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Hilfen für die Aidswaisen in Malawi

 

Malawi Kind

 

Malawi, im Osten Afrikas, südlich von Tansania gelegen, ist eines der ärmsten Länder der Welt mit etwa 14,5 Millionen Einwohnern. Es ist fast ein reines Agrarland ohne Zugang zum Meer; Bodenschätze gibt es kaum. Die Aids-Rate in der Bevölkerung ist sehr hoch. Seit 1984 arbeiten dort Schwestern unserer Gemeinschaft aus Deutschland und Indonesien, um für die Nöte der Menschen offen zu sein.

Das größte Problem Malawis und damit auch die größte Herausforderung für die Arbeit unserer Schwestern ist die Aids-Krankheit. Die Zahl der Aidswaisen ist extrem hoch; in den umliegenden Dörfern von Madisi wurden weit über 800 Waisenkinder gezählt. Die Zahl verändert sich ständig, da die Aids-Krankheit weiter um sich greift.

Das veranlasste uns im Jahr 2000, den Schwerpunkt unserer Arbeit von den Tätigkeiten in einem Missionskrankenhaus auf die Erziehung und Bildung von Aids-Waisen zu verlagern, einschließlich der Aufklärungsarbeit und gezielter Maßnahmen gegen Aids.

Eine Grundschule (Primary-School) und ein Home-Craft-Centre für die lebenspraktische Bildung der Aids-Waisen sowie ein Kindergarten wurden eingerichtet. Insgesamt arbeiten fünf Schwestern in Madisi. Schule und Kindergarten werden von jeweils einer Schwester geleitet.

 

Spende

Wenn Sie unsere Arbeit in Malawi unterstützen möchten, können Sie eine Spende auf das folgende Konto mit dem Stichwort "Malawihilfe" einzahlen:

 

Spendenkonto:

Stichwort: "Malawihilfe"

Kongregation der Franziskanerinnen Salzkotten
Bank für Kirche u. Caritas, Paderborn
IBAN: DE26 4726 0307 0011 1405 01
BIC: GENODEM1BKC

Weiter Informationen zu Spenden und Zustiftungen finden Sie hier.

 

 

Schulklasse

 

St. Francis Schule

Mehr als 1.200 Kinder besuchen heute die St. Francis Grundschule. 2009 wurde ein Erweiterungsbau mit neuen Klassenräumen fertig gestellt. Mit HIlfe der Aktion "Sternstunden" des Bayerischen Rundfunks wurde diese notwendige Erweiterung unserer Schule möglich. Seit der Gründung der Schule im Jahr 2000 wuchs die Schülerzahl von anfangs 350 stetig. Nach dem die Regierung von Malawi kürzlich mehrere staatliche Schulen schließen lies, da die Qualitätsmängel zu groß waren, stieg noch einmal der Bedarf an Grundschulplätzen.

 

Schulhof

 

Von Anfang an wurden auch Nichtwaisen aufgenommen. So soll verhindert werden, dass die Waisenkinder isoliert aufwachsen. Sie sollen auch die Kontakte zur Dorfgemeinschaft nicht verlieren, weshalb es an unserer Schule bewusst kein Internat gibt. 60 Prozent der Schülerinnen und Schüler sind Aidswaisen. Besonders für die Mädchen der Waisenkinder ist es lebenswichtig, Fertigkeiten zu erlangen, die ihnen ein eigenes Einkommen, unabhängig von einer Eheschließung ermöglichen. Nach einem erfolgreichen Abschluss der 8. Klasse sind die Schülerinnen und Schüler in Malawi bei entsprechender Qualifikation zum Besuch der vierjährigen „Secondary School" berechtigt. Nach diesen vier Jahren erreichen sie einen Abschluss, der der deutschen „Mittleren Reife" entspricht.

Weiterführende Schule und Schulgeld

Ein Pick Up holt täglich die Kinder in den Dörfern ab und bringt sie zur Schule. Meist machen die Waisenkinder gute Abschlussprüfungen. Die Schwestern beschlossen daher, ihnen auch eine Ausbildung an weiterführenden Schulen zu ermöglichen und das Schulgeld dafür zu übernehmen. Denn nur mit dem Abschluss einer weiterführenden Schule oder einer Berufsausbildung haben die Waisenkinder in Malawi gute Zukunftsaussichten.


Küche Malawi


Mit der Hungersnot von 2002 haben wir die Schulspeisung eingeführt. Seitdem bekommen alle Waisenkinder jeden Tag eine warme Mahlzeit. Dazu gibt es morgens "Likuni-Phala", eine Mischung aus Sojabohnen, Maismehl, Erdnüssen und Milchpulver. Gemüse und Obst für die Schulspeisung wird in unserem großen, durch eine Mauer geschützten, Schulgarten angebaut. Hier wachsen Bananen-, Mango-, Apfelsinen-, Papaya- und Guavenbäume.

 

Home-Craft-Centre

Nachmittags lernen die Waisenkinder im Home-Craft-Centre Nähen, Kochen, Gartenbau, und Hauswirtschaft. Außerdem finden hier Hausaufgabenhilfen und Freizeitgestaltung statt. Für uns ist es wichtig, dass die Schule nicht nur Fachwissen vermittelt, sondern die Kinder früh Fertigkeiten für ein eigenständiges Leben erlernen.

 

Malawi Homecraft

 

Kindergarten

Rund 300 Kinder besuchen unseren Kindergarten, der vormittags geöffnet ist. In der Bevölkerung ist in den letzten Jahren das Verständnis für Erziehung und Bildung gewachsen. Das Interesse, die Kinder in den Kindergarten zu schicken ist groß. Schule und Kindergarten arbeiten eng zusammen. Viele unserer Kindergartenkinder können, wenn sie das Schulalter erreichen in die St. Francis Schule aufgenommen werden.


Malawi Kindergarten


Mädchenhaus

Ältere Mädchen, die unsere Schule besucht haben und nun eine weiterführende Schule besuchen, können in einem Zimmer im "Clara-Pfänder-Home" wohnen. Diese Möglichkeit bieten wir Schülerinnen an, die aufgrund langer und gefährlicher Schulwege sonst nicht zur weiterführenden Schule gehen könnten.

Mädchenhaus


"Shelter" im Dorf Mzira

In dem besonders armen Dorf Mzira haben wir einen "Shelter", einen Schutzraum für Kinder, gebaut. Kinder, die in ihren Hütten keinen trockenen Schlafplatz haben, können hier übernachten. Zurvor waren häufige Erkrankungen vor allem bei den Waisenkindern des Dorfes beobachtet worden. Der Grund waren feuche und kalte Schlafstätten besonders während der Regenzeit. Der "Shelter" bietet Platz für 70 Kinder und Betreuer.


shelter


Dorfbesuche

Unsere Schwestern besuchen regelmäßig die Dörfer, in denen unsere Schülerinnen und Schüler leben. Sie bieten ihre Hilfe an und entwickeln zusammen mit den Dorfältesten Lösungen für besondere Probleme, wie beispielsweise das Shelter-Projekt.

Dorf Malawi


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