorbereitung. Laura Sallen und Ann Kristin Dawid waren außerdem zum ersten mal mit im Team der Vorbereitung.

Katarina Nicolic, eine der neuen MaZ schreibt: „Es ging vor allen darum, uns gegenseitig kennenzulernen und nochmal eine genaue Definition über die franziskanische Ordensgemeinschaft und deren Bedeutung für unser MAZ-Jahr zu erhalten.“ Dazu gab es eine „Kloster-Rallye“, die nicht nur in die verschiedenen Räume des Klosters führte, sondern auch in der Begegnung mit einigen Schwestern die Spiritualität der Gemeinschaft beleuchtete. Am Samstagabend gab es außerdem eine Einstimmung zum Advent in der Mutterhauskirche, in der es um „das Ausschauhalten“ nach dem, was kommt, ging.

 

maz 2014 1. Seminar

MaZ-Einführungsseminar 2014 im Mutterhaus der Franziskanerinnen. Foto: maz

 

In einer „Motivationsklärung“ zum MaZ-Einsatzes konnten die jungen Leute ihre Erwartungen, Wünsche, aber auch ihre Ängste zur Sprache bringen – was für einige sehr beruhigend wirkte, da diese sich innerhalb der Gruppe ähnelten. Das gab schon mal für alle ein starkes und nicht zu unterschätzendes „Wir“-Gefühl. Katarina ergänzt dazu: „Die Teamer haben mit uns Kennenlern-Spiele unternommen sowie uns einen persönlichen Einblick in verschiedene Projekte und Erfahrungen geboten. Wir erhielten außerdem schon den Vertrag und damit die Verantwortung, bereits einige Utensilien und Gedanken bis zum nächsten Seminar mit zu bringen. Denn in dem nächsten, viertägigen Seminar, ging es schon um die Projektwahl.“

 

maz 2014 1. Seminar

Gegenseitiges Kennenlernen war ein wichtiger Teil des 1. Seminars für die neuen MaZ. Foto: maz

 

Zum zweiten Seminar kam Benedikt Edeler im Team dazu, ansonsten war den neuen MaZ alles schon sehr vertraut. Wir erlebten von Anfang an eine muntere und engagierte Gruppe, was uns alle sehr erfreute. Am ersten Tag ging es um das Missionsverständnis heute auf dem Hintergrund der historischen Entwicklung. Dabei ging es auch um den eigenen Glauben, wie er persönlich gelebt wird. Dazu bot sich eine gute Austauschmöglichkeit an, „indem wir uns mit Schwestern des Ordens in kleinen Gruppen und später dann im Plenum darüber unterhielten.“, so Katarina. „Die Schwestern erzählten uns beispielsweise ihre Beweggründe ins Kloster zu gehen und weitere persönliche Merkmale ihrer Spiritualität.“ - Wer weiß, ob hier nicht schon die ersten Kontakte für die späteren Patenschaften der Schwestern für die MaZ geknüpft wurden?!

 

 

maz 2014 2. Seminar

Gruppendynamik und Reflexionen waren Teil des 2. Vorbereitungsseminares 2014. Foto: maz

 

Am folgenden Tag erlebten alle viel Spaß bei den Teamfindungspielen und reflektierten ernsthaft über die Gruppendynamik dabei. Am Nachmittag führte Schwester M. Angela in die franziskanische Spiritualität ein, die alle mit Interesse aufnahmen. Auch die Teilnahme am Stundengebet und der Eucharistiefeier gehörten dazu.

Katarina berichtet weiter: „Dies alles diente vorbereitend für unsere eigene Reflexion. Denn wir klärten nicht nur unseren religiösen Hintergrund, wir erarbeiteten vielmehr ein Selbstbild. Denn durch die autobiographische Arbeit, erst für uns selbst und dann offen in kleinen Gruppen, haben wir alle eine ehrliche Haltung darüber bekommen, was für ein Mensch wir oder die mir gegenüberliegende Person ist. Dies war sehr wichtig für die Projektfindung, denn dadurch, dass wir solch eine Reflexion hinter uns hatten, konnten wir alle für uns filtern, was am besten zu einem passt; ob man ein Jahr lang mit einer anderen Person in einer Gemeinschaft leben kann, und wenn ja, mit wem. Zum anderen haben wir auch sehr viele andere Informationen erhalten, wie Organisatorisches oder die Gesundheitsvorsorge für die Länder, in die ausgesandt wird.“

Mit diesem „Rüstzeug“ kam es dann zum spannenden Tag der Projektwahl. Katharina: „Es war für einige sehr belastend, da sich viele noch nicht sicher waren, da es doch so viele schöne Projekt gibt. Fragen wie `Will ich wirklich nach Indien?`, `Passt das andere Projekt doch nicht besser zu mir?` oder `Komme ich mit der Person, die auch dahin will, aus?`, bereiteten vielen Kopfzerbrechen. Doch durch die Hilfe der Teamer und der eigenen Reflexion fand jeder am Ende glücklich sein Projekt. „ Danach war die Stimmung in der Gruppe sehr gelöst und ausgelassen, denn es gab ja allen Grund zum Feiern nach diesen intensiven Tagen.

Katarina Nikolic und Schw. M. Alexandra Völzke

 

Indonesien Wochenende 10. bis 12. Januar 2014

Viel Spaß und Vorfreude zeichneten unser Wochenende aus - mit ersten Erfahrungen in der indonesischen Sprache, mit indonesischer Küche, indonesischen Tänzen, indonesischer Musik und indonesischem Film. - Das Wochenende war rundum perfekt!

Wir erlebten drei schöne und sehr informative Indonesien-Tage.

 

Nach unserem gemeinsamen Abendessen trafen wir uns mit einigen Schwestern und wurden von Judith (die schon ein Jahr als MaZ in Indonesien verbracht hat) durch den Abend geführt. Um uns auf das Land so richtig einlassen zu können, trugen wir zusammen, was jeder einzelne von uns mit Indonesien verbindet. Egal, ob es Essstäbchen oder Palmen waren, ob Fische, Reiseführer oder Schmuck aus Vulkangestein, unsere zwei indonesischen Schwestern Dafrosa und Fernanda, die für ein Jahr hier in Deutschland zu Besuch sind, erzählten uns mehr darüber in einer Begeisterung, die in uns schon richtig Vorfreude weckte. Auf verschiedenen Landkarten schauten wir gemeinsam, wer wo sein Jahr verbringen wird.

 

Die Bilder, die Judith uns dann über das Leben in Indonesien zeigte, brachten uns richtig in Stimmung, sodass wir voller Tatendrang endlich die Sprache erlernen wollten. Wir waren alle etwas skeptisch: Ist die Sprache sehr schwer? Schaffen wir das? Reicht uns das eine Wochenende dafür, um die Grundzüge der Sprache zu erlernen? Wie sich dann im Laufe der drei Tage herausstellen sollte, war diese Skepsis unbegründet. Noch am selben Abend konnten wir (- mit Spickzettel -) schon bis 100 zählen.

 

Mit Tobi kam am Abend ein weiterer „Indonesien-Experte“ hinzu. Auch er war wie Judith ein Jahr als MaZ in Indonesien unterwegs. Wir starteten am Samstag Morgen schon sehr früh, und am Abend waren wir eingeweiht in Aufbau und Struktur der indonesischen Sprache. Satzbau, Verneinung, Fragen, Zeiten, Redewendungen – dass eine Sprache so einfach sein kann, hätte niemand von uns gedacht! Zum Schluss konnte jeder von uns schon einen Brief formulieren, den wir an unser Projekt schicken werden.

 

Jetzt gilt es nur noch, das Gelernte in unseren Köpfen gut abzuspeichern und Vokabeln zu büffeln.

Alexandra Medele

 

Neuer Freundeskreis-Brief

Freundeskreisbrief cover

 

 

Am 5. Dezember 2013 erschien der neue Freundeskreis-Brief mit aktuellen Berichten aus den Einsätzen:

Freundeskreisbrief Dez. 2013 zum Download

Maz Teamer-Wochenende

 

Teamer Wochenende 2013

Teamer-Wochenende in Salzkotten. Foto: fcjm

 

Salzkotten. Vom 25.10. bis zum 27.10.2013 traf sich das neu formierte Team, das die neuen Missionarinnen und Missionare auf Zeit (MaZ) auf dem Weg in ihre Einsatzländer im Jahr 2013/2014 begleiten wird. Ein Wochenende lang planten die Teamer die Seminare, in denen die neuen Freiwilligen auf ihre Einsätze vorbereitet werden. Aufgaben wurden verteilt, Termine festgelegt, das letzte Jahr wurde kritisch evaluiert und die kommenden Seminare genau geplant.

 

Das Team besteht in diesem Jahr aus einer genauso gemischten wie kompetenten Gruppe. Insgesamt bilden 11 Ehemalige das Kernteam, das gezielt auch von anderen Zurückgekehrten, z. B. bei den länderspezifischen Sprachwochenenden, unterstützt wird. Schon erfahrene Teamer arbeiteten die zahlreichen neuen Teamer schnell ein.

 

Doch nicht nur Arbeit stand auf dem Programm. Ein langer Spaziergang durch das herbstliche Salzkotten, viele lange Gespräche und der gemeinsame Gottesdienstbesuch rundeten das Wochenende ab und ließen die Vorfreude der Teamer auf das erste Seminar Ende November im Antoniushaus in Salzkotten zusätzlich steigen.

 

Das Team 2013/2014:

Clara Braungart, Maria Neher, Jessica Peters, Judith Peters, Julia Böckmann, Laura Bröker, Mirjam Klauke, Laura Sallen, Ann-Kristin Dawid, Karoline Anneken, Benedikt Edeler

 


MaZ Rückkehrwochenende 2013

 

Rückkehrwochenende 2013 

Gruppe vom MaZ-Rückkehrwochenende 2013 vor dem Franziskusbrunnen am Mutterhaus der Franziskanerinnen. Foto: fcjm

 

Zu der Begleitung der Missionar/innen auf Zeit (MaZ) zählt in jedem Jahr auch ein Wochenende für die von ihren Einsätzen nach Deutschland zurück gekehrten MaZ. Davon berichtet Rückkehrerin Christina Polk, die 2012 / 2013 Missionarin auf Zeit in Malawi war:

 

„Kaum zu glauben, wie schnell doch ein Jahr voller aufregender und erlebnisreicher Stunden vergeht…“. Solche und ähnliche Sätze hörte man auch beim diesjährigen Rückkehrer-Wochenende im September 2013 im Mutterhaus in Salzkotten wieder. Doch da sich zu den gerade frisch aus dem Einsatz zurück gekommenen MaZ auch die mischten, welche bereits wieder gut im deutschen Alltagsleben angekommen waren und deren Dienst schon das ein oder andere Jahr zurückliegt, gab es einen bunten Mix an Gesprächsthemen, die das Wochenende füllten.

 

Ein strenger Zeit- und Aufgabenplan lag nicht vor und deshalb konnten die Momente ausgiebig zum Gespräch und zum Erfahrungsaustausch genutzt werden. Es ist wirklich erstaunlich, was die Freiwilligen in „ihrem speziellen“ Jahr erlebt haben, aber auch gut zu wissen, dass viele ähnliche Erfahrungen mit Land und Leuten gemacht wurden. Hier hatte man einfach das Gefühl, dass man verstanden wird, was sich vielleicht im Alltag mit seinen Mitmenschen schwierig gestaltet. Die meisten Ehemaligen haben ein Gesicht zum jeweiligen Namen oder kennen den- oder diejenige sogar persönlich.

 

Begonnen hat das Wochenende am Freitagabend mit einer Kennenlernrunde, mit Äußerungen über die eigenen Erwartungen der gemeinsamen Zeit und mit Vorschlägen für die Tage im Mutterhaus. Der Rest des Abends war voll mit Wiedersehensfreude und ganz vielen Erlebnissen, die unbedingt ausgetauscht werden mussten. Am Samstagmorgen nach dem Frühstück, das ausnahmsweise einmal später als zur üblichen „Klosterzeit“ stattfand, stellten einige der Ehemaligen das „Eine Welt Camp“ noch einmal genauer vor, gaben uns Neuen „MaZ in Deutschland“ Tipps, wie und wo wir uns auch hier daheim noch engagieren können und wie wir den MaZ-Geist weitertragen können. Anschließend ging es zum gemeinsamen Gruppenfoto in den Klosterhof und später dann in kleine „Projektgruppen“, welche die Vorbereitungen besprachen, die für die nächste Freiwilligen-Gruppe anstanden. Es gab Themen wie das nächste Sommerfest, das Sprachen-Wochenende oder die Vorbereitung der neuen MaZ im Allgemeinen. So wurden eifrig Vorschläge eingebracht und diskutiert, bis ein Grundgerüst stand. Nach dem Mittagessen ging es mit Schwester Alexandra zu einem Spaziergang in die Natur. Wir genossen das schöne Wetter und kamen noch einmal ganz anders ins Gespräch. Was alle sichtlich begeisterte, waren die Quelle, zu der wir unterwegs waren bzw. das kalte Wasser-Tret-Becken, in welches sich einige Mutige trauten, um sich die Füße zu kühlen.

 

Am Nachmittag und Abend zeigten wir uns gegenseitig einige Bilder und Powerpoint Präsentationen, oder tauschten Videos und Musik, welche Eindrücke des Einsatzes darstellen oder Erinnerungen wieder aufleben ließen. Man fühlte sich sofort wieder zurückversetzt an den Ort, an dem man vielleicht noch vor einigen Wochen selbst war. Ein erheiterndes Spiel mit religiösem Hintergrund bildete den Abschluss des Abends, zu dem auch einige andere Schwestern gekommen waren, um mit den MaZ’lern Zeit zu verbringen; unter anderem auch Schwester Veronika aus Madisi, die sich gerade auf Heimaturlaub in Deutschland befand.

 

Nach dem sonntäglichen Gottesdienst setzten sich abschließend alle noch einmal zusammen und reflektierten das Wochenende. Letzte wichtige organisatorische Dinge wurden geklärt, bevor es zum Mittagessen und ans Aufräumen ging.

Dann war die wunderbare Zeit auch schon wieder vorbei und es ging ans Abschied nehmen….vielleicht auf ungewisse Zeit. Aber hoffentlich auf ein baldiges Wiedersehen in Salzkotten!

Rückkehrerin Christina Polk, MaZ in Malawi 2012/13

 

Bericht vom Reflexions-Seminar 2013 (PDF)

 

 


Bericht von der Abschlusswoche 2013

 

MaZ Aussendung

Salzkotten, 13. Juli 2013. „Wir machen uns auf den Weg“, kündigten 19 neue Missionarinnen und ein Missionar auf Zeit (MaZ) am Samstag, 13. Juli, in der Mutterhauskirche der Franziskanerinnen Salzkotten an. Auf den Weg machen sie sich für ein Jahr als Freiwillige zu den Hilfsprojekten der Franziskanerinnen Salzkotten und ihrer Partner in Afrika, Indonesien, Indien und Rumänien.

 

Von der Abschlusswoche berichtet im folgenden Beitrag Kathrin Oel:

 

„Ey, in 40 Tagen fliegen wir los!!“ „Was, echt???“

 

Für viele kaum zu glauben, begann das letzte Vorbereitungsseminar der Missionare auf Zeit Anfang Juli. Was zuvor gefühlt noch in ferner Zukunft lag, wurde real: der Abschied von Familie, Freunden und Deutschland und der Schritt in einen neuen Lebensabschnitt, in die Projekte, die für ein Jahr Zuhause für 19 junge Frauen und 1 Mann sein werden.

Die Besonderheit dieser letzten Woche in Deutschland zeigt sich auch ganz praktisch: viele der neuen Freiwilligen können erst verspätet zum Seminar kommen oder fahren zwischendurch nach Hause, um ihr Abitur zu feiern, andere haben die Schulzeit längst hinter sich gelassen und sind von Anfang an bereit. Während des Seminars wechseln sich wichtige Themen wie der Kontakt nach Hause, Abschied, Heimweh, aber auch Leben in Gemeinschaft und das Berichte Verfassen mit Planungen für das Sommerfest und natürlich mit ganz viel Spaß ab.

 

MaZ Waschmaschine

Spaß in der Gruppe: Beim Waschen der MaZ-T-Shirts entstand die Idee zu diesem Foto.

Foto: MaZ fcjm

 

Mit der Unterstützung ehemaliger MaZ´ler konnte alles, was noch in der Seele brannte, geklärt werden; auch mögliche Probleme, die der ein oder andere nicht so sehr präsent hatte, rückten in den Blickpunkt. Gerade durch das Verständnis, das jeder neue MaZ´ler für die Sorgen der Anderen aufbringen konnte, wuchs die Gruppe enorm zusammen, sodass der Abschied nach dem Sommerfest der erste „richtige“ Abschied für viele war.

Highlights wie das Kennenlernen der Patenschwestern, die während des Einsatzes für ihr MaZ-Patenkind beten, die vielen Gespräche, das Drucken der MaZ-Shirts,

das Gestalten von Kerzen für Eltern und Freunde und das gemeinsame Musizieren sorgten dafür, dass jeder MaZ´ler gestärkt in seinen Einsatz gehen kann und sich jeder schon jetzt auf’s Rückkehrerseminar freut!

 

MaZ-T-Shirts

 

Der Höhepunkt der Schlusswoche war natürlich das alljährliche Sommerfest der Franziskanerinnen Salzkotten, bei der die neuen MaZ in einem wunderschönen Gottesdienst ausgesendet wurden. Unter dem Motto „Grenzenlos“ demonstrierten die MaZ´ler in einem Anspiel ihren Aufbruch in die neue Welt, gefolgt von Pater Augustinus Diekmann ofm, der gemeinsam mit Schw. M. Angela seinen Segen gab.

Anschließend wurde den Besuchern ein buntes Programm mit Projektvorstellungen, Tombola, Liedern und Tänzen geboten. Bei strahlendem Wetter entwickelte sich eine wunderschöne Fest-Atmosphäre, die ihren Höhepunkt in der Versteigerung und Vergabe der Hauptpreise fand. Selbstverständlich gilt der Dank der MaZ´ler allen fleißigen HelferInnen, allen Besuchern, den Teamern und ganz besonders Schw. M. Angela, ohne die es kein Sommerfest und keine gut vorbereiteten MaZ´ler 2013 gegeben hätte. Kathrin Oel

 

 

Neuer Freundeskreisbrief

 

Download (6 MB) bei Klick auf das Bild:

Freundeskreisbrief Juni 2013

Fahrt nach Assisi - Anmeldeschluss 6. Juli 2013

Treppe Assisi


Die Diözesanstelle Berufungspastoral im Erzbistum Paderborn lädt junge Menschen zwischen 18 und 40 Jahren zur Fahrt nach Assisi ein:


Start: Samstag, 17.08.2013
Rückkehr: Samstag, 24.08.2013

 

Wir laden ein, Assisi auf den Spuren des hl. Franziskus und der hl. Klara kennen zu lernen. Aus ihrem Geist arbeiten wir stundenweise im Stützpunkt ‚St. Stefano‘ im Zentrum Assisis und leben in einem Selbstversorgerhaus, im Kontakt mit vielen Menschen aus unterschiedlichen Nationen. Es wird sehr viel Zeit sein, um Assisi und die Umgebung zu erkunden.

Vorbereitungstreffen: Samstag, 20.Juli 2013, 10.00 Uhr in Warburg-Hardehausen


Anmeldeschluss: 6. Juli 2013

Kosten: ca. 350,00 Euro


Informationen und Anmeldeunterlagen: http://www.berufungspastoral-paderborn.de/fahrt-nach-assisi/

FAIRbrauchen: Konsumkritik zum Mitmachen

Fünftägiges Eine-Welt-Camp auf dem Jakobsberg

 

Konsumkritik zum Mitmachen: Das wird es vom 29. Mai bis zum 02. Juni 2013 beim Eine Welt Camp auf dem Jakobsberg (bei Bingen am Rhein) geben. Eingeladen sind Freiwillige, die ein Jahr in einem anderen Land verbracht haben (z.B. mit dem Programm MissionarIn auf Zeit (MaZ)), und alle jungen Erwachsenen zwischen 17 und 35, die an entwicklungspolitischen und weltkirchlichen Themen interessiert sind. Theoretische und praktische Workshops, spielerische Zugänge zum Thema, gemeinsames Beten und Feiern, Zelten und Lagerfeuer: All das bietet das Eine Welt Camp, welches vom Internationalen Katholische Hilfswerk missio, der Arbeitsgemeinschaft MissionarIn auf Zeit und den Missionsbenediktinern vom Kloster Jakobsberg ausgerichtet wird. Sei dabei und melde Dich bis zum 12. Mai 2013 unter www.eine-welt-camp.de an!

Die Teilnehmenden erwartet ein abwechslungsreiches Programm rund um das Thema kritischer Konsum. Im Zentrum steht dabei das eigene Konsumverhalten: Was ‚brauchen' wir eigentlich zu einem erfüllten, glücklichen Leben? Und wie können wir das, was wir brauchen, fair ver-brauchen? Die Palette reicht von Workshops zu fairem Bankenwesen über den Zertifikate-Dschungel bei fairer oder ökologischer Kleidung und bei Nahrungsmitteln bis hin zu spirituellen Ansätzen eines ethischen Lebens. Praktisch wird es z.B. beim konsumkritischen Stadtrundgang und beim Herstellen von Farben aus Pflanzen. In der Kleidertauschbörse können Lieblingsklamotten den Besitzer wechseln.

 

Eine Welt Camp 2011

Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Eine-Welt-Camp 2011

 

Neben dem jeweiligen Thema gehört es zum Profil der Veranstaltung, viel Raum für Gespräche und Vernetzungen untereinander zu bieten. In kreativen Basisgruppen haben die Teilnehmer die Möglichkeit, sich über ihre Erfahrungen auszutauschen und diese zu vertiefen. Eingerahmt wird das Programm von spirituellen Angeboten, Musik zum Zuhören, Mitsingen und Mitmachen sowie Spaß und Freizeit. Entspannungsangebote wie Massage oder Traumreise können von den Teilnehmern je nach Geschmack gewählt werden.

Seit 1986 findet das Eine- Welt -Camp alle zwei bis drei Jahre bei den Missionsbenediktinern auf dem Jakobsberg (Ockenheim bei Bingen am. Rhein) statt. Ziel des Camps ist es, durch kritische Auseinandersetzung mit Eine-Welt-Themen, kreativem Arbeiten, Gebet und Freizeit, intensive Begegnungen zu ermöglichen und eine Vielfalt an Kulturen und Glaubensformen erlebbar zu machen.

 

Vorhinweis: Das MaZ-Sommerfest mit der Aussendung der neuen Missionar/innen auf Zeit findet am 13. Juli 2013 ab 10 Uhr in Salzkotten statt.

Das Fest beginnt es mit dem Aussendungsgottesdienst für die diesjährigen MaZ´lerInnen, ab ca. 11.30 Uhr wird dann das Sommerfest beginnen. Wie in den letzten Jahren wird es wieder ein buntes Programm geben mit Vorstellungen der einzelnen Projekte, einem Bühnenprogramm, Tombola, leckerem Essen und vielem mehr.

 

Aussendung 2012

MaZ-Aussendung 2012. Im Anschluss an den Aussendungsgottesdienst beginnt das MaZ-Sommerfest.

Sprachwochenende: Chichewa/Indonesisch für Anfänger...

Sprachwochenende

Chichewa und Indonesisch für Anfänger lernten die neuen Missionar/innen auf Zeit beim Sprachwochenende in Salzkotten.

 

... hieß es für 15 Missionare auf Zeit an einem Wochenende Ende Februar. Gemeinsam trafen wir uns am Freitagnachmittag mit großen Erwartungen zum Sprachwochenende. Dass diese Erwartungen weit übertroffen wurden haben wir besonders unsern Lehrern/innen zu verdanken. In den beiden Sprachgruppen Indonesisch und Chichewa, der Landessprache Malawis, fanden wir uns im Antoniushaus bzw. dem Mutterhaus in Salzkotten zusammen. Doch statt stur Grammatik und Vokabeln zu pauken, überraschten uns die Rückkehrer/innen mit einem abwechslungsreichen und spannenden Unterrichtsprogramm. Wir lernten kulturelle Tänze, hörten und sangen vor allem in der jeweiligen Sprache. Auf einmal schien das Lernen nicht mehr anstrengend und langwierig, sondern erhielt einen Sinn. Wir verstanden, dass Sprache uns im jeweiligen Einsatzland ganz neue Türen öffnen kann und uns einen anderen Zugang zu Menschen und Kulturen verschafft. Von dieser Motivation und zahlreichen faszinierenden Erzählungen der Rückkehrer angetrieben, setzten wir uns gerne mit Grammatik und Vokabeln auseinander. Wie schnell wir bei so intensivem Lernen Grundzüge einer Sprache erlernen können, hat uns alle erstaunt und nochmal eine Extraportion Motivation gegeben. Bald konnten wir holperige erste Dialoge führen, zählen und die Wochentage benennen. Damit, dass wir bereits am Sonntag einen Brief an unsere Projektpartner schreiben konnten, hatte allerdings niemand gerechnet. Doch mit Wörterbuch, Arbeitsblättern und natürlich der Unterstützung der Rückkehrer/innen gelang uns auch das. Ein besonderer Höhepunkt des Wochenendes war allerdings der Samstagabend. Ein indonesisches bzw. malawisches Festessen stand uns bevor. In den jeweiligen Ländergruppen versuchten wir uns an landestypischen Gerichten. Bei afrikanischer Musik tanzten wir gut gelaunt durch die Küche. Was, trotz dem verursachten Chaos in der Küche zum Vorschein kam, war unglaublich. Auf afrikanischer Seite bot sich uns Nsima mit Tomato, Kabichi und Madzira (Maisbrei mit Tomaten, Kohl und Ei). Natürlich durften auch die Mäuse nicht fehlen (zum Glück in Form von Mäusespeck). Der asiatische Kontinent präsentierte uns nasi goreng (gebratenen Reis) und pisang goreng, leckere frittierte Bananen. Selbstverständlich wollten wir uns voll und ganz auf die Kultur einlassen und so verschwanden bei fast allen Messer und Gabel schnell vom Tisch und unsere Finger kamen zum Einsatz. Diese Versuche belustigten besonders einige der Schwestern, welche wir zu unserem Festmahl begrüßen durften. So erlebten wir einen kulinarischen multikulturellen Abend mit viel Freude.

Kochen beim Sprachwochenende

Afrikanisches und indonesisches Essen wurde am Abend zubereitet

 

Durch die Bemühungen der Rückkehrer/innen fühlen wir uns nun dem zukünftigen Einsatzland ein großes Stück näher. Es ist schön von denjenigen vorbereitet zu werden, die ganz genau wissen, worauf es ankommt. Bereitwillig stellten sie sich allen Fragen und hatten immer ein offenes Ohr für uns. Das Lernen, Singen und Tanzen, die Gespräche in den Gruppen, die gemeinsamen Mahlzeiten, alles hat die Euphorie in uns geweckt. Bestärkt, mit Zuversicht und vielen neuen Vokabellisten haben wir das Seminar beendet.

Pia Müller, Lisa Willecke

 

 

 

 

Rückkehrer-Seminar in Salzkotten

MaZ Rückkehrer-Seminar 2012

MaZ Rückkehrer 2012 in Salzkotten und ehemalige MaZ.

 

Salzkotten. Vom 09.09. bis zum 16.09.2012 trafen sich die 16 zurückgekehrten Missionare auf Zeit (MaZ) des Aussendungsjahrganges 2011/2012 in Salzkotten zu ihrem Rückkehrseminar.
Daran schloss sich das Wochenende aller Rückgekehrten an, die Lust hatten sich zu treffen und die inzwischen sehr aktiv auf verschiedenen Ebenen mitarbeiten, in der Seminarvorbereitung, beim Freundeskreisbrief, dem Sommerfest MaZ und vielem anderen mehr.
Die Freude über das Wiedersehen war auf allen Seiten riesengroß. Über ein Jahr hatten sich die meisten nicht gesehen. Alle hatten spannende Dinge in ihren Einsatzländern erlebt und waren voll von Geschichten, Erfahrungen und Ereignissen aus ihrem Jahr. So saß die Gruppe am ersten Abend noch lange zusammen und jeder erzählte erste witzige Anekdoten, alle lachten und freuten sich auf die kommende Woche.


Am Montag stieg die Gruppe dann gleich intensiv in die Arbeitsphase ein, denn es galt in der Woche viele Themen zu bearbeiten. Neben der Aufarbeitung von Konflikten und Problemen aus dem Auslandseinsatz standen aber auch Gespräche über das Wiedereinleben in Deutschland, persönliche Reflexionsphasen und Arbeitsphasen in Kleingruppen auf dem Programm. Am Mittwochabend war dann die Freude über ein weiteres Wiedersehen groß, als sich die MaZ mit ihren Patenschwestern und vielen weiteren Schwestern erst in Kleingruppen und später auch in der großen Gruppe zusammensetzten, Bilder zeigten und ein Lieder und Tänze vorführten. Der Abend mit den Schwestern war für alle wunderbar und auch eine willkommene Abwechslung zu der intensiven und manchmal auch anstrengenden Seminararbeit der ersten Tage.
Nach einem Vormittag der persönlichen Abschlussreflexion mit Hilfe von verschiedenen kreativen Methoden, beendete die Gruppe am Donnerstagmittag in einer schönen Zeremonie mit dem Pflanzen eines Baumes die intensive Arbeits- und Analysephase der ersten Seminartage. Am Donnerstagabend stand der Länderabend auf dem Programm.


Dafür hatten sich alle Ländergruppen vorher leckere Rezepte ausgesucht, die am Nachmittag, nachdem zuvor in einem asiatischen Geschäft in Paderborn alle Zutaten besorgt worden waren, in guter Teamarbeit zubereitet wurden. Der Speisesaal im Noviziat des Mutterhauses wurde mit Tüchern und Kerzen stimmungsvoll umgestaltet, so dass die MaZ und die Schwestern im Noviziat auf dem Fußboden hockend und mit den Fingern essend die Geschmäcker der Einsatzländer nachempfinden konnten. Einige Tänze und Lieder rundeten auch hier den Abend ab, der für alle ein voller Erfolg war.
Am Freitag blickten die MaZ dann in die Zukunft und sprachen über mögliches Engagement in Deutschland nach ihrem Jahr. Einige organisatorische Dinge standen auch noch auf dem Programm, ehe am Nachmittag die ersten Ehemaligen eintrafen, die für das Ehemaligenwochenende im Anschluss angereist waren.
Der Dank von allen galt Schwester Angela, Schwester Christiane, den Schwestern des Mutterhauses Salzkotten, sowie den vielen Ehemaligen, die die MaZ während ihrer Vor- und Nachbereitung begleiteten und die ihre Erlebnisse so erst ermöglicht haben. „Gerne kommen wir alle nach Salzkotten zurück", hieß es.


Benedikt Edeler
(MaZ-Einsatz 11-12, Indien NEST)

Mehr Eindrücke von den Rückkehrerseminaren gibt es:


Fotostrecke (Download PDF 2,2 MB)


Bericht von Franziska Hermann, MaZ Leitungs-Team (Download PDF)

 

 


17 Missionare auf Zeit ausgesendet

Aussendungsgottesdienst

„Jetzt wird's ernst, bald geht es für unsere neuen 17 Missionare und Missionarinnen auf Zeit auf in ihr Jahr. In ein Jahr voller neuer Erfahrungen, Abenteuer und hoffentlich vieler schöner Momente" beginnt Maria Neher, die als Missionarin auf Zeit (MaZ) von ihrem Einsatz zurückgekehrt ist, ihren Bericht über die Abschlusswoche für die neuen MaZ 2012 / 2013. Der vollständige Bericht hier zum Download (PDF):

 

Bericht Abschlusswoche 2012

 

Fotos von der Abschlusswoche 2012:

MaZ 2012

Beginnen im August 2012 ihren Einsatz: 17 Missionarinnen und Missionare auf Zeit.

 

Abschlusswoche 2012 II

Einstimmung auf den Einsatz: Abschlusswoche der Missionarinnen und Missionare auf Zeit.

 

Abschlussgottesdient 2012 II

Aussendungsgottesdienst in der Mutterhauskirche.

 

 

Weitere Bilder von der Abschlusswoche gibt es hier zum Download (PDF, Reader 9.0 oder neuer, 4 MB):

 

Bilder Abschlusswoche 2012*

*Alle Fotos sind urheberrechtlich geschützt. © Schwester M. Angela Benoit

 


 

Gedicht einer MaZ-Patin (2012)

mit dir
bricht auch ein stück von uns
auf in die ferne

 

weil du
auf jener insel
leben
beten
arbeiten
wirst

 

weitet sich auch
unser horizont

 

wird auch
unsre welt
größer
bunter
vielfältiger

 

nichts, was wir tun
und erfahren,
bleibt wirkungslos
wenn unsere herzen
miteinander
verbunden sind
ks 2012

 

 


 

 

Der Katholikentag 2012 wurde geMaZt...

Katholikentag Karte

 

Nach langer Vorbereitung war es endlich soweit: Vom 16. - 20. Mai 2012 trafen sich Groß und Klein aus ganz Deutschland in Mannheim, um gemeinsam ihren Glauben zu „leben". In den verschiedenen Stadtteilen gab es so manche spannende Begegnung: Neben den Katholiken nahmen auch etliche Protestanten teil. Gemeinsam konnte man sich in Liedern, Diskussionen, im Gottesdienst und auf den verschiedenen Kirchenmeilen nicht nur dem eigenen Glauben, sondern auch anderen Kulturen und Religionen annähern: Moscheen und Synagogen öffneten ihre Türen weit und gaben einen ausführlichen Einblick in ihr (Glaubens-)Leben.

Dass gerade das Jugendzentrum im besonders bunten und interkulturellen Stadtteil „Jungbusch" angesiedelt war, konnte kein Zufall sein! Dem Thema „Gemeinsam in der Einen Welt" konnte man in besagtem Zentrum dann auch schon nach wenigen Metern begegnen: Das große MaZ-Globus-Zelt zierte den Vorplatz der Jungbuschhalle und lud zu ausführlichem Austausch mit Ordensschwestern und -brüdern sowie ehemaligen MaZlern ein. Direkt nebenan konnte man sich anschließend eine kleine Auszeit in einer der bequemen Hängematten gönnen.
Wer das Getümmel lieber mag, war in der angrenzenden Jungbuschhalle genau richtig aufgehoben. Hier ging es zu wie in einem Bienenstock: überall fleißige MaZler, die Kaffee ausschenken (natürlich fair gehandelt), Kinderspiele betreuen oder die besonderen Vorzüge der Waren im Eine-Welt-Laden anpreisen. Es war eine unheimlich schöne Atmosphäre mit viel Gelächter, guter Laune, schönen Begegnungen und einer guten Portion mazigen Chaos, das wir alle aus unseren Einsätzen nur allzu gut kennen.
Wer sich zwischenzeitlich noch einmal vom Trubel erholen und konkretere MaZ-Infos erhalten wollte, konnte sich einem der täglich drei Mal stattfindenden Rückkehrervorträge in der Jungbuschschule anschließen. In einem extra dekorierten Klassenzimmer wurden alle Interessierten für ca. 1,5 Stunden in die faszinierende Welt Afrikas, Asiens oder Lateinamerikas entführt. Auch ein Projekt der Franziskanerinnen Salzkotten wurde gleich zwei Mal vorgestellt. Neben dem Austausch über das vorgestellte Projekt, das Land und den Einsatz, gab es viel Raum für konkrete Nachfragen an das MaZ-Programm, die Bewerbung, Vorbereitung usw. Eigens dafür war zusätzlich zum Rückkehrer eine Ordens- bzw. offizielle MaZ-Vertretung anwesend. Wer weiß, vielleicht treffen wir einige der Jugendlichen ja schon im Dezember zu unserer nächsten Vorbereitungsphase. 
Insgesamt war der Katholikentag in Mannheim wirklich gut - die Präsenz so vieler Missionarinnen und Missionare hat ihn für mich aber zu etwas ganz besonderem gemacht. Ich denke, dass an den verschiedenen Programmpunkten, die durchweg durch ehemalige und zukünftige MaZ initiiert und betreut wurden, jeder auf seine Kosten kam - ob nun die MaZler selbst oder Personen, die von Kaffeeduft angelockt, ihren Weg unbeabsichtigt zu „uns" gefunden haben. Freuen wir uns auf den Katholikentag in Regensburg, bei dem wir mit Sicherheit auch wieder dabei sein werden!

Jessica Peters

 


 

14 Missionare auf Zeit zu Besuch beim Caritasverband in Herten

 

MaZ in Herten

Bürgermeister Dr. Uli Paetzel (oben Mitte) begrüßte in der letzten Woche angehende Missionare auf Zeit, die in Begleitung einiger Ordensschwestern der Franziskanerinnen Salzkotten und Vertreter des Hertener Caritasverband zu Gast im Rathaus waren.
Foto: Stadt Herten

 

Als Missionare auf Zeit (MaZ) leben und arbeiten junge Menschen aus Deutschland für ein Jahr z.B. in einem ausländischen Projekt der Franziskanerinnen Salzkotten. Mitleben, mitbeten und mitarbeiten lautet das Lebensmotto der MaZ für dieses Jahr. Bevor es aber in die Partnerprojekte nach Afrika, Indonesien oder Indien geht, besuchten einige junge MaZ den Caritasverband in Herten. Vom 10. - 14.04.2012 lernten die Teilnehmenden des MaZ-Programms der Franziskanerinnen Salzkotten die caritative Arbeit im nördlichen Ruhrgebiet kennen und setzten sich mit den sozialen Herausforderungen in der deutschen Gesellschaft auseinander.
Im Ruhrgebiet gelegen, war Herten einst die größte Bergbaustadt Europas und steht durch die Zechenschließungen seit dem Jahr 2000 vor großen Veränderungen. Die Bergbaugeschichte und der Strukturwandel prägen die Stadt. Arbeitslosigkeit, demografischer Wandel und Familienarmut sind Herausforderungen für die 62.000 Einwohner starke Kommune.
Bürgermeister Dr. Uli Paetzel begrüßte die angehenden Missionare auf Zeit gern, um einen Einblick in die wirtschaftliche und gleichzeitig soziale Situation einer mittelgroßen Ruhrgebietsstadt zu geben. Herausforderungen wie der Strukturwandel, der demografische Wandel und familiäre Armut müssen auch in Herten laufend bewältigt werden. „Man kann diese Stadt mit ganz viel Pessimismus beschreiben, zum Beispiel herrscht hier an vielen Stellen eine große soziale Ungerechtigkeit. Doch wir setzen an diesem Punkt direkt an und ziehen uns am eigenen Schopf aus dem 'Problemsumpf'", so Paetzel. Dabei seien die Kirchen und ihre Wohlfahrtsverbände, wie die Caritas, wichtige Partner.

 

MaZ in Herten

 

Am Donnerstag hospitierten die Missionare auf Zeit in verschiedenen Arbeitsfeldern des Verbandes und machten sich selbst ein Bild von der caritativen Arbeit. So lernten sie die sozialen Herausforderungen von Familien und Einzelpersonen kennen und sammelten Eindrücke aus nächster Nähe. In Zweier-Teams besuchten sie Demenz-Projekte, die Tafel-Läden, Unterstützungsangebote des Familienbüros, die Flüchtlings- und Migrationsarbeit im „Haus der Kulturen", die Pflegeoase als innovatives Projekt der stationären Altenhilfe und ein interkulturelles Stadtentwicklungsprojekt. Deutlich wurde, dass die caritative Arbeit weit über die stationäre und ambulante Altenhilfe hinausgeht und ein soziales Netzwerk innerhalb von Herten knüpft, um Menschen zu unterstützen und das soziale Zusammenleben zu fördern.
Um diese Arbeit zu fördern und auf breite Schultern zu verteilen, entwickelt der Hertener Caritasverband seit 2001 ein lokales Fundraising mit der Grundidee „Menschen gewinnen". Die Strategie und die passenden Instrumente stellte Caritasmitarbeiter Jan Hindrichs am Mittwochvormittag vor.

 

Maz Caritas Herten

 

Partnerschaftliches und kooperatives Zusammenarbeiten war ein weiterer Schwerpunkt des Aufenthaltes in Herten. In Kooperation mit Diakonie und AWO trägt der Caritasverband z.B. das Haus der Kulturen. Hier organisieren die drei Wohlfahrtsverbände gemeinsam ihre Migrations- und Integrationsarbeit und führten ein Training zur interkulturellen Sensibilisierung mit der Gruppe durch. Im „Barbara-Zentrum" feiern heute katholische und evangelische Christen ihre Gottesdienste, ältere Menschen mit Demenz finden hier ein zu Hause und durch den benachbarten Kindergarten und die nahe gelegene Realschule sind generationsübergreifende Begegnungen an der Tagesordnung. Einen weiteren Eindruck des vielfältigen Zusammenlebens in Herten lieferte der Besuch der Blauen Moschee. Vorsitzender Selman Duran empfing die jungen MaZ und führte sie durch das 2009 eröffnete Gebäude. „Es war beeindruckend, wie viele Menschen sich hier ehrenamtlich engagieren und wie stark das zivilgesellschaftliche Engagement ist", so eine Teilnehmerin über den Besuch in Herten.

Jan Hindrichs

 

Weiterer Bericht von Mike Lausmann (PDF-Download)

 

 


 

Vorbereitungswochenende

Die neuen Missionarinnen auf Zeit bereiten sich vor. An zwei Wochenenden wurden eifrig Chichewa. die Landessprache in Malwi, und "Bahasa Indonesia", die allgemeine Staatsprache in Indonesien geübt.

 

 

MaZ_2012

Die Teilnehmerinnen des Chichewa-Seminars mit Schwester M. Christiane (hinten, 2.v.r)
und Schwester M. Angela (hinten, 1.v.r.).

Foto: MaZ

 

Chichewa

Vom 2. bis 4. März fand in Salzkotten das diesjährige Chichewa-Wochenende statt um uns Malawi-MaZ´lern das Erlernen dieser einheimischen Sprache zu erleichtern. Chichewa ist eine afrikanische Sprache, die in Malawi, unserem Einsatzland, neben Englisch die Amtssprache ist. Mit viel Liebe und Engagement wurde das Seminar von Franziska Hermann und Julia Böckmann geleitet, zwei ehemaligen MaZ´lerinnen. Obwohl die Sprache auf den ersten Blick etwas seltsam und kompliziert schien, lernten wir dank unserer begeisterten „Lehrerinnen" sehr viel.
Wie stelle ich mich vor? Wie funktioniert die Grammatik? Wie gestaltet man ein kurzes Gespräch? Wie kaufe ich auf dem Markt Bananen? Mit diesen Alltagssituationen beschäftigten wir uns und konnten am Ende sogar einen kurzen Brief auf Chichewa an unsere Partnerorganisationen schreiben. Natürlich kam auch die malawische Kultur nicht zu kurz und wir lernten die malawische Nationalhymne und das Vater Unser auf Chichewa. Auch kochten wir den typischen Maisbrei (nsima) mit Tomaten und backten leckeren Mais-Bananen-Kuchen.

Anna-Michelle Brunder

 

 

sprachkurs Chichewa

"Muli bwanji", den malawischen Gruß für "Wie geht es dir?" und weitere Vokablen
für die schnelle Verständigung lernten die neuen MaZ beim Sprachwochenende.

Foto: MaZ

 

 

 

„Kami belajar bahasa Indonesia - Wir lernen Indonesisch"

Sprachwochenende für die neuen Indonesien-MaZler

Ende Februar trafen sich die fünf neuen Indonesien-MaZ-lerinnen mit zwei Ehemaligen in Salzkotten, um die ersten Schritte in der neuen Sprache zu wagen, die bald ein Jahr lang ihre Alltagssprache sein soll.
Bahasa Indonesia ist die einheitliche Sprache in ganz Indonesien, die alle Indonesier zusätzlich zu ihrer Regionalsprache lernen. Sie wurde 1945 aufgrund ihrer einfachen grammatikalischen Struktur als gemeinsame Sprache für den Viel-Völker-Staat ausgewählt.
Schwierigkeiten mit der Grammatik hatten auch wir fünf Indonesisch-Neulinge nicht. Schon nach einer kurzen Einführung durch die ehemaligen MaZ Laura Bröker und Alina Görmann konnten wir uns gegenseitig vorstellen, Fragen stellen und auch die indonesischen Zahlen waren schnell gelernt.
Laura und Alina, waren voller Begeisterung für „ihr" Land, und so kam neben der Sprache auch die indonesische Kultur nicht zu kurz. Die beiden erzählten uns viel und zeigten Fotos von ihrem Jahr in Indonesien. Abends wurde dann gekocht - natürlich indonesisch. Nasi goreng und pisang goreng stand auf dem Speiseplan und wurde, wie in Indonesien üblich, mit den Fingern gegessen.
Eine ganz neue Erfahrung!
Am Sonntag fuhren wir mit vielen neuen Eindrücken nach Hause und einer langen Vokabelliste, die es nun zu lernen gilt.

Anne Dominique Knichelmann

 

 

 

MaZ kochen

Das Kochen typischer indonesischer Gerichte stand auch auf dem Programm
des Vorbereitungswochenendes.

 

 

 


 

 

Einfürhungswochenende 2011

Erstes Kennenlernen: MaZ-Einführungswochenende im Dezember 2011
im Mutterhaus der Franziskanerinnen Salzkotten.

Foto: fcjm

 

 

Der große Traum beginnt

Einführung für neue Missionarinnen auf Zeit

Salzkotten. Vierzehn junge Frauen haben am ersten Dezemberwochenende den ersten Schritt als neue Missionarinnen auf Zeit (MaZ) getan. „Der Traum, ein Jahr in einem fremden Land mitzuleben hat begonnen", so Schwester M. Christiane Böhne. Um diesen Traum im nächsten Jahr Wirklichkeit werden zu lassen, haben sich die jungen Frauen begleitet von einem Team aus Rückkehrern aus den MaZ-Projekten und Schwestern der Franziskanerinnen Salzkotten auf den Weg gemacht. Schwester Christiane: „Am Beginn war die ‚kribbelige‘ Spannung im Raum förmlich greifbar - wer macht sich noch mit auf den Weg, in welches Land und Projekt wird es gehen, aber vor allem: ‚Jetzt geht es endlich los!‘. Dieses erste Wochenende diente zuerst dem Kennenlernen - der Gruppe untereinander, der Ehemaligen Freiwilligen, der Schwestern, der Gemeinschaft der Franziskanerinnen Salzkotten und des Klosters. Daneben stand auch die Frage im Raum, warum jede Einzelne sich für diesen Einsatz entschlossen hat, Ängste und Befürchtungen hatten ihren Platz, aber auch Wünsche und Erwartungen. Auch die Vorstellung einzelner Projekte durch Rückkehrerinnen und die Möglichkeit eines intensiven Austausches mit ihnen durfte nicht fehlen."


So ist nun der erste Schritt zum großen Traum getan und neben allen Informationen, bleibt vor allem die Vorfreude auf das nächste Seminar Anfang Januar, der nächste Schritt auf dem Weg, bei dem es dann auch um die Frage gehen wird, in welches konkrete Projekt und damit auch in welches Land es für die Einzelnen gehen wird.
Noch besteht die Möglichkeit, in die Gruppe einzusteigen und sich mit auf den Weg zu machen. Interessierte sollten sich möglichst umgehend bei Schwester M. Angela Benoit oder Schwester M. Christiane Böhne melden:


Sr. M. Angela Benoit
Paderbornerstr. 7
33154 Salzkotten
Tel: 05258 988-5
Mail: angela@fcjm.de

 

 


 

 

 

Rückkehrerseminar

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des MaZ-Rückkehrerseminars hatten sich
schnell wieder als Gruppe gefunden.
Foto: fcjm

 

 

MaZ-Rückkehrer tauschen Erfahrungen aus

Von Saris, Krupuk, Sobolo und Gule-Wamkulu

Salzkotten. Der Erfahrungsaustausch stand im Mittelpunkt des Rückkehrerseminars der Missionarinnen und Missionare auf Zeit (MaZ) im September im Mutterhaus der Franziskanerinnen Salzkotten.
Eine Woche lang galt es Eindrücke aus Indonesien, Indien, Ghana und Malawi weiter zu verarbeiten, den Abschied aus den Einsatzländern und die Ankunft hier in Deutschland etwas nachzuarbeiten und das Einleben in der deutschen, teils fremd gewordenen Kultur durch ein sehr vielfältig zusammengestelltes Programm zu erleichtern. Außerdem wurde ein Blick in die Zukunft und auf das mögliche weitere Engagement der MaZ geworfen.
Die Gruppe von 21 Missionarinnen und Missionaren auf Zeit fand vor allem durch die Ähnliche Erlebnisse zu teilen und das Verständnis füreinander und für das Erlebte aufzubringen führte die Gruppe schnell wieder zusammen.
An einem Abend stand das Treffen mit den Patenschwestern auf dem Programm. Diese hatten die MaZ während ihres Aufenthalts im Ausland durch Briefe, E-Mails, aber vor allem durch Gebete begleitet. Jetzt sollten die Schwestern mehr über das Einsatzjahr und die vielen Erfahrungen und Eindrücke ihrer „Schützlinge" erfahren. So wurde es ein sehr schöner Austausch, der von kulturellen Liedern und Tänzen aus den Einsatzländern abgeschlossen wurde.
Der kulturelle Abend bildete einen Höhepunkt der Woche. Jede Ländergruppe hatte etwas vorbereitet und die Rückkehrer kleideten sich in traditionelle Gewänder, wie etwa indische Saris. Das Abendessen wurde durch Spezialitäten aus Indonesien (Krupuk = Krabbenchips), Indien, Ghana (Sobolo = ein Getränk aus Hibiskustee, Ingwer und Zitronen) und Malawi erweitert. Getanzt wurde auch, und zwar Gule-Wamkulu, ein traditioneller Tanz aus Malawi.
„Es war eine sehr gelungene Woche, die durch die religiösen Morgenimpulse einen sehr guten Rahmen bekam und durch das vielfältige Austauschen und Teilen von Erfahrungen getragen wurde", so eine Teilnehmerin.

 

 

Rückkehrer MaZ Gruppe

Auch zu Hause die Welt immer im Blick: Rückkehrer aus dem MaZ-Programm der Franziskanerinnen.

 


 

 

Erstes Treffen ehemaliger MaZ

Salzkotten. 16 frühere Missionarinnen und Missionare auf Zeit trafen kamen im September erstmals zu einem Ehemaligentreffen im Mutterhaus der Franziskanerinnen Salzkotten zusammen.
Schwester M. Angela und Schwester M. Christiane sowie Melanie Brenner von missio in Aachen begleiteten das Treffen. Neben dem gegenseitigen Austausch ging es auch um Möglichkeiten für ein weiteres Engagement ehemaliger MaZ (MaZiD = MaZ in Deutschland). Zwei Tage lang stand vor allem der im Juli 2011 gegründete Freundeskreis und die Unterstützung der Seminararbeit durch ehemalige MaZ auf der Tagesordnung.
Der Freundeskreis wurde ins Leben gerufen, um das MaZ-Programm der Franziskanerinnen Salzkotten zu unterstützen. Da er noch jung ist, gibt es noch viel zu tun, um Freunde zu gewinnen und Freundschaften zu pflegen, damit der Gedanke der „einen Welt" weiter verbreitet und gelebt werden kann. Geplant sind unter anderem ein Freundeskreis-Treffen, Freundeskreis-Briefe und ein Internetauftritt.
Der andere Teil des Engagements ehemaliger MaZ soll besonders im Bereich der Seminararbeit liegen, wie es derzeit schon häufig der Fall ist. Dabei geht es darum, aus Erfahrungen erzählen und den neuen MaZ viele Tipps mit auf den Weg geben aber auch ausgebildet zu werden um die Leitung von Seminareinheiten zu übernehmen und für Fragen ansprechbar zu sein.